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Hunderte Männer wollen sich mit der fiktiven Melanie in Verbindung setzen. bild: zvg

Experiment mit fiktivem Facebook-Profil: So wird Jagd auf Mädchen gemacht

Ein fiktives Profil einer 15-Jährigen auf Facebook wird von eindeutigen Angeboten überhäuft. Das Protokoll zeigt die erschreckende Realität in den sozialen Medien.

Patrick Züst / Nordwestschweiz



Stefan ist nervös. Er sitzt an einem Zürcher Bahnhof, trägt verwaschene Jeans, einen grauen Pullover und ein blau-weisses Baseball-Cap. Es ist Donnerstagnachmittag, kurz nach fünf Uhr – Stefan wartet seit zehn Minuten, raucht bereits die zweite Zigarette. Eigentlich hat sich der 29-jährige Bäcker hier mit der 15-jährigen Melanie Koch aus Lenzburg verabredet. Und das mit klaren Absichten: «Ich hätte schon sehr gerne Sex mit dir», hat er ihr kurz zuvor noch geschrieben. Aber anstatt einer minderjährigen Schülerin sitzt er jetzt einem erwachsenen Journalisten gegenüber. Melanie ist eine Fiktion, ein soziales Experiment.

Das Facebook-Profil der Schülerin, mit der sich Stefan verabredet hat, ist komplett erfunden. Es soll aufzeigen, wie es Jugendlichen heute in den sozialen Netzwerken ergeht und was passiert, wenn man auf Facebook alle Warnungen ignoriert: Melanie hat während einer Woche ausnahmslos alle Freundschaftsanfragen angenommen und auf alle Chat-Nachrichten geantwortet. Sie hat sich dabei nie aufgedrängt, sie hat aber auch nie abgeblockt, wenn ihr etwas zu weit ging. Ein Verhalten, vor dem Experten warnen, das im Internet aber noch immer verbreitet ist.

Mit diesen Bildern wurden die Männer angelockt:

Das ist die allgemeine Wahrnehmung der Experten, das zeigt auch eine Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften. Was die 15-jährige Melanie während nur einer Woche auf Facebook erlebt hat, ist verstörend, pervers und hat die Grenze zum Illegalen mehr als nur einmal klar überschritten. Jenes falsche Facebook-Profil hat die Türe zu einer Welt geöffnet, die man nicht kennt und über die man nicht spricht. Eine Welt, die zutiefst schockiert.

«Hattest du schon mal Sex?»

Stefan gehört zu den über 350 Personen, welche Melanie während der vergangenen Woche eine Freundschaftsanfrage geschickt haben. Und das, obwohl das Facebook-Profil der 15-Jährigen nicht mehr ist als ein fiktionales Flickwerk: Das Profil-Bild zeigt eine junge Amerikanerin, welche ihre Fotos für das Experiment zur Verfügung gestellt hat – die Angaben zu Name, Alter und Wohnort sind frei erfunden. Dabei wurde aber nicht mehr Aufwand betrieben als zwingend notwendig. Wer das Profil sorgfältig durchleuchtet, erkennt schnell, dass es sich keinesfalls um eine echte Person handeln kann: Melanie hat ausschliesslich Männer als Freunde und auf dem ganzen Profil findet sich kein einziger persönlicher Kommentar.

Melanie ist ein hübsches Mädchen. Dass sie noch sehr jung ist, sieht man ihr aber an. Und das steht auch explizit auf ihrem Profil. Zu Beginn des Experiments hat sie 50 zufällige Freundschaftsanfragen an junge Schweizer verschickt, danach hat sich alles verselbstständigt.

Wenn sich Melanie jetzt auf Facebook einloggt, melden sich sofort ein Dutzend Männer. Es wirkt, als ob Melanies «Freunde» nur darauf gewartet haben, sich auf sie zu stürzen: Die Chat-Nachrichten kommen im Sekundentakt — eine Mischung aus Belanglosigkeit und Lust: «Hey, wie alt bist du?» «Bist du Single?» «Hattest du schon mal Sex?» Fast hundert Männer haben sich innerhalb einer Woche per Chat bei Melanie gemeldet, keine einzige Frau.

