Schweiz
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2. Januar 2017: Erik Neumann entsorgt mit dem Geschäftsauto «illegal» Altglas. Ein Einwohner hat ihn fotografiert und die Gemeinde informiert. bild: zvg

Gemeinde droht vermeintlichem Abfallsünder mit Anzeige – und blamiert sich

Ein Oberrohrdorfer bringt Altglas zur Entsorgungsstelle und wird dabei heimlich fotografiert. Wenig später droht ihm die Gemeinde mit einer Anzeige. Die skurrile Geschichte von Erik Neumann, der sagt: «Das grenzt an Schildbürgertum.»

Carla Stampfli / Schweiz am Wochenende



«Das gibt es doch nicht», dachte sich Erik Neumann, als er eines morgens in seinem Büro einen Brief öffnete. Der Absender: der Gemeinderat Oberrohrdorf. «Als ich die Zeilen gelesen habe, musste ich erst einmal laut lachen», sagt Neumann, der seit vier Jahren in Oberrohrdorf lebt.

Was ist passiert? Am 2. Januar dieses Jahres fährt Geschäftsführer Neumann mit einem schwarzen Jeep bei der Entsorgungsstelle Cholacher vor. Er steigt aus dem Firmenfahrzeug, entsorgt eine Tüte Altglas und fährt wieder weg. So, wie er das in der Vergangenheit regelmässig tat. «Offenbar wurde ich diesmal aber dabei beobachtet», sagt er mit einem Schmunzeln. Denn dem Brief beigelegt waren zwei Fotos, die ihn beim Entsorgen des Altglases zeigen. Neumann vermutet, dass ein Einwohner die Aufnahmen gemacht und der Gemeinde geschickt hat.

Stellungnahme innert 14 Tagen

Weshalb Neumann abgelichtet wurde, geht aus dem Schreiben hervor, das ihn drei Wochen später im Büro erreicht und der «Schweiz am Wochenende» vorliegt: «Der Gemeinderat hat festgestellt, dass mit einem auf ihre Firma eingetragenem Fahrzeug (BS 72 035) (...) bei der Entsorgungsstelle Cholacher in Oberrohrdorf Altglas entsorgt wurde. Die Sammelstelle steht nur Einwohnerinnen und Einwohnern von Oberrohrdorf zur Verfügung.» In diesem Sinne sei diese Art der Kehrichtentsorgung illegal und werde mit einer Busse oder Anzeige bei der Staatsanwaltschaft geahndet. Dann bittet die Exekutive, innerhalb von 14 Tage eine Stellungnahme einzureichen.

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Erik Neumann. bild: zvg

Erik Neumann kann nur den Kopf schütteln: Er fragt sich, warum die Verantwortlichen nicht auf die Idee gekommen sind, das Gespräch zu suchen – bevor sie mit einer Anzeige oder einer Busse drohten. «Hätten sie zuerst recherchiert und mich kontaktiert, hätten sie schnell bemerkt, dass es das Geschäftsfahrzeug meiner Firma ist, die in Basel ihren Sitz hat», sagt Neumann.

Ausserdem, fügt er an, wem würde es schon in den Sinn kommen, extra von Basel nach Oberrohrdorf zu fahren, um eine einzige Tüte Altglas zu entsorgen? «Das ist doch absolut lächerlich.» Schmunzeln musste Neumann auch über das Autokennzeichen, das im Brief falsch aufgeführt ist. «Das zeugt nicht gerade von grosser Sorgfaltspflicht», sagt der Geschäftsführer. Denn wenn ihm bei der Arbeit ein Dokument vorgelegt werde, überprüfe er zuallererst, ob der Inhalt stimme. «Erst dann setze ich meine Unterschrift darunter.»

Nach Erhalt des Schreibens hat er mehrmals den Kontakt – auch persönlich – mit der Gemeinde gesucht. «Doch jedes Mal, wenn ich den Gemeindeschreiber oder den Gemeindeammann verlangt habe, waren sie nicht zu sprechen.» Also schrieb er kurz darauf wie verlangt eine Stellungnahme – und stellte für die Umtriebe, die seiner Firma entstanden waren, 50 Franken in Rechnung.

