Leben
Filme und Serien

Film: Diese Schauspielerinnen fühlten sich in ihren Outfits sexualisiert

«Müssen meine Brüste noch grösser werden?» – 14 unnötig übersexualisierte Film-Kostüme

02.11.2024, 12:3105.11.2024, 09:32
Mehr «Leben»

Mit der (Über-)Sexualisierung von Schauspielerinnen hat Hollywood schon seit jeher ein Problem. In Filmen kommt das meist in Form von bedenklichen Stereotypen und viel zu freizügiger Kleidung daher, wenn dies für die Geschichte überhaupt nicht nötig gewesen wäre.

Das finden auch folgende Schauspielerinnen, die bereits in einem solchen Kostüm schauspielern mussten.

Jennifer Garner als Elektra in «Daredevil»

«Es gibt nicht genug Klebeband auf der Welt, um dieses Kostüm zu befestigen. Ich musste jedes Mal, wenn ich pinkeln musste, aus der Hose herausgeschnitten und wieder eingenäht werden, und das war ein 45-minütiges Unterfangen», erzählte Garner letztes Jahr in einem Interview mit «People». Und weiter: «Ich glaube, es waren etwa drei [Brusteinlagen] auf jeder Seite in verschiedenen Grössen, und alles wurde nach oben und aussen gedrückt.»

Jennifer Garner als Elektra in «Daredevil»
Bild: 20th century fox

Angelina Jolie als Lara Croft in «Tomb Raider»

Angelina Jolie war gar nicht glücklich darüber, wie der Film basierend auf ihrem Aussehen vermarktet wurde. Für sie sendete die freizügige und enge Kleidung ihrer Figur eine schlechte Botschaft an junge Mädchen. Als sie sah, mit welchem Bildmaterial der Film beworben werden sollte, war sie aufgebracht: «Ich habe mich wirklich bemüht, nicht zu weinen. Meine Brüste sind gross genug – warum müssen sie noch grösser werden?»

Angelina Jolie als Lara Croft in «Tomb Raider»
Bild: paramount

Jessica Alba als Sam in «Into the Blue»

In «Into the Blue» hätte Jessica Alba eigentlich eine Meeresbiologin-Studentin spielen und einen Neoprenanzug tragen sollen. «Aber dann haben die Verantwortlichen beschlossen, das Ganze zu verdummen», sagte sie gegenüber «GQ». «Jedes Mal, wenn die Kamera ausging, habe ich mich in ein Handtuch gehüllt.» Alba hat gehasst, dass die Leute über ihren Körper statt über den Film gesprochen haben.

Angelina Jolie als Lara Croft in «Tomb Raider»
Bild: mgm

Carrie Fisher als Leia in «Star Wars: Episode VI - Return of the Jedi»

Apropos Bikini, hier kommt wohl der bekannteste der ganzen Filmgeschichte. Carrie Fisher sagte, dass sie dachte, dass George Lucas einen Witz machte, als er ihr den Bikini zeigte.

carrie fisher in star wars als leia
Bild: lucasfilm

Michelle Pfeiffer als Catwoman in «Batman Returns»

Auch Michelle Pfeiffer hasste ihr Kostüm und macht daraus kein Geheimnis: «Es war das unbequemste Kostüm, das ich je getragen habe. Sie mussten mich einpudern, mir hineinhelfen und dann den Anzug vakuumverpacken.»

Michelle Pfeiffer als Catwoman in «Batman Returns»
Bild: warner bros.

Margot Robbie als Harley Quinn in «Suicide Squad»

Margot Robbies Harley-Quinn-Kostüm wich stark von den Comics ab, da es sehr viel freizügiger ist. «Als Margot würde ich so was nicht anziehen. Ich esse mittags Burger, und dann drehen wir eine Szene, in der ich nass gespritzt werde und ein weisses T-Shirt trage, das so eng anliegt und mich verunsichert», sagte Robbie gegenüber «The New York Times».

margot robbie als harley quinn in suicide squad
Bild: dc

Malin Åkerman als Silk Spectre in «Watchmen»

Malin Åkerman verglich ihren engen Latexanzug in «Watchmen» mit einem Kondom, das sie über ihren ganzen Körper stülpte und nannte es «so unbequem». «Sie wollten meine Taille mit einem Korsett sieben Zentimeter schmaler machen, als sie eigentlich ist, damit meine Schultern breiter aussehen», sagte sie in einem Interview. Zudem zeigte der Anzug «alle Konturen».

Malin Åkerman als Silk Spectre in «Watchmen»
Bild: warner bros.

Marina Sirtis als Deanna Troi in «Star Trek: The Next Generation»

Für Marina Sirtis' Outfit in «Star Trek» musste sie Gewicht verlieren und hatte das Gefühl, dass sie nur da war, damit sie von den Männern angeschaut werden konnte.

Ursprünglich sollte Sirtis' Figur «das Gehirn der Enterprise» sein, aber als man sich entschied, sie in ein knappes Outfit zu stecken, sagte sie, sie «wurde dekorativ, wie eine Topfpalme auf der Brücke». Als ihre Uniform später geändert wurde und ihr Dekolleté verbarg, sagte Sirtis, dass ihr Charakter fähiger wurde: «Folglich bekam ich meinen ganzen Verstand zurück, denn wenn man ein Dekolleté hat, kann man in Hollywood keinen Verstand haben.»

Marina Sirtis in Star Trek
Bild: paramount pictures

Alyssa Milano als Phoebe Halliwell in «Charmed»

Der «Charmed»-Star Alyssa Milano nannte kein bestimmtes Outfit, sagte aber, dass sie die Kostüme ihrer Figur in der Serie als zu freizügig empfand. Für sie fühlte es sich an, als wäre es in den 90ern notwendig gewesen, die Figuren zu sexualisieren, um die Serie zu verkaufen.

