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Bild: Disney

Disney Plus greift Netflix an – und so sieht das aus

Disney hat erstmals eine umfangreiche Präsentation über den hauseigenen Streaming-Dienst Disney Plus abgehalten. Nebst günstigen Preisen will der Konzern vor allem mit Filmperlen und bekannten Marken überzeugen.
26.08.2019, 17:3109.01.2020, 16:47

Vergangenes Wochenende hielt Disney auf seiner Hausmesse D23 das erste Mal eine Präsentation zum eigenen Streaming-Dienst Disney Plus ab. Dabei verriet der Konzern nicht nur, wann und wo der Dienst überall starten wird, sondern auch, mit welchem Produktkatalog zukünftige Abonnenten rechnen dürfen.

Klar ist, dass Disney gegen Netflix alles in die Waagschale wirft, was der Medienkonzern aufzubieten hat. Nebst einer umfangreichen Bibliothek aus bestehenden Film- und Serientiteln wurden auch einige neue Projekte angekündigt. In unserer Übersicht erfährst du alles Wichtige, das es aktuell über Disney Plus zu wissen gibt.

Wann und wo startet Disney Plus?

Bereits im April gab Disney bekannt, dass man am 12. November 2019 loslegen möchte. Bisher war allerdings noch nicht klar, wo der Dienst zu Beginn überall verfügbar sein wird. Bei der Präsentation hat Disney nun verkündet, dass Disney Plus am 12. November in den USA, Kanada und in den Niederlanden starten wird.

Zu weiteren Startterminen schweigt sich der Mauskonzern aus. Allerdings wolle man innerhalb von drei Jahren in Europa, Lateinamerika und Asien mit Disney Plus starten. Laut Gerüchten dürfen User westeuropäischer Länder bereits 2020 mit dem Dienst rechnen. Es wird sogar gemunkelt, dass es bereits im Frühling in den wichtigsten europäischen Märkten losgehen soll.

Was kostet der Dienst?

Im Frühling gab Disney bekannt, dass man mit einem Kampfpreis von 6.99 Dollar gegen Netflix antreten möchte. Wer jährlich bezahlt, muss sogar nur knapp 70 Dollar hinblättern. Dieser Betrag gilt allerdings nur für ein Abo von Disney Plus.

Bild: Disney

Inzwischen darf Disney auch den drittgrössten Streaming-Dienst Hulu sein Eigen nennen und lässt es sich natürlich nicht nehmen, diesen Trumpf auszuspielen. So wird es auch ein Bundle für 12.99 Dollar geben, bei dem Disney Plus, Hulu und ESPN Plus dabei sein wird. ESPN ist einer der grössten Streaming-Dienste für Sport-Übertragungen und erreicht in den USA über 90 Millionen Haushalte. Dass das Bundle in dieser Form auch in Europa angeboten wird, ist eher unwahrscheinlich.

Welche technischen Spezifikationen bietet Disney Plus?

Disney scheint es verstanden zu haben, dass es nicht reicht, Heimkinofans nur einen grossen Katalog zu bieten. Dementsprechend umfangreich kommend die technischen Spezifikationen daher:

  • 7 Profile pro Account
  • gleichzeitiges Streamen auf bis zu vier Geräten
  • unlimitierte Downloads, um Titel offline gucken zu können
  • 4k Ultra HD
  • Dolby Vision Ultra Vivid Imaging
  • HDR10
  • Dolby Atmos Immersive Audio

Wie gross ist das Angebot?

Zum Start werden rund 500 Filme und 7500 Serienepisoden zur Verfügung stehen. Von diesen sollen mindestens 25 Serien und 10 Filme und Specials neue, eigens für Disney Plus produzierte, Inhalte sein.

Zum Vergleich: Als der Global Player Sky Show in der Schweiz gestartet ist, konnten die User auf ein Angebot von 3000 Serienepisoden und rund 500 Filme zugreifen.

Bild: Disney

Gegenüber Netflix scheint dieser Angebotsumfang im ersten Moment fast schon mickrig. Die Bibliothek des Marktführers umfasst alleine in den USA über 5800 Filme. Dafür kann Disney mit vielen bekannten Filmfranchises wie beispielsweise «Star Wars», «Fluch der Karibik» oder den ganzen Marvel-Filmen aufwarten. Ausserdem dürfte klar sein, dass Disney sein Angebot rasch ausbauen wird.

