Schweiz
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Cédric Wermuth und Yvonne Feri buhlen um eine Kandidatur für den Ständerat im Aargau. bild: keystone/watson

Wermuth hat ein Frauen-Problem – oder besser: die SP-Frauen haben ein Problem mit ihm

Er gilt als Frauenförderer, als Bekämpfer von Ungerechtigkeiten und Sexismus. Doch jetzt verärgert Cédric Wermuth mit seinen Ambitionen für den Ständerat die Feministinnen in der eigenen Partei. 

21.09.18, 09:45 21.09.18, 18:48


Bei der SP Aargau brodelt es hinter den Kulissen. Am kommenden Mittwoch treffen sich die Delegierten zum ausserordentlichen Parteitag. Dann müssen sie einen Kandidaten für die Ständeratswahlen im Herbst 2019 aufstellen. Pascale Bruderer tritt nach acht Jahren für die SP im Stöckli ab. Auch FDP-Ständerat Philipp Müller wird nicht mehr zur Wahl antreten. Somit sind es gleich beide Aargauer Sitze im Ständerat, die neu besetzt werden müssen.

Während ausser der FDP die SVP und CVP bereits entschieden haben, welche Kandidaten sie ins Rennen schicken wollen, sorgt die Nomination bei der SP im Vorfeld für rote Köpfe. Schon früh Interesse bekundet hat Nationalrätin Yvonne Feri. Anfang August meldete dann auch Nationalratskollege Cédric Wermuth Ständeratsambitionen an – und stellt damit die SP Aargau vor eine Zerreissprobe.

Cedric Wermuth (SP/AG) waehrend den  Beratungen ueber den Voranschlag 2016 am Donnerstag, 3. Dezember 2015 im Nationalrat in Bern.  (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Cédric Wermuth. Bild: KEYSTONE

Viele Mitglieder bringt die Frauenfrage in einen Loyalitätskonflikt. Dass dieser von dem Mann ausgelöst wird, der sich sonst als Frauenförderer versteht, befeuert die Kontroverse umso mehr. Wermuth ist derjenige, der in der SRF-Politsendung «Arena» nicht mehr auftritt, solange nicht mindestens eine Frau am Podium steht. Er ist derjenige, der sich an vorderster Front gegen Angriffe auf Frauen, gegen das Patriarchat und gegen Sexismus wehrt. Und jetzt ist ausgerechnet er derjenige, der sich einer Kollegin in den Weg stellt.

Zumal es um die Frauenquote im Ständerat nicht gerade rosig steht. Derzeit sind lediglich sieben der insgesamt 46 Ständeräte Frauen. Neben Pascale Bruderer treten im Herbst 2019 auch Anita Fetz (SP, BS), Anne Seydoux (CVP, JU), und allenfalls auch Liliane Maury Pasquier (SP, GE) zurück. Damit wird das Frauenproblem in der kleinen Kammer umso drängender.

«Ich hätte aber an Wermuths Stelle anders gehandelt»

Müsste die SP angesichts dieser Tatsachen nicht als Vorbild vorangehen? Und müsste Wermuth seinen Worten nicht Taten folgen lassen? «Doch», findet Viviane Hösli, Co-Präsidentin der SP Frauen Aargau. «Als Feministin bin ich klar der Meinung, dass Männer jetzt zurückstehen müssen. Dass das schwierig ist, insbesondere wenn man als Mann Ambitionen hegt, verstehe ich.» Andererseits sei es natürlich das gute Recht von Wermuth, für die Wahl parteiintern anzutreten. «Ich hätte aber an seiner Stelle anders gehandelt», sagt Hösli.

Yvonne Feri, Nationalraetin AG, von der SP Schweiz orientiert an einer Medienkonferenz ueber die Reformorientierte Plattform der SP Schweiz zur Praesentation

Yvonne Feri. Bild: KEYSTONE

Gegenüber der Aargauer Zeitung verteidigte sich Wermuth. Er vertrete eine junge Generation von Männern, die mehr Verantwortung für die Gleichstellung übernehmen müsse. Die SP Aargau habe in den letzten Jahren mehr Frauen nach Bern geschickt als Männer, im Ständerat habe mit Pascale Bruderer acht Jahre eine Frau für die SP gesessen. Da würde es jetzt auch wieder einmal einen Mann als Kandidaten vertragen.

«Ein schwaches Argument», findet Yvonne Feri. Sie fragt sich, ob man dieses auch bei einem Mann vorbringen würde. «Seit Einführung des Frauenstimmrechts 1971 stellte die SP insgesamt zehn Frauen im Ständerat.» Ausserdem habe die SP dieses Jahr zum «Frauenjahr» ausgerufen.

«Mir wurde vorgeworfen, ich presche vor. Und jetzt, wo ich eher zurückhaltend für meine Nomination werbe, wird mir gesagt, ich sei nicht offensiv genug.»

Yvonne Feri

Ärgerlich findet es Feri, dass sie öfters kritisiert wurde, das Interesse an einer Kandidatur schon im Frühling bekundet zu haben. «Mir wurde vorgeworfen, ich presche vor. Und jetzt, wo ich eher zurückhaltend für meine Nomination werbe, wird mir gesagt, ich sei nicht offensiv genug.» Wermuth hingegen könne aktiver sein. Er fahre eine «Basiskampagne», als würde es sich um einen öffentlichen Wahlkampf handeln. «Ob ihn dafür auch jemand kritisch angeht?», bemerkt Feri.

SP riskiert, den Sitz an die Bürgerlichen zu verlieren

Ein anderer Vorwurf, den sich Wermuth gefallen lassen muss, ist, dass hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird, er sei als Ständeratskandidat weniger wählbar als Feri. Sie sei breiter abgestützt, hole auch Stimmen in der Mitte, während Wermuth als rotes Tuch gelte und vor allem im linken Flügel der SP starken Support erhalte. Dies sei ein Risiko, den Ständeratssitz an die Bürgerlichen zu verlieren. Für Hösli ist ganz klar: «Eine Kandidatur von Wermuth bedeutet eine wahlstrategische Schwächung der SP gegenüber der CVP, die mit einer Frau antritt.»

Den Widerstand gegen seine Kandidatur tut Wermuth als Kampagne der «freisinnigen Monopolmedien im Aargau» ab. «Ich bin mir das inzwischen gewohnt. Das war vor der Nationalratswahl schon so, das war so, als ich für den Grossen Rat im Aargau kandidiert habe, das war so, als ich Co-Präsident der Partei im Aargau wurde.»

