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Review

«How I Met Your Father» ist da – darum solltest du dem Spin-off eine Chance geben

Ein «How I Met Your Mother»-Spin-off kann doch nur schlecht sein. Oder?
13.06.2022, 20:0714.06.2022, 13:54

«How I Met Your Mother» ist eine vielgeliebte und hochgelobte Sitcom, die etliche Auszeichnungen erhielt und auch in der Schweiz grossen Anklang fand. Nun ist der Spin-off «How I Met Your Father» da.

Einfach die «Mother» mit «Father» ersetzen ... Kann das gut gehen? Ich beschloss, ohne grosse Erwartungen und möglichst unvoreingenommen die Serie anzuschauen – und wurde positiv überrascht.

Hier kommen nun vier Gründe, warum auch du «HIMYF» eine Chance geben solltest:

Hilary Duff

Hilary Duff – wohl eines der unproblematischsten Disney-Sternchen der letzten 20 Jahre – spielt die Hauptrolle und somit den weiblichen Ted. Sophie (so heisst die Filmfigur) ist eine hoffnungslose Romantikerin, obwohl ihr Liebesleben nicht so verläuft, wie sie das gerne hätte. Ein mieses Tinderdate nach dem anderen lässt Sophie über sich ergehen und eine richtige Beziehung hatte sie auch noch nie.

Kaffee und Romantik: Sophie mit ihrer besten Freundin Valentina.
Kaffee und Romantik: Sophie mit ihrer besten Freundin Valentina.Bild: hulu

Und siehe da: Hilary Duff passt perfekt in die Rolle dieser quirligen New Yorker Millennial, die gerne mit ihren Freunden auf Partys geht, guten Kaffee schätzt und nach der Liebe ihres Lebens sucht. (Duff fungiert auch als Produzentin der Serie.)

Nicht die Reunion, die wir brauchten, aber die Reunion, die wir verdienten

Apropos Liebe: Josh Peck (bekannt aus der Nickelodeon-Serie «Drake & Josh») spielt einen potenziellen Liebhaber von Sophie. Hilary Duff und Josh Peck arbeiteten bereits einmal zusammen, und zwar 2008 für den Film «What Goes Up».

Ex-Nickelodeon-Star trifft auf Ex-Disney-Channel-Star.
Ex-Nickelodeon-Star trifft auf Ex-Disney-Channel-Star.Bild: instagram

Auch wenn die beiden an ihrer On-Screen-Chemie noch etwas arbeiten könnten, habe ich mich gefreut, sie gemeinsam in einer Serie zu sehen.

HIMYM-Nostalgie

Ein wenig «How I Met Your Mother»-Nostalgie darf natürlich auch nicht fehlen. So leben die besten Freunde Sid und Jesse in der Wohnung von Ted und Marshall – später dann von Lily und Marshall. Von diesem «älteren Ehepaar» haben sie auch die Wohnung übernommen, wie sie erzählen.

Die «How I Met Your Mother»-Freundesgruppe in ihrer Stammbar: dem MacLaren's Pub.
Die «How I Met Your Mother»-Freundesgruppe in ihrer Stammbar: dem MacLaren's Pub.Bild: fox

Zuschauende können sich ebenfalls über andere berühmte Drehplätze der Originalserie sowie einiger Cameos freuen. Mehr werde ich hier nicht verraten.

Zielpublikum: Millennials

So um die 30: Hand hoch, wer sich angesprochen fühlt!
So um die 30: Hand hoch, wer sich angesprochen fühlt!Bild: hulu

Sophie und ihre Freunde sind alle um die 30. Gleich wie die «HIMYM»-Gruppe anfangs der Serie. Doch zwischen ihnen liegen Welten. Der Generationen-Unterschied macht sich ganz klar bemerkbar – und das ist auch gut so. Auch wenn die Ausrichtung auf ein Millennial-Zielpublikum gewiss auch kommerzielle Gründe hat, machen die etlichen Referenzen – von Christina Aguilera bis zum «Impossible Burger» – sehr wohl Spass.

Fazit

Von einer modernen 29-jährigen Frau hätte ich mir mehr erhofft, als dass ihr einziges Ziel ist, einen Partner zu finden. Klar, braucht die Serie einen Leitfaden, ich hätte aber trotzdem gerne mehrere Facetten von Sophie gesehen. Auch dass nur eine Person in der ganzen Freundesgruppe queer ist und deren Charakter aus lauter Stereotypen besteht, ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäss und hätte besser gehandhabt werden können.

Als ehemaliger «HIMYM»-Fan habe ich das Spin-off alleine schon aus Nostalgie gerne geschaut. Mit allzu hohen Erwartungen sollte man die Serie nicht schauen, denn an das Original kommt sie nicht heran. Für einen regnerischen Sonntagnachmittag ist sie aber perfekt.

Alle zehn Folgen von «How I Met Your Father» sind auf Disney Plus erhältlich. Eine zweite Staffel wurde bereits bestätigt.

Trailer:

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70 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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The Danisher
13.06.2022 20:19registriert Juni 2019
"Auch dass nur eine Person in der ganzen Freundesgruppe queer ist..."
Ja, genau da ist es wieder, das Problem das im Moment jeder hat. Schreib doch bitte auch eine Mail an die Produzentin Hillary Duff wenn Du das geändert haben willst, nicht nur hier bei Watson
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fandustic
13.06.2022 21:21registriert Juni 2021
„Von einer modernen 29-jährigen Frau hätte ich mir mehr erhofft, als dass ihr einziges Ziel ist, einen Partner zu finden.“

Stimmt, ich meine schon nur der Titel der Serie suggeriert ja was ganz anderes…Frechheit!
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lansky
13.06.2022 22:18registriert Mai 2018
KRITIKPUNKT: Nur eine Person ist Queer! Ich lach mich schlapp 😅
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