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Dein vollständiges Menu zum Weltvegetariertag!

So. Heute essen wir vegetarisch (weil World Veggie Day). Und zwar SO WAS VON fein

01.10.2019, 08:0601.10.2019, 09:09
Oliver Baroni
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Weltvegetariertag! 1. Oktober. Jubelt!

1977 durch die North American Vegetarian Society ins Leben gerufen und 1978 durch die International Vegetarian Union ratifiziert, ist dies ein internationaler Feiertag, der «joy, compassion and life-enhancing possibilities of vegetarianism» promoten soll. Freude, Mitgefühl und Lebenserweiterung, also. Ist doch schön.

Dazu von mir – Teilzeit-Vegetarier – ein Tagesmenu; vom Zmorge bis zum Znacht. Oder auch sonst. Hunger? Los geht's!

Frühstück

Basic Avocado Toast

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Bild: shutterstock

Ja, inzwischen gilt es als etwas White-Girl-mässig, aber ... ach, Avocado Toast ist einfach perfekt für einen feinen Zmorge! Wie sehr man ihn mit Peperoncini oder Ziegenkäse oder Kräutern aufpimpt oder nicht, ist alleine von deinem Geschmack abhängig. Hier eine Version, die garantiert klappt:

Zutaten:

  • Gutes, knuspriges Brot
  • 1 reife Avocado
  • 1 Limette
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Peperoncino oder Chilischote, fein gehackt
  • etwas frischer Koriander oder Prezzemolo, fein gehackt
  • etwas Feta oder ähnlicher Schafskäse, zerbröselt
  • 1 Knoblauchzehe, geschält

Zubereitung:

  • Brot in Scheiben schneiden, bis zu gewünschter Bräune toasten.
  • Avocado halbieren, Kern entfernen, mit einem Suppenlöffel Fruchtfleisch von der Schale entfernen und in eine Schale tun. Mit einer Gabel grob zermanschen. Nach Geschmack mit etwas Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Nun kann man Folgendes mit der Gabel grob untermischen: Peperoncino, frischen Koriander, Schafskäse. Je nach Geschmack und Bedarf.
  • Getoastete Brotscheiben mit der Knoblauchzehe abreiben, etwas Avocado-Mischung darauf geben und grob verstreichen. Nochmals mit etwas Limettensaft bespritzen.

Mittagessen

Easy Ramen Soup

Einfach, schnell und nahrhaft – und trotzdem nicht allzu schwer auf dem Magen liegend.

Zutaten:

  • 2 EL Rapsöl
  • 4 Frühlingszwiebeln, die weissen Teile in 3-cm-Stücke geschnitten, die grünen Stiele fein gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, geschält und halbiert
  • ein daumengrosses Stück frischer Ingwer, geschält und in 4 Stücke geschnitten
  • 30 g getrocknete Shiitake-Pilze (zirka 15–20 Stück)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 Tasse Wasser
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Misopaste (weiss oder rot)
  • 1 TL Agaven- oder Ahornsirup
  • 1 Block weicher Tofu, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 Packungen vegane Ramen-Nudeln
  • frischer Spinat, Koriander zum Garnieren

Zubereitung:

  • Öl in einem grossen Topf auf mittlere bis starke Hitze erhitzen. Die weissen Teile der Frühlingszwiebel, Knoblauch und Ingwer dazugeben und 2 Minuten lang anbraten.
  • Die getrockneten Shiitake-Pilze hinzufügen und weitere 2 Minuten anbraten.
  • Gemüsebrühe, Wasser, Sojasauce, Misopaste und Agavensirup dazugeben und aufkochen. Gut rühren und Hitze auf niedrig stellen. Zudecken und 10 Minuten köcheln lassen.
  • Bei Bedarf: Suppe abseihen, um die Knoblauch- und Ingwerstücke zu entfernen, oder sie einfach mit einer Gabel entfernen, falls gewünscht.
  • Wieder auf mittlere Hitze drehen, dann Tofu und Ramen-Nudeln hinzufügen und 2–3 Minuten kochen lassen, bis die Nudeln durch sind. Mit etwas frischem Babyspinat, frischem Koriander sowie den fein gehackten grünen Stielen der Frühlingszwiebeln servieren.

