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Gesund Essen

Nils Binnberg ass nur noch Räucherlachs, Avocado, Fleisch, Salat und ein paar Nüsse. Einladungen zu Freunden lehnte er ab. Bild: shutterstock.com

«Ich ass krankhaft gesund»: Wenn der Zwang nach gesunder Ernährung krank macht

Nur ausgewählte Lebensmittel, nur bestimmte Hersteller, alles bis aufs letzte Gramm abgewogen. Aus dem Wunsch, sich gesund zu ernähren, wurde bei Nils Binnberg ein Zwang. Er litt jahrelang an Orthorexie.

Katja Fischer De Santi / ch media



Auf dem Höhepunkt seiner Suche nach dem perfekten Ernährungsstil wog Nils Binnberg bei einer Grösse von 1.85 Metern noch 68 Kilo und nahm nur noch fünf Lebensmittel zu sich: Räucherlachs, Avocado, Fleisch, Salat und ein paar Nüsse.

Über die Jahre hatte er sich immer strengere Ernährungsregeln auferlegt: alle Produkte mussten bio, gluten- und zuckerfrei sein, mussten leistungssteigernde Eigenschaften haben. Kohlenhydrate ass der damals 37-Jährige schon seit sieben Jahren nicht mehr.

«Ich ekelte mich regelrecht vor fettigem, billigem Essen und auch den Menschen, die solches in sich hineinschaufelten»

All dies tat er in der Hoffnung auf ein schlankeres, gesünderes, besseres Ich. Dass er keine Einladungen zum Essen mehr annehmen konnte, dass seine Gedanken nur noch um seine Ernährung kreisten, er sich schmutzig und schlecht fühlte, wenn er eine Regel brach, war ihm keine Warnung. Er fühlte sich nicht krank, sondern moralisch überlegen.

«Ich ekelte mich regelrecht vor fettigem, billigem Essen und auch den Menschen, die solches in sich hineinschaufelten», erzählt der Deutsche am Telefon. «Ich war überzeugt, dass mich Zucker, Brot, Fertigessen und Lebensmittel, die nicht bio sind, krank machen.»

Über seine Fixierung auf gesundes Essen, sein Abrutschen in eine zwanghafte Ernährungsform hat Nils Binnberg ein Buch geschrieben. In «Ich habe es satt!», beschreibt er sein achtjähriges Leiden. Der heute 42-jährige Journalist ist damit einer der wenigen, die öffentlich dazu stehen, an Orthorexia nervosa gelitten zu haben.

Keine anerkannte Krankheit

Der Begriff umschreibt das zwanghafte Beschäftigen mit vermeintlich gesundem Essen. Psychiater und Ernährungsberater sprechen lieber von orthorektischem Essverhalten und nicht von Orthorexie als Krankheit. Denn auch wenn Orthorexie seit etwas mehr als 15 Jahren in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben wird, gibt es bisher kaum gesicherte Forschungsergebnisse und die Orthorexie wird auch nicht als offizielles Krankheitsbild anerkannt.

Fest steht: während bei Magersucht oder Bulimie die Menge, der verzehrten Lebensmittel im Mittelpunkt steht, ist bei orthorektischem Essverhalten die Qualität im Fokus.

Für Nils Binnberg ist die Orthorexie die «furchterregende kleine Schwester der Magersucht». In einer Gesellschaft, in der die körperliche Selbstoptimierung zum Standard geworden sei, werde es immer schwieriger, eine Essstörung überhaupt zu erkennen, sagt er.