Ein Ausschnitt, wie Männer die 15-jährige «Melanie» kontaktiert haben

Anfangs waren diese Nachrichten noch auf Schweizerdeutsch, bald schon auf Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch. Die berüchtigten Facebook-Algorithmen haben offenbar dafür gesorgt, dass Melanie nach wenigen Tagen nicht mehr nur in der Deutschschweiz, sondern auf der ganzen Welt gefragt war. Und so erhielt die Schülerin plötzlich Komplimente aus der Dominikanischen Republik, Anrufe aus Marokko und Video-Botschaften aus Indien. Das ist kulturell spannend, menschlich aber bedenklich. Denn so unterschiedlich die Chat-Partner waren, so offensichtlich der gemeinsame Nenner: Für sie alle ist Melanie ein Objekt der Begierde, ein junges Mädchen, das es zu verführen gilt. Oder wie es der 17-jährige Jan aus Deutschland formulierte: «Eine meeeega geile Wichs-Vorlage.»

Online-Flirt in der Offline-Welt

Nur gerade drei Minuten war Stefan mit Melanie befreundet, bevor er ihr ein Bild von sich ohne T-Shirt geschickt hat. Nach zwanzig Minuten folgte ein Bild ohne Unterhose, dafür mit erigiertem Penis. «Hat dich das geil gemacht?», schreibt er, «willst du ihn mal in echt sehen?» Melanie will nicht, blockt aber auch nicht konsequent ab.

«Der Altersunterschied hat für mich keine Rolle gespielt.»

Diese Bilder habe er damals verschickt, um Melanie zu beeindrucken, erzählt Stefan eine Woche später in Zürich. Der Bäcker ist im echten Leben weitaus weniger aufdringlich als im Internet; im persönlichen Gespräch wirkt er distanziert und scheu. Dass Melanie pure Fiktion ist, trifft ihn hart — die Enttäuschung überwiegt. Er hat nicht damit gerechnet, dass Melanies Profil gefälscht sein könnte, dass er an diesem Nachmittag nicht von ihr, sondern von einem Journalisten begrüsst wird: «Ich habe Gefühle für Melanie empfunden, hätte sie gerne kennengelernt – nicht nur wegen ihres schönen Körpers. Der Altersunterschied hat für mich keine Rolle gespielt und ist ja eigentlich auch nicht so wichtig.»

Was für Stefan eine Bagatelle ist, ist hierzulande möglicherweise eine Straftat. Wer pornografisches Material an Minderjährige verschickt, kann dafür zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden. Diejenigen Chat-Partner, welche sich mit Melanie zum Sex verabreden wollten, hätten bei Verkehr mit der Minderjährigen bis zu fünf Jahre Gefängnis riskiert. All das sei ihm nicht bewusst gewesen, behauptet Stefan; dass statt einem Journalisten auch die Polizei auf ihn hätte warten können, überrascht ihn fast so sehr wie das gefälschte Facebook-Profil.

Trotz Ehefrau gibt's Sex-Einladungen

Verdeckte Fahndung ist heute wichtiger denn je. Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich bestätigt, dass man bereits seit Jahren mit falschen Profilen im Internet präsent sei: «Wir beschränken uns aber auf anonyme Chaträume – dabei dauert es häufig nicht länger als zehn Minuten, bis sich ein Pädophiler meldet. Auf Facebook fahnden wir nicht, weil Personen dort mit ihrer echten Identität agieren und deshalb viel vorsichtiger sind.»

Die Annahmen der Zürcher Stadtpolizei wirken logisch, decken sich aber keineswegs mit den Erkenntnissen aus dem Melanie-Experiment. Zwar nutzen einige von Melanies «Freunden» ebenfalls ein fiktives Facebook-Profil und sind damit anonym, viele aber surfen mit ihrer echten Identität. Das lässt sich meist innerhalb weniger Minuten verifizieren: Auf ihrem Profil wird ersichtlich, wo die Chat-Partner wohnen, bei welchen Firmen sie angestellt sind, was sie am Wochenende gemacht haben – teilweise auch, wie ihre Ehefrauen und Kinder aussehen. Das alles aber hindert sie nicht daran, Melanie zu einem Drink oder zu einem Essen einzuladen. Manchmal auch direkt zum Sex.

