Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Langlaeufer bei Schneetreiben und Nebel in Aktion beim 13. Engadin Skimarathon, aufgenommen am 15. Maerz 1981. (KEYSTONE/Str)

Schlacht am Morgarten? Nein, so ging es 1981 am «Engadiner» zu. Und dieses Jahr? Bild: KEYSTONE

Operation «Ski-Kater» – was ich als Anfänger am Engadiner Skimarathon gelernt habe

Du liebst die Natur und suchst eine ungewöhnliche Herausforderung? Ich hätte da etwas für dich ...



«Jetzt spinnst du komplett!», dachte ich, als mich ein guter Freund vor geraumer Zeit fragte, ob ich mit ihm den Engadiner Skimarathon absolviere.

Marathon = 42 Kilometer.

Unsere Kenntnisse: Zero.

Statt Vorwissen hatte ich schöne Vorurteile. Kann ja nicht so schwierig sein, dachte ich, nachdem ich ein paar Stunden bei YouTube «recherchiert» hatte.

Langlauf = Sportart, a) für Senioren Menschen fortgeschrittenen Alters, denen Skifahren zu schnell wird, und b) für fanatische Konditionstiere, die nichts mit Bällen und anderem Spielgerät anzufangen wissen.

Langlauf, kennsch?

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: giphy.com

Zwar stösst man bei Internet-Recherchen schnell mal auf spektakuläre Stürze (insbesondere vom berüchtigten Stazerwald). Mich beruhigten aber die Instruktions-Videos, die das Langlaufen kinderleicht erscheinen lassen. Elegant gleitet man durch verschneite Wälder ...

Nun gut, ich willigte in das Abenteuer «Engadiner» ein und war froh, dass sich ein weiterer Freund anschloss. Der Name für unsere WhatsApp-Gruppe war schnell gefunden:

Bild

Womit wir bei den guten und schmerzhaften Erfahrungen sind, die ich als Langlauf-Anfänger am und um den 51. Engadin Skimarathon sammeln «durfte».

Wähle weise ...

Participants of the annual Engadin skiing marathon from Maloya to S-Chanf in south Eastern Switzerland tumble on Sunday, 13 March 2005. Around 11,000 sportsmen and -women took to the event.   (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Mit solchen Fotos versuchten wir uns im Vorfeld aufzumuntern ... archivBild: KEYSTONE

«Skating ist für Weicheier, Gschtabis und Störche»

Name der Redaktion bekannt

Am 15. Januar 2019 stand ich zum ersten Mal auf den dünnen Brettern. Da waren noch knapp zwei Monate Zeit.

Es war kein Start nach Mass.

Die «Gehversuche» im herrlich verschneiten Zürcher Oberland frustrierten mich dermassen, dass ich die Langlaufskis am Liebsten in der Mulde entsorgt hätte.

Bild

Doch die Ausrüstung war gemietet. Und so kam es, dass ich nicht die Stöcke hinwarf, sondern mit einem meiner Mitstreiter einen radikalen Systemwechsel wagte:

Klassisch statt Skating.

Das sollte sich als grundsätzlich goldrichtiger Entscheid herausstellen – und als schweres Handicap am «Engadiner», was wir damals natürlich noch nicht ahnten.

Losgelöst vom Langlauf-Stil kann ich bestätigen, was mir verschiedene Langlauf-Kenner geraten haben: Wer damit anfängt, sollte wenn möglich Unterricht nehmen. Bei der Ausrüstung kann man kaum etwas falsch machen, bei der Technik schon. Jede Lektion macht sich bezahlt.

Sicher ist auch, dass bei den Rookies die Nervosität in den Wochen vor dem grossen Wettkampf massiv und unweigerlich zunimmt. Da hilft es natürlich ungemein, wenn «Veteranen» mit guten Ratschlägen zur Seite stehen ...

Bild

Toi toi toi! 💩

Auch daran muss gedacht werden - Einige Dutzend WC-Haeuser stehen am Samstag, 8. Maerz 2003, im Startareal des Engadiner Skimarathons in Maloja.  (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Hier willst du nur im äussersten Notfall (und mit Feuchttüchlein und Gasmaske bewaffnet) rein! archivBild: KEYSTONE

Checkliste:

Bild

Wenn's läuft, dann läuft's

epa07426622 Athletes  compete on the way from Maloya to S-Chanf during the 51st annual Engadin skiing marathon in Sils, Switzerland, 10 March 2019.  EPA/ENNIO LEANZA

Die Startboxen. Wobei hier weder gestartet, noch geboxt wird. Bild: EPA/KEYSTONE

Hatte ich schon erwähnt, dass ich mich nicht wohl fühle in grossen Menschenmengen?