Besessen von Essen

Orthorexie nervosa ist ein Begriff, den der amerikanische Arzt Steven Bratman im Jahre 1997 geprägt hat. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet «richtiger Appetit». Betroffene zwingen sich dazu, sich (in ihren Augen) besonders gesund zu ernähren. Sie beschäftigen sich zwanghaft mit ihrer Ernährung. Die Grenze zwischen ungewöhnlichem Essverhalten und krankhafter Essstörung ist fliessend und nicht immer einfach zu erkennen. Gemäss Schätzungen sollen gut 1 Prozent aller Deutschen von Orthorexia nervosa betroffen sein. (kaf)

Tatsächlich scheinen immer mehr Menschen an Lebensmittelunverträglichkeiten zu leiden, sich vegan oder kohlenhydratfrei zu ernähren ist hip, nur bio einzukaufen in gewissen Kreisen fast zwingend.

«Die Angst davor, etwas Falsches zu essen, war so gross, dass ich in Kauf nahm, allein zu sein.»

Nicht verwunderlich erfuhr Binnberg, selbst in seiner extremsten Phase, als er etwa zwanzig Ernährungslehren gleichzeitig folgte, fast nur Zuspruch. «Alle fanden es bewundernswert, dass ich so sehr auf meine Ernährung geachtet habe.» Verzicht gelte heute als Charakterstärke.

Dies, obwohl er ein Essens-Snob mit allen möglichen eingebildeten Nahrungsmittelunverträglichkeiten gewesen sei, der zudem noch alle missionieren wollte. Ab einem gewissen Zeitpunkt sei er dann richtig asozial geworden. «Ich verzichtete auf gemeinsame Abendessen mit Freunden, wenn mir die Speisekarte in einem Restaurant nicht passte. Die Angst davor, etwas Falsches zu essen, war so gross, dass ich in Kauf nahm, allein zu sein.»

Früher hiess es, du bist was du isst, heute müsste es heissen «du bist, was du nicht isst», sagt Binnberg. Essenstabus seien ein Mittel zur Distinktion. Sie helfen Menschen, sich von anderen abzugrenzen und sich gleichzeitig ihrer Gruppe zugehörig zu fühlen. Neu ist das nicht. Religionen wie etwa das Judentum, der Islam, aber auch der Hinduismus nutzten Essenstabus seit je, um ihre Glaubensgemeinschaft abgrenzen zu können.

Essen sei schon immer Glaubenssache gewesen, sagt Binnberg. Für viel problematischer hält er den Umstand, dass das Essen zu einer Wissenschaft geworden sei.

Jeden Tag würden 250 neue Studien zum Thema Ernährung publiziert, rechnet der Journalist in seinem Buch vor. Viele davon mit widersprüchlichen Ergebnissen und auf wackeliger Empirie. Statt den Menschen zu helfen, würde die Ernährungswissenschaft die Leute verunsichern. In diesem Dschungel an Daten und Studien blickt keiner mehr durch. «Jeder Ernährungsguru kann sich seine eigene Lehre daraus basteln.»

Mit Mangelernährung zum Arzt

Der Übergang von gesunder Ernährung als Tugend zum krankhaften Verhalten ist fliessend, und von Aussenstehenden schwierig zu unterscheiden. Oft bleibt orthorektisches Essverhalten daher lange unerkannt.

Viele Betroffene gehen nur zum Arzt, wenn sie Begleiterscheinungen ihrer Mangelernährung bekommen, beispielsweise Schlaflosigkeit, Hautprobleme oder generelle Erschöpfung. Allerdings: Wie auch bei Anorexie-Patienten gibt es bei Orthorexie-Betroffenen selten Einsicht, dass das eigene Essverhalten schädlich ist.

«Wenn ich mich ‹clean› ernährte, verspürte ich ein Hochgefühl, als sei ich der Dalai Lama.»

Er selbst realisierte, dass er ein ernsthaftes Problem mit dem Essen hatte, als er zum ersten Mal auf den Begriff Orthorexia nervosa stiess. «Ich googelte den Begriff sofort und fühlte mich mit jeder Zeile, die ich darüber las, mehr angesprochen.»

