Leben
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Interview

Er brach sich bei «Wetten, dass... ?» 4 Mal das Genick – so geht es Samuel Koch heute

Der tragische Unfall in der ZDF-Sendung «Wetten, dass... ?» vor acht Jahren stellte das Leben des passionierten Kunstturners Samuel Koch jäh auf den Kopf. Heute spielt der 31-jährige Querschnittgelähmte selber Theater und träumt von wärmeren Gefilden. Unser Redaktor, der denselben Namen trägt, traf ihn zum Interview.

Samuel Koch, Mannheim / ch media



Sein Lächeln ist warm, seine blaugrauen Augen wirken müde. Im Elektrorollstuhl sitzend, grüsst Samuel Koch – so gut es halt geht. Obwohl er sich um einen festen Händedruck bemüht, kann er sein Handicap nicht kaschieren.

Der 31-Jährige sitzt an einem grossen Holztisch in einem Sitzungszimmer im Werkhaus des Nationaltheaters Mannheim. Sein Begleiter Simon richtet einen Heizstrahler nach ihm aus. Im Gespräch erzählt Samuel Koch von berührenden Begegnungen während der Reha im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, der Hassliebe zu seinem Körper sowie vom Glauben und der Liebe, die ihn am Leben halten.

Samuel Koch, ist Ihnen kalt?
Samuel Koch: Ja, ich bewege mich zu wenig. Und weil mein vegetatives Nervensystem zerstört ist, liegt meine Körperkerntemperatur immer zu tief.

Die Diagnose nach Ihrem Unfall muss niederschmetternd gewesen sein.
Ich habe mir viermal das Genick gebrochen, eine Halsschlagader verletzt und folglich wurde mein Rückenmark durch einfliessendes Blut gequetscht. Deshalb bin ich seither von den Schultern abwärts gelähmt.

Sie verbrachten über ein Jahr in der Reha im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil.
Das war mit Sicherheit eine der schlimmsten und intensivsten Zeiten in meinem ganzen Leben, zumal ich allein drei endlose Monate auf dem Rücken lag, mit dem Kopf eingespannt in einer Schraubstockkonstruktion.

Zur Person

Samuel Koch wuchs in Efringen-Kirchen nahe der Schweizer Grenze auf. Ab 6 Jahren reiste er als Kunstturner durch Europa. Seit dem Unfall bei «Wetten, dass ...?» 2010 ist Koch querschnittgelähmt, dennoch schloss er sein Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover ab.

Als Schauspieler bekleidete er zunächst eine Rolle in der TV-Serie «Sturm der Liebe». Zuletzt debütierte er in «Draussen in meinem Kopf» in der Hauptrolle. Seit Oktober ist er Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim, wo er selber auf der Bühne steht.

Das erste seiner zwei Bücher avancierte 2012 zum Bestseller. Bald erscheint das dritte: «Stehaufmensch». Nebst der Unterstützung für Stiftungen hält er oft Lesungen. Seit 2016 ist er mit Schauspielerin Sarah Timpe verheiratet.

Bild

Samuel Koch. bild: Donato Caspari

Schlucken Sie noch Schmerzmittel?
Nein, dagegen habe ich mich immer gesträubt. Schon im Leben als junger Kunstturner, das anstrengender war als das jetzige, gehörte Schmerz bei mir immer dazu. Ich lernte, die körperlichen Schmerzen in Kauf zu nehmen. Mein Genick wuchs nach dem Unfall nicht mehr richtig zusammen, weshalb mein Schädel heute noch auf den zweiten Halswirbel drückt. Und weil beim Sturz auch der siebte Halswirbel gebrochen war, empfinde ich noch täglich Schmerzen. Zudem ist der Titankäfig, der meine Halswirbel zusammenhält, sehr kälteempfindlich.

«Es gab Momente, da sagte ich zu meiner Mutter, sie solle jetzt den Tierarzt für mich rufen.»