Kein schöner Anblick für Leute mit Platzangst, ja. Doch die gute Nachricht: Es ist überhaupt nicht schlimm!

Man steht mit Wildfremden und Gleichgesinnten während längerer Zeit in einem mit Metallgittern eingezäunten Bereich. Dann öffnen sich die Schleusen und die Läufer strömen ohne spürbaren Stress Richtung Start. Kein Geschubse, kein Gefluche, sondern Lachen und Vorfreude. Erst wenn man in aller Ruhe die Skis montiert hat und über die Startlinie läuft, beginnt die Zeitmessung automatisch zu laufen. Das ermöglicht der in die Startnummer integrierte Chip.

MALOJA, 10MAR19 - Bewaehrtes Konzept: Die Langlaeuferinnen und Langlaeufer starten aus Startboxen und sorgen so fuer einen Start ohne Gedraenge. Flugaufnahme vom Start zum 51. Engadin Skimarathon mit ueber am 10. Maerz 2019 in Maloja.

Aerial photo of the start to the 51st Engadin Skimarathon, a cross country skiing race over 42 kilometres and more than 14,000 participants, in the Engadine Valley, Switzerland, March 10, 2019. 

swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger

Sieht schon ein bisschen nach Aufmarsch zur Schlacht auf, verläuft aber unglaublich friedlich. Bild: swiss-image.ch / Remy Steinegger

Bouillon mit Banane

An dieser Stelle gilt es anzumerken, dass man als Langlauf-Anfänger praktisch zuhinterst startet. Das heisst, dass man die Spitzenathleten höchstens auf der Grossleinwand zu Gesicht bekommt. Wie auch das Gros des Feldes.

Hier skaten sie über den gefrorenen See ...

epa07426591 Athletes  compete on the way from Maloya to S-Chanf during the 51st annual Engadin skiing marathon in Sils, Switzerland, 10 March 2019.  EPA/ENNIO LEANZA

Auf dem schmalen Pistenabschnitt rechts wären die Klassisch-Langläufer ... Bild: EPA/KEYSTONE

Hier sieht man mich ganz links*

Thousands of sportsmen and -women are on their way from Maloya to S-Chanf as they participate in the 51. annual Engadin skiing marathon, on Sunday, March 10, 2019, in Sils im Engadin, Switzerland. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

* Es könnte auch Dario Cologna gewesen sein. Bild: KEYSTONE

Der Grossteil der ambitionierten Teilnehmer (und davon gibt es sehr viele!) ist längst hinter der übernächsten Windung verschwunden, als die klassischen Volksläufer den ersten, unendlich scheinenden gefrorenen See abhaken.

Solche Warteschlagen ...

Thousands of sportsmen and -women are on their way from Maloya to S-Chanf as they participate in the 51. annual Engadin skiing marathon, on Sunday, March 10, 2019, in St. Moritz, Switzerland. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

... gibt es bei den weniger Pressierten höchst selten. Bild: KEYSTONE

Ein Wort zu den Frauen:

Manche Teilnehmerinnen scheinen vom gleichen brennenden Ehrgeiz getrieben zu sein wie die männliche Konkurrenz. Das finden wir bei einem der wenigen unverschuldeten Stürze heraus: Eine junge Schwedin/Norwegerin drängt einen Mitstreiter ab, so dass er kopfüber in den Tiefschnee taucht. Die Frau hält an und will ihm heraushelfen. Doch da ruft ihr die Kollegin energisch etwas zu. Sie dreht sich um, und eilt weiter.

Wir lachen herzhaft über die erfrischende Begegnung, nehmen es sportlich und werden uns spätestens am übernächsten Wasalauf angemessen revanchieren.

Participants enjoy the infamous downhill in Stazerwald on their way from Maloya to S-Chanf as they participate in the 51. annual Engadin skiing marathon, on Sunday, March 10, 2019, in Pontresina, Switzerland. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Unser Motto: Ladys first! Bild: KEYSTONE

Die wahren Helden

Tausende freiwillige Helfer und unzählige Zuschauer am Streckenrand machen den «Engadiner» zum Volksfest. Die für mich schönste Erinnerung ist ein kleines Mädchen, das an einem Hügel steht, sich von seinen Eltern löst und uns mutig rosarote Traubenzucker entgegenstreckt. 🙏

SAMEDAN, 10MAR19 - Fleissige Helfer verteilen energiehaltige Zwischenverpflegungen und waermende Getraenke. Impression vom 51. Engadin Skimarathon am 10. Maerz 2019 im Oberengadin.