Seinen Weg aus dem zwanghaften Essverhalten fand er durchs Recherchieren und Schreiben. «Indem ich mich vertieft mit all den Diäten, Unverträglichkeiten und Studien befasste, konnte ich den Aberglauben entlarven.»

Gesund Essen

Bild: shutterstock.com

Heute wisse er, dass es keine «bösen» und «guten» Lebensmittel gebe. Dass keine Diät Krebs vorbeugen und schon gar nicht heilen könne, dass Grünkohl keine schönere Haut macht und Gluten keine Müdigkeitsattacken auslöst.

Schmerzhaft sei die Erkenntnis gewesen, dass er sich sein schlechtes Selbstwertgefühl über eine «reine» Ernährung aufzubessern versucht hatte. «Wenn ich mich ‹clean› ernährte, verspürte ich ein Hochgefühl, als sei ich der Dalai Lama.» Mit den strikten Essregeln hatte Nils Binnberg versucht, Ordnung in sein gerade «ziemlich durchgeschütteltes Leben», wie er es rückblickend beschreibt, zu bringen.

Heute, neun Jahre später, isst Binnberg wieder alles, ist weiterhin schlank, macht viel Sport. Auf die Frage was für ihn denn nun gesundes Essen sei, sagt er: «Essen ist grundsätzlich eine gesunde Sache, denn ohne zu essen, könnte der Mensch nicht leben. Frei nach Paracelsus gilt: die Dosis macht das Gift.»

Gesund sei aber auch, sich die meiste Zeit nicht damit zu beschäftigen. An den meisten Tagen gelingt ihm das – und ein Leben ohne Mandelcroissants möchte er sich nicht mehr vorstellen.