Was war schlimmer, die körperlichen Schmerzen oder die psychische Auseinandersetzung mit der Tetraplegie?
Letzteres quält mich bis jetzt. Zu wissen, dass man das ganze Leben abhängig, unselbstständig und auf andere Leute angewiesen sein wird, ertrage ich manchmal heute noch nicht.

Hatten Sie Suizidgedanken?
Es gab Phasen, da waren die physischen Schmerzen echt qualvoll. Da wollte ich einfach nur, dass es aufhört. Wenn ein Tier Schmerzen hat, ruft man auch den Tierarzt und lässt es einschläfern. Es gab Momente, da sagte ich zu meiner Mutter, sie solle jetzt den Tierarzt für mich rufen.

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Telefon 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Telefon 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Woraus konnten Sie neue Lebenskraft schöpfen?
Da gab es diverse Quellen. Zunächst waren es Therapeuten in Nottwil, aber auch Freunde und Familie, die mich auf andere Gedanken brachten, mit mir spielten, sangen, beteten und mich trotz grosser Schmerzen zum Lachen brachten. Leid ist kaum nachhaltig zu ertragen, wenn man nicht auch Freude erlebt. Wichtig war in einer zweiten Phase auch, dass ich mit meinem Studium für Musik, Theater und Medien in Hannover weitermachen durfte und konnte. Ich brauchte wieder eine Beschäftigung und damit einen Grund, um morgens aufzustehen.

Sie sprechen heute von einer Hassliebe zu Ihrem Körper. Warum?
Mein Körper funktioniert nicht so, wie ich will. Nach christlicher Tradition, dass man seine Feinde lieben soll, versuche ich, ihn so behutsam und so liebevoll zu behandeln, wie es geht. In täglichen Therapien und in jeder freien Minute zwischen meinen Theaterproben und Auftritten versuchen wir, meinen Körper geschmeidig und beweglich zu halten oder Krämpfe zu lösen.

Erinnern Sie sich an Ihren verhängnisvollen Unfall?
Bis ein paar Sekunden vor dem Aufprall, ja. Danach bin ich erst wieder in der Uniklinik in Düsseldorf aus dem künstlichen Koma aufgewacht.

Sie bezeichnen Ihren Unfall als Fehlleistung.
Klar. Ich bin mit Sprungstelzen an den Füssen gegen ein Auto gerannt und habe mir viermal das Genick gebrochen. Eine grössere Fehlleistung gibt es kaum.

«Ich kapiere es einfach nicht. Ich mache Saltos, seit ich denken kann.»

Sind Sie ein zu hohes Risiko eingegangen?
Mit diesen Sprungstiefeln war ich schon an vielen Veranstaltungen aktiv. Das war etwas, was noch nie jemand auf der Welt gemacht hatte. Wie hoch das Risiko tatsächlich war, hatte damals niemand vorhergesehen, auch die vielen Sicherheitsexperten nicht.

ZUM 40. GEBURTSTAG DER SCHWEIZERISCH-ITALIENISCHEN MODERATORIN UND SAENGERIN MICHELLE HUNZIKER AM DIENSTAG, 24. JANUAR 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Thomas Gottschalk (L) and Michelle Hunziker (2-L), co-presenters of the popular German television show 'Wetten, dass ..?', monitor the treatment for Swiss Samuel Koch (obscured), who appeared as a guest on the show to attempt a jump on stilts over a moving car in Cologne, Germany, 04 December 2010. On his fourth attempt, the candidate landed on the car and remained motionless. After the accident, the mission was aborted. The 23-year-old had claimed to be able to jump, with the help of spring-propelled stilts, over five moving cars within four minutes. It is still unclear how severe his injuries are. (KEYSTONE/EPA/OLIVER BERG)

Am 4. Dezember 2010 verunfallt der 23-jährige Samuel Koch in der Fernsehshow «Wetten, dass...?». Bild: EPA

Haben Sie sich das Video vom Sturz jemals angesehen?
Ja, aber das ist schon eine Weile her. Ich kapiere es einfach nicht. Ich mache Saltos, seit ich denken kann. In meinen Trainings als Kunstturner, mit denen ich als 6-Jähriger begann, drehte ich täglich an diversen Geräten mindestens 100 Überschläge. Mit 300 Trainings pro Jahr, 17 Jahre lang ergibt das insgesamt über eine halbe Million Salti. Und ich habe immer gelernt, dass man im Optimalfall die Rotation der Salti erst am Zenit der Flugkurve einleitet. Beim Unfall aber habe ich das nicht gemacht, das ist komplett unlogisch.