«Das Internet ist kein böser Ort»

«Dieses Resultat zeigt einmal mehr, wie wichtig die Bildung von Medienkompetenz bei Jugendlichen ist», sagt Martin Boess, Geschäftsleiter der Schweizerischen Kriminalprävention. Er kennt das Klima in den sozialen Netzwerken, die Ausmasse des Melanie-Experiments überraschen ihn trotzdem: «Dass innerhalb einer Woche derart viele Kontaktanfragen kommen, ist extrem. Ich weiss, dass die Polizei vor allem in anonymen Chat-Rooms und nicht auf Facebook fahndet. Angesichts dieser Resultate müsste man das vielleicht überdenken.» Die Medienkompetenz bei Jugendlichen ist seit Jahren ein Thema. Laurent Sédano von der Stiftung Pro Juventute sagt: «Die sexuelle Entwicklung findet heute auch online statt — das ist nichts Negatives. Es gehört dazu, dass Teenager im gegenseitigen Einvernehmen die sexuellen Grenzen austesten. Dabei sollten sie sich aber natürlich an gewisse Regeln halten.»

Wenn ein Mann einem jungen Mädchen Bilder seines Penis schickt, kann das schockierend sein. Die Eindeutigkeit der Botschaft mache es aber einfacher, die Situation als gefährlich einzustufen; die Absichten seien klar ersichtlich, sagt Sédano. Hinterlistiger sind jene Chat-Partner, welche ein falsches Vertrauensverhältnis zu den Minderjährigen aufbauen und dieses dann irgendwann ausnutzen. Trotzdem sollte man Jugendliche nicht unterschätzen: «Das Bewusstsein für Sicherheit und Privatsphäre im Netz ist in der Schweiz sehr hoch. So wie die fiktive Melanie hätte vermutlich fast kein Schweizer Mädchen reagiert. Das Internet ist kein böser Ort — Eltern sollten nicht in Panik verfallen», sagt Sédano.

Und plötzlich kommen Befehle

Auch Stefan will mal Kinder haben. Das erzählt er mit zittriger Stimme, aber mit überzeugtem Blick. «Bis jetzt habe ich aber noch nicht die Richtige gefunden. Nicht im echten Leben, nicht auf Facebook.» Für ihn ist es normal, dass er in sozialen Netzwerken Kontakt mit Fremden aufnimmt. Wenn ihm eine Frau gefällt, schickt er ihr eine Freundschaftsanfrage – wenn sie ihm antwortet, ein Bild von seinen Genitalien. Melanie sei nicht die erste gewesen, bei der er das gemacht habe; aber die erste, die sich schliesslich auch auf ein Treffen mit ihm einliess. «So hat mein bester Kollege auch seine Freundin kennengelernt», erzählt er mit einem Lächeln und völliger Selbstverständlichkeit.