«Jetzt wird uns ein Strick daraus gedreht, dass zwei Personen zur Auswahl stehen.»

Cédric Wermuth

Der Unterschied zwischen Yvonne Feri und ihm liege im Inhalt und der Strategie seiner Politik. Er möchte konsequent auf Inhalt und Mobilisierung an der Basis setzen. Sie sei der «reformorientierten Plattform in der SP» beigetreten, wo SP-Forderungen wie eine Senkung der Arbeitszeit oder eine obligatorische 50/50-Verteilung der Elternzeit kritisiert würden. «Mein Verständnis von Feminismus unterscheidet sich von dem ihrigen», sagt Wermuth. Dazu gehöre eben auch eine Politik für mehr Rückverteilung und Wirtschaftsdemokratie.

Wermuth sieht seine Kandidatur nicht als eine Spaltung der Partei. «Das ist Demokratie», sagt er. Er habe Verständnis für diejenigen, die Feri wählen, weil ihnen die Frage des Geschlechts wichtig ist. Das sei die freie Entscheidung der Delegierten. «Jetzt wird uns ein Strick daraus gedreht, dass zwei Personen zur Auswahl stehen. Dabei sind wir die einzige Partei, die echte Basisdemokratie betreibt», sagt Wermuth.

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128Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 23.09.2018 08:05
    Highlight An SP: Nominiert doch Beide für den 1. Wahlgang! Wer mehr Stimmen erhält kommt in den 2. Wahlgang. Ist doch klar wer gewinnt: In solchen Fällen ist es die Grossregion Baden mit ihren Helfenden im Freiamt und im Fricktal, dazu kommt noch die Mehrheit der Frauenstimmen.
    1 6 Melden
  • rodolofo 23.09.2018 07:31
    Highlight Der Kanton Aargau ist für Frauen UND Männer der SP ein hartes Pflaster...
    Bitte rauft Euch zusammen!
    Sonst haben die Bürgerlichen Männer ein leichtes Spiel mit Euch.
    4 6 Melden
  • JasCar 22.09.2018 15:23
    Highlight Wenn Frauen nur gewählt werden, wenn sie gegen Frauen antreten, dann sind wir mit der Gleichstellung gescheitert.
    52 2 Melden
  • chäsli 22.09.2018 14:55
    Highlight Falls die SP in den Ständerat gewählt wird, ist es "wurscht" wer von den beiden gewählt wird. Es sind beide nicht wählbar.
    26 25 Melden
  • Tom5562 22.09.2018 13:25
    Highlight Feminismus heisst für mich gleiche Chancen für beide Geschlechter. Aber automatisch einer Frau den Vortritt lassen? Das klingt für mich eher nach 50er-Jahren und "schützenswerter" Frau. Selbstbewusst die Auseinandersetzung aufnehmen, damit kommen wir weiter.
    48 3 Melden
    • rodolofo 23.09.2018 07:51
      Highlight Wenn wir FeministInnen das Patriarchat erfolgreich bekämpfen und kompensieren wollen, dann müssen wir auch dazu bereit sein, während einer Übergangszeit in unseren Familien, Betrieben, Vereinen und Parteien eine gewisse "Weibliche Dominanz" zu leben und zu bejubeln!
      Den Einen gefällt das mehr, den Anderen weniger.
      Es ist ganz ähnlich wie mit dem Rassismus, der einen Gegen-Rassismus provoziert, nach den Naturgesetzen von Aktion und Reaktion...
      Anderes Beispiel:
      - Eine Veganerin, die einen Fleichfresser zu kompensieren versucht, so dass der gemeinsame Ökologische Fussabdruck kleiner wird.
      2 6 Melden
  • Magenta 22.09.2018 11:09
    Highlight Feri ist für mich aus zahlreichen Gründen nicht wählbar. Jetzt soll ich sie wählen, nur weil sie eine Frau ist? Nein, sicher nicht.
    36 2 Melden
  • David Steger 22.09.2018 08:31
    Highlight Im Aargau werden zwei Ständeratssitze frei. Warum also nicht zwei Leute aufstellen? Ich verstehe die Diskussion nicht...
    17 11 Melden
  • Bijouxly 21.09.2018 21:12
    Highlight "Gleichberechtigung" ist offenbar, dass Männer zurückstecken müssen.
    93 8 Melden
  • pachnota 21.09.2018 16:58
    Highlight Ich sage jetzt mal, abwarten. Und hoffen, dass die SP wegen dieser Feminismus-Neurose, ihren Sitz an die Bürgerlichen verliert.
    Mehr können wir im Moment nicht machen.
    86 51 Melden
  • pachnota 21.09.2018 16:47
    Highlight Aus meiner Sicht sind beide unwählbar. Bei diesem Konflikt, zeigt sich aber gut, um was es geht. Sozial im Programm. Wenn es um die Karriere geht, gilt dies natürlich nichts mehr.
    Riesen Egos, aber emotionale kleine Kinder die sich um den eigenen Vorteil streiten.
    Mit Hacken und Ösen.

    So sieht,s leider aus.
    86 40 Melden
    • FrancoL 21.09.2018 17:26
      Highlight Also eine Ausmarchung innerhalb der SP ist nicht sozial? Versuche dies doch zu begründen.
      Bei der Gleichheit geht es nicht um jemandem Platz zu machen oder ähnliches, sondern um jedem die gleiche Chance zu einer Wahl zu ermöglichen. Es geht auch nicht um Vorteile, sondern jeder ob Mann oder Frau sollte so engagiert sein, dass er seine Arbeit weiter führen will und sich darum einer Ausmarchung stellt, alles andere wäre nichts anderes als ohne Herzblut eine Arbeit leisten. Menschen die sich einfach beiseite stellen sind alles andere als brauchbare Politiker.
      37 19 Melden
    • pachnota 21.09.2018 17:41
      Highlight Franco
      Hier geht es aber nicht um "Gleichheit"
      Hier geht es darum, dass Wermuth, seinen bisherigen Aussagen zum Thema Gleichheit widerspricht. (wegen des eigenen Vorteils) und darum, dass sich die Dame von der SP nicht zu schade ist, ihren Parteikollegen deswegen öffentlich anzugreifen und zu jammern.

      So sind unsere Politiker.
      14 18 Melden
    • FrancoL 22.09.2018 13:16
      Highlight @Pachnota: Er widerspricht sich überhaupt nicht, er steht einfach nicht auf die Seite, denn genau das wäre nicht Gleichheit! Ist das so schwer zu begreifen? Ist es so schwer zu begreifen, dass Gleichheit nicht das BEVORZUGEN meint, sondern ganz einfach mit Gleichheit die gleich langen Spiesse, der gleiche Zugang gemeint ist?