Im Unfallauto sass Ihr Vater.
Es ist ja nicht so, als hätten wir das zum ersten Mal gemacht. Ich begreife nicht, dass es ausgerechnet beim flachsten Auto von allen passierte. Und mit meinem Papa, mit dem es zuvor bei den vielen anderen Auftritten oder all den Proben immer am besten funktioniert hatte.

Wie war es, als Sie vier Jahre später bei einer der letzten «Wetten, dass...?»-Sendungen zurückkehrten?
Sie hatten mich mehrmals angefragt, und ich habe immer abgesagt, weil ich beim Gedanken daran Bauchschmerzen hatte und an den jeweiligen Tagen zur Theatervorstellung musste. Die Produktionsfirma des Til-Schweiger-Films «Honig im Kopf», in welchem ich eine kleinere Rolle spielen durfte, hat dann aber mit dem Staatstheater Darmstadt, meinem damaligen Arbeitgeber, eine Verlegung erzielt. So musste ich hin, weil ich keine Ausrede mehr hatte.

In der Sendung bewiesen Sie Humor und sagten, dass sie sich wegen eines steifen Halses damals nicht richtig verabschieden konnten.
Das hatte nichts mit Humor zu tun, sondern war eine objektive Feststellung eines doch noch versöhnlichen Abschlusses. Ich wollte nur nett sein und Tschüss sagen, denn die ZDF-Leute mochte ich gerne.

Bild

Namensvetter: Samuel Koch trifft Samuel Koch. bild: donato caspari

Sind Sie durch den Unfall ein anderer Mensch geworden?
Die Öffentlichkeit etikettiert mich so, vielleicht auch wegen meiner Autobiografie «Zwei Leben». Mein Leben ist immer noch das gleiche, aber unter völlig anderen Umständen.

Inmitten seiner Antwort hält Samuel Koch plötzlich inne, blickt auf sein Smartphone und sagt zu Simon: «Ich überlege die ganze Zeit, ob wir vielleicht schon Essen holen sollten. Denn die Kantine ist spätestens um 14 Uhr leergefuttert.»

Wo waren wir stehengeblieben? – Ich bin immer noch dieselbe Persönlichkeit, obwohl Nahestehende vielleicht zu Recht festgestellt haben, dass ich mein Lachen verloren habe. Mittlerweile habe ich es aber stellenweise wiedergefunden. Heute fokussiere ich zwangsläufig auf andere Dinge. Auf Dinge, die ich noch kann. Ich will nicht immer daran denken, was ich seit dem Unfall nicht mehr kann.

In Ihrem Buch schreiben Sie, dass Sie sich auf eine Reise nach dem Wert befinden.
Was bin ich? Worüber definiere ich mich? Was macht mich aus? Das sind Fragen, mit welchen ich mich schon vor dem Unfall auseinandergesetzt hatte. Früher konnte ich an schlechten Tagen fünf Minuten aufs Trampolin und war wieder gut drauf.

Haben diese Sinnfragen mit Ihrem Glauben zu tun?
Der Glaube spielte immer eine grosse Rolle. Wir sind schon geliebt mit all unserer Fehlbarkeit und unseren Talenten, unabhängig davon, ob man etwas schafft oder erbaut. Ein Freund von mir bezeichnete es einmal treffend, dass es ja eben «human being» heisst und nicht «human doing».

