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Sechs Arztfragen, bei denen du nie lügen solltest



ARCHIV - [Themenbild, gestellte Aufnahme] Ein Arzt verabschiedet sich von einer Patientin nach einer Konsultation in seiner Praxis, aufgenommen am 16. August 2002. - Falsch abgegebene Medikamente koennen schwere Folgen für Spitalpatienten haben. Fachleute der Berner Fachhochschule haben nun eine Methode entwickelt, mit der sich Fehler in der Medikamentenabgabe verringern lassen.  (KEYSTONE/Martin Ruetschi)=== MODEL RELEASED === : FILM, Mittelformat]

Bild: KEYSTONE

Wir alle kennen sie: diese unangenehmen Fragen beim Arzt. «Wie viel wiegen Sie?» – Oh, das weiss ich gar nicht genau. «Essen Sie genug Obst und Gemüse?» – Äh, ja klar, sicher doch. «Und machen Sie regelmässig Sport?» – Zählt auch von der Couch in die Küche laufen?

Unser Arzt stellt uns diese Fragen nicht, um uns blosszustellen, sondern will sicherstellen, dass wir nicht ernsthaft krank sind. Eine kleine Notlüge kann in manchen Fällen noch in Ordnung sein, aber Fakt ist: 60 Prozent der Patienten lügen ihre Ärzte an.

Doch es gibt Fragen, da solltest du unter keinen Umständen lügen. Sorge, dass jemand anderes davon erfährt, brauchst du nicht zu haben, es gilt schliesslich die ärztliche Schweigepflicht.

Bei diesen sechs Fragen eines Mediziners musst du also definitiv ehrlich antworten – deiner Gesundheit zuliebe.

Nehmen Sie die verschriebenen Medikamente ein?

Wenn du mit Ja antworten solltest, aber keine Symptome der Besserung zeigst, könnte dein Arzt davon ausgehen, dass das Medikament bei dir nicht wirkt und seine Diagnose falsch gewesen ist. Womöglich verschreibt er dir ein weiteres Medikament. Und keiner will unnötig lange Tabletten einnehmen müssen.

Was nehmen Sie sonst noch ein?

Womöglich Nahrungsergänzungsmittel? Oder du ernährst dich vegan und nimmst lieber Vitamine und Mineralien on top? Oder du machst viel Sport und nimmst deshalb Eiweisspräparate? Nimmst du als Frau die Pille? Auch darüber solltest du deinen Arzt zwecks eventueller Nebenwirkungen informieren.

Haben Sie meine Anweisungen befolgt?

Du konntest die empfohlenen Rückenübungen nicht machen oder die Ernährungsumstellung war zu schwer? Sag es! Alles halb so wild. Für jeden gibt es eine passende Methode. Vielleicht war dies nicht deine. Dein Arzt kann dir aber nur helfen, wenn du das auch sagst.

Haben Sie eine zweite ärztliche Meinung geholt?

Ja, okay, das mag niemand gern hören, wenn die eigene Meinung nicht ernst genommen und woanders bei einem Kollegen um Rat gefragt wird. Aber auch hier gilt: Sei lieber ehrlich. Womöglich bekommt dein behandelnder Arzt dadurch eine neue Idee, dein Leiden anzugehen. Und ihr könnt über die Zweitmeinung gemeinsam diskutieren.

Wie viel Zucker nehmen Sie täglich zu sich?

Gerade Diabetiker sollten hier ehrlich sein. Schlechte Zuckerwerte können zu Augen- und Nervenschäden führen.

Trinken Sie regelmässig Alkohol oder nehmen Sie Drogen?

Na gut, einmal im Jahr zu Weihnachten ist auch regelmässig, aber nicht so relevant, wie jeden dritten Tag ein Glas Wein zu trinken. Aber es ist wohl die wichtigste Frage. Denn bei einigen Medikamenten könnten Wechselwirkungen auftreten, andere wirken in Kombination mit Alkohol nur verringert (wie zum Beispiel spezielle Antibiotika). Und nur der Mediziner weiss, wie damit umzugehen ist.

(lin)

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Beat Richner

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