Ein deftiges Nachtessen

So. Gönnen wir uns einen Curry-Znacht! Es gibt:

  • Okra Fries
  • Raita
  • Aloo Sabzi mit Reis
  • zum Nachtisch Käse, Feigen und Portwein

Los geht's!

Okra Fries

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Bild: shutterstock

Zutaten:

  • 175 g frische Okra
  • 1 TL frischer Knoblauch, gepresst
  • 1 TL frischer Ingwer, geraffelt
  • 1/4 Chilipulver
  • Öl zum Frittieren
  • 1 EL Gram Flour (Kichererbsenmehl)
  • 1 TL Maisstärke
  • etwas Amchur (Mangopulver) und Salz, zum Bestreuen

Zubereitung:

  • Okra mit kaltem Wasser waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen, dabei die Stiele intakt lassen. Der Länge nach halbieren bei kleineren, der Länge nach vierteln bei grösseren Okras.
  • Knoblauch- und Ingwerpasten, Chilipulver und 4 Esslöffel Wasser vermengen. Die Okrahälften hinzufügen und gut vermischen.
  • Das Öl in einer Fritteuse oder einer anderen geeigneten Pfanne auf 180 Grad erhitzen.
  • Mehl und Maisstärke vermischen, über die Okraschoten sieben und vorsichtig untermischen.
  • Die Okras portionenweise frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind – zirka 4–5 Minuten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Amchur und Salz bestreuen und mit Mango-Chutney und/oder Koriander-Chutney servieren (Rezepte HIER).

Und dazu reicht man ...

Raita

Zutaten:

  • 250 g griechischer Joghurt, vollfett
  • 1/2 TL Meersalz, fein
  • 1/4 TL Puderzucker
  • 1/2 kleine rote Schalotte, sehr fein gehackt
  • 40 g frische Gurke, entkernt und fein gewürfelt
  • 40 g frische Tomate, entkernt und fein gewürfelt
  • 1 EL frischer Koriander, Blätter und Stiele fein gehackt
  • 8 frische Minzeblätter, fein gehackt
  • 2–3 TL Kreuzkümmelpulver

Zubereitung:

  • Joghurt mit 3 EL kaltem Wasser, Salz und Zucker mischen.
  • Zwiebel, Gurke, Tomate sowie die frischen Kräuter untermischen. Mit Klarsichtfolie überdecken und mindestens 20 Minuten (besser 1–2 Stunden) in den Kühlschrank stellen.
  • Vor dem Servieren Raita nochmals durchrühren und mit Kreuzkümmel bestreuen.

Aloo Sabzi

Zum Hauptgang einen deftigen Veggie Curry, der von innen wärmt!

Zutaten:

  • 500 g Kartoffeln, geschält
  • 2 TL Korianderpulver
  • 2 TL Chilipulver
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 5 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 daumengrosses Stück frischer Ingwer, geschält und fein gehackt
  • 2–3 kleine grüne Chilis, Stiele entfernt
  • 120 g Kichererbsen, abgetropft (1/2 einer 400-g-Dose)
  • 1 TL Garam Masala
  • etwas Amchur (Mangopulver), falls vorhanden
  • 2–3 EL frischer Koriander, gehackt
  • 30 g Butter
  • 150 g Paneer, in 1-cm-Würfel geschnitten
  • Saft einer Limette

Zum Servieren:

  • Korianderblätter, zerpflückt
  • feingehackte rote Zwiebel
  • griechischer Joghurt
  • Limettenschnitze
  • diverse Pickles
  • Basmati-Reis, gegart
  • Chappatis