Lesen Sie die Bibel?
Hie und da. Manchmal ziehe ich neue, tolle Sachen daraus. Gerade kürzlich habe ich darin nach einer Diskussionsrunde gelesen: «Wer antwortet, bevor er zugehört hat, zeigt seine Dummheit und macht sich lächerlich.» Vielleicht ist das nicht der Weisheit letzter Schluss, aber mir hat es gefallen.

Ihre Frau Sarah lernten Sie bei Dreharbeiten kennen.
Wir lernten uns hinter den Kameras für die TV-Telenovela «Sturm der Liebe» kennen und verliebten uns.

Und vor zwei Jahren haben Sie zur Hochzeit getanzt. Wie kam es dazu?
Das war der Hammer. Ich bin dann halt schon kitschig konservativ. Dank einer Trapezkonstruktion konnte ich quasi mit Sarah den Hochzeitstanz durchs Zelt fliegen. Ein unvergesslicher Tag.

Was bedeutet Glück für Sie?
Glück ist für jeden wichtig. Ich glaube, wer penetrant danach sucht, ist zum Scheitern verurteilt. Meiner Meinung nach gibt es da einerseits Glücksmomente. Das können kleine Freuden sein, wie lustige Proben, ein Sonnenaufgang, ein gutes Essen unter Freunden, ein Besuch in der Sauna oder ein gutes Theaterstück. Andererseits gibt es das viel stärkere und nachhaltigere Glücklich- oder Zufriedensein.

Sind Sie glücklich?
Ich versuche, es tagtäglich zu sein.

Wie sieht bei Ihnen ein gewöhnlicher Tag aus?
Mein Leben besteht nicht aus einem allzu regelmässigen Alltag. Rund 100 Tage im Jahr bin ich unterwegs an Lesungen, und wir übernachten in Hotels. Den regelmässigsten Alltag gibt es am Nationaltheater Mannheim, bei welchem ich seit dieser Spielzeit unter Vertrag stehe. Von 10 bis 14 und von 18 bis 22 Uhr proben wir. Dazwischen gehe ich zur Therapie oder erledige Bürokratisches. Sonst mache ich das, was alle anderen auch tun, essen und schlafen.

Sie sagten einmal, dass Sie gegenüber der Welt verpflichtet seien.
In gewisser Weise ist das jeder je nach Möglichkeit. Und ich versuche, dem Unfall etwas von diesem Unsinn zu nehmen, zum Beispiel mit sinnvollen Auftritten, die sich lohnen und die Freude bereiten, wie zuletzt beim Besuch einer Nachsorgeklinik für Kinderkrebs oder bei einer Lesung in München vor knapp 300 Leuten.

Spüren Sie manchmal auch negative Resonanz?
Ständig. Negative Kritik ist immer Auffassungssache. Ich versuche, jeweils das Sinnvolle für mich herauszuziehen. Mit Kritik kann man sich auch weiterentwickeln. Gerade beim Theater kriege ich die Krise, wenn alles nur wunderbar und positiv ist.

Samuel Koch, deutscher Schauspieler, spricht am Internationalen Alpensymposium, am Mittwoch, 17. Januar 2017, in Interlaken. Koch verletzte sich schwer, als er im Dezember 2010 in der Fernsehshow

Samuel Koch spricht am Internationalen Alpensymposium, am Mittwoch, 17. Januar 2017, in Interlaken.  Bild: KEYSTONE

Stehen Sie lieber auf der Bühne oder vor der Kamera?
Beides hat Vor- und Nachteile. Am Theater schätze ich, dass jeder Abend anders ist, sich die Atmosphäre durch die Zuschauer immer verändert. Man erlebt direkte und ehrliche Feedbacks, was es vor der Kamera nicht gibt. Dafür kann ich viel tiefer in die Augen der Zuschauer blicken, was beim Theater spätestens ab der vierten Reihe nicht mehr wahrnehmbar ist.