Neumann sei ein humorvoller Mensch, aber bei dieser Sache habe er den Witz und die Geduld langsam verloren. Er könne nicht verstehen, dass sich der Gemeindeammann hinreissen liesse, in einer doch so belanglosen Sache Steuergelder einzusetzen. Ausserdem, dass man sich auf ein Foto eines Einwohners einlässt, der einen vermeintlichen Abfallsünder gesehen haben soll. Dies, ohne die Aufnahmen im Geringsten zu hinterfragen. «Das grenzt schon fast an Schildbürgertum.»

Einige Externe entsorgten Altglas

Wie steht die Gemeinde zum Vorfall? Gemeindeammann Kurt Scherer (FDP) bestätigt, dass ein Einwohner die Fotos gemacht hat. «In der Zeit über Neujahr war die Entsorgungsstelle rege besucht, darunter gab es auch einige Externe», sagt er. Etwa aus Solothurn, Zürich und Basel-Stadt. Ausserdem sei an diesen Tagen der Cholacher oft ausserhalb der Öffnungszeiten benutzt worden. «Da wir generell dieses Problem haben, hat ein Anwohner entschieden, einige Fotos zu machen und sie dem Gemeinderat zu melden», erklärt Scherer. Also habe die Gemeinde diese Besucher angeschrieben. «Das war aber keine Drohung, sondern ein ganz normaler Brief.»

Was das Geschäftsauto betrifft, sagt Scherer, sei es nicht möglich, herauszufinden, ob dieses einem Oberrohrdorfer gehört oder nicht. «Wir können lediglich die Firma anschreiben, was wir in mehreren Fällen auch getan haben», sagt Scherer. Unter den Fotografierten habe es auch solche gegeben, die trotz externem Nummernschild legal Altglas entsorgt hätten, etwa von einem ortsansässigen Familienmitglied oder Partner.

Wegzug in absehbarer Zeit geplant

Für die Gemeinde ist die Sache abgeschlossen, wie sie Neumann in einem Schreiben vor wenigen Tagen mitteilte. Zufrieden lässt ihn diese Antwort aber nicht: «Als Reaktion auf meine Telefonanrufe und das Vorsprechen auf der Gemeindekanzlei hätte ich einen Anruf als nett und respektvoll empfunden.» Die zur Rechnung gestellten 50 Franken seien nicht bezahlt worden. «Man sagte mir, die Gemeinde sei dazu nicht verpflichtet.»

Aufgrund des Vorfalls und weil eine Gelegenheit kam, hat Erik Neumann mit seiner Partnerin entschieden, den Mietvertrag zu kündigen und im benachbarten Remetschwil zu bauen. «Es ist schade, dass die Geschichte ein solches Ende nehmen muss. Wir haben uns in Oberrohrdorf wirklich sehr wohl gefühlt», sagt er. 