Stefans Verhalten ist gespalten, die Diskrepanz zwischen seiner Online- und seiner Offline-Identität ist frappant. Verglichen mit Melanies anderen Chat-Partnern gehört er aber sicherlich zu der harmlosen Sorte. Viele von ihnen schreiben deutlich fordernder. Nachdem sie während mehrerer Tagen keine Antwort von Melanie erhalten haben, bleiben sie hartnäckig und werden häufig aggressiv. Unterdessen hat die «Nordwestschweiz» das soziale Experiment beendet, das Profil von Melanie gelöscht. Stefan war seit dem Treffen in Altstetten nur noch selten auf Facebook — das Experiment habe ihm in gewisser Weise die Augen geöffnet, erzählt er. Wie genau, das will er nicht präzisieren. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • thestruggleisreal 03.11.2016 14:11
    Highlight Highlight Ich versteh nicht warum ihr das nicht der polizei übergeben habt? auch wenn das profil fiktiv war, das wusste er ja nicht. wenn es die medien nicht tun - warum sollte ein junges mädchen dann den mut fassen das zu tun.
  • The Host 03.11.2016 12:55
    Highlight Highlight Oh Mann!
    Überlegt mal; Alles was Frauen von Männern wirklich benötigen, ist eine Samenzelle. Auf Prologehabe, Belästigungen, Erniedrigungen, Vergewaltigungen, Zerstörung, Kriege, etc könnten sie sicher sehr gut verzichten. Die Welt währe so viel friedlicher ohne die Männer.
    Sehen wir es ein: Wir sind nur eine temporär geduldete, evolutionäre Erforderlichkeit, bis sich die Frauen ohne uns fortpflanzen können.
    Ist es nicht eigenartig, dass zeitgleich mit der Entwicklung der künstlichen Befruchtung die Zeugungsfähigkeit der Männer stark abnimmt?
  • NonplusUltra 03.11.2016 08:15
    Highlight Highlight Das ist doch keine Pädophilie? Das ist ein 29 Jahre alter verzweifelter Mann der vermutlich noch nie Kontakt zu einer Frau hatte. 14 Jahre Unterschied ist absolut daneben, aber ich würde ihm keine bösen Absichten unterstellen.... Es gibt wohl Pädo's die man mit einem Profil von einem kleineren Mädchen besser anlocken könnte und der Polizei übergeben...
  • Toerpe Zwerg 02.11.2016 18:23
    Highlight Highlight Könnte man mal mit einem fiktiven Profil eines jungen Singlemillionärs mit Sixpack versuchen und zu Beginn wahllos 50 Frauen frienden ...
    • who cares? 03.11.2016 05:51
      Highlight Highlight Ist immer noch etwas anderes als ein Kind
    • Toerpe Zwerg 03.11.2016 06:33
      Highlight Highlight Auf jeden Fall.
  • nicolassyo 02.11.2016 16:42
    Highlight Highlight Nur so als Anmerkung: Pädophilie beschränkt sich auf das sexuelle Interesse an Kindern, welche noch nicht die Pubertät erreicht haben. Was hier beschrieben wird, kann als Hebephilie bezeichnet werden. Obwohl beides bedenklich ist, wird es rechtlich ein paar relevante Unterschiede geben - just sayin'
  • Predator1997 02.11.2016 15:39
    Highlight Highlight Kind zum Vater: " Papi wie haben sich du und mami eigentlich kennen gelernt?"
    Vater: " Ich hab ihr n Bild von meinem Schwengel bei Facebook geschickt."
    Intressante Konversation
    • Pitlane 02.11.2016 16:40
      Highlight Highlight And that, kids, is how I met your mother
  • FCZBVB 02.11.2016 14:14
    Highlight Highlight Ich habe auch mal mt einer 15 Jährigen geschriben. Später war mir klar, dass sie ein undercover Polizist war. Ganz schön erstaunlich für ihr junges alter, nicht?

    Spass bei Seite, ich frage mich nur, was solchen Leuten durch den Kopf geht?
    Sorry aber, ein Penisbild zu versenden... wie krank muss man sein?
  • Asmodeus 02.11.2016 13:08
    Highlight Highlight Ich war vor 15 Jahren noch Operator (also Chatüberwacher) in einem grossen deutschen Chat und ab und zu ging ich mit einem weiblichen Namen in den Chat.

