Draco Malfoy ist in China ein Glücksbringer – das steckt dahinter
Tom Felton spielt in der «Harry Potter»-Filmreihe den Antagonisten Draco Malfoy. Nun taucht sein Bild auch in etlichen chinesischen Haushalten auf und chinesische Onlinehändler verkaufen festliche Deko mit Dracos Gesicht darauf.
Wieso er plötzlich so populär ist? Dies verdankt er seinem Namen Malfoy (Ma-er-fu). Im Chinesischen enthält dieser nämlich die Wörter für Pferd und Glück, was für das bevorstehende Jahr des Pferdes besonders vielversprechend klingt.
Vor dem Chinesischen Neujahrsfest (dieses Jahr am 17. Februar) schmücken viele Chinesinnen und Chinesen ihre Wohnung mit glücksbringenden Sprüchen, die Gesundheit und Wohlstand für das kommende Jahr bringen sollen. Bei vielen Leuten verziert dieses Jahr das rote Banner zusätzlich das Gesicht von Draco – sei das nun in der Wohnung, bei ihrem Arbeitsplatz oder doch als riesiges Banner in Einkaufszentren.
Die roten Quadrate heissen Fu und werden traditionell kopfüber aufgehängt, denn das chinesische Wort für kopfüber klingt ähnlich wie das Wort für angekommen. An Wohnungstüren hingegen wird das Fu korrekt angebracht, dann heisst es nämlich das Glück begrüssen.

Die Malfoy-Dekoration zum chinesischen Neujahrsfest hat sogar die Aufmerksamkeit des Schauspielers Felton auf sich gezogen, der eine Instagram-Story über seine Figur als Symbol des chinesischen Neujahrsfests in China geteilt hat. Seine Anerkennung sorgte für noch mehr Begeisterung in den chinesischen sozialen Medien, wo ihn viele Fans dafür feierten.
«Harry Potter» ist in China allgemein sehr beliebt. Insgesamt wurden über hundert Millionen Bücher verkauft, und eine Neuveröffentlichung des ersten Films der Reihe im Jahr 2020 spielte innerhalb von drei Tagen mehr als 90 Millionen Yuan (10,5 Millionen Franken) ein.
(cmu)