Letztes Jahr ist der Kinofilm «Draussen in meinem Kopf» mit Ihnen in Ihrer ersten Hauptrolle erschienen.
Der Film ist von einer wahren Begebenheit inspiriert. Die als Waise aufgewachsene Hauptperson Sven leidet an einer schweren Muskelkrankheit. Seinem neuen Pfleger und persönlichen Betreuer öffnet sich der zunächst verschlossene Sven nach und nach, was in einer engen und vertrauten Freundschaft endet.

Ist Ihr Leben vergleichbar mit demjenigen von Sven?
Eher nicht. Sicherlich gab es Situationen, bei denen ich aus meinen Erfahrungen oder meinen erlebten Emotionen schöpfen konnte, so wie es halt jeder Schauspieler macht.

War es leicht für Sie, sich in diese Rolle hineinzuversetzen?
Am Set wurde mir fast täglich gesagt, dass ich mich nicht so viel bewegen darf. Der besondere Reiz war, dass die Figur Sven vom Charakter her komplett anders ist als ich. Nachzuempfinden und diese Krankheit zu verstehen, ist für einen Schauspieler nur bis zu einem gewissen Grad hilfreich. Was dann entscheidend ist, sind die Emotionen, die der Schauspieler transportiert.

War die Schauspielerei immer Ihr Traumberuf?
Nein, im Gegenteil. Vor vielen Leuten aufzutreten, fand ich wegen der Nervosität immer grauenvoll. Beim Schauspielunterricht als 13-Jähriger wollte ich das nie tun, bei kitschiger «Titanic»-Musik wildfremden Mädchen pseudoverliebte Blicke zuwerfen.

«Ja klar, wir können uns Kinder gut vorstellen.»

Weshalb haben Sie es doch getan?
Viele buchten mich damals als Kunstturner, da konnte ich mich von Häusern herab in Luftkissen werfen, anzünden lassen oder Treppen herunterspringen. Ich bewunderte früher immer die spektakulären Stuntmen, nicht die Schauspieler, die ihr Gesicht narzisstisch in die Kamera halten.

Das widerspricht aber dem Leben, das Sie jetzt führen?
Ja, Katastrophe. Ich weiss auch nicht, wie es dazu kommen konnte. (schmunzelt) Früher war ich total fertig, als ich in der Bundeswehr bei der Gelöbnisansprache vor 3000 Leuten reden musste. Heute gehe ich mit der Nervosität offen ins Gefecht. Ich möchte mich über Leistung definieren, nicht über Fehlleistungen wie ein so dämlicher Unfall.

Wovon träumen Sie?
Ich träume von vielem. Einerseits will ich mich noch geistig weiterentwickeln, mit einem Theologie- oder Philosophiestudium. Andererseits gibt es sonst noch so viel zu tun, zu entdecken und herauszufinden.

Träumen Sie von eigenen Kindern?
Ja klar, wir können uns Kinder gut vorstellen. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre das aber noch zu wenig verantwortungsvoll.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
In einem wärmeren Land. In Mitteleuropa ist es langfristig zu kalt für mich. Noch bin ich aber auf Deutschland angewiesen.

Wie meinen Sie das?
Mit meiner Arbeit muss ich meine teure Existenz finanzieren und mehr Geld verdienen als andere für einen vergleichbaren Lebensstandard. Anders als in der Schweiz ist eine Invalidenversicherung in Deutschland nicht obligatorisch. Ich will mich aber nicht beklagen.

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • frl_tschuessikowski 09.01.2019 09:00
    Highlight Highlight Welch Willenskraft er & Menschen mit ähnlichem Schicksal haben müssen! Absolut bewunderungswürdig!
  • lilie 09.01.2019 08:11
    Highlight Highlight Unfassbar.

    Ich habe die Sendung damals gesehen, als er verunfallte. Ich erinnere mich, wie Thomas Gottschalk total von der Rolle war, da war klar: Es ist ernst.

    Es ist verstörend und ermutigend zugleich, von Samuels Schicksal zu lesen. Wie er sagt: Es ergibt keinen Sinn. Es gibt Leute, die sich aus Dummheit verletzen. Er war ein Profi, er wusste, was er tat.