    Es dauerte meistens keine 15 Minuten und ich hätte mindestens zehn Kerle anzeigen können.
    Es ist erschreckend womit sich Mädels rumschlagen müssen.
  • Lord_ICO 02.11.2016 12:08
    Highlight Highlight Niemand, außer ein Geisteskranker, würde auf die Idee kommen im echten Leben einer Frau nach der ersten Begrüßung seinen Pimmel zu zeigen. Online ist es für diese Hohlköpfe aber ganz normal und sie erhoffen sich auch noch Erfolg bei Frauen? Da kann man echt nur noch den Kopf schütteln und diesem 29 jährigen zu einer Therapie oder einem Sozialverhaltenskurs raten.
    Als Mann schäme ich mich für solche Geschlechtsgenossen und würde ich mich gerne bei allen Frauen entschuldigen, die von solchen Flitzpiepen belästigt wird.
  • wipix 02.11.2016 11:41
    Highlight Highlight Dieses Experiment zeigt vor allem eines:
    Die Kinder und Jugendlichen müssen weiter sensibilisiert werden, durch Profis, denn die Eltern und Lehrer haben selber häufig Probleme im Umgang mit dem Internet / Chat / Soz. Medien! Sie sind überfordert weil sie NICHT mit diesen Gefahren aufgewachsen sind.
    Und: Die Nutzung im technischen Sinn erleben die Kids heute von klein auf und beherrschen den Umgang besser als die Generation davor. Verantwortung tragen, sich aktiv schützen und Gefahren erkennen müssen sie allerdings noch lernen...
    • Alnothur 02.11.2016 12:41
      Highlight Highlight "beherrschen den Umgang besser als die Generation davor. " - leider absoluter Blödsinn.
    • whoisanny 02.11.2016 22:51
      Highlight Highlight @Alnothur leider wahr, wenn ich Profile meiner Freunde und sogar der jüngeren Geschwister meiner Freunde mit denen von Erwachsenen ab 40 vergleiche, fällt oft auf, dass gerade letztere oft viel zu viele persönliche Informationen und Bilder teilen. Das liegt evtl. daran, dass für sie die Gefahr vermeindlich weniger gross ist.
  • Floh Einstein 02.11.2016 11:14
    Highlight Highlight Interessanter Versuch, aber habt ihr die Gefährdung bedacht? Was wäre, wenn dort nicht ein schüchterner Bäcker gewartet hätte, sondern eine bewaffnete, gewaltbereite Person?
    Dies auch als Denkanstoss für alle, die nun planen, was Ähnliches zu tun.
    • Fumo 02.11.2016 11:59
      Highlight Highlight Wenn endlich wieder mal ein Journalist Eier beweist und investigativ tätig ist, wird bemängelt dass er die Gefährdung nicht berücksichtigt hat?
    • Floh Einstein 02.11.2016 14:09
      Highlight Highlight Ich hab nicht bemängelt, sie sei nicht berücksichtigt worden, sondern habe gefragt, ob sie berücksichtigt wurde. Habe aber keine Antwort erhalten.
      Und mit Eiern hat das nichts zu tun. Schön, dass er investigativ tätig war, gibt's nur noch selten.
      Aber erklär nachher mal der Berufsunfallversicherung, wieso ein Mitarbeiter ein SHT und Würgemale hat.
    • saukaibli 02.11.2016 15:26
      Highlight Highlight Naja, wenn einer so dämlich ist und vor Überwachungskameras (die gibt's an jedem Zürcher Bahnhof) einen Journalisten körperlich angreift, dann ist dem wirklich nicht mehr zu helfen.
      Ich glaube aber der Typ Mensch, der einer 15-jährigen nach zwei Sätzen Penisbilder schickt eher unter die Kategorie "armer Waschlappen" fällt und, wie im Beispiel, im Real Life nicht der starke Mann ist wie online.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ARoq 02.11.2016 10:54
    Highlight Highlight Interessant finde ich die weit verbreitete Annahme des männlichen Geschlechts, dass ein Foto von deren Geschlechtsteil auf das andere Geschlecht genauso wirkt wie umgekehrt.
    • Tilia 02.11.2016 11:42
      Highlight Highlight es ist absolut verrückt wie schnell man pe nisbilder kriegt. ich hab zu badoozeiten mal ne gallerie angelegt. voralle ausschliesslich penise, keine sonstigen erotischen fotos. selten mal ein obenohne bild. die netten jungs chatten im schnitt 20 sätze bis zum 1. penisbild. die aufdringlichen 3 sätze, gerne mit vielen schreibfehlern. wenn ich dann jeweils ein foto des gesichts mit draufgängerischem blick oder dergleichen verlangt habe wurde sich oft geziert. wohlgemerkt das gesicht war durch verifizierte profile bereits bekannt. jungs: penise sind schön aber für uns mädels gibts anmächeligers!!!
    • Fumo 02.11.2016 12:00
      Highlight Highlight Es gibt aber auch recht viele Frauen die danach fragen, nur so als Denkanstoss ;).
    • ARoq 02.11.2016 12:48
      Highlight Highlight @Fumo
      Ja, davon habe ich schon mal gelesen:
      https://www.lilli.ch/cybergrooming_sextortion/
    Weitere Antworten anzeigen
  • Steckenpferd 02.11.2016 10:48
    Highlight Highlight Nimmt mich wunder, wie der liebe Stefan reagiert, wenn ein 29 Jähriger seiner 15 jährigen Tochter nache einem kurzen "Hallo" ein Penisbild sendet..
    (Falls Stefan dann die Richtige mal findet und mit ihr Kinder hat..)
  • Bastian Zuberbuehler 02.11.2016 10:46
    Highlight Highlight Penisbilder als valable Methode um eine Partnerin zu finden? Krass! Wo werden Kompetenzen für alternative, etwas sozialverträglichere und v.a. juristisch unbedenklichere Methoden für die agierende Seite gefördert? Muss/soll hier die Schule hinhalten ("Partnersuche im Internetzeitalter")? Oder reicht es aus, die potentielle (meist weiblichen) Opferseite zu schulen? Ist das Gleichberechtigung/-befähigung?
    • herschweizer 03.11.2016 10:26
      Highlight Highlight Das ist jetzt aber Penisbashing
  • Bruno S. 88 02.11.2016 10:46
    Highlight Highlight Bringt den Kindern in den Schulen weiterhin Französisch bei, welches sie danach wahrscheinlich nie wieder brauchen und schnell wieder vergessen und lasst sie unzählige Algebra Gleichungen nach X auflösen.