Nils Binnberg: «Ich habe es satt! Wie uns Ernährungsgurus krank machen». Suhrkamp, S. 159, Fr. 20.–.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jungleböy 05.05.2019 21:10
    Highlight Highlight Essen sollte eine freude sein, ein genuss und kein zwang. Solchen menschen empfehle ich wirklich mal par tage zu fasten. Man wird die nahrung dann viel mehr wertschätzen und geniessen.
  • Wine Spectator 05.05.2019 13:30
    Highlight Highlight Man erinnere sich an dieser Stelle an die Britin, die sich 20 Jahre nur von Pommes und Ei ernährt hat, oder Donald Gorske, welcher schon über 30'000 Big Macs gegessen hat. Denen gehts blendend ;)
  • Faktenchecker 04.05.2019 17:16
    Highlight Highlight Jeder der gesund leben will muss selber rausfinden was für ihn am besten funktioniert.
    Für mich ist es seit Jahren eine Mischung zwischen Intervall-Fasten, low carb (nicht übertreiben), täglich Gemüse und/oder Salat, zwei Drittel Wasser, ein Drittel "was auch immer", nicht Alkohol natürlich :) aber z.B. Cola, Kaffee, Fruchtsaft.
    Ausserdem drinke ich jeden Tag am Morgen eine Tasse Caotina.
    Dazu mache ich fünf mal die Woche je eine Stunde Sport, abwechslungsweise Cardio und Kraftsport.
    Süssigkeiten oder sowas wie Chips esse ich nicht.
    Ich fühle mich wohl und bin auch noch top fit.
  • Altruide 04.05.2019 15:43
    Highlight Highlight Das ungesündeste Essen ist das, das man ohne Lust und Freude verspeist - mein schlichtes Ernährungsprinzip 🤗
  • Burdleferin 04.05.2019 13:44
    Highlight Highlight Mein Ex, mittlerweile mein bester Freund, ist genau so.
    Er isst nur noch, damit er es mit irgendwelchen Brennnesseln mischen kann. Er ist nur Bio, was ja an sich nicht schlecht ist. Aber bei ihm ist es Religion.
    Das Erschreckendste an der ganzen Sache ist, dass wenn ich sage, das muss ja furchtbar schmecken, er antwortet: „Hauptsache, es ist gesund!“
    Er war noch nie ein sehr sinnlicher Mensch. Aber Sinnlichkeit gibt es für ihn nicht mehr.
    Ein armer Mensch!
    • baBIELon 04.05.2019 14:49
      Highlight Highlight So schreibst du über deinen besten Freund?
    • Burdleferin 04.05.2019 15:57
      Highlight Highlight Er weiss, dass ich so denke, daher alles io 😊
  • aglio e olio 04.05.2019 13:42
    Highlight Highlight Fazit: Orthorektisches Essverhalten ist für's Rektum.
    • Eh Doch 06.05.2019 10:20
      Highlight Highlight :D
  • BeWi 04.05.2019 13:14
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt esse ich Bio und lokale Erzeugnisse hauptsächlich wegen dem Tierwohl und der Umwelt. Nicht unbedingt wegen mir. Ausser um mein Gewissen zu beruhigen. Ob Fast Food wirklich soviel schlechter ist, mag ich zumindest mal in Frage stellen.
    • PaLve! 04.05.2019 17:57
      Highlight Highlight Bei Fast Food a la McDonalds, KFC etc. ist für mich nicht die Kalorienanzahl das schlimme, sondern der ganze restliche Dreck, der beigemischt ist
  • Markus Maitre 04.05.2019 13:10
    Highlight Highlight Für mich sind das Wohlstands-Erscheinungen!! Nur in einem reichen Land,findet das Theater statt.Gesund oder nicht,wer entscheidet so was!! Wir Konsumenten sicher nicht mehr!! Wieviel Spritzmittel an einen BIO-Apfel gelangen!!Das entscheidet der Produzent und der Gläubige Konsument, verschlingt den Apfel glücklich!!
    • Phrosch 04.05.2019 18:47
      Highlight Highlight Was sollen all die Blitze hier? Markus hat doch recht. Wer jeden Franken umdrehen muss, überlegt, wie er satt wird. Sich moralisch überlegen richtig und gesund zu ernähren ist eine Luxuserrungenschaft.
  • Likos 04.05.2019 12:35
    Highlight Highlight Gewohnheit ist die schlechteste Ernährung. Wir essen und kochen regelmässig 2-3 mal täglich weil man das halt so macht und sozial genormt sind. Und wenn wir essen, dann auch immer gleiche Mengen. Wir essen den Teller tendenziell leer (weil wegschmeissen = schlecht), beim Buffet essen wir zu viel, weil wir da irgendwie "profitieren" wollen, wir essen aus Langeweile usw.
    Wenn man aber mal paart Tage nur auf sein Hungergefühl achtet, dann finde ich es schon erstaunlich wie viel dynamischer und weniger man isst. Man isst sogar intuitiv die richtigen Lebensmittel, die der Körper gerade braucht.
    • who cares? 04.05.2019 13:42
      Highlight Highlight Also hat mein Körper gestern den Pack Chocolate Chip Cookies wirklich gebraucht? 😏
    • Likos 04.05.2019 14:20
      Highlight Highlight Wenn der Körper Bedarf an Kohlenhydraten und Fett hatte, ja! Ist ja per se nichts böses.

      Die spannende Frage ist aber eher, ob der Anlass der Hunger war, oder die Gewohnheit z.B. zum TV was zu futtern?
      Hast du die Packung leer gegessen, weil es die Packung so vorgeben hat?
      Lag es einfach noch zum Essen herum?

