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Pornobilder von Taylor Swift gehen auf X viral – das steckt dahinter

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Bild: keystone
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Pornobilder von Taylor Swift gehen auf X viral – das steckt dahinter

Momentan wird X gerade von Nacktbildern von Taylor Swift geflutet. Die pornografischen Abbildungen sind jedoch weder echt noch sind sie legal.
26.01.2024, 14:5026.01.2024, 15:36
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Eigentlich hat X sehr klare Nutzungsbedingungen, die für alle Userinnen und User der Plattform gelten. So steht in den Regeln etwa: «X verbietet synthetische, manipulierte oder nicht kontextbezogene Medien, die Menschen täuschen oder verwirren und zu Schaden führen können.» Trotzdem haben sich in den vergangenen Tagen pornografische Inhalte von der Popsängerin Taylor Swift verbreitet, die so nie hätten veröffentlicht werden dürfen.

So zirkulierten während mehrerer Stunden Deepfakes von der 34-Jährigen auf X, die sie in sexuell anzüglichen und expliziten Posen zeigten. Die Bilder wurden von einer künstlichen Intelligenz erstellt und von einem, unterdessen gesperrten, Account gepostet. Laut «The Verge» verbreiteten sich die Bilder innert 19 Stunden und wurden über 27 Millionen Mal aufgerufen und 260'000 Mal gelikt bevor das Konto gesperrt wurde. Wieso genau die Bilder so lange nicht gesperrt wurden, ist bisher noch nicht bekannt.

X selbst hat sich bisher noch nicht zu dem Fauxpas geäussert. Gegenüber CNN sagte jedoch ein Sprecher von Meta: «Die Inhalte verstossen gegen die Richtlinien und werden entfernt. Zudem wird gegen die Konten vorgegangen.»

Taylor Swift soll rechtliche Schritte eingeleitet haben

Trotzdem verbreiten sich die Bilder weiter. So findet man einige der Fotos auch auf anderen Social-Media-Plattformen, wie etwa Facebook und Reddit. «Dies ist ein Paradebeispiel dafür, wie KI online Schaden anrichten kann, ohne dass genügend Leitplanken zum Schutz des öffentlichen Raums vorhanden sind», sagte Ben Decker, Leiter der digitalen Ermittlungsbehörde Memetica, gegenüber CNN. So würden die Social-Media-Plattformen nicht über ausgereifte Pläne verfügen, um alle Inhalte zu überwachen, besonders nicht, wenn auch noch künstliche Intelligenzen ihre Finger im Spiel hatten.

Laut mehreren US-Medien soll Taylor Swift auch von den Deepfakes erfahren und bereits rechtliche Schritte eingeleitet haben.

(sav)

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«Deep Fakes» – zwischen Gefahr und Chance
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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Frankygoes
26.01.2024 15:27registriert März 2019
Eine Kampagne, nehme ich an. Der Versuch, Swift zu diskreditieren. Sie hat schon bei den letzten Wahlen die Jungen an die Urne gebracht. Was für Trump nicht so gut ausgegangen ist..
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Magnum
26.01.2024 17:21registriert Februar 2015
Da Musk die Moderationsteams radikal zusammengestrichen und immer wieder betont hat, dass er ein "free speech absolutist" sei, ist von X kein Gegensteuer zu erwarten. Zumal diese sexualisierten Deep Fakes ja viel Traffic generieren auf dieser ansonsten stark schwächelnden und von Trollen und Bots überrannten Plattform. Und dieser Traffic zieht dann wieder Werbetreibende an - oder eher: hält die noch verbliebenen Werbetreibenden bei Laune und bei der Stange.

Höchste Zeit, dass X richtig dreckig verklagt wird, weil es auf den Schutz Prominenter vor Deep Fakes komplett pfeift.
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Atavar
26.01.2024 16:27registriert März 2020
"X verbietet synthetische, manipulierte oder nicht kontextbezogene Medien, die Menschen täuschen oder verwirren und zu Schaden führen können."

Wie alle Regeln bringen auch diese nichts, wenn sie nicht kontrolliert und durchgesetzt werden. Und dass Crazy Elon dass eher hinderlich findet (vor allem weil es kostet), ist jetzt nicht soooo neu...
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