Impression of the 51st Engadin Skimarathon, a cross country skiing race over 42 kilometres and more than 14,000 participants, in the Engadine Valley, Switzerland, March 10, 2019. 

swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer bieten willkommene Verpflegung. Bild: swiss-image.ch / Andy Mettler

Ein grosses «Grazcha fich» geht auch an die munteren Standbetreiber, die ab Kilometer 30 Bier und Cüpli ausschenkten. Wobei ich ehrlich gesagt schon so auf dem Zahnfleisch lief, dass nur mein Mitstreiter seinen Durst stillte.

Und dann gibts noch solch starke Auftritte ...

Bild

Das Foto hat mir watson-User Joel zur Verfügung gestellt, vielen Dank! bild: watson

Zum Kulinarischen:

Das Schönste am Langlaufen ...

Das Val Muestair ist als Langlaufparadies bekannt. Mit 28 Loipenkilometern bietet das Gebiet ein breitgefaechertes Angebot fuer Langlaeufer. Die Gaeste erklimmen die Aufstiege der Hoehenloipen in Lue oder Minschuns und geniessen die Ruhe der tief verschneiten Winterlandschaft. (PPR/Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Muestair AG/Andrea Badrutt)

... ist die Natur. Ich zeige hier bewusst das Val Müstair, und kein Rennbild, denn es gibt unglaublich viele schöne Gebiete (allein oder in kleinen Gruppen) auf Langlaufskis zu entdecken im Engadin. archivBild: PPR

Im Ziel

Auf den zweiten 20 (!) Kilometern war bei mir die Luft draussen. Zum Glück hatte ich einen Gefährten, der als Zugpferd voranging. Die Laufzeit war schliesslich nebensächlich. Dario Cologna sass vermutlich längst zuhause in der Sauna, als wir eintrudelten. Beim dritten Saunagang ...

ENGADIN, 10MAR19 - Flugaufnahme vom Zielgelaende des 51. Engadin Skimarathon mit ueber 14'000 Langlaeuferinnen und Langlaeufer am 10. Maerz 2019 im Oberengadin.

Aerial photo of the 51st Engadin Skimarathon, a cross country skiing race over 42 kilometres and more than 14,000 participants, in the Engadine Valley, Switzerland, March 10, 2019. 

swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger

Der Engadiner ist hervorragend organisiert, und bietet auch dank Armee einen perfekten Service. Am Ziel gibts den Effektensack mit den trockenen Kleidern vom Lastwagen. Bild: swiss-image.ch

Echte Langlaufhelden ...

Alfred Kaelin, Mitte, gewinnt den 6. Engadin Skimarathon vor Alois

Von 1974: Alois «Wiesel» Kälin, mit Alfred Kälin (Sieger) und Werner Geeser (von links). Bild: KEYSTONE

Falsche Wikinger ...

Bild

Von 2019. Wir haben das Feld von hinten, äh, angerollt. Danke, Beni und Res! bild: watson

Nach dem «Engadiner» ist vor dem «Engadiner»

Alte Langläufer-Weisheit

Was ich gelernt habe

Du spielst mit dem Gedanken, am Engadin Skimarathon teilzunehmen? Dann helfen dir vielleicht diese Tipps:

  1. Langlauf-Anfänger sollten unbedingt Unterricht nehmen. Jede Lektion lohnt sich. Bei der Ausrüstung kann man kaum etwas falsch machen, mit der richtigen Technik ist man viel schneller und spart enorm Kraft.
  2. Wer schnell sein will, meldet sich als Skating-Läufer an. Der klassische Stil ist deutlich langsamer und man kommt unter Umständen Stunden später ins Ziel. 🙈
  3. Wähle deine Unterkunft weise – und nimm zur Sicherheit Watte oder Gehörpfropfen mit, um keine schlaflose Nacht vor dem Rennen zu riskieren.
  4. Am Renntag ist Geduld gefragt und warme Kleidung gegen die Engadiner Morgenkälte: Wenn öffentliche Busse voll sind, fahren sie durch an den Haltestellen und man muss 30 Minuten oder auch länger ausharren.
  5. Möglichst frühzeitig für den nächsten «Engadiner» anmelden, um dabei sein zu können! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. 2019 war ausverkauft.