      Ich möchte damit keine Moral verkaufen, ich finde es nur spannend wie oft wir aus Gewohnheit was essen und nicht wirklich aus Hunger 😄. Davon lösen können wir uns nicht, aber darauf achten, hilft sicher mal etwas.
    • who cares? 04.05.2019 14:36
      Highlight Highlight Ich mache das nicht regelmässig, also Gewohnheit ist es wohl nicht. Hunger hatte ich auch nicht. Und wenn die Packung grösser gewesen hätte ich noch mehr gegessen😊
      Also ich sehe als als undisziplinierte Fressattack.
      Grundsätzlich stimme ich aber schon mit dir überein, wenn man auf seinen Körper hört, ernährt man sich grösstenteils okay.
  • Linus Luchs 04.05.2019 12:07
    Highlight Highlight "Mit den strikten Essregeln hatte Nils Binnberg versucht, Ordnung in sein gerade «ziemlich durchgeschütteltes Leben», wie er es rückblickend beschreibt, zu bringen."

    Diese Aussage entspricht dem, was ich einmal in einem schlauen Buch als These gelesen habe. Die Menschen in unserer Gesellschaft sind vielen rasanten Veränderungen ausgesetzt, die verunsichern und Angst machen (Globalisierung, Digitalisierung, Migration, Klimaveränderung u.a.). Die eigene Ernährung ermöglicht dem Einzelnen, das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit aufrecht zu halten. Es geht um eine Form der Selbstberuhigung.
    • Globidobi 04.05.2019 22:15
      Highlight Highlight Kannst du das schlaue Buch nennen, bin auf der Suche nach einer neuen Lektüre. Merci 😁
  • Rhabarber 04.05.2019 11:22
    Highlight Highlight Mein Fazit:
    Es gibt keine einzelne Ernährung, die für alle gleich gesund ist. Es gibt nicht mal eine einzelne Ernährung, die für einen immer gesund ist.
    Aber es gibt ein paar Faustregeln, die helfen länger gesund zu bleiben.
    - ausgewogen und abwechslungsreich
    - frisch
    - regional + saisonal
    - wenig Fertigprodukte
    - wenig Chemie
    - minimal Raffiniertes wie Zucker od. Weissmehl

    Musste mich gesundheitlich bedingt auch lange sehr intensiv mit Ernährung beschäftigen. Habe Hunderte Bücher gelesen und mit Ärzten, Heilern, Ernährungsberatern und etlichen "Experten" diskutiert.
    • kada 04.05.2019 11:35
      Highlight Highlight Was subsumierst du unter den Begriff "Chemie"? Dieser Begriff wird heutzutage in manchen Kreisen äusserst extensiv ausgelegt, was nicht immer zu einem wissenschaftlich vertretbaren Ergebnis führt.
    • plaga versus 04.05.2019 12:22
      Highlight Highlight Regional heisst aucht automatisch gesund! Das war und ist ein super marketingtechnischer Kniff. Auch Fertigprodukte sind nicht per se ungesund.
    • Trollerix 04.05.2019 12:50
      Highlight Highlight Ausversehen den Blitz statt das Herz erwischt, sorry. Meine liebste Faustregel ist bei nichts zu unter- oder übertreiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kampfsalami 04.05.2019 11:08
    Highlight Highlight So dann gehe ich jetzt mal lecker Kebab essen!
    • dmark 04.05.2019 11:48
      Highlight Highlight ...mit Allem und scharf ;)
    • The Count 04.05.2019 14:36
      Highlight Highlight Und mit Jalapeños bitte 😍
    • I don't give a fuck 04.05.2019 16:20
      Highlight Highlight Ohne die Saucen ist der sogar sehr gesund... ich nehme aber immer beide Saucen und scharf 😁
    Weitere Antworten anzeigen

Sorry, liebe Vegetarier, Parmesan ist nun mal NICHT vegetarisch

Gruyère ebensowenig. Und Emmentaler auch nicht. Und Manchego. Und und und.

«Ich bin Vegetarier, ich nehme also die Tomatenspaghetti mit Parmesan», ...

... blöd nur, dass Parmesan nicht vegetarisch ist.

Was? Nicht gewusst?

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie wenig unter Vegetariern bekannt ist, dass etliche Käsesorten alles andere als vegetarisch sind.

Kälberlab ist hier das Stichwort.

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