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Coachella-Preise eskalieren 2026 komplett: 17 Dollar für Kaffee

Festivalgoers are seen during the first weekend of Coachella Valley Music and Arts Festival, Sunday, April 12, 2026, in Indio, Calif. (Photo by Amy Harris/Invision/AP)
2026 Coachella Valley Music and  ...
«Und für den Kaffee bitte einmal das halbe Monatsgehalt.»Bild: keystone

«Das ist ein Verbrechen»: Coachella-Preise eskalieren 2026 komplett

17 Dollar für Kaffee, 34 für Pizza: Coachella sorgt gerade nicht nur mit Musik für Schlagzeilen – sondern auch mit völlig überzogenen Food-Preisen.
13.04.2026, 13:2513.04.2026, 13:40
Kathrin Martens / watson.de

Coachella ist gestartet, wie immer verspricht das Festival Tage voller Musik, Sonne und Stars. Klingt nach Traum? Jein. Denn während auf den Bühnen die grossen Acts abliefern, sorgt etwas ganz anderes für Gesprächsstoff: die Preise für Essen und Getränke.

Und die haben es offenbar richtig in sich, denn auf Social Media drehen gerade viele komplett durch.

Kaffee und Matcha für 53 Dollar

Beim Coachella ist schon der Start in den Tag teuer. Influencerinnen zeigen aktuell, was sie bei dem berühmten Festival essen – und die Reaktionen sind eindeutig: Schock.

Eine Tiktokerin berichtet, dass ihr Frühstück zwar noch entspannt war (French Toast, Gebäck), aber beim Kaffee hört der Spass auf. Ein Matcha kostete zunächst 6 Dollar, am nächsten Tag waren es plötzlich 13 Dollar. Extra für Milchschaum: 2,50 Dollar, Kaffee kostete bis zu 17 Dollar.

Am Ende zahlte die Tiktokerin Cristina für drei Kaffees und einen Matcha satte 53 Dollar, also ungefähr 42 Schweizer Franken. Immerhin sei der Kaffee «der beste Festival-Kaffee überhaupt» gewesen.

Mittagessen auch kein Schnäppchen

Und auch beim Essen wird es natürlich nicht günstiger. Ein Burrito kostet auf dem Festivalgelände rund 23 Dollar (etwa 18 Franken). Laut Cristinas Bewertung fiel der eher klein aus, soll aber immerhin lecker gewesen sein. In normalen Foodtrucks bekommt man für dieses Geld eigentlich deutlich mehr.

Auch beim Dinner geht es preislich steil bergauf. Eine Influencerin zeigt ihre Festival-Mahlzeit. Für eine kleine Pizza (vier Stücke) und ein Getränk zahlte sie 34 Dollar (fast 27 Franken). Die Pizza soll solide geschmeckt haben, von Tiktokerin Natasha gab es jedoch Punkteabzug wegen zäher Ränder.

Rechnen wir mal grob zusammen: ein Kaffee für 17 Dollar, ein Burrito für 23 Dollar und eine Pizza für 34 Dollar machen insgesamt 74 Dollar (etwa 58 Franken) für einen Tag Essen auf Coachella.

3 Nächte im Hotel für 9000 Dollar

In den Kommentaren hagelt es Kritik: «17 Dollar für Kaffee ist ein Verbrechen», «23 Dollar für einen Burrito – bitte was?», «34 Dollar für Pizza?!» Viele finden, die Preise sind einfach drüber.

Dabei sind die Kosten für die tägliche Verpflegung nur ein Bruchteil dessen, was man für einen Coachella-Besuch an Geld hinlegen muss. Eine Tiktokerin schaute nach Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe des Festivalgeländes.

@whor3chata_

how much does it cost to go to Coachella as a normal person😁??

♬ original sound - paloma🐇

Hotels baten ihr zufolge drei Nächte für heftige 9000 Dollar an. Selbst in einem kleineren Motel sollen es noch 6000 Dollar für drei Nächte sein.

Klar, Coachella war schon immer teuer. Aber was aktuell für Essen und Getränke verlangt wird, bringt selbst eingefleischte Festival-Fans an ihre Grenzen. Die grosse Frage ist, gehört das noch zum Erlebnis – oder ist es einfach nur Abzocke?

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kommentatore
13.04.2026 13:38registriert Juni 2022
Dmt! Das Leben als Influenzer wird auch immer teurer. Da muss man sich ja fast schon eine Arbeit suchen, damit man sich das noch leisten kann. ;-)
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Tornado
13.04.2026 13:39registriert Januar 2015
Wo kann ich für die armen Festival Besucher spenden? Gibt es schon eine nationale Sammelkampagne?
2026 ist wenn sich dekadente Leute über dekadente Preise aufregen.
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P.Rediger
13.04.2026 13:51registriert März 2018
Sofort die Glückskette aktivieren und eine Landesweite Spendenaktion für diese armen, am Rande des Existenzminimus lebenden Menschen starten. Ist ja kaum zu glauben, dass das Publikum an einem völlig überhypten Festival über den Tisch gezogen wird. *Ironie off* Null Mitleid.
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