    Wichtige Themen wie Medienkompetenz, die uns täglich begleiten, sind wohl kaum der Rede Wert...
    • Dr Barista 02.11.2016 11:46
      Highlight Highlight Alles auf die Schule zu übertragen kann nicht die Lösung sein. Erziehung sollte schliesslich immernoch in erster Linie im Elternhaus gemacht erden!
      Und nicht nur die Medienkompetenz als EmpfängerIn (wie geht man mit einer Anfrage um) sondern auch als SenderIn (was darf ich schicken, was lieber nicht)...
    • bebby 02.11.2016 11:58
      Highlight Highlight haben Sie eine Ahnung, dafür gibt es an der Schule Kurse, etc. zusammen mit der Polizei, und auch für die Eltern. Das Problem liegt wohl eher daran, dass gewisse Eltern ihren Kindern zu früh und zuviel Zugang zu Facebook, etc. erlauben.
    • pamayer 02.11.2016 12:17
      Highlight Highlight bruno, zum teil stimme ich dir zu. die schulischen lerninhalte sind im bereich social media noch sehr in den anfängen.
      wobei entsprechende weiterbildung durch die polizei stattfinden.
      gleichzeitig liegt die erzieherische verantwortung bei den eltern. nur dass das zu oft nicht funktioniert, da früher der fernseher, heute das smartphone die perfekten babysitter sind und mami / papi ruhe vorm gequengel der kleinen haben. dass zu viel fernsehen nicht gerade entwicklungsfördernd ist, weiss man schon lange - smartphones können für neugierige kids (und neugierig sollen sie ja sein) verherrend sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 02.11.2016 10:24
    Highlight Highlight Zitat Cortesi: «Wir beschränken uns aber auf anonyme Chaträume – ... Auf Facebook fahnden wir nicht, weil Personen dort mit ihrer echten Identität agieren und deshalb viel vorsichtiger sind.» Echt jetzt?? In welcher Welt lebt der Mann eigentlich??? Vielleicht sollte er auch mal auf FB nach Verstössen gegen die Rassimus-Strafnorm suchen. Der Mann wäre sowas von überrascht, was Rassisten dort unter ihrem wahren Namen posten. Lieber Herr Cortesi, wir haben 2016 und nicht mehr 2006! Bitte kommen Sie in die Realität, wir brauchen die Polizei im Hier und Jetzt.
    • Judge Dredd 02.11.2016 15:01
      Highlight Highlight Haben sie das Gefühl, dass der Cortesi das nicht weiss? Ernsthaft? Es geht einzig und alleine um die Ökonomie der Kräfte. Wenn er mehr Personal zur Verfügung hätte, würde er sicher auch auf FB ermitteln.
  • Benji Spike Bodmer 02.11.2016 10:15
    Highlight Highlight " (...) und über die man nicht spricht."
    Sollte man aber endlich. Und zwar sachlich und objektiv!