      Deine Abneigung den Linken gegenüber sollte nicht zu einer Missinterpretation oder Uminterpretation des Wortes "Gleichheit" führen, damit würdest Du Dir alles andere als einen Dienst erweisen.
      21 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 21.09.2018 15:28
    Highlight Es kann nicht sein, dass die SP ausbaden soll, wenn bürgerliche Parteien keine Frauen aufstellen. Auch die SP braucht Männer. Die Partei erweist sich keinen Dienst, wenn sie im Stöckli allein die Frauen stellen möchte. Die beiden haben im Aargau eh wenig Chancen. Frau Feri ist profillos und Wermuth zu extrem für diesen bürgerlichen Kanton.
    68 15 Melden
  • Klangtherapie 21.09.2018 15:12
    Highlight Als ambitionierte Frau habe ich kein Problem mich auch mit Männern auf Augenhöhe zu messen.
    Wenn ich mich als Feministin darüber beschwere das ein Mann die gleichen Chancen hat zu kandidieren habe ich meine eigenen "Slogans" nicht verstanden. Meiner Meinung schiessen sich die SP-Frauen mit dieser Beschwerde selbst ins Aus.

    Gezeichnet, eine Frau die ihren Mann steht 💪👸
    131 6 Melden
    • FrancoL 21.09.2018 17:29
      Highlight Klar und deutlich den Sinn der Gleichheit umschrieben. Danke. Es geht um gleiche Chancen und das sollten die SP-Frauen langsam auch auf ihrer Agenda haben, sonst befördern sie sich ins out.
      57 3 Melden
  • rundumeli 21.09.2018 14:47
    Highlight ein sackstarkes argument der dame :
    "Ausserdem habe die SP dieses Jahr zum «Frauenjahr» ausgerufen."

    ist damit der sache der frau wirklich gedient ?
    125 2 Melden
    • Läggerli 21.09.2018 17:12
      Highlight Bei der SP kann man in dem Fall gleich jedes Jahr zum Frauenjahr machen und so jede Ungerechtigkeit "aus der Welt schaffen"...
      7 1 Melden
    • FrancoL 21.09.2018 17:30
      Highlight Nein natürlich nicht und das wissen auch 2/3 der SP Mitglieder.
      37 8 Melden
  • Mutbürgerin 21.09.2018 13:31
    Highlight Kampagne der freisinnigen Monopolmedien im Aargau? Wermuth spricht ja fast schon wie Trump. Dass Wermuth sich für die Frauen einsetzt ist in einer Partei mit Frauenüberschuss vermutlich nur Wahlkalkül.
    50 42 Melden
  • Snowy 21.09.2018 13:05
    Highlight Dieser Fall zeigt exemplarisch auf, warum Frauenquoten nicht zielführend sind.

    Die SP kann schon die vergleichsweise unbekannte Feri ins Rennen schicken.

    Dies im Wissen, dass es nicht der beste verfügbare Kandidat ist, und dass man darum den sicher geglaubten Stöckli-Sitz verlieren wird.

    Unglaublich... aber leider typisch SP.
    132 9 Melden
    • satyros 21.09.2018 14:15
      Highlight Naja, sicher ist der Sitz überhaupt nicht. Auch nicht, wenn Wermuth antritt. Der Aargau ist ein bürgerlicher Kanton, in dem es Linke grundsätzlich nicht einfach haben. Man kann also schon diskutieren, ob man mit der "gemässigten" Feri nicht bessere Chancen hätte, den Sitz zu halten. Ich finde allerdings auch, dass das Frauenargument hier nicht zieht, da die Aargauer SP diesen Sitz nun acht Jahre lang mit einer Frau besetzt hatte und im Nationalrat durch einen Mann und eine Frau vertreten wird. Es kann nicht sein, dass die Erhöhung der Frauenquote im Parlament nur die Aufgabe der Linken ist.
      50 4 Melden
    • Snowy 21.09.2018 14:26
      Highlight Ja, Du hast nicht unrecht.

      Ist die Frage was mehr gewichtet wird...Bekanntheit oder Positionierung.

      Leider wohl Ersteres.
      14 3 Melden
    • satyros 21.09.2018 17:54
      Highlight Ich find's auf jeden Fall eine spannende Ausgangslage. Für Wermuth spricht, dass er im eigenen Lager wohl besser mobilisieren kann (bei der traditionell geringen Wahlbeteiligung in der Schweiz ist das nicht zu unterschätzen) und in einem Ständeratswahlkampf eher linke Themen setzen könnte. Im ebenfalls bürgerlich geprägten Kanton St. Gallen sitzt ja mit Paul Rechsteiner auch kein "Reform"-Sozialdemokrat im Ständerat. Mir gings vor allem um den "sicheren Sitz", den beim letzten Mal die überaus bekannte und in allen Lagern beliebte Nationalratspräsidentin geholt hat.
      5 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 21.09.2018 12:45
    Highlight Es gibt eine Wahl und zwei Leute stellen sich dieser. Wo liegt nun gena das Problem?
    129 5 Melden
  • Syâh Cat 21.09.2018 12:38
    Highlight Eine solche Posse in der Öffentlichkeit austragen. Ja, das macht ihr doch ganz toll und hilft den Frauen sicher. Und da seit ihr beide jetzt gerade keine Glanzpolitiker, wenn es wirklich um die Sache ginge.

    Wenn ihr so weiter macht, dann braucht ihr in Zukunft nicht eine Frauenquote sondern eine SP Quote...
    45 7 Melden
  • Dmnk 21.09.2018 12:35
    Highlight "Männer müssen jetzt zurückstehen." Toller Kommentar von jemandem der behauptet sich für Gleichstellung einzusetzen. Das ist das Problem beim modernen Feminismus. Die Männer haben die letzten Jahrhunderte dominiert, jetzt sollen sie gefälligst kuschen. Gleichstellung bedeutet für mich gleiche Chancen und Möglichkeiten, alles andere ist Diskriminierung, egal in welcher Richtung. Aber was weiss ich schon, ich bin nur ein Mann und als Feminismuskritiker per se Chauvinist also Teil der "Problems". Was ich als Mann mit Jg. 90 mit der Unterdrückung der Frau zu tun habe, ist mir sowieso schleierhaft
    141 8 Melden
    • FrancoL 21.09.2018 14:20
      Highlight Ein erfrischender und richtiger Kommentar. Gleichstellung hat null und nichts mit Zurückstehen zu tun.
      62 8 Melden
  • Frances Ryder 21.09.2018 12:15
    Highlight Wie stehts denn um die Grauhaarquote im Ständerat? Kann ich Feri genau die gleichen Argumente an den Kopf werfen, einfach anstatt Frauenquote ist es dann die unter 50 Quote.
    48 2 Melden
  • Helona 21.09.2018 12:09
    Highlight Ich denke, ich werde etwas tun, das ich noch nie gemacht habe: Ich schmeiss die Wahlunterlagen direkt in den Müll. Beide sind für mich nicht wählbar und bürgerlich wähle ich aus Prinzip nicht.