Der Engadin Skimarathon ist die zweitgrösste Langlaufveranstaltung der Welt – nach dem Wasalauf in Schweden. Der «Engadiner» findet jedes Jahr traditionsgemäss am zweiten Sonntag im März statt. Über 14'000 Läuferinnen und Läufer aus über 60 Nationen legen die 42 km lange Strecke zurück, die von Maloja nach S-chanf führt. Die meisten Teilnehmer laufen mit der Skating-Technik, eine Minderheit im Klassischen Stil. In der Marathonwoche finden auch der Engadin Halbmarathon, Frauenlauf und Nachtlauf statt.
Website: engadin-skimarathon.ch

Du bist noch nicht überzeugt? Dann schau dir das Video an ...

abspielen

Video: YouTube/Engadin Skimarathon

PS: Der Artikel hat sich nicht wegen des Muskelkaters des Schreibenden dermassen verzögert!

Als die Skioutftits noch richtig geil waren

In Kopenhagen kann man Ski fahren und die Umwelt schützen

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

«Servicen stinker»! 8 Gründe, warum ich nie mehr nach Dänemark reise

Link zum Artikel

Unterwegs mit Teslas «Autopilot» – eine krasse Erfahrung

Link zum Artikel

Als Neu-«Hündeler» am Strand – ein schonungsloser Ferienbericht 🐶

Link zum Artikel

Wenn der Weltuntergang kommt, sind sie bereit: Willkommen in der Welt der Prepper

Link zum Artikel

Wie beliebt ist dein Vorname? Dieses geniale Tool verrät es (und noch vieles mehr)

Link zum Artikel

Warum unsere Schulen NICHT auf Microsoft (oder Apple) setzen sollten

Link zum Artikel

Ein Hoch auf die Schweizer Bierbrauer! (und ein Aspirin, bitte)

Link zum Artikel

Wer in die USA reist, muss mit dem Schlimmsten rechnen – 11 Fakten und Irrtümer

Link zum Artikel

Was man mit privaten Sicherheitskameras darf – und warum die Cloud riskant ist

Link zum Artikel

Alte Fotos zeigen die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs

Link zum Artikel

Diese Bilder durfte die Schweizer Presse im Zweiten Weltkrieg nicht zeigen

Link zum Artikel

Wie Lukas das iPhone gestohlen wurde und er in Teufels Küche kam

Link zum Artikel

Busen-Pillen und Alpenbitter – Schweizer Werbung im Zweiten Weltkrieg

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TanookiStormtrooper 17.03.2019 14:18
    Highlight Highlight Die Zeit muss der Herr Schurter ja auch nicht angeben, Name und Startnummer reichen da vollkommen.
    Gratulation zu 4:47.00,8

    Diplom schon ausgedruckt? 😉
    https://www.datasport.com/de/diplom/?racenr=21705&stnr=21588
    • bokl 17.03.2019 18:39
      Highlight Highlight 4:47 mit Rückenwind? Da hat uns Herr Schurter wohl mindestens 2-3 Cüpli-Stopps verschwiegen ...
    • @schurt3r 18.03.2019 12:37
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • Gulasch 17.03.2019 08:11
    Highlight Highlight Ich würde euch doch skating empfehlen, aber auch neben dem Engadiner und ohne Verbissenheit, es ist einfach ein fantastischer Sport, Kondition und Kraft in einem!
    Gratulation zur Leistung!
  • Matthiah Süppi 16.03.2019 19:54
    Highlight Highlight Oder du machst es so.
    Benutzer Bild
    • @schurt3r 18.03.2019 12:37
      Highlight Highlight Respekt! 👍🏻
      Da muss ich noch kräftig trainieren!
  • hallerph 16.03.2019 19:30
    Highlight Highlight Und, wie lange hattet ihr (Klassisch?) nun und wie lange geübt; also lange Touren? Oder war das Fitnessniveau bereits hoch?
    So aus dem Stand sind 42km doch tierisch?
    • bokl 16.03.2019 21:53
      Highlight Highlight "So aus dem Stand sind 42km doch tierisch?"

      Nicht wirklich. Geht praktisch immer bergab. Einmal kräftig abstossen reicht im Prinzip 😌
    • @schurt3r 18.03.2019 12:36
      Highlight Highlight Die Grundfitness war vorhanden, trainiert haben wir nur ein paar Mal, bzw. für meinen Geschmack zu wenig. Am Schluss kommt es auf den Durchhaltewillen an 👍🏻 und auf die Vorfreude aufs kalte Getränk im Ziel 😄

      Es lohnt sich!
  • Vadda 16.03.2019 17:35
    Highlight Highlight Super Story! Hab mich gekrümmt beim Lesen :-)
  • Elephant Soup slow cooker recipes 16.03.2019 17:18
    Highlight Highlight Respekt!

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

Die Frau heisst Sally Rooney – sie ist 28 Jahre alt und eine mit Literatur-Preisen überhäufte Bestseller-Autorin aus Irland.

Aber anstatt in …

Artikel lesen
Link zum Artikel