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Die Blauschwarze Holzbiene ist die Biene des Jahres 2026

14.03.2026, Sachsen, Bad Muskau: Eine Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) fliegt an die Bl
Die Blauschwarze Holzbiene ist die Biene des Jahres 2026.Bild: DPA

Die Blauschwarze Holzbiene ist die Biene des Jahres

Zum zweiten Mal hat BienenSchweiz zusammen mit der Schweizer Bevölkerung die Biene des Jahres gewählt. Klare Siegerin ist die Blauschwarze Holzbiene.
20.03.2026, 13:0220.03.2026, 13:02

Die Blauschwarze Holzbiene ist die Biene des Jahres. Sie konnte sich klar gegen die Glockenblumen-Scherenbiene und die Gelbbindige Furchenbiene durchsetzen.

«Die Blauschwarze Holzbiene beeindruckt durch ihre Grösse, ihre blau-violetten Flügel und ihren laut brummenden Flug», sagt Sarah Grossenbacher, Redaktorin der Schweizerischen Bienen-Zeitung, in einer Mitteilung.

Eine der grössten Wildbienen Europas

Mit einer Grösse bis zu drei Zentimeter zählt sie zu den grössten Wildbienen Europas. Erkennbar ist sie an ihrem schwarzen Körper, den dunklen Haaren und den blau-violetten Flügeln.

Die Blauschwarze Holzbiene ist Biene des Jahres 2026
Mit einer Grösse bis zu drei Zentimeter zählt sie zu den grössten Wildbienen Europas.Bild: BienenSchweiz

Ihren deutschen Namen verdankt sie ihrer besonderen Nistweise: Sie nagt fingerdicke, bis zu 30 Zentimeter lange Gänge ins Holz und verwendet das dabei entstehende Sägemehl, um mit Speichel Trennwände zwischen den Brutkammern zu bauen. In jede Zelle legt sie ein Ei und einen Pollenvorrat.

Die Blauschwarze Holzbiene zeigt bei der Nahrungssuche eine Vorliebe für Lippen- und Schmetterlingsblütler. So kann man sie besonders häufig an Platterbsen oder Muskatellersalbei beobachten. Wer diese Pflanzen in den Garten setzt, hat gute Chancen, diese auffällige Wildbiene zu beobachten.

Knapp die Hälfte der Wildbienen ist gefährdet
Während die Holzbiene relativ häufig ist, stehen viele andere Wildbienenarten unter Druck: Knapp die Hälfte gilt heute als gefährdet. Sie sind auf bestimmte Nistplätze – etwa Totholz, Pflanzenstängel oder offene Bodenstellen – sowie auf ein vielfältiges Blütenangebot angewiesen. Einige Arten sind sogar hochgradig spezialisiert und nutzen nur einzelne Pflanzengattungen oder -familien, wodurch sie besonders anfällig für Veränderungen in der Landschaft reagieren. Neue Herausforderungen wie die Asiatische Hornisse belasten die Bestäuber zusätzlich.

(ome)

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