Pepsi und Politiker gegen Kanye West – Londoner Festival in Gefahr
Während sich Fans auf seine Rückkehr auf die Bühne freuen, wächst die Kritik. Jetzt hat die Debatte sogar direkte Konsequenzen für eines der grössten Musik-Events in Grossbritannien.
In der Vergangenheit hatte es sich Kanye West schon des Öfteren mit wichtigen Partnern wie Adidas verscherzt. Nun holen ihn diese Eklats wieder ein, und zwar zu einem wichtigen Zeitpunkt.
Wegen Kanye West: Pepsi geht auf Distanz
Wie Variety berichtet, hat Pepsi seine langjährige Partnerschaft mit dem Wireless Festival in London beendet. Das Unternehmen erklärte in einem kurzen Statement: «Pepsi hat beschlossen, sein Sponsoring des Wireless Festivals zurückzuziehen.»
Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden, nachdem der britische Premierminister Keir Starmer deutliche Kritik an Kanye West geäussert hatte.
Hintergrund ist der geplante Auftritt von Ye als Headliner. Der britische Premierminister Keir Starmer urteilte, es sei «zutiefst besorgniserregend», dass Kanye West trotz früherer antisemitischer Aussagen und der Verherrlichung des Nationalsozialismus gebucht wurde. Antisemitismus in jeder Form sei «abscheulich» und müsse konsequent bekämpft werden.
Auch andere Persönlichkeiten aus der Politik positionierten sich gegen den Auftritt. So forderte der Parlamentarier Ed Davey, man müsse härter gegen Antisemitismus vorgehen.
Aus dem Umfeld von Londons Bürgermeister Sadiq Khan hiess es derweil, die früheren Aussagen und Handlungen des Künstlers seien «beleidigend und falsch» und spiegelten nicht die Werte der Stadt wider.
Skandal-Rapper Kanye West: Hochmut kommt vor dem Fall
Die Kritik kommt für Kanye West zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Bei Konzerten in den USA zeigte er sich selbstbewusst und äusserte, man habe ihm gesagt, er würde nie wieder in den USA auftreten. Doch nun gebe er zwei ausverkaufte Shows.
Ausserdem bedankte er sich bei seinen Fans dafür, dass sie ihm auch in schwierigen Zeiten treu geblieben sind.
Gleichzeitig bleibt seine von Skandalen geprägte Vergangenheit ein zentrales Thema. Erst vor wenigen Monaten hatte er sich öffentlich entschuldigt und erklärt, er habe eine schwierige Phase durchlebt. Die Kritik an früheren Aussagen und Aktionen ebbt dennoch nicht ab.
Sein geplanter Auftritt beim Wireless Festival wäre sein erster in Grossbritannien seit über einem Jahrzehnt. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen jedoch ungewiss.
- watson bei «No Kings» und Bernie Sanders: Bewegung auf Trumps Gegenseite
- Prinz Harry mit Sohn auf der Piste: Herzogin Meghan ist «stolz» auf Archie
- Céline Dion soll kurz vor einer riesigen Ankündigung stehen
- Der Fall Collien Fernandes: Es gilt das Prinzip Wut!
- Hollywood-Star Shia LaBeouf rastet erneut in der Öffentlichkeit aus