Die langweiligsten Kantone der Schweiz, der Aargau belegt einen Spitzenplatz

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    Alle Leser-Kommentare
  • Redback 08.03.2017 12:17
    Highlight Highlight Ist nicht auch verboten Leute ohne ihr Wissen zu fotografieren?
  • Julietta 06.03.2017 19:23
    Highlight Highlight Ist es wirklich verboten, Altglas in einer anderen Gemeinde zu entsorgen?
  • 7immi 06.03.2017 17:58
    Highlight Highlight "Die Sammelstelle steht nur Einwohnerinnen und Einwohnern von Oberrohrdorf zur Verfügung."
    das kann ich nicht verstehen. so sollte die gemeinde froh sein, wenn andere etwas entsorgen. bei gleichbleibenden betriebskosten steigt die abfallmenge, wobei dann mehr abfall verkauft werden kann und die sammelstelle somit besser rentiert.
    auch touristen wären demnach immer illegal unterwegs.
    ich frage mich, wieweit die paragraphenreiter hier denken...
  • winglet55 06.03.2017 17:47
    Highlight Highlight Ich denke eh, mit Kehrichtsackgebühren usw. hat man sich ins eigene Knie geschossen. Die wilde Abfallentsorgerei ist explodiert. Das im Wald und auf Parplätzen entsorgte Material wird jetzt einfach auf dem Buckel der Steuerzahler der rechtmässigen Entsorgung zugeführt.
    Die paar Bussen die in der Schweiz ausgesprochen werden rechtfertigen den Aufwand auch nicht. Mein Vorschlag, Abfallgebühren in den Steuern integrieren! Die Gemeindeangestellten, wären nicht unglücklich, wenn man wenigstens der wilden Entsorgerei so Einhalt gebieten könnte.
    • 3fuss 06.03.2017 21:07
      Highlight Highlight Das war einmal so, bis in die 00er-Jahre. Dann hatten die Linken und die Grünen die Sackgebühr durchgesetzt.
      Mit dem Ergebnis, dass mehr Abfall in der Umwelt landet, und die Steuerlast asozialer wurde, weil die Gebühren nicht einkommensabhängig sind im Ggs. zu den Steuern. Klassischer Unterschied zw. gut gemeint und gut gemacht. Gerechtfertigt wurde dies mit dem "Verursacherprinzip", einem Lieblingswort der Linken und Grünen, ausser es geht um Arbeitslose, Einwanderer und Krankenkassen.
    • trio 07.03.2017 00:18
      Highlight Highlight So ein Blödsinn! Wenn jemand seinen Abfall irgendwo entsorgt, hat das herzlich wenig mit den Kehrichtsackgebühren zu tun. Dem sagt man Littering und entsteht aus Faulheit und Gleichgültigkeit. Alsob jemand der seinen Abfall einfach aus dem Auto wirft, diesen nach Hause nehmen würde und im Kehricht entsorgt, wenn dieser Gratis wäre.
      Kehrichtsackgebühren sind eine gute Sache, so wie alles was nach dem Verursacherprinzip funktioniert.
      Wer ist den bei den einem 50 jährigen Arbeitslosen der Verursacher für seine Arbeitslosigkeit? Wahrscheinlich ein CEO, der deswegen einen grösseren Bonus hat.
    • winglet55 07.03.2017 06:42
      Highlight Highlight @3fuss, Die Kehrichtsack Gebühren haben wir seit den 80iger Jahren, von wegen von Links-Grün durchgedrückt. Im Limmattal z.B. sind praktisch alle unter der Führung von mitte rechts Politiker, und das schon seit ewigen Zeiten.
  • Kyle C. 06.03.2017 15:18
    Highlight Highlight Verstehe ich da was nicht an der Geschichte? Es gibt Verbote für Externe bei der Entsorgung? Ich bin also mit dem Auto unterwegs in den Urlaub. Bei einem Zwischenhalt entsorge ich mein Pfirsichsaftfläschchen in Oberrohrdorf und begehe damit eine Straftat??? Weil mein Auto ein Kennzeichen eines anderen Kantons hat??? Nöd, oder? o.O
  • Shabina 06.03.2017 14:14
    Highlight Highlight Jemanden ohne Einwilligung zu fotografieren ist illegal!
    • Shabina 07.03.2017 09:39
      Highlight Highlight Doch, siehe:
      https://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00627/01167/index.html?lang=de

      https://www.so.ch/fileadmin/internet/dbk/dbk-ds/pdf/Rechtsecke/Bild-_und_Tonaufnahmen.pdf

      "Braucht es für jede einzelne Aufnahme eine Einwilligung?
      Ja, und zwar sowohl für die Aufnahme als auch für deren Veröffentlichung. "
    • Shabina 07.03.2017 11:05
      Highlight Highlight 1. Artikel:
      Ich denke da darf man sich schon auf die offizielle Meinung des staatlichen Kontrollorgans stützen. Auf jeden Fall eher als auf Ihr Statement "Das stimmt so nicht"
      2. Artikel

      Genau, es gibt die Panoramafreiheit. (wenn ich ein Bauwerk fotografiere und Personen davor stehen... dann) In diesem Fall ist dieser aber nicht gegeben oder sehen sie das anders?
      Ob ein Bild von einer Person im öffentlichen oder Privaten Rahmen geschieht, hat keinen Einfluss auf das Recht am eigenen Bild! Da geht es um Erkennbarkeit der Person usw...
    • Shabina 07.03.2017 11:07
      Highlight Highlight Zusätzlich belegen Sie doch bitte Ihre Aussage mit den Rechtsgrundlagen, statt einfach zu behaupten, es stimme nicht was ich sage. Dies, obwohl ich meine Aussage mit Links festige. Wo sind Ihre "Belege"?
  • ... hm 06.03.2017 12:54
    Highlight Highlight Ich finde es voll okay, wie die Geschichte gelaufen ist. Ein Anwohner dokumentiert eine Reihe potentiell illegaler Handlungen. Die Gemeinde geht dem nach. Im Fall von Herr Neumann erhärtet sich der Verdacht nicht. Es wird keine Anzeige erstattet. Schluss. Aus.
    Am wenigsten verstehe ich, dass Herr Neumann mit dieser Geschichte zur AZ geht um sein mangelndes Verständnis für Recht und Ordnung zu verbreiten und sich sich gleichzeitig als Pedanten zu outen.
    Einen Brief der Gemeinde nimmt er zum Anlass die Gemeinde zu wechseln? Hallo?
    • ... hm 06.03.2017 16:54
      Highlight Highlight Danke für die Blumen... #spassmusssein
  • 3fuss 06.03.2017 11:33
    Highlight Highlight Trotz Fichenaffäre und viel frischem Blut dank Einwanderung ist das Jeder-Schweizer-ein-kleiner-feiger-Polizist-Gen immer noch nicht verschwunden. Schade.
  • Normi 06.03.2017 11:21
    Highlight Highlight Remetschwil freut sich über mehr Steuereinnahmen...

