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Streaming

Netflix hat ein Raucher-Problem – Angriff der Tabaklobby

Angriff der Tabaklobby – Netflix hat ein, *hust*, Raucher-Problem

04.07.2019, 17:2004.07.2019, 18:13

Das Wichtigste in Kürze:

  • 2018 haben sich die Darstellungen von Rauchern in den beliebtesten Netflix-Serien von Jugendlichen vervierfacht – allen voran: «Stranger Things», Staffel 2. Das hat eine neue Studie der Anti-Rauchergruppe Truth Initiative ergeben, die nun passend zum Start der dritten Staffel von «Stranger Things» veröffentlicht worden ist.
  • Netflix verspricht Besserung und hat angekündigt, alle Darstellungen von Tabakkonsum in zukünftigen Produktionen, die für Jugendliche ab 14 freigegeben werden sollen, auszuschliessen. Ausnahme: historische Gründe.
  • Auch in Projekten, die für ältere Altersgruppen freigegeben werden, soll in Zukunft auf Zigarren, E-Zigaretten und Co. verzichtet werden, schreibt futurzone.at – es sei denn, sie seien «essentiell für die kreativen Vorstellungen der Künstler oder für die richtige Charakterdarstellung».
Bild
screenshot: netflix

Chief Hopper aus «Stranger Things» mag ein spitzenmässiger Cop sein, aber der Mann raucht sich regelrecht ins Grab (als wären die ganzen «Upside Down»-Sporen in seiner Lunge nicht schon Dreck genug). Ein gutes Vorbild für seine meist ziemlich jungen Zuschauer ist der Polizist in Sachen Gesundheit jedenfalls nicht.

Die amerikanische Anti-Raucher-Gruppe Truth Initiative, so berichtet das Magazin «Variety», war deshalb so sauer auf Netflix und die Produzenten von «Stranger Things», dass sie die zweite Staffel der Grusel-Serie als Spitzenreiter der Tabak-Verherrlicher gekürt hat. Generell, so kritisiert die Truth Initiative, werde in beliebten Shows rund viermal so viel Raucherei gezeigt wie im vergangenen Jahr ... *hust*!

Netflix reagiert

Der Streaming-Anbieter teilte gegenüber «Variety» mit, bei Shows mit FSK 14 oder weniger in Zukunft gar keinen Tabak mehr zeigen zu wollen. Übrigens auch keine E-Zigaretten. Die Ausnahme würden in Zukunft auch historische oder dokumentarische Serien bilden.

Natürlich haben die Anti-Raucher ihre neue Studie sehr bewusst genau auf den Start der dritten Staffel von «Stranger Things» getimt, die am 4. Juli anläuft. In ihrer Analyse zu Season zwei bescheinigen sie der Show einen 44-prozentigen Anstieg an Szenen, in denen Leute rauchen.

In der ersten Staffel waren es demnach noch 182, in der zweiten schon 262. In Staffel drei? Das könnt ihr ab heute ja selbst nachzählen. Beziehungsweise ... Vielleicht hat Hopper ja auch einfach mit dem Rauchen aufgehört? Nie im Leben ...

Quellen:

(mbi, watson.de / dsc)

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Sind E-Zigaretten wirklich besser für Raucher?

Video: srf

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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Johnny Geil
04.07.2019 17:53registriert November 2016
Diese Empörerei geht mit langsam auf den Keks.
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Zum Kommentar
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Simon
05.07.2019 00:40registriert Januar 2014
Lustig finde ich, dass Gewalt in allen Varianten im Detail gezeigt werden darf, aber wehe eine Zigi oder ein Nippel sind im Bild.
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Ihre Dudeigkeit
04.07.2019 23:44registriert März 2014
Liegt es vielleicht am Zeitgeist?? In den 80ern wurde noch mehr geraucht... Die Serie spielt in dem 80ern. Genau die Authentiät macht ja solche Serien aus... Schaut mal Pinky Blinders... spielt in den 20ern. Da wird nur geraucht und gesoffen 😏😎
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Okay, ich hab das mit diesem Dry January jetzt auch mal versucht ...
Alkohol ist ein Genussmittel, predige ich jeweils meinen beiden Teenagern. Und Genuss ist der einzige Grund, ihn zu konsumieren. Dabei merkte ich je länger je mehr, dass ich mich nicht an meine eigenen Regeln hielt. Das musste sich ändern. Der beste Kickoff dafür: Dry January.

Ein Cüpli zum Apéro, ein Glas Wein zum Essen, ein Drink mit Freunden. Alles super. Solange man's nicht trinkt, weil man denkt, man muss, sage ich meinen Kindern, die beide legal Alkohol trinken dürfen. Und: Es gibt auch sonst eine ganze Menge falscher Gründe, Alkohol zu konsumieren. Langeweile. Gewohnheit. Stress. Frust. Dabei merkte ich immer öfter, dass ich immer wieder mal genau aus diesen Gründen zum Glas griff. Nicht täglich, und nicht literweise. Trotzdem: Ich predigte hier im wahrsten Sinne des Wortes Wasser und trank Wein. Das musste sich ändern. Und ich dachte: Wennschon, dennschon. Ich starte mit einem Totalverzicht: Dry January.

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