    Vielleicht wäre es gut, wenn die Politiker wieder einmal an ihre Aufgabe erinnert würden, unser Land vorwärts zu bringen anstatt sich auf ‚links oder rechts‘ zu konzentrieren, woraus definitiv keine Vorwärtsbewegung entstehen kann.
    41 68 Melden
    • flugsteig 21.09.2018 13:59
      Highlight "bürgerlich wähle ich aus Prinzip nicht"
      "unser Land vorwärts zu bringen anstatt sich auf ‚links oder rechts‘ zu konzentrieren,"
      Merkste selber, nee?
      60 14 Melden
    • Läggerli 21.09.2018 15:28
      Highlight Smartvote benutzen, die am besten passende Person mit eventuell zugekniffener Nase wählen?
      21 1 Melden
    • LeoL 22.09.2018 11:19
      Highlight Anstatt immer zu kritisieren was alles falsch gemacht wird und dass sowieso niemand wählbar ist, könnte man sich auch selber engagieren... aber das ist ja mit Aufwand verbunden und dann doch für viele keine Alternative. Schade!
      5 2 Melden
  • Muselbert 21.09.2018 12:08
    Highlight Wenn Herr Wehrmuth seinen Lohn aufbessern kann (er hat jetzt Kinder!) hört auch bei ihm die Nächstenliebe auf. Ständerat sein ist finanziell sehr lukrativ, vor allen wenn man Berufspolitiker ist wie Wehrmuth.
    72 59 Melden
    • FrancoL 21.09.2018 14:21
      Highlight Kennen Sie Wermuth? Wenn nicht ist es eine mehr als billige Annahme und sagt wohl mehr über Sie als über Wermuth aus.
      27 41 Melden
  • Berner Oberländer 21.09.2018 12:08
    Highlight Überall in der SP sind den SP-Frauen (und übrigens auch die Juso) ihre fix garantierten Sitzen. Die SP-Frauen haben auch an den DVs eigene Stimmen. Es ist also sicher nicht ganz Chancengleicheit, wenns nach den Geschlechtern geht. Sehr Schade, dass aus der einst so wichtigen Gleichberechtigungsdiskussion heute ein ideologischer Kampf gegen die Männer im Grundsatz geworden ist, anstatt dort wo die Gleichberechtigung nicht durchgesetzt ist dafür mit Sachlichkeit zu kämpfen (Lohngleichheit, Militärdienst, Rentenalter, Sorgerecht). Es gäbe genug zu tun, immer noch! Nur bitte endlich ideologiefrei!
    90 7 Melden
  • bebby 21.09.2018 12:01
    Highlight Ist ja schön, wenn dieser Konflikt in aller Oeffentlichkeit ausgetragen ist. So holt die SP sicher noch mehr Stimmen in der Mitte...Wenn beide kandidieren, dann hat man ja eine echte Wahl und die SP macht sich glaubwürdiger.
    55 12 Melden
  • Barracuda 21.09.2018 12:01
    Highlight Die Frauenfrage zu stellen bei einer Ständeratskandidatur, wo notabene gerade mal 2 (!) gewählt werden können, ist lächerlich.
    53 6 Melden
  • LeChef 21.09.2018 11:38
    Highlight Die Revolution frisst ihre Kinder. Ich habe kein Mitleid.
    51 12 Melden
    • FrancoL 21.09.2018 14:23
      Highlight Welche Revolution? Wenn Frau Feri nicht genau weiss was Gleichstellung heisst, dann ist das kein Auffressen oder gefressen werden, sondern eine Fehlinterpretation der Gleichstellung.
      21 13 Melden
    • LeChef 21.09.2018 14:59
      Highlight Ja. Und die falsche Interpretation von Gleichstellung ist genau der Kern - ebenso wie die Folge - linker Politik seit einer oder zwei Dekaden. Im Mindset von Wermuth hat Feri eigentlich recht. Wermuth ist einfach nicht konsequent.
      8 12 Melden
    • FrancoL 21.09.2018 17:20
      Highlight Nein so liegst Du weit neben der Realität. Das hat nichts mit konsequent oder nicht zu tun. Die Gleichstellung heisst nicht dass man das Pendel auf die andere Seite schlagen lässt sondern ausgeglichen den beiden Geschlechtern die GLEICHE Chance einräumt und dies ohne wenn und aber. Was man hier versucht ist mit dem Wort "Platz machen" am Besten zu beschreiben und dies ist vieles aber eben keine Gleichberechtigung.
      Frau Frei ist gleichberechtigt und Tritt zu einer Ausmarchung an und dies erst noch unter sehr guten Voraussetzungen, denn die SP Basis wird von vielen Frauen alimentiert.
      10 6 Melden
  • Hayek1902 21.09.2018 11:17
    Highlight Spielt keine Rolle, werden beide keine Chance haben. Wermut, weil er zu bekannt und links ist, und Feri wäre zwar eine zweite Bruderer, aber ohne deren Bekanntheitsgrad. Ergo werden die beiden Sitze wieder bürgerlich. Wermut könnte sich nun als Transmensch outen, denn Trans > lesbe > hetero frau > schwuler > hetero mann bei den SJWs und so seine Kandidatur retten.
    96 56 Melden
  • satyros 21.09.2018 11:15
    Highlight Yvonne Feri kenne ich, weil sie Werbung für Babynahrung verbieten wollte und ein Problem damit hat, wenn ihre Tochter ein Bild in Hotpants auf Facebook stellt. Mit so einem Leistungsausweis gehört sie selbstverständlich in den Ständerat.
    173 11 Melden
    • Nummer 83 21.09.2018 11:55
      Highlight Na ja kennen ist dann in deinem Fall ein weiter Begriff.
      13 38 Melden
    • satyros 21.09.2018 14:01
      Highlight Das ist so. "Kennen" bedeutet in diesem Fall: Ich habe den Namen schon mal gehört und kann ihn einem Gesicht zuordnen. Und ich bin auch kein Aargauer und damit auch nicht wahlberechtigt. Die ganze Geschichte geht mich deshalb nur beschränkt etwas an. Aus meiner Perspektive lässt sich trotzdem festhalten: Wenn Yvonne Feri öffentlich in Erscheinung tritt (bzw. von mir wahr genommen wird), dann meist mit - aus meiner Sicht - eher peinlichen Auftritten ohne grosse Substanz.
      40 0 Melden
    • satyros 21.09.2018 14:03
      Highlight Aus Interesse habe ich Parlamentsseite besucht und darf feststellen, dass sie wohl eine versierte Gesundheitspolitikerin ist und sich für die Rechte von Kindern stark macht. Ich würde gerne mehr darüber als über Hotpants, Babynahrung und die "reformorientierte Plattform" lesen. Aber das ist wohl nicht nur der Fehler Frau Feris, sondern einfach dem Funktionieren unserer Medien geschuldet.
      21 5 Melden
  • Garp 21.09.2018 11:01
    Highlight Melden sich eben zwei und die Delegierten entscheiden dann. Wo ist da ein Problem?
    117 2 Melden
    • mogad 21.09.2018 11:55
      Highlight Seh ich genauso. Abwarten.
      48 2 Melden
    • dan2016 21.09.2018 12:36
      Highlight ich bin eigentlich auch erstaunt, ich hätte das Demokratie genannt, nicht Zerreisprobe. Aber vielleicht ist mein Wortschatz ein bisschen Machohaft.
      60 2 Melden
  • The Origin Gra 21.09.2018 11:00
    Highlight Ja der Cedric, Feminismus so lange bis es um die eigenen Vorteile geht 🤔