    Oberrohrdorf hat Hobby Polizisten, weniger Steuereinnahmen dafür mehr Ausgaben... 😂😂
    • MysticPhenix 07.03.2017 20:30
      Highlight Highlight Oberrohrdorf hat Hobbypolizisten? Als Gemeindeangestellter sage ich Ihnen, alle Gemeinden haben Hobbypolizisten :D
    • Normi 08.03.2017 12:16
      Highlight Highlight 😂😂
  • AskLee 06.03.2017 10:50
    Highlight Highlight Ich hasse diese Aushilfsmöchtegernpolizisten die Fotos machen müssen und meinen Sie tragen damit zu etwasem bei.
    Hoffe die Person sieht die Reaktionen in den Medien und füllt sich grad gaaaaaaaaaaaanz klein.
    Aber eben, die Gemeinde hat ja schön mitgespielt und das Fotografieren wahrscheinlich noch gefördert.
    • trio 06.03.2017 11:15
      Highlight Highlight Mir sind sie auch nicht sympathisch, aber diejenige welche die Regeln nicht einhalten noch weniger.
    • MysticPhenix 07.03.2017 20:32
      Highlight Highlight Als Gemeindeangestellter sehe ich noch eine andere Sicht, nämlich die Zwickmühle einer Gemeinde, wenn möchtegern Hilfssherrifs kommen:
      Möglichkeit 1: Gemeinde geht nicht darauf ein und steht blöd da, weil sie den Einwohner offenbar nicht ernst nimmt und sich um sein Anliegen kümmert
      Möglichkeit 2: Gemeinde geht darauf ein und steht blöd da, weil sie andere Einwohner mit diesem Mumpitz quasi belästigen muss...
      So oder so steht man als Verlierer da :-)
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 06.03.2017 10:50
    Highlight Highlight Was wir hier in der Schweiz nicht alles für Probleme haben...
    • MysticPhenix 07.03.2017 20:32
      Highlight Highlight Dieser Post spricht mir aus dem Herzen :-)
      Dem Dorf scheint es sonst ganz gut zu gehen, wenn man für so etwas Zeit hat.
  • trio 06.03.2017 10:49
    Highlight Highlight Naja, Herr Neumann übertreibt auch ein bisschen. Deswegen eine Rechnung von 50.- zu verschicken zeugt nicht gerade von Lockerheit. Im Grunde eine normale Reaktion der Gemeinde.
    Ausserdem müsste der Herr halt sein Auto korrekt anmelden, dann wäre es nicht zu diesem Missverständnis gekommen. Ich nehme an, über Nacht ist das Auto hauptsächlich in Oberrohrdorf.
    Das hätte man auch im Artikel erwähnen können!
    • trio 06.03.2017 11:12
      Highlight Highlight Unser System könnten wir trotzdem ändern 😉 Schliesslich geht es drum, so viel wie möglich zu recyceln.
    • Sir_Nik 06.03.2017 11:37
      Highlight Highlight Der Teil mit dem Firmenfahrteug war auch schwer zu verstehen, was?
      Das Auto ist sicher korrekt angemeldet, es ist absoluter Quatsch, dass der das Auto auf sich anmelden müsste nur weils da über Macht steht.
      Erst denken, wenn mans nicht weiss googeln, und dann schreiben
    • 3fuss 06.03.2017 11:38
      Highlight Highlight @trio: Autos müssen und können nirgends zum Übernachten angemeldet werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PapaBär 06.03.2017 10:43
    Highlight Highlight Abfallentsorgung irgendwo, nur um ein paar Fränkli zu sparen ist eine Schweinerei. An einer öffentlichen Entsorgungsstelle aber... Sorry wen stört das? Kindergarten!!... Und zu glauben, jemand fährt von Basel oder Solothurn nach Oberrohrdorf um dort Abfallentsorgung zu betreiben... Da muss man als Oberrohrdorfer schon ein abstraktes Selbstbewusstsein haben....
    • 3fuss 06.03.2017 11:39
      Highlight Highlight Mein Dorf, mein Quartier, meine Glassammelstelle, Geronimoooooooooo!!!!
  • Paesq 06.03.2017 10:42
    Highlight Highlight Der grösste Lump im ganzen Land, es ist und bleibt der Denunziant. ;)
  • dmark 06.03.2017 10:25
    Highlight Highlight Was machen die für einen Aufstand? Altglas ist ein Rohstoff und sogar gehandelt - d.h. die Gemeinden bekommen dafür gut Kohle.
  • Gustav.s 06.03.2017 09:40
    Highlight Highlight Dann weis ja jetzt jeder wohin er möglichst nicht ziehen sollte.
    Hobbypolizisten und sture Gemeindevertreter , na danke.
    • MysticPhenix 07.03.2017 20:33
      Highlight Highlight Hobbypolizisten gibt es in jeder Schweizer Gemeinde, viel Glück :-)
  • meine senf 06.03.2017 09:29
    Highlight Highlight Warum organisiert man das nicht einfach auf eidgenössischer oder wenigstens auf kantonaler Ebene? Wäre doch viel einfacher und günstiger und effizienter, als wenn jedes Dorf das Rad neu erfinden muss und seine Entsorgungsstelle (gezwungenermassen) mit Zähnen und Klauen gegen die Einwohner des Nachbarsdorf verteitigen muss (was auch wieder kostet).