    "Eine Welt, die zutiefst schockiert."
    Ganz ehrlich? Nö, schon lange nicht mehr. Das Grundkonzept ist längstens bekannt. Wir Männer benehmen uns online anscheinend auch generell gerne so. (https://www.klopfers-web.de/kol132.php)

    Auch was aye sagt, ist da sehr wichtig (@Watson, bitte eventuell einen kurzen Exkurs in den Artikel einfügen):

    Pädophilie ist nicht gleich Hebephilie. Gerade wenn beide Beteiligten jung sind, kann das, wie er sagt, einen riesigen Unterschied ausmachen.

  • SuicidalSheep 02.11.2016 10:11
    Highlight Highlight Diese Art Post krieg ich auch häufig. Wichtig ist, dass vorallem junge Leute sensibiliert werden, wie damit umzugehen ist.

  • Menel 02.11.2016 10:07
    Highlight Highlight Ich habe drei Töchter im Teeniealter und finde es traurig, dass ich sie, seit sie klein sind, darauf vorbereiten muss, dass sie in einer Welt leben, in der sie, als Mädchen/Frauen, nicht sicher sind, weil gewisse Subjekte ihre Impulskontrolle nicht im Griff haben.
    • bebby 02.11.2016 12:02
      Highlight Highlight leider sind die Söhne auch nicht vor Pädophilen gefeit..wir Männer sind aber statistisch gesehen schon das grösste Problem.
    • bokl 02.11.2016 12:32
      Highlight Highlight Nüchtern betrachtet, wachsen unsere Kinder so sicher auf wie wohl noch keine Generation vor Ihnen.

      Aber ja, die Welt ist kein Ponyhof und die Menschen sind nicht per se gut. Dies müssen wir unsere Kinder beibringen und das wird auch immer so bleiben.
    • R&B 02.11.2016 13:11
      Highlight Highlight @Menel: Es hat wohl auch damit zu tun, dass die Eltern diesen Grüseln nichts beigebracht haben...
  • gnp286 02.11.2016 10:04
    Highlight Highlight Aaaalter... da schäme ich mich irgendwie ein Mann zu sein...

    Wo sind Anstand und Würde geblieben?
  • alessandro 02.11.2016 09:52
    Highlight Highlight Freundschaftsanfrage angenommen und gleich ein Penisbild schicken... wow that really escalated quickly...
    • saukaibli 02.11.2016 10:19
      Highlight Highlight Und sich dann noch fragen wieso er noch nicht die Richtige gefunden hat...
    • Daleko 02.11.2016 10:41
      Highlight Highlight Und dann die Rechtfertigung, 'ein Freund habe so seine Freundin gefunden' 😂 Also ich kenne keine einzige Frau, die auf so etwas eingeht.
    • Theor 02.11.2016 11:14
      Highlight Highlight "Aber es hat ja, bei einem Freund von ihm so auch funktioniert" !!

      Eine Göttliche Komödie.
  • aye 02.11.2016 09:37
    Highlight Highlight Scheusslich das Ganze.

