Schweiz

Zahl der Sterbehilfe-Patienten bei Exit erneut gestiegen

Zahl der Sterbehilfe-Patienten bei Exit erneut gestiegen

03.02.2023, 10:0603.02.2023, 10:06
sterbehilfe
Bild: shutterstock

1125 Menschen sind im vergangenen Jahr mit Hilfe von Exit Deutsche Schweiz aus dem Leben geschieden. Das sind 15 Prozent Mitglieder mehr als 2021. Die Zahl der Mitglieder der Sterbehilfeorganisation wuchs um 2022 um 17’361 auf 154'118 Mitglieder.

Der Wachstumstrend hält an: Bis Ende Januar hat die Non-Profit-Organisation rund 2200 weitere Mitglieder aufgenommen, wie Exit Deutsche Schweiz am Freitag mitteilte. Als Gründe für das anhaltende Bedürfnis nach Freitodbegleitung sieht der Verein die immer älter werdende Gesellschaft mit der Folge schwer einschränkender Krankheiten oder Behinderungen.

So liegt das Durchschnittsalter der im Jahr 2022 begleiteten Menschen bei 79.6 Jahren. Es ist damit gegenüber 2021 um 1.4 Jahre höher.

Die meisten Menschen, 37 Prozent, litten an einem terminalen Krebsleiden. So liessen sich 413 Krebskranke in den Tod begleiten. Auch immer mehr alte Menschen mit multiplen Erkrankungen entscheiden sich für einen selbstbestimmten Tod. Wie schon in den Jahren zuvor haben sich mehr Frauen (660) als Männer (465) von Exit in den Tod begleiten lassen.

Die überwiegende Mehrheit der schwerkranken Menschen kann in ihren eigenen vier Wänden selbstbestimmt sterben. 2022 fanden 76 Prozent der von EXIT unterstützten Freitodbegleitungen in privaten Räumlichkeiten statt. Die Zahl der assistierten Suizide in Alters- und Pflegeheimen lag bei 18.6 Prozent. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen
Sterbehilfe für gesunde Menschen?
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
82 Schafe stürzen in Graubünden über Felshang in den Tod
Am 11. September entdeckte eine Hirtin in der Val Russein in Graubünden unterhalb eines Felshanges zahlreiche tote Schafe. Dort lagen die Tiere wahrscheinlich bereits zwei Tage. Dichter Nebel hatte die Sicht im alpinen Hochtal am Fusse des Tödi zuvor für mehrere Tage stark eingeschränkt.
Zur Story