    Die Schweiz hat wohl das komplizierteste Abfall- und Recycling-System der Welt. Das eine wird abgeholt, das andere muss man im Laden abgeben, für manches ist die Gemeinde zuständig (Glasflaschen) für anderes ein privater Verein (PET-Flaschen) usw.
    • Normi 06.03.2017 11:31
      Highlight Highlight Die Gemeinden bekommen doch Geld für das Material...
      Auch in Jahren mit hoher Nachfrage bezahlten die Glaswerke für aufbereitetes Altglas kaum über 20 bis 40 Franken pro Tonne. Für PET und Aluminium lassen sich hingegen deutlich höhere Erlöse erzielen, denn hier unterliegen die primären Rohstoffe stärkeren Preisschwankungen und sie werden zunehmend knapper, was die Preise in die Höhe treibt.
    • WatsonLeser 06.03.2017 12:14
      Highlight Highlight Da fragt man sich schon, wieso Länder wie Italien die Nase vorn haben...
  • Töfflifahrer 06.03.2017 09:18
    Highlight Highlight Fehler können passieren, aber man darf dann doch auch von einer Gemeinde erwarten, dass der Gesunde Menschenverstand nich komplett abhanden gekommen ist und, dass man sich einem Gespräch nicht verschliesst!
  • rolf.iller 06.03.2017 09:13
    Highlight Highlight
    Ist das heimliche fotografieren von Personen nicht verboten? Hätte man da nicht Strafanzeige einreichen können?
    • Adrian Habegger 06.03.2017 09:47
      Highlight Highlight Sehe ich genauso...
    • flv 06.03.2017 09:58
      Highlight Highlight @Max Havelaar: Soweit ich weiss, spielt es keine Rolle, ob auf eigenem Boden oder nicht. Grundsätzlich hat jede Person das Recht am eigenen Bild. Dieses gilt nur nicht, wenn ein grosses öffentliches Interesse vorliegt, bzw. man eine Person von öffentlichem Interesse ist.
      Daher ist das hier wohl ein Streitfall. Ich glaube aber, eine Strafanzeige gegen den Hobbypolizisten hätte durchaus seine Erfolgsaussichten.
    • rolf.iller 06.03.2017 10:20
      Highlight Highlight Na, das muss doch sicher weiter gehen als nur "eigener Boden". Immerhin kriegte Google Streetview ärger und auch der Datenschützer erklärte Dashcams für illegal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 06.03.2017 09:12
    Highlight Highlight Zustände wie in Aleppo !