    Und die Folgen sind fatal. Kein Wunder hadert er damit. Und auch schön zu sehen, dass er das nicht verbirgt. Das Leben ist nicht immer gerecht - und warum heile Welt spielen, wenn es nun mal eine zerbrochene Welt ist?
    • sambeat 10.01.2019 02:49
      Highlight Highlight In einem Punkt muss ich korrigieren: „Er war ein Profi. Er wusste, was er tat.“ Das ist offensichtlich falsch. Leider!
    • lilie 10.01.2019 07:11
      Highlight Highlight @sambeat: Was ich meinte, war: Er hatte diesen Stunt (und ähnliche) schon tausendmal gemacht, es gab keinen vernünftigen Grund, warum es diesmal nicht auch klappen sollte.

      Ausserdem überprüften die Macher von Wetten dass... ? jeweils, ob vermeidbare Sicherheitsrisiken bestanden. Denn ein solcher Unfall schadet ja auch der Sendung.

      Nein, das war einfach so richtig, richtig Pech. Ähnlich wie Michael Schumachers Unfall, wo auch kein Mensch auf die Idee gekommen wäre, dass da etwas schiefgehen könnte.
  • g0ldrake 09.01.2019 01:29
    Highlight Highlight Wow, das ehrlichste und auch sonst beeindruckenste Interview, das in meienen Augen je gegeben wurde, Chapeau!
  • Score 08.01.2019 23:06
    Highlight Highlight Ich habe grossen Respekt vor all den Menschen die solche Schicksalsschläge bewältigen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen wie ich das schaffen würde... Es war ein sehr interessantes Interview und es ist schön wie authentisch und ehrlich Samuel Koch rüber kommt.
  • Saraina 08.01.2019 22:27
    Highlight Highlight Beeindruckender Mensch.
    • öpfeli 08.01.2019 22:50
      Highlight Highlight Ich wollte dich nicht blitzen sorry! Ein ❤️ für dich
  • Bud Spencer 08.01.2019 22:19
    Highlight Highlight Habe die Geschichte von ihm näher verfolgt. Muss ganz ehrlich sagen, dass ich seine positive Grundstimmung extrem bewundere. Wenn mich wirklich GAR NICHT MEHR bewegen könnte - Respekt vor jedem, der ein solches Schicksal aushält! Inspirationen!
  • Antigone 08.01.2019 22:10
    Highlight Highlight Seht tragische Geschichte😪

    Erschreckend, wie sich das Leben innerhalb von Sekunden komplett verändern kann...
  • Zackwinter 08.01.2019 21:36
    Highlight Highlight Interessantes Interview. Auch wenn ich es langsam satt habe, permanent von diesem prominenten Einzelschicksal zu lesen. Ja. Es war tragisch was passiert ist. Und ja, der Herr Koch hat einen guten Manager oder einen guten Instinkt das beste aus seiner Situation zu machen - geldteschnisch
    • sambeat 08.01.2019 22:06
      Highlight Highlight Aber das Interview war doch interessant?
    • 00892-B 08.01.2019 22:17
      Highlight Highlight Permanent? Naja..

      Ich denke es ist doch nachvollziehbar und normal, dass bei einer Person von öffentlichem Interesse Berichterstattung geleistet wird. Wie bspw. damals bei Beltrametti.

    • hawaii 08.01.2019 22:35
      Highlight Highlight Letzter Abschnitt: «Mit meiner Arbeit muss ich meine teure Existenz finanzieren und mehr Geld verdienen als andere für einen vergleichbaren Lebensstandard. Anders als in der Schweiz ist eine Invalidenversicherung in Deutschland nicht obligatorisch. Ich will mich aber nicht beklagen.»

      Er hat Angestellte, welche ihn rund um die Uhr betreuen. Er ist also auf das Geld angewiesen. Denke nicht, dass ihm Ende des Monats viel mehr übrig bleibt als uns.
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