Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Dieses Schild ziert den Dorfeingang von Oberwil-Lieli. 
Bild: watson/userinput

Aargau: Asylabstimmung in Oberwil-Lieli muss vielleicht verschoben werden

Möglicherweise können die Einwohner von Oberwil-Lieli erst im Juni über die Aufnahme von Asylbewerbern abstimmen. Der Regierungsrat hat noch nicht über die Beschwerde zum Entscheid der Gemeindeversammlung entschieden.

Fabian Hägler / Aargauer Zeitung



Noch am Montag schien klar: Das Referendum gegen die Aufnahme von Asylbewerbern in Oberwil-Lieli ist gültig, die Abstimmung findet am 28. Februar statt. Doch nun teilt die Gemeindekanzlei mit, der Abstimmungstermin müsse eventuell verschoben werden. Dies, weil der Regierungsrat noch nicht über eine Beschwerde gegen den Entscheid der Gemeindeversammlung entschieden hat.

Rückblende: Der Gemeinderat plante im Budget 290'000 Franken ein, um sich von der Aufnahmepflicht freizukaufen. Nach einem Antrag der Studentin Johanna Gündel entschied die «Gmeind» am 27. November, dass dieses Geld nicht für die Ersatzabgabe verwendet werden darf. Gegen den Beschluss reichte der pensionierte Fabrikant Robert Mayer beim Kanton eine Beschwerde ein. Er verlangte eine neue, geheime Abstimmung – es sei falsch gewesen, die Asylfrage innerhalb des Budgets zu behandeln.

«Der Kanton hat einen Entscheid bis Ende Januar in Aussicht gestellt», sagt SVP-Gemeindeammann Andreas Glarner. Wird die Beschwerde gutgeheissen, würde das Referendum, hinter dem auch Mayer steht, überflüssig. «Dann müssten wir nochmals eine Gemeindeversammlung einberufen», sagt Glarner. Wird die Beschwerde abgewiesen, könnte es zeitlich knapp werden. «Die Einpackarbeiten für die nationalen Abstimmungsunterlagen müssen nächste Woche erfolgen», teilt die Gemeindekanzlei mit.

Weil das Material für das Asylreferendum im selben Couvert verschickt werden soll, müssen vorher die Unterlagen mit Argumenten von Gegnern und Befürwortern gedruckt werden. Wenn es nicht für Ende Februar reicht, wäre der nächste Abstimmungstermin erst am 5. Juni – die Asylfrage in Oberwil-Lieli könnte also noch länger ungeklärt bleiben.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Flüchtlinge sollen nicht mehr nach Hause dürfen, dafür bei uns schneller arbeiten

Der Bundesrat verschärft die Regeln für vorläufig Aufgenommene. Sie dürfen nicht mehr in ihre Heimatländer reisen. Ausserdem soll die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge soll – analog zu anerkannten Flüchtlingen – ein Verbot für Reisen in deren Heimatland gelten. Das hat der Bund am Mittwoch in einer Medienmitteilung mitgeteilt. Zudem soll diesen Personen der Zugang zum Arbeitsmarkt hier in der Schweiz erleichtert werden, damit sie rascher auf eigenen Füssen stehen können.

Gleichzeitig sieht der Bundesrat Erleichterungen beim Wohnungswechsel im Inland vor, um die berufliche Integration zu fördern. Für eine neue Stelle oder …

Artikel lesen
Link zum Artikel