Welche Disney-Titel können wir erwarten?

Disney hat den Vorteil, dass sie auf eine wirklich gigantisches Angebot aus eigenen Filmen und Serien zurückgreifen können. Und das machen sie sich auch zunutze. Laut Disney soll schon kurz nach dem Start die gesamte Filmbibliothek des Konzerns auf Disney Plus zur Verfügung stehen.

Peter Pan streamen? Das soll bald möglich sein.
Peter Pan streamen? Das soll bald möglich sein.Bild: Disney

Das heisst, dass man alles auf Disney Plus wird abrufen können, das der Konzern seit 1920 unter dem eigenen Label produziert hat. Damit werden auch Trickfilmklassiker verfügbar, die Disney bisher unter Verschluss hielt und nur von Zeit zu Zeit als DVD oder Blu-Ray verfügbar machte. Weiterhin werden auch Produktionen aus Studios angeboten, die zum Disney-Konzern gehören. Die bekanntesten darunter sind Pixar, Lucasfilm («Star Wars») und natürlich Marvel.

Indiana Jones wird bald nur noch bei Disney Plus nach antiken Schätzen suchen.
Indiana Jones wird bald nur noch bei Disney Plus nach antiken Schätzen suchen.Bild: Paramount

Hinzu kommt auch noch das riesige Angebot von 20th Century Fox. Disney hat das drittgrösste Filmstudio Hollywoods in diesem Jahr übernommen und hat damit auch Zugriff auf alle deren Titel. Zwar wird auf Disney Plus nur der familienfreundliche Inhalt verfügbar sein, allerdings zeigt der Trailer zu Disney Plus, dass die Integration bereits begonnen hat.

Jap, die «Simpsons» sind jetzt Disney-Eigentum.Video: YouTube/Disney

Das sind Disneys (neue) Zugpferde

Bisher war unklar, ob beim Start von Disney Plus alle Star-Wars-Filme abrufbar sein würden. Dies kommt daher, da Disney noch laufende Streaming-Verträge mit anderen Anbietern hat. Nun ist aber klar: Es werden nicht nur alle Filme verfügbar sein, sondern es sind auch jede Menge neue Star-Wars-Titel geplant, die extra für Disney Plus produziert werden.

Alle bisherigen Star-Wars-Filme werden auf Disney Plus zu finden sein.
Alle bisherigen Star-Wars-Filme werden auf Disney Plus zu finden sein.Bild: Disney

Der bekannteste davon ist die Serie «The Mandalorian». Sie ist nicht nur die erste Star-Wars-Realserie, sondern wird auch gleich zum Start verfügbar sein. Disney hat auch gleich einen ersten Trailer präsentiert, der uns einen Eindruck der Serie vermittelt.

Weiterhin starten schon bald die Dreharbeiten zu einem Ableger von «Rogue One». Die Serie soll sich um die beiden Charaktere Captain Cassian Andor und den Roboter K-2SO drehen. Für Begeisterung sorgte die Ankündigung, dass eine Serie über Obi-Wan Kenobi in Planung sei. Ewan McGregor, der den jungen Jedi-Krieger in Episode I bis III spielte, wird dafür erneut zum Lichtschwert greifen. Ebenfalls wird es eine weitere Staffel der Animationsserie «Star Wars: The Clone Wars» geben.

Die neue Serie soll sich um diese beiden Rogue-One-Charaktere drehen.
Die neue Serie soll sich um diese beiden Rogue-One-Charaktere drehen.Bild: Disney

Remakes, Ableger und Fortsetzungen

Wenig überraschend bringt Disney bekannte Marken in verschiedener Form zurück.

Beispielsweise ein Serienableger von «High School Musical».

Eine Fortsetzung der Girly-Serie «Lizzie McGuire».

Bild: Disney

Oder auch eine weitere Film-Adaption der Trickfilmserie «Phineas und Ferb».

Bild: Disney

Die prominenteste Produktion, die exklusiv auf Disney Plus erscheinen wird, dürfte wohl das Realfilm-Remake von «Susi und Strolch» sein. Der Film wird bereits zum Start am 12. November verfügbar sein. Im Gegensatz zu «Der König der Löwen» hat Disney dieses Mal aber mit echten Tieren gedreht.