Zubereitung:

  • Die Kartoffeln in Salzwasser kochen, bis sie gar sind. Abtropfen und abkühlen lassen. In kleine, mundgerechte Würfel schneiden.
  • In einer kleinen Schüssel Korianderpulver, Chilipulver, Kurkuma, schwarzen Pfeffer und Salz vermischen. Beiseite legen.
  • Einen grossen Topf mit 5 EL Öl auf mittlere Hitze erhitzen und die Kreuzkümmelsamen hinzufügen. Zirka 20 Sekunden lang «knistern» lassen. Den gehackten Ingwer und die ganzen grünen Chilischoten dazugeben und umrühren.
  • Die trockene Gewürzmischung zugeben und unter Rühren 1 Minute braten. Dann 7 dl kochendes Wasser einfüllen.
  • Kartoffeln hinzufügen, dabei etwa die Hälfte davon mit den Händen zermanschen. Kichererbsen dazugeben und Hitze ein wenig runterdrehen. Unter ständigem Rühren 15 Minuten köcheln lassen.
  • Garam Masala, Amchur (falls vorhanden) und frischen Koriander unterrühren, weitere 2 Minuten köcheln lassen.
  • Butter, Paneer und Limettensaft einrühren; 1 weitere Minute auf der Hitze lassen, danach Hitze abstellen.
  • Beim Servieren mit etwas Korianderblättern und roten Zwiebeln bestreuen, und einem Löffel Joghurt. Dazu Limettenschnitze reichen, mit dampfendem Basmatireis, Pickles und Chappatis oder Naan essen.

Und als Nachspeise empfehle ich:

Käse, die tatsächlich vegetarisch sind

Tja, die Diskussion hatten wir bereits ein Mal: Da etliche Käse traditionell mit tierischem Lab hergestellt werden, sind sie technisch gesehen nicht vegetarisch. Da sind Teile toter Tiere drin.

Nicht verzagen, denn es gibt viele Käsesorten, die traditionell mit vegetarischem Lab hergestellt werden. Aber: In der Schweiz wird die Deklaration des verwendeten Labs nicht vorgeschrieben und fehlt deshalb auch meistens bei den Zutatenangaben auf Käse. Weshalb eine kurze Google-Recherche notwendig ist, wenn man sichergehen will.

Aber an dieser Stelle möchte ich drei meiner Favoriten aus England vorschlagen, vegetarisch allesamt.

  • Shropshire Blue
  • Stinking Bishop
  • Double Gloucester
britischer käse cheddar stichelton shropshire blue stinking bishop
Bild: watson/mgi

Shropshire Blue ist, wie der Name erahnen lässt, ein Blauschimmelkäse, Stinking Bishop ein Weichkäse und der Double Gloucester ein herzhafter Hartkäse (übrigens der, der für das alljährliche Cooper's Hill Cheese Rolling verwendet wird).

Shropshire Blue und Co. bekommt man inzwischen in Jelmoli-Filialen und dergleichen und selbstredend weiterhin beim British Cheese Centre in Zürich (und im Online-Shop).

Serviert dazu frische Birnen, Feigen und einen feinen Portwein. Happy World Vegetarian Day, allerseits!

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135 Kommentare
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Toerpe Zwerg
01.10.2019 08:18registriert Februar 2014
Würde vegetarisches Essen nicht vegetarisches Essen genannt, würde mehr vegetarisches Essen gegessen ...
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qolume
01.10.2019 09:52registriert Februar 2014
Ist mir alles etwas zu fancy.... Wie wärs mit Spaghetti Aglio Olio oder Penne Arrabiata?
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Don Huber
01.10.2019 09:46registriert Februar 2014
Ich ess von Montag bis Freitag nie Fleisch nur am Wochenende. Aber da freut man sich wieder mal richtig drauf, weil es nicht alltäglich ist. Das Rezept hier muss ich auch mal ausprobieren.
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