    Wasser predigen, Wein saufen.
    83 180 Melden
    • andrew1 21.09.2018 11:54
      Highlight Welche vorteile? Kommt mir leider nicht so rüber. Heutzutage ist der mann der frau gegenüber deutlich benachteiligt, durch spätere pension und wehrdienstersatz oder wehrdienst, bei sorgerechtsstreitigkeiten usw. Dagegen hat sich wermuth bestimmt noch nicht eingesetzt. Von mir aus gesehen sowieso an lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten dieser feminismus, da frauen heute bereits bevorzugt werden. Erübrigt sich völlig das ganze. Mag sein, dass es im Management mehr männer hat. Aber wohl schlicht weil die interessen mehr in die richtung gehen.
      46 16 Melden
  • Platon 21.09.2018 10:59
    Highlight Seit Bruderer ihren Rücktritt bekannt gab, sucht die SP wie wild nach einem Nachfolger und allen war klar, dass es Cédric als Hardcore-Linker schwierig haben wird. Und jetzt kommt endlich Feri, die genau wie Bruderer im Reformflügel ist und damit auch besser geeignet, und veranstaltet so ein Theater. Ich bin ja grundsätzlich auch für Feminismus, aber hier haben sich die Frauen verrannt. Ich versteh vor allem die Sorge nicht, Feri hat ohnehin realistischere Chancen.
    84 12 Melden
  • MrXanyde 21.09.2018 10:58
    Highlight Männer sollen zurückstehen...?
    Es geht um Fähigkeiten und Qualifikation und nicht um irgendeine Quote!
    Spiegelverkehrter Sexismus #mentoo
    171 7 Melden
    • Kriss 21.09.2018 11:44
      Highlight Auch ohne das Geschlecht wäre Feri die bessere Kandidatin, weil gemässigter.
      41 26 Melden
    • Qui-Gon 21.09.2018 11:45
      Highlight Bei gleicher Qualifikation, denk.
      9 9 Melden
    • mogad 21.09.2018 11:58
      Highlight Feri wäre keine Quotenfrau. Ihr Leistungsausweis ist so gut wie jener von Wermuth. Ich schätze beide sehr.
      8 28 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 21.09.2018 10:50
    Highlight Die Diskussion ist so alt wie der Feminismus: Muss man der Geschlechterfrage alles andere unterordnen? Oder sind andere Fragen nicht ebenso wichtig? Wermuth politisiert eher auf dem linken, Feri dezidiert auf dem rechten (böse Zungen sagen: bürgerlichen) Flügel der SP. Oder die Generationenfrage: Feri ist 52, Wermuth 32. Und es gibt noch viele andere Dimensionen. Wie gesagt, diese Diskussion ist so alt wie der Feminismus.
    51 3 Melden
    • meine senf 21.09.2018 11:58
      Highlight Das ist ja auch der Grund, weshalb ich Mühe mit (gutgemeinten) Quotenregelungen habe:

      Angenommen es ginge um Arbeitsstellen:

      Es bewirbt sich ein behinderter, dunkelhäutiger, geflüchteter Mann aus einer unprivilegierten Familienherkunft.

      Ebenso eine gesunde, hellhäutige, eingeborene Frau, die mit einem goldenem Löffel und sämtlichen Bildungsprivilegien geboren wurde.

      Angenommen es gäbe eine Quotenregelung, die nur auf das Geschlecht schaut, müsste bei gleichen Leistungsvoraussetzungen der Arbeitgeber die privilegierte Frau einstellen.

      Alle anderen Benachteiligungen zählen nicht.
      33 16 Melden
    • Enzasa 21.09.2018 12:44
      Highlight Es geht grundsätzlich um die berufliche Qualifikation, wenn die bei beiden gleich ist, dann würde die Frau genommen.

      Aber in deinem geschilderten Fall ist es kaum vorstellbar, dass beide die gleiche berufliche Qualifikation haben, es kommt also nicht zur Geschlechterfrage.
      5 22 Melden
    • meine senf 21.09.2018 13:21
      Highlight Es sei kaum vorstellbar, dass ein(e) dunkelhäutige(r) Geflüchtete(r) so qualifiziert wie ein(e) einheimische Hellhäutige(r) sein kann.

      Das zeigt ja wahrhaft, dass es noch andere Diskriminierungen und Vorurteile als das Geschlecht gibt ...

