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Wildunfall: So verhältst du dich im Notfall

Wildunfälle: So verhältst du dich im Notfall

26.10.2023, 16:0026.10.2023, 16:49

Jährlich sterben tausende von Wildtieren im Strassenverkehr. Gerade jetzt, im Herbst und Winter, ist die Gefahr aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse nochmals besonders erhöht. Hier erfährst du alles, was du dazu wissen musst.

Wo ist die Gefahr am grössten?

Laut der Unfallstatistik der Axa ist die Gefahr für einen Wildtier-Unfall in den Kantonen Jura, Freiburg und Thurgau bis zu siebenmal höher als in anderen Kantonen. Schlusslicht der Statistik bilden Genf und Nidwalden.

Weil die Tage wieder kürzer werden, ist es im Morgen- und Abendverkehr oftmals bereits dunkel – gerade dann passieren besonders viele Unfälle, weil man die Wildtiere auf der Strasse erst (zu) spät sieht.

Was tun bei einem Unfall?

Das Schweizer Gesetz verpflichtet dich, beim Zusammenprall mit einem Wildtier die Polizei zu verständigen. Diese bieten dann einen Wildhüter oder Jäger auf, um das Tier allenfalls von seinem Leiden zu erlösen. Wer die Polizei erst später oder erst auf Anweisung der Versicherung kontaktiert, riskiert eine Strafverfolgung wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Tierquälerei.

So verhältst du dich richtig:

  • Halte an und sichere die Unfallstelle mit dem Pannendreieck
  • Rufe den Notruf der Polizei und schildere die Situation
  • Warte, bis die Polizei eintrifft und nähere dich dem Tier währenddessen nicht

Wie kann ich einen Unfall vermeiden?

Damit das Risiko für einen Wildunfall möglichst gering bleibt, solltest du dich an folgende Punkte halten:

  • Auf Verkehrsschilder, die vor Wildtieren warnen, achten
  • Auf Waldstrassen und in Waldgebieten besonders achtsam fahren und den Strassenrand im Blick behalten
  • Wenn immer möglich mit Fernlicht fahren
  • Wenn ein Tier an der Strasse steht: anhalten, abbremsen und hupen, falls sich das Tier nicht entfernt
  • Falls du ein Tier gesichtet hast, könnten weitere folgen, da diese meist in Rudeln unterwegs sind
  • Wenn ein Tier vors Auto springt, sollte eine Vollbremsung dem Ausweichmanöver vorgezogen werden

(anb)

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«Es gibt heute auf der Bühne Jokes, die an Schwulenwitze der 90er-Jahre erinnern»
Michael Elsener ist ein politischer Comedian, Léa Spirig leitet das Casinotheater Winterthur. Ein Gespräch über Queersein, Ängste, Humor als Überlebensstrategie und die Schweiz als Abstimmungs-Wohngemeinschaft.
Wer sind eure Vorbilder? Spoiler: 80 Prozent würden jetzt mit «mein Grosi» oder «mein Grossvater» antworten.
Michael Elsener: Danke für den Hinweis. Dann sage ich gern: mein italienisch-stämmiger Grossvater. Meine Offenheit und meine Liebe zu den Menschen habe ich von ihm. Wir besuchten ihn oft sonntags nach der Kirche und mussten immer auf ihn warten. Von der Kirche bis zu seinem Haus waren es nur etwa 250 Meter. Aber er brauchte dafür mindestens 45 Minuten. Auf der Strasse oder über den Gartenzaun: Er hielt mit allen einen Schwatz. «Ciao!», «Wie geht's?», «Wirklich? Erzähl mir mehr!» Er kam mit allen auf sehr leichte Art ins Gespräch, egal, welche Gesinnung, welche Grundhaltung sie hatten. Das hat mir schon als Kind sehr gefallen.
Léa Spirig: Bei mir sind es die Frauen in meiner Familie. Meine Grossmutter, die eine sehr warmherzige und zugleich dominante Frau war. Meine Mutter, aber auch meine Gotte, die mit ihrer Partnerin im gleichen Haus lebte wie wir. Meine Eltern waren heterosexuell, meine Gotte lesbisch, und dann gab es noch etwas, das irgendwie beides beinhaltete, das habe ich relativ früh mitgekriegt, das war selbstverständlich. Und ich komme aus einer musikalischen und politisch interessierten Familie, ich wusste schon immer, dass ich mich in meinem Leben mit Kultur umgeben will. Ich kann gar nicht anders. Egal ob früher als Schauspielschülerin, dann als Journalistin und jetzt als Theaterdirektorin.
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