Alyssa Milano and Shannen Doherty in Charmed: Zauberhafte Hexen (1998)
Bild: Spelling Television

Sophia Bush als Brooke Davis in «One Tree Hill»

Auch Sophia Bush hasste, wie oft ihr Outfit einfach nur als Unterwäsche bestand. Als sie sich dagegen wehrte, wurde ihr gesagt, dass ihre grossen Brüste halt alle sehen wollen. Als Protest tauchte sie am Tag darauf im Rollkragenpulli auf und sagte, dass sie ab jetzt an nur noch das tragen werde, wenn die Unterwäsche-Szenen nicht weniger werden.

Sophia Bush in One Tree Hill (2003)
Bild: warner bros.

Scarlett Johansson als Black Widow in «Iron Man 2»

In «Iron Man 2» war Scarlett Johanssons Kostüm sehr viel freizügiger als in späteren Marvel-Filmen. Johansson selbst bezeichnete die Darstellung ihrer Figur als «hypersexualisiert» und sagte: «Wenn man sich ‹Iron Man 2› anschaut, und obwohl der Film wirklich lustig war und eine Menge toller Momente hatte, ist [Black Widow] so sexualisiert. Es wird über sie gesprochen, als wäre sie ein Besitz oder Ding.»

Über die Jahre hat sich ihre Figur aber weiterentwickelt, und «junge Mädchen bekommen jetzt eine viel positivere Botschaft».

Scarlett Johansson in Iron Man 2 (2010)
Bild: marvel

Elizabeth Olsen als Scarlet Witch in «Avengers: Infinity War»

Ein weiterer Marvel-Star, der sein Kostüm zu freizügig findet, ist Elizabeth Olsen. In «Avengers: Infinity War» ist sie die einzige Superheldin, die einen Ausschnitt hat. Olsen sagte, dass es ihr nichts ausmachte, ein Korsett zu tragen, aber sie hätte es lieber gesehen, wenn es nicht so tief ausgeschnitten gewesen wäre.

Elizabeth Olsen in Avengers: Infinity War (2018)
Bild: marvel

Daniella Monet als Trina Vega in «Victorious»

Auch «Victorious»-Darstellerin Daniella Monet berichtet, dass sie gezwungen wurde, Outfits zu tragen, in denen sie sich unwohl fühlte. Eine Kostümbildnerin der Show machte darauf aufmerksam, dass jugendliche Schauspielerinnen aus Angst vor Konsequenzen oft ihre Outfit-Bedenken nicht ansprechen.

"Jade Dumps Beck"--Pictured: Trina (Daniella Monet) in VICTORIOUS on Nickelodeon.Photo: Lisa Rose/Nickelodeon. ©2010 Viacom, International, Inc. All Rights Reserved.
Bild: NICKELODEON

Kaley Cuoco als Billie Jenkins in «Charmed»

Kaley Cuoco mochte ebenfalls viele ihrer «Charmed»-Kostüme nicht, darunter die schwarze Perücke und ihr schwarzes Vinyl-Outfit zu Beginn von Staffel 8 und ihr Superheldenkostüm in der Folge «Kampf der Verhexten».

Kaley Cuoco in Charmed: Zauberhafte Hexen (1998)
Bild: spelling television

(cmu)

Mehr zum Thema:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
11 denkwürdige Oscar-Looks
1 / 13
11 denkwürdige Oscar-Looks
Barbra Streisand nahm ihren Oscar für «Funny Girl» 1969 in einem durchsichtigen Hosenanzug entgegen.
quelle: ap/ap / george birch
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Delia war das erste Mal an der Fantasy Basel – aber nicht das letzte Mal
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
241 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
RichiZueri
02.11.2024 13:13registriert September 2019
Nun ich denke die meisten "Superhelden" Figuren basieren auf extremen Körperbildern. Frauen mit stark betonten Kurven und Männer mit übertrainiergen Körpern.
Der Markt für die Filme ist riesig und die Schauspieler/innen alle freiwillig mit an Board. Aber es ist wohl der Puls der Zeit, sich über alles zu empören. Von all den Schauspielerinnen oben gibt es beispielsweise Bilder vom roten Teppich, wo sie im "eigenen Outfit" deutlich weniger tragen.
41175
Melden
Zum Kommentar
avatar
Aschenmadlen
02.11.2024 12:54registriert Juli 2017
Tomb Raider basiert nicht auf Angelinas aussehen, sondern auf Lara Crofts.
30025
Melden
Zum Kommentar
avatar
FrancoL
02.11.2024 12:42registriert November 2015
Die Brüste sind nun mal immer wieder ein Thema, ob das sich eh ändern wird ist fraglich, da die die es ändern könnten es kaum ändern wollen.
9228
Melden
Zum Kommentar
241
    Hollywoodstar Val Kilmer stirbt im Alter von 65 Jahren
    Der US-Schauspieler Val Kilmer ist tot. Er sei am Dienstag (Ortszeit) im Alter von 65 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf seine Tochter Mercedes Kilmer. Zunächst hatte die «New York Times» berichtet.

    Der gebürtige Kalifornier, der durch Filme wie «Top Gun» (1986), «The Doors» (1991) und «Batman Forever» (1995) berühmt wurde, wurde nach Angaben seiner Tochter 2014 mit Kehlkopfkrebs diagnostiziert. Er musste sich einer Chemotherapie und einem Luftröhrenschnitt unterziehen.

    Zur Story