      Wenn schon müsste es dann also Quotenregelungen für alle Gruppen geben.
      14 2 Melden
  • Nummer 83 21.09.2018 10:42
    Highlight Strategisch ist es falsch, CW zu nominieren. Ziel: Den SP-Sitz zu halten im Ständerat.
    2 Sitze - darum buhlen 3 Bürgerliche und Wermuth und die Aargauer wählen. Ich glaube nicht, dass der Sitz mit ihm bei der SP bleibt. Feri hätte im Aargau mehr Chancen neben 3 Bürgerlichen. Ausserdem wäre es mit ihr ein ausgeglichenes Kandidaten-Quartett, 2 Frauen und 2 Männer.
    28 12 Melden
  • bastardo 21.09.2018 10:42
    Highlight Herrliche Soap-Opera! Ich hol schon mal Popcorn, damit ich nicht verpasse, wer bei der SP Aargau am Schluss das Hösli anhat.
    48 8 Melden
  • stadtzuercher 21.09.2018 10:41
    Highlight Der Wermuth, der sich als besseren Mann als der Rest der Männer sieht, verkörpert ideal den Typus "linker Macho".
    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/der-linke-macho/story/15634067

    Ich persönlich habe aufgehört die SP zu wählen. Deren feministische Männerfeindlichkeit nervt nur noch. Wenns keine AL mehr als Alternative gibt, dann höre ich auf links zu wählen.
    84 17 Melden
    • Qui-Gon 21.09.2018 11:47
      Highlight Alternative? Keine. Dann wähl halt SP-Männer...
      8 50 Melden
  • ATHENA 21.09.2018 10:41
    Highlight YES! Schlammschlacht! <3
    (Ich weiss, ich bin ein Wesen, das dahingehend sehr niedrige Bedürfnisse hat und ich schäme mich ein bisschen dafür. Aber wenigstens läuft mal wieder was! Manchmal schlägt man sich da auch mit dem eigenen / gleichen Schwert...)
    24 2 Melden
  • Die verwirrte Dame 21.09.2018 10:38
    Highlight #jesuiscédric
    45 36 Melden
  • legis 21.09.2018 10:38
    Highlight Frauenquoten sind das Resultat und indirekte Eingeständnis eines Minderwertigkeitsgefühls der Feministinnen!
    Gleichberechtigung wird so nicht erreicht! Ich empfinde es als sexistischer Angriff dass der Cedric sich jetzt zugunsten der Frauenquote zurückziehen soll!
    Diese Haltung ist doch schon ein Eingeständnis der Niederlage! So wird das nichts Frau Feri!
    152 13 Melden
    • Enzasa 21.09.2018 12:48
      Highlight Die grundsätzliche Frage ist die der Qualifikation. Bei Politikern ist gibt es keine sachliche Zuordnung an Qualifikationskriterien, das ist die Problematik.
      Zuviele subjektive Entscheidungsmöglichkeiten.
      In Verwaltung und Industrie ist es anders
      4 13 Melden
  • Philu 21.09.2018 10:37
    Highlight Haha, wer wählt schon einen Cedric Wermuth, der mal als Jugendlicher mit einer Gruppe ins Badener Thermalbad eingebrochen ist, es besetzt und Sachbeschädigung verursacht hat?
    73 96 Melden
    • Makatitom 21.09.2018 12:09
      Highlight Tja, wer hat Blocher gewählt, der als Angestellter Jurist bei der Familie Oswald bereits bewiesen hat, wei er zum Thema Loyalität steht? Wer wählt einen vorbestraften Glarner?
      34 18 Melden
  • Pafeld 21.09.2018 10:36
    Highlight UND da haben wir ihn. Den Zeitpunkt, wo die SP die Gleichstellungsdebatte offiziell ad absurdum geführt hat. Wo man als Frau offensichtlich das Privileg sieht, sich aufgrund des Geschlechts einen Vorteil verschaffen zu können. Der Grund, weshalb Frauenquoten in Politik nonsens sind.

    SP, bei allem Respekt. Dass es links neben der Mitte nur die Grünen als Alternative gibt, dürfte schon so manchen eurer Wähler Kröten schlucken haben lassen. Ja, auch mich. Aber mit einer solchen Aktion verspielt ihr noch mehr von dem Restvertrauen, dass Ihr durch die Eso-food-Initiative schon verloren habt.
    85 8 Melden
    • Astrogator 21.09.2018 13:17
      Highlight @Pafeld: Genau meine Meinung, bei mir ist der Tropfen der das Fass zum Überlaufen gebracht hat der AHV-Unternehmenssteuerdeal.
      Für die nächsten paar Jahre weiss ich noch nicht wen oder was ich wähle, aber SP-Listen landen jetzt gleich zu Beginn zusammen mit SVP und FDP im Altpapier.
      21 3 Melden
    • Pafeld 21.09.2018 16:10
      Highlight Da geb ich dir Recht. Dass man die erste Tranche neuer Steuerschlupflöcher gutgeheissen hat, um der AHV ein paar Jahre Zeit zu geben, hatte ich ganz vergessen. Ich glaub, bei der SP ist man sich gar nicht bewusst, wie sehr man den linksliberalen Flügel in den letzten Jahren mit Füssen getreten hat für kurzfristige Scheinerfolge. Die GLP wirds freuen.
      8 1 Melden
    • FrancoL 22.09.2018 11:30
      Highlight @Pafeld; der linksliberale Flügel hat eine stabile Wählerschaft hinter sich und bewegt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten.
      Mit Füssen getreten wurde da nun mal gar niemand.
      Sie scheinen einen Diskurs in einer Partei die doch eine beträchtliche Spannweite aufweist wohl kaum zu verstehen.
      Zudem der linksliberale Flügel steht dem AHV-Steuerdeal nicht gerade negativ gegenüber.
      0 4 Melden
  • DerSimu 21.09.2018 10:31
    Highlight Ein weiteres mal steht sich der Feminismus in der Schweiz selber im Weg. Nicht dass Wehrmut meiner Meinung nach geeignet wäre, aber Sexismus mit Sexismus bekämpfen zerstört die Glaubwürdigkeit halt schon ziemlich schnell.
    58 14 Melden
    • Enzasa 21.09.2018 12:50
      Highlight In der Politik kommen leider alle Vorurteile zum Tragen.
      Sexismus ist nur ein einzelner Punkt davon.
      3 16 Melden
  • Kriss 21.09.2018 10:28
    Highlight Irgendwie scheint sich Wehrmut da was vorzumachen. Möglicherweise ist der Vergleich heikel, aber: Der "Sturm aufs Stöckli" der SVP scheiterte genau da dran, dass eben nicht gemässigte, sondern bekannte und laute Gesichter aufgestellt wurden. Und weder Brunner noch Blocher oder Baader haben es geschafft.
    Ich vermute Wehrmut blüht das gleiche.
    35 5 Melden
  • kliby 21.09.2018 10:28
    Highlight Ich finde, PolitikerInnen, die noch vor einigen Wochen den sexistischen Männer-sind-Müll Hashtag bejubelt haben (Wermuth war einer davon, andere SP-Frauen haben es ihm gleichgetan), gehören in kein öffentliches Gremium.
    79 5 Melden
  • andrew1 21.09.2018 10:23
    Highlight "Bekämpfer von Ungerechtigkeiten".