    Nur eine kleine sachliche Korrektur:
    Was hier beschrieben wird ist nicht Pädophilie (erotische oder sexuelle Präferenz für prä-pubertäre Kinder) sondern Hebephilie (Präferenz für Pubertierende). Die Unterscheidung mag für einige nicht so wichtig erscheinen, macht aber rechtlich und wissenschaftlich einen grossen Unterschied.

    Und der 17-jährige Jan hat für seine "Liebe" zu einer 15 Jährigen ohnehin nichts zu befürchten. Mit seiner Wortwahl und Einstellung hat er aber wohl die Bezeichnung Arschloch verdient.
    • gschuler 02.11.2016 10:02
      Highlight Highlight Danke für den Hinweis (auch für die ähnlichen, nicht aufgeschalteten Kommentare). Wir haben Bezeichnung entsprechend entfernt.
  • G-Man 02.11.2016 09:28
    Highlight Highlight "Wenn sie ihm antwortet ein Bild seiner Genitalien" Wow. Ist das "The naked Man" aus HimYM in Internetversion?

    Oder wie sagt man - Penisbilder schicken ist das pendant zu den Katzen die Mäuse vor die Türe legen?

    Und der Fragt sich noch warum er die richtige noch nicht kennengelernt hat. Ich hoffe (und glaube auch :) ) dass passiert noch lange nicht...
  • philosophund 02.11.2016 09:07
    Highlight Highlight Ich verspüre starken Drang ein ähnliches Unterfangen zu beginnen... Pädos aufzuspüren, Connecten, alles sauber zu Dokumentieren und danach deren Ehefrauen, Freunden und Arbeitgebern alles schriftlich zukommen zu lassen.
    • Louie König 02.11.2016 10:13
      Highlight Highlight Ich befürchte, dass du schlussendlich, rein rechtlich gesehen, mehr zu befürchten hättest, als dein Gegenüber, leider... aber ich finde auch, dass das diesen Typen Recht geschehen würde...
    • Floh Einstein 02.11.2016 11:15
      Highlight Highlight Du würdest dich damit möglicherweise erstens in Gefahr bringen und zweitens strafbar machen.
    • wipix 02.11.2016 11:35
      Highlight Highlight Verständlich, Dein Wunsch. Bringt aber leider nichts. Es werden immer viele, viel zu viele sein, die aktiv in Soz. Medien, Chats etc. Jugendliche kontaktieren mit eindeutigen Absichten. Extrem viele Menschen erliegen dem Drang nach jugendlichen Sexualpartnern und leben diesen bei Gelegenheiten anonym aber auch offiziell aus (LOLITAs). In meiner Jugendzeit waren Sprüche, die diese Prägungen offensichtlich zeigten an der Tagesordnung! Am Stammtisch, an der Fasnacht, im Sportverein, bei Verwanten etc.
      Dass man heute nicht mehr damit koketiert heisst nicht, dass es nicht mehr in den Köpfen ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • remeto 02.11.2016 09:02
    Highlight Highlight Wie kommt man bloss auf die Idee, jemandem Penisbilder nach der Begruessung zu schicken?! Bei Minderjaehrigen strafbar, bei Volljaehrigen zumindest absoluter Wahnsinn!

    • User01 02.11.2016 10:16
      Highlight Highlight :-(
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    • Bijouxly 02.11.2016 11:22
      Highlight Highlight Aber ein anderer hat damit eine Freundin gefunden. Imfall.
    • Tilia 02.11.2016 11:46
      Highlight Highlight nun wir mädels könne mit muschibilder auf partnerfang gehen. ich könnte mir jeden tag 20 männer so an land ziehen. ohne problem. was ich nicht verstehe dass die männer IMMER NOCH NiCHT kapiert haben, dass frauen erotisch anders ticken als sie......weniger pornos schauen, mehr brigitte lesen!! dann klappts auch mit dem geflirte 😂
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Brigitte Obrist ist aktiv auf Twitter und Facebook. Zu aktiv, finden einige und fragen sich, wie eine IV-Bezügerin den ganzen Tag vor dem PC sitzen kann. Sie beschweren sich bei den Behörden – mit fatalen Konsequenzen für Obrist.

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