Auch Titel, die nicht unter dem Disney-Label erscheinen, baut der Mauskonzern kräftig aus. So wurde erst vor kurzem bekannt, dass Disney unter anderem Remakes von «Kevin - Allein Zu Haus», «Im Dutzend billiger» und «Nachts im Museum» plant. Disney hatte die Rechte an diesen Titeln durch den Zukauf von 20th Century Fox erworben. Alle Filme sollen auf Disney Plus erscheinen. Selbst die Pixar Studios, die einmal gesagt hatten, dass sie keine Fortsetzungen machen würden, sind nicht gefeit.

So wird es unter anderem je eine Serie zu «Monster AG» ...

Bild: Pixar/Disney

... und «Toy Story 4» geben.

Bild: Disney/Pixar

Und dann gibt es gleich noch einmal neue Marvel-Serien

Erst im Juli hatte Disney auf der Comic Con in San Diego fünf neue Serien für den eigenen Streaming-Dienst angekündigt.

An der D23 gab es nun gleich noch einmal drei neue Serien, deren Charaktere laut Disney später eventuell auch in den Filmen Einzug halten werden.

Diese neuen Marvel-Serien erwarten die Fans:

Bild: Marvel/Disney

Reality TV mit Stars

Ebenfalls auf Disney Plus gibt es Inhalte von National Geographic. Hier möchte Disney mit neuen Produktionen punkten, die man wohl so etwas wie Reality TV mit Niveau sein wollen. Im wesentlichen sind es einfach Reality-Shows mit grossen Stars als Moderatoren.

Den Anfang machen wird eine zwölfteilige Serie mit dem Titel «The World According to Jeff Goldblum».

Ein Weiteres Zugpferd soll «Encore!» werden, in welcher ehemalige Highschool-Schüler wieder zusammenkommen, um erneut ein Musical aus ihrer Schulzeit zu performen. Als Moderatorin setzt Disney auf Kristen Bell.

Disney macht wieder neue Filme

Man glaubt es kaum, doch für den hauseigenen Streaming-Dienst hat Disney tatsächlich drei neue Filme in Auftrag gegeben. Neu heisst in diesem Fall, dass die Filme nicht ein Remake, Reboot oder Fortsetzung sind. Disney-typisch handelt es sich bei allen drei Titeln um familiengerechte Geschichten.

Als erster Film erscheint am 12. November «Noelle», eine Geschichte über die Tochter des Weihnachtsmannes, die ihren Bruder suchen muss, der von zu Hause abgehauen ist. Die anderen beiden Filme werden erst im Laufe des nächsten Jahres erscheinen.

Und was heisst das für uns Erwachsene? Ja, der Weihnachtsmann hatte mindestens zweimal Sex. Video: YouTube/Walt Disney Studios
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97 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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qolume
26.08.2019 17:52registriert Februar 2014
Toll, neben Netflix, DAZN, Amazon und Spotify darf man nochmals ein weiteres Abo bezahlen, weil der Disney Content auf den anderen Platformen verschwinden wird. The Bay... Hello my old friend... Hollywood lernt es einfach nicht...
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Frogface
26.08.2019 18:05registriert Mai 2019
Wann ist man eigentlich alt genug, um das alles nicht mehr mitmachen zu müssen?

Reicht 60 oder muss man da noch älter werden?

Frage für eine Freundin.
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Darkside
26.08.2019 22:38registriert April 2014
Ich habe aufgehört von inoffiziellen Quellen zu streamen als Netflix, und VOD kamen. Ich zahle gern wenn das Angebot stimmt. Aber die Filmindustrie kapiert es einfach nicht. Wo ich in der Musikbranche mittlerweile ein umfassendes Angebot mit einem Abo habe (was weiss Gott auch lange genug gedauert hat) fällt der Filmbranche nichts besseres ein als alles zu zersplittern weil jeder denkt er müsse seinen eigenen Dienst aufsetzen. Keine Ahnung warum die glauben dass man bereit sei mehrere Abos zu zahlen, aber mich treibt es zurück zur Piraterie, die hier ja nicht mal illegal ist. Selber schuld.
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