    Liebe watson Redaktion, ich kann derartige Entsorgungs-Horrorbilder beim Frühstück fast nicht verkraften.
  • Deverol 06.03.2017 09:07
    Highlight Highlight Altglasentsorgung ausschliesslich für Anwohner? Und was sollen zB Gäste machen, die bei Bekannten waren oder eine Ferienwohnung gemietet haben? Wo sollen diese Leute ihr Altglas entsorgen?
    • esmereldat 06.03.2017 09:45
      Highlight Highlight Für die bezahlen die Bekannten oder Wohnungseigentümer schon die Abfallgebühr der Immobilie. Kein Problem also.
    • Keller101 06.03.2017 10:06
      Highlight Highlight Einfach in den Garten des Gemeindeammanns schmeissen
  • gnp286 06.03.2017 08:45
    Highlight Highlight Ich entsorge mein Altglas jeweils auch in der Gemeinde, in der ich arbeite. Es liegt halt am Weg. Mal warten wie lange es geht bis ich gelyncht werde :D

    Nein mal ehrlich, das Recycling und die Abfallentsorgung verlangt in der Schweiz doch einen gewissen Goodwill von der Bevölkerung. Warum muss man das unnötig verkomplizieren?

    Klar ist jedoch: Entsorgen nur während der Öffnungszeiten, das kann ich sehr gut nachvollziehen...
  • henkos 06.03.2017 08:42
    Highlight Highlight Da ist er wieder, der sprichwörtliche Stock im Arsch meiner lieben Mitschweizer. Nirgendwo sonst wäre so eine peinliche, engstirnige Aktion passiert als hier bei uns.
  • Caturix 06.03.2017 07:53
    Highlight Highlight Das Theater mit dem Abfall in diesem Land ist nicht mehr normal. Das ist schon krankhaft und nicht mehr heilbar was die Behörden immer wieder machen.
  • "let's dance" 06.03.2017 07:48
    Highlight Highlight Typisch CH....immer schauen was der andere macht, nur nicht den eigenen Misst wegräumen...ich mag diese Rechtsbelehrer nicht schmecken 😁😁😁
    • R&B 06.03.2017 08:26
      Highlight Highlight Nicht typisch CH. Typisch unzufriedene Menschen.
    • henkos 06.03.2017 08:43
      Highlight Highlight Leider eben doch typisch CH.
    • Triumvir 06.03.2017 10:51
      Highlight Highlight Wohl eher typisch frustrierter Hobbypolizist und Füdlibürger, der häufig selber Dreck am Stecken hat.
  • Don Alejandro 06.03.2017 07:46
    Highlight Highlight Wenn man aus Langeweile nichts Besseres zu tun hat... und dann die Gemeindeverantwortlichen das persönliche Gespräch abblocken. Peinlich, peinlich...
    • Duweisches 06.03.2017 11:18
      Highlight Highlight Vielleicht haben die Gemeindeverantwortlichen auch besseres zu tun als sich mit jedem der sich irgendwie beschweren will zum persönlichen Gespräch zu treffen? Auch wenn es in diesem Fall natürlich unrecht war, sie glauben nicht wie viele solcher spiessiger Beschwerden sich die Verantwortlichen jeden Tag geben müssen...
    • Don Alejandro 06.03.2017 12:51
      Highlight Highlight @Dueweisches; Das kann ich gut nachvollziehen. Nur soll dann halt der Gemeindeschreiber genug E%&+r haben, um dies kurz und bündig am Telefon mitzuteilen. Sich verleugnen lassen, ist unterirdisch.
    • Duweisches 07.03.2017 12:55
      Highlight Highlight Wenn man nicht zu sprechen ist lässt man sich verleugnen? Wenn man in einer Sitzung ist, am Telefon, in einer Besprechung oder einfach nicht gestört werden möchte?
      Wie gesagt, die Gemeindevertreter haben zu tun, wenn jeder dahergelaufene ein wenig für seine Anliegen werben könnte würden sie nicht mehr zum arbeiten kommen.
  • Findolfin 06.03.2017 07:25
    Highlight Highlight Ich dachte immer, dass es eigentlich um Recycling geht also wiesomist das ein Problem, wenn ein "Auswärtiger" seine Glasflaschen da entsorgt? Solange er nicht anderes da rein schmeisst ...
    • Madison Pierce 06.03.2017 08:02
      Highlight Highlight Wegen (aktuell) günstiger Rohstoffkosten und aufwändiger Recyclingverfahren, ist das Zurücknehmen von Glas ein Verlustgeschäft. Die Gemeinde kann das Altglas nicht verkaufen, sondern muss bezahlen, damit es abgeholt wird. Deshalb will man keine Auswärtigen bei den Sammelstellen.