    Kommt mir leider nicht so rüber. Heutzutage ist der mann der frau gegenüber deutlich benachteiligt, durch spätere pension und wehrdienstersatz oder wehrdienst, bei sorgerechtsstreitigkeiten usw. Dagegen hat sich wermuth bestimmt noch nicht eingesetzt. Von mir aus gesehen sowieso an lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten dieser feminismus, da frauen heute bereits bevorzugt werden. Erübrigt sich völlig das ganze. Mag sein, dass es im Management mehr männer hat. Aber wohl schlicht weil die interessen mehr in die richtung gehen.
    44 10 Melden
    • mia_zwellweger 21.09.2018 12:11
      Highlight Frauen um die 30ig (wie ich) werden bei jedem Bewerbungsgespräch nach der Familienplanung gefragt. Wie oft passiert denn das Männern? Wir erhalten oft keinen den Job nicht, weil ja noch der Mutterschaftsurlaub dazwischen kommen könnte. Von Lohngleichheit fange ich nicht mal an. Also wenn du dich als Mann benachteiligt fühlst, weiss ich auch nicht!
      6 43 Melden
    • Yummy 21.09.2018 15:05
      Highlight Und kann jemand etwas gegen dieses Risiko? Als Geschäft kann man es eingehen oder auch nicht.
      Männer, die Militärdienst leisten und kein Durchdiener gmacht haben, die fehlen auch jedes Jahr 3 zusätzliche Wochen. Sicher auch kein Pluspunkt beim Bewerbungsgespräch ;)
      14 0 Melden
  • stoeffel 21.09.2018 10:22
    Highlight Ich sehe, hier geht es darum den/die beste Kandidatin auf Grund von Fähigkeiten, Ansichten und Engagement zu finden. Unwichtige Dinge wie Grösse, Gewicht und Geschlecht rücken völlig in den Hintergrund.
    /s
    30 0 Melden
  • Borki 21.09.2018 10:17
    Highlight Dass jetzt Yvonne Feri öffentlich gegen Wermuth giftelt, zeugt auch nicht gerade von Klasse...

    Aber wenn die SP Aargau auch nur etwas wahltaktisch denkt, wird schlussendlich sowieso sie nominiert. Im Aargau brauchst du Akzeptanz bis weit in die Mitte, um in den Ständerat gewählt zu werden.
    Pascal Bruderer zu ersetzen wird für die SP nicht einfach!
    31 2 Melden
  • JJ17 21.09.2018 10:17
    Highlight Ist das Verhalten der SP-Frauen nicht purer Sexismus?
    286 33 Melden
  • Matti_St 21.09.2018 10:16
    Highlight Ist Gleichberechtigung nicht, wenn ein Mann und eine Frau zur Wahl stellen?
    Genau solche Aussagen sind der Grund dafür, warum ich Feminismus nicht mehr mag. Es geht um Vorteile und nicht um wirkliche Gleichberechtigung.
    168 10 Melden
    • p4trick 21.09.2018 11:34
      Highlight Nein, Gleichberechtigung ist wenn sich 2 Exemplare des Typ Mensch zur Wahl stellen ungeachtet dessen ob Mann oder Frau.
      Die Aussage der Feministen dass der Mann zurückstehen soll um der Frau den Vorrang zu erlassen ist sexistisch weil quasi der Frau unterstellt wird sie hätte gegen den Mann keine Chance.
      20 3 Melden
    • mogad 21.09.2018 12:15
      Highlight Nur wenn dann Feri zur Kandidatin gewählt wird und Wermuth dürfen Sie dann nicht sagen, der Mann sei Opfer einer Frauenquote geworden.
      3 6 Melden
    • mogad 21.09.2018 12:23
      Highlight @Mogad. Korrektur: und NICHT Wermuth, sollt es heissen. Sorry.
      5 3 Melden
  • Magnum44 21.09.2018 10:15
    Highlight Die werden im AG beide niemals gewählt. Bruderer spielt in einer völlig anderen Liga.
    99 11 Melden
    • JJ17 21.09.2018 10:41
      Highlight Da kann ich nur zustimmen. Ich bin in vielen Fragen eher auf SVP-Linie als auf SP-Linie, aber Bruderer hätte sogar meine Stimme bekommen. Feri & Wermuth, sorry nein danke.
      30 31 Melden
    • Läggerli 21.09.2018 11:30
      Highlight Bruderer konnte sich vor allem halten, weil sie eben nicht die stereotype SP-Frau war. Weder Feri noch Wermuth entsprechen ihrem Profil und im Idealfall würde man einen Kandidaten oder Kandidaten mit stärkerem Drall zur Mitte als diese beiden aufstellen.
      18 3 Melden
  • Sauäschnörrli 21.09.2018 10:13
    Highlight Problematisch wäre es doch nur wenn ein Geschlecht daran gehindert würde sich zur Wahl zu stellen, um dem anderen einen Vorteil einzuräumen. Warte mal, 🤔.
    132 3 Melden
  • Nikolai G. 21.09.2018 10:12
    Highlight Mmh ist das nun Sexistisch von den Frauen wenn sie nicht wollen, dass ein Mann sich bewirbt oder ist es Diskriminierend? Ich blicke da nicht mehr durch. Vieleicht soll man einfach den wählen der einfach der bessere Politiker ist. Ah nein Frauenquote. Man ist das kompliziert......
    113 6 Melden
  • c_meier 21.09.2018 10:10
    Highlight finden Sie das nicht gut Frau Serafini, dass zwei Personen zur Auswahl stehen?
    Die Delegierten treffen dann ihre Entscheidungen, das ist doch in jedem Wahkampf so.
    manchman kann man Probleme auch herbeischreiben....
    94 1 Melden
  • Mate 21.09.2018 10:09
    Highlight Es ist Sexismus wenn jemand wegen seinem Geschlecht nicht kandidieren soll. Punkt.
    Entscheidend soll sein, welcher Kandidat mehr Wahlchancen hat und/oder besser geeignet ist für die Arbeit.
    97 2 Melden
  • äti 21.09.2018 10:04
    Highlight Beide in den Ständerat. Wer sonst?
    419 320 Melden
    • Nummer 83 21.09.2018 10:58
      Highlight Es wählt der Aargau! Das ist kein roter Kanton- leider!
      8 48 Melden
  • Madison Pierce 21.09.2018 10:01
    Highlight Da kann man sich nur wundern. Gleichstellung ist, wenn gewählt wird, wer besser für das Amt geeignet ist, und zwar unabhängig vom Geschlecht. Die Geschlechter müssen gleich behandelt werden, sonst ist es keine Gleichstellung.
    977 14 Melden
    • Pierre Fridez 21.09.2018 10:17
      Highlight Ganz genau, wenn wir endluch begreifen, dass die Frauenquote den Frauen am meisten schadet, hört der Unsinn vielleicht auch auf. Eine Quote setzt am Ende Frauen herab, nimmt sie nicht auf oder macht sie auch nicht besser...
      68 8 Melden
    • Kriss 21.09.2018 10:25
      Highlight Einverstanden, aber auch und gerade dann hätte Fehri als gemässigtere die besseren Karten für den Ständerat.
      15 10 Melden
    • dnsd 21.09.2018 10:44
      Highlight Ganz genau! Wir brauchen auch 'diversity of opinion' und nicht Geschlecht, Rasse oder sexueller Neigung.
      17 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 21.09.2018 10:01
    Highlight Ganz ehrlich. Ich bin eher SP-Wähler aber den Selbstdarsteller Wehrmut wird von mir niemals gewählt werden.

