bedeckt, wenig Regen
DE | FR
97
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Leben
Blogs

Was bedeutet es, wenn mein Freund getrennte Decken zum Schlafen will?

Bild
bild: watson / mterial: shutterstock
Emma Amour

«Plötzlich schläft mein Freund schlecht neben mir»

11.11.2019, 09:5112.11.2019, 09:22
Folge mir
Liebe Emma

Ich bin nun seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Anfänglich kamen wir reibungslos miteinander aus, Tag wie Nacht. Bis er eines Tages anmerkte, dass er wohl nicht sehr gut schlafen würde, wenn wir zu zweit in einem Bett seien. Einerseits kann ich dies ja verstehen, doch andererseits denke ich mir, sollte man halt ein wenig Abstriche machen können in dieser Hinsicht.

Kurz danach kam von ihm der Wunsch nach einer zusätzlichen Decke, damit jeder seine eigene hat. Autsch! Ich geniesse die Nähe zueinander in der Nacht sehr, doch diese verschwindet mit einer zweiten Decke komplett.

Irgendwie ja logisch, für mich aber einfach nur traurig. Ausserdem finde ich diesen Zustand sehr spiessig. Wenn man so etwas mit 50 macht, wenn man schon zig Jahre verheiratet ist, finde ich es etwas anderes. Ich weiss nicht, wie ich darauf reagieren oder darüber denken soll.

Liebe Emma – hilf mir in meiner Verzweiflung, die wohl grösser ist, als sie sein sollte.

Liebe Grüsse,
Deby

Hoi Deby,

die ersten paar Wochen in einer Beziehung schlafen wir ja alle wunderbar nicht neben unseren neuen Eroberungen. Wer muss schon schlafen, wenn wir so frisch verknallt sind, dass wir nur Luft, Liebe und viel Sex brauchen? Da können wir auch wochenlang zu zweit in einem Einzelbett ausharren, wenn es sein muss.

Und dann passiert, was eben leider passiert: Aus der Verliebtheit wird Liebe. So schön das ist, so fies sind die Folgen: Wir müssen wieder schlafen. Und dann fällt uns wieder ein, wie schön es war, als wir das ganze Bett, das Kissen, die Decke, den Platz für uns hatten. Keine Kompromisse, nichts.

Als wäre das nicht fies genug, stören wir uns plötzlich an den Schlafgeräuschen des anderen. Oder daran, dass er so viel Decke/Platz braucht. Oder wir merken plötzlich, dass wir eigentlich verschiedene Schlafrhythmen haben.

Alles etwas ein Seich, ja, aber kein Weltuntergang, wie ich finde.

Ich gehöre aber auch zu den Menschen, die getrennte Schlafzimmer super finden. Ich weiss, im ersten Moment klingt das nicht romantisch. Am Ende aber ist es effektiv so, dass ich alleine am besten schlafe. Und hie und da ist alleine schlafen einfach schön. Und erholsam. Und, für mich zumindest, wichtig.

Im Fall deines Freundes sehe ich auch kein Problem. Zumal auch ich getrennte Decken durchaus sinnvoll finde. Heisst ja keinesfalls, dass man deswegen nicht vor dem Einschlafen noch ein bisschen kuscheln und sich nah sein kann.

Ich glaube, es geht in dieser Angelegenheit wie um alles, was eine Beziehung halt so mit sich bringt: Um die Findung des Kompromisses, der für beide stimmt. In eurem Fall könnten das eventuell getrennte Decken in kalten Monaten sein.

Oder, falls ihr noch nicht zusammen wohnt, dass ihr drei Nächte pro Woche getrennt schlaft oder so.

Ich drück euch den Daumen, dass ihr einen Weg findet, der für euch beide stimmt.

Deine,

Bild

Und was würdest du Deby raten?

Das schönste Bett der Schweiz (auch mit zwei Decken):

1 / 12
Das schönste Bett der Schweiz
quelle: valeria mella
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
Emma Amour ist ...
… Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.bild: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

97 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Protestier
11.11.2019 10:44registriert Mai 2018
Kuscheln ist schön, schlafen ist schöner. In diesem Sinne tzzzzzzz
5785
Melden
Zum Kommentar
avatar
Commander Salamander
11.11.2019 10:29registriert September 2018
Das war am Anfang der Beziehung zu meinem Freund auch ein "Problem". Er ist der Kuschler in der Nacht, und ich kann, mit Betonung auf KANN, nicht schlafen, wenn beispielsweise sein Arm tonnenschwer auf mir liegt, mir jemand die Luft wegatmet und die Decke wegnimmt. Ich hab dann auch die zweite Decke eingeführt und meinen Raum im Bett eingefordert, seither geht's gut. Er hat das am Anfang nicht verstanden, weil er da so anders tickt. Aber ich glaube, 10 Jahren Beziehung, die wir jetzt haben, beweisen, dass es nicht um Liebe sondern um Schlaf geht!:-)
5382
Melden
Zum Kommentar
avatar
time_saver
11.11.2019 10:41registriert März 2015
Oh man, so fühlte sich wohl mein Freund. Schon seit anfang der Beziehung vor 6 Jahren konnte ich kaum schlafen ->er schnarcht und ich wache wegen allem auf. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und seither haben wir getrennte Betten. Er fand das sehr uncool und hatte wohl auch Angst um unsere Beziehung. Nach einem Jahr getrennt pfuuse kann ich aber aus Erfahrung sagen, die Intimität nimmt eher zu! Man schlüpft gerne am Morgen noch zum anderen unter die Decke.
Bevor ich selber nicht mehr gut schlafen konnte, war für mich der Gedanke an getrennte Betten aber auch der Horror! ¯\_(ツ)_/¯
3113
Melden
Zum Kommentar
97
Liebe Monogamie, wir müssen reden!
Obwohl sich Sandro und ich ständig in andere verlieben, leben wir (noch?) monogam. Das ist zwar romantisch und entspricht vor allem meinen Vorstellungen im Herz. Der Körper sieht's irgendwie anders. Ein Konflikt in mehreren Akten.

Meine Mutter sagte einst: «Ich verstehe das ganze Pipapo rund um wechselnde Sexualpartner nicht, Penis ist doch Penis. So anders fühlt es sich nun Gott weiss nicht an, findest du nicht, Schatz?»

Zur Story