      Bei anderen Materialien (Altpapier, Grüngut) ist die Lage ähnlich.

      Bei uns in der Gemeinde war aber vor allem der Platz ein Problem: wir haben einen komfortablen neuen Werkhof, aber der hat nicht noch Platz für Einwohner der Nachbargemeinden. Es gab jeden Samstag Stau bis auf die Strasse.
    • ovatta 06.03.2017 08:15
      Highlight Highlight Na, eben fremde Fötzel! Geht doch nicht das da irgendwelche ihren Abfall ordentlich entsorgen! Besser in den Wald oder auf den Spielplatz werfen, damit man auch ordentlich Wettern kann!
  • Thadic 06.03.2017 07:04
    Highlight Highlight Eigentlich sollte man Recycling auch ausserhalb seiner Gemeinde machen dürfen.
  • Matrixx 06.03.2017 06:08
    Highlight Highlight Sowas geht unter Abfallsünder? Ich dachte, Abfallsünder seien jene, die ihren Hauskehricht in öffentliche Abfallkübel stecken oder es auf die Strasse werfen...
  • recto 06.03.2017 05:47
    Highlight Highlight Uh jee, das ist schildbürgerlich fast nicht zu überbieten.

    Ich hoffe, dass der Herr Neumann weiss, dass das Auto in dem Kanton registriert sein muss, in dem es am häufigsten über Nacht steht. Das kontrollieren sie in der Gegend um den Mutschellen besonders häufig -- da wollen sie dann auch noch sein BS-Kennzeichnen durch AG ersetzt haben!
    • Bruno S. 88 06.03.2017 06:44
      Highlight Highlight Es ist ein Geschäftsauto. Bitte nochmals ihre Aussage überprüfen.
    • recto 06.03.2017 07:52
      Highlight Highlight Das spielt absolut keine Rolle. Glauben Sie mir.
    • Caturix 06.03.2017 07:54
      Highlight Highlight Nein muss es nicht er hat in BS eine Frima und es ist ein Firmenauto.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasch 06.03.2017 01:50
    Highlight Highlight Typisch, einfach nur typisch. Das gibt es nur hier. Und dann wird auf stur geschaltet... es muss ein Gegenhebel eingeführt werden, mit dem man solch Blödsinn einhalt gebieten kann.. sonst wird es bald sehr sehr düster
    ...
    • R&B 06.03.2017 08:23
      Highlight Highlight @Pasch: jetzt aber nicht gleich überbeissen.
      Legen Sie sich bequem hin, schliessen Sie die Augen und atmen Sie mehrmals tief ein und aus.
    • Pasch 06.03.2017 11:11
      Highlight Highlight Nein da hörts langsam auf, da geht man schon zur Sammelstelle und schmeisst es nicht in den Wald oder so, und dann kommen die Denunzianten...
      Irgendwas stimmt doch da nicht , was für eine Rolle spielts überhaupt wo ich meine Tüte Altglas entsorge?? Wenn ich mal alles beisammen hab und ins Auto packe ist es mir sowas von Wurscht wo ich das loswerde, Hauptsache fachgerecht Entsorgt... Ok, die Zeiten einhalten hat Lärmschutz bedingte Gründe...
  • pamayer 06.03.2017 01:33
    Highlight Highlight Uffffffffff. So schildbürgerlich und engstirnig muss man noch sein können.

    Ein Wegzug ist wahrscheinlich die beste Lösung. Sorry, Herr Neumann, manchmal verstehe ich unser eigenes Land nicht.
  • pachnota 06.03.2017 01:23
    Highlight Highlight Fahnden nach Abfallsündern ist sonst eigentlich typisch SP Mentalität.
    • ujay 06.03.2017 02:31
      Highlight Highlight 😂😂😂@pachnota. Immer das Brett namens Ideologie vor dem Kopf.
    • The oder ich 06.03.2017 06:22
      Highlight Highlight Bünzlikeit hat kein Parteibuch
    • Thadic 06.03.2017 07:07
      Highlight Highlight Glas ist kein Abfall und die Umwelt sollten sich auch Rechte kümmern.
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