    Lieber Yvonne Feri.
    51 32 Melden
    • Stiller Berg 21.09.2018 10:13
      Highlight Die sich nun als Opfer selbst inszeniert..
      76 10 Melden
    • Matti_St 21.09.2018 10:18
      Highlight Aber wenn du keine Wahl hast? Was ist besser? Ich möchte mich gerne entscheiden und dann die Stimme, der für mich, geeignetere Person geben.
      26 2 Melden
    • Astrogator 21.09.2018 10:47
      Highlight Yvonne Feri? Nie gehört, Bild von ihr angeschaut, nie gesehen.

      Wermuth hat wenigstens ein Profil.
      12 24 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 21.09.2018 09:57
    Highlight Der Spiegel titelt: SPD in der Krise - Diese Partei ist am Ende.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-in-der-krise-diese-partei-ist-am-ende-kolumne-von-jan-fleischhauer-a-1229131.html

    Das gilt ziemlich sinngemäss auch für die SP in der Schweiz.
    47 48 Melden
    • Thecaptainsolo 21.09.2018 10:26
      Highlight Da würde ich aber widersprechen, die situation der sozialdemokraten in deutschland ist schon eine etwas andere als die der SP bei uns... die SPD hat massiv an glaubwürdigkeit verloren mit ihrem schlingerkurs groko nein und dann doch wieder ja... ausserdem ist die schweiz ja nach einem konkordanzsystem aufgebaut, wo alle mit allen zusammenarbeiten "müssen". In DE opposition und regierung, was den wähleranteil viel stärker schwanken lässt als bei uns. Die SP wird in der schweiz immer etwa gleich stark bleiben auch aufgrund des konkordanzsystems und weniger wechselwähler als in DE.
      11 8 Melden
    • Karl33 21.09.2018 11:30
      Highlight @Thecaptain, es gibt viele Parallelen, was die Partei betrifft (nicht das politiche System).

      Eine ist etwa jene, dass mit der Einführung einer innerparteilichen Frauenquote der Wähleranteil deutlich gesunken ist. In Deutschland haben sich nicht nur die Männer vor der SPD abgewandt, sondern auch viele Frauen.

      In der Schweiz habe ich keine aktuellen Zahlen zum Geschlecht der Wähler gefunden. Wäre noch interessant zu wissen, wie der Anteil weiblicher/männlicher WählerInnen der SP unterdessen ist.
      11 5 Melden
    • Enzasa 21.09.2018 12:56
      Highlight Die Grünen in D werden stabiler, da sie eine moderne Frauenpolitik machen.
      Wenn es lediglich um das Thema „Gleichberechtigung“ ginge, würde ich grundsätzlich grün wählen.
      Dort ist Frauenquote kein Alibi, sondern wird gelebt.
      2 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • PeterAlexander 21.09.2018 09:56
    Highlight Hmm... ist das Geschlecht oder die Qualifilation für die Nomination entscheidend? Wie wäre es dann, wenn eine transsexuelle Person Interesse anmelden würde? Sie wäre also aufgrund der Quote die einzig mögliche Wahl?

    Womöglich wäre es Sinnvoll, eine geschlechtsneutrale qualifizierung der anonymisierten Profile zu erstellen und dann das am Besten geeignete Profil zur Wahl zu stellen. Ich wäre gespannt welches Profil gewinnen und welches Geschlecht es beherbergen würde.
    43 4 Melden
    • Hayek1902 21.09.2018 11:21
      Highlight Das ist eine interessante idee und wird bei gewissen firmen in ähnlicher form auch gemacht, funktioniert aber nicht bei bekannten personen, denn du weisst ja dann sehr schnell wer es ist.
      7 1 Melden
  • Señor V 21.09.2018 09:54
    Highlight ...die Nomination bei der SP im Vorfeld für rote Köpfe.

    Was für ein Wortspiel. :)
    569 9 Melden
    • rodolofo 23.09.2018 07:37
      Highlight Hahahaa!
      Wenigstens die Köpfe der Aargauer SP'ler werden noch hie und da richtig rot!
      In der Politik war die SP mit Pasquale Bruderer ja stromlinienförmig "sozial-liberal", also eine Art "Linker Aussen-Flügel der FDP".
      Das erinnert mich an den streitbaren ehemaligen Parteipräsidenten Bodenmann, aus dem Wallis:
      Der bekam in den "Elefantenrunden"-Diskussionen nach den Abstimmungen auch immer den rötesten Kopf...
      1 0 Melden
  • RobReg 21.09.2018 09:53
    Highlight Ich kenne keine Frau, welche dieses Quotendenken unterstützt. Einmal mehr wird das Geschlecht mehr gewertet als etwas anderes.
    61 6 Melden
    • Kriss 21.09.2018 10:30
      Highlight Naja, wenn man bedenkt, dass gemässigtere Charaktere bessere Chancen haben ist Wehrmut unabhängig vom Geschlecht ungeeignet
      17 10 Melden

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