Schweiz
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Das AKW Beznau darf Kühlwasser künftig nur noch in die Aare leiten, wenn deren Temperatur unter 25 Grad liegt. (Archivbild)

Das AKW Beznau darf Kühlwasser künftig nur noch in die Aare leiten, wenn deren Temperatur unter 25 Grad liegt. Bild: KEYSTONE

Ist die Aare künftig 25 Grad warm, hat das AKW Beznau ein Problem



Das Kernkraftwerk Beznau darf sein Kühlwasser nur noch in die Aare einleiten, wenn deren Temperatur 25 Grad nicht überschreitet. Ansonsten muss das AKW seine Leistung drosseln oder ganz herunterfahren. Dies hat das Bundesamt für Energie verfügt (BFE).

Damit diese Limite schon in diesem Sommer gilt, hat das BFE gemäss einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung eine Zwischenverfügung erlassen. Allfälligen Beschwerden gegen diese wird die aufschiebende Wirkung entzogen.

Das BFE begründet seine Sofortmassnahme mit den Erfahrungen im vergangenen Jahr. Im Hitzesommer 2018 war die Aare beim AKW Beznau während mehrerer Tage deutlich mehr als 25 Grad warm.

Für die Zukunft soll geprüft werden, ob die Bewilligung für die Einleitung von Kühlwasser für die von der Axpo betriebenen Kernkraftwerke Beznau I und II angepasst oder neu erteilt werden muss. Die heute für Beznau geltende Einleitungsbewilligung stützt sich laut BFE auf eine Verordnung von 1975.

Die Verordnung über Abwassereinleitungen wurde jedoch 1999 durch die strengere Gewässerschutzverordnung abgelöst. Gemäss dieser darf Kühlwasser nur dann in ein Fliessgewässer eingeleitet werden, wenn dessen Temperatur nicht über 25 Grad liegt. Für Atomkraftwerke waren jedoch bisher Ausnahmen aus wichtigen Gründen möglich. Inzwischen ist jedoch die Aare immer öfter mehr als 25 Grad warm.

Mit der Axpo sind die Bundesbehörden seit Jahresfrist im Gespräch über die Einleitungsbewilligung. Bisher konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. (sda)

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27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rasti 05.07.2019 22:08
    Highlight Highlight AKW's abschalten, dann muss die Industrie halt mit ein bisschen weniger Strom klar kommen.
    Uns Normalbürger muss es ja nicht interessieren, denn unser Strom kommt aus der Steckdose.
  • Hans Jürg 05.07.2019 13:26
    Highlight Highlight Ein Grund mehr, das älteste sich noch in Betrieb befindliche AKW der Welt endlich still zu legen.



  • -V- 05.07.2019 11:15
    Highlight Highlight Kühlanlage für das Wasserbauen ... die wärme in die Luft denn da wird nicht gemessen ... Strom haben sie ja genug

    kann mir nochmal jemand sagen warum wir keine Windräder aufbauen? damit wir die alten Bruchbuden abschalten könnten?
    • DemonCore 05.07.2019 11:36
      Highlight Highlight Weil Windräder keine Grundlastfähigkeit haben.
    • Evan 05.07.2019 11:46
      Highlight Highlight Oder zumindest Solarzellen auf den Dächern... Diese sind nämlich immer noch ein seltener Anblick. Für Windräder haben wir in der dicht besiedelteten Schweiz leider nur sehr wenig Platz. Doch Solar würde niemandem weh tun.
    • neutrino 05.07.2019 12:23
      Highlight Highlight Willst du ein Windrad vor deiner Hütte? Eben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 05.07.2019 10:52
    Highlight Highlight Die AKWs einstampfen und durch EE ersetzen. Problem gelöst.
    • DemonCore 05.07.2019 11:37
      Highlight Highlight Keine Grundlastfähigkeit. Wir brauchen einen neuen Reaktor. 4. Generation.
    • Flixo 05.07.2019 15:51
      Highlight Highlight Aktuell kommt ja vom AKW auch keine Grundlast. Zu unzuverlässig bei unseren heissen Sommer. Soviel an der Stelle zur Grundlastfähigkeit (liebe dieses Wort).
    • Q anon = B annon 05.07.2019 15:54
      Highlight Highlight @DemonCore
      Sorry, nur Träumer wollen eine neues AKW. Jeder rechnen kann, sagt nein!
      1. Es braucht ca. 15 Jahre Zeit zu Bauen!
      2. Kosten von 15 bis 30 Mia!
      3. Renditen erst ca. in 30 bis 40 Jahren zu Erwarten!
      4. Risiko, jeder neuer Gau kann das Ende des AKW Bedeuten oder Unkalkulierbare Kosten bringen.
      5. Für unsere Probleme jetzt zu Langsam. Man würde für das Geld lieber Weltweit Bäume pflanzen. Geht schneller und ist Effektiver für die Umwelt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • ingmarbergman 05.07.2019 10:29
    Highlight Highlight Dann können wir ja das AKW früher vom Netz nehmen.

    Mit den Geldern, mit denen die Stromlobby unsere FDP/SVP Politiker schmiert, könnte man die ganze Schweiz mit Solarpanels vollpflastern und ein paar Pumpspeicherkraftwerde obendrauf.
    Aber das wäre ja dumm, denn das würde ja den einfachen Bürgern helfen und nicht den Grossaktionären der Stromkonzerne. 🤷🏻‍♂️

    Darum: Die Personenfreizügigkeit ist Schuld, dass die Aare zu warm ist! Und nun zerfleischt euch, Pöbel! 👺
    • DemonCore 05.07.2019 11:38
      Highlight Highlight Die KKWs in der Schweiz gehören den Städten und Kantonen, d.h. der Allgemeinheit. Hat nichts mit SVP oder FDP zu tun.
    • ChillDaHood 05.07.2019 14:31
      Highlight Highlight Grossaktionär des KKW Beznau (via Axpo) sind die Kantone ZH, Aargau, St. Gallen/Appenzell, Thurgau, Schaffhausen, Glarus und Zug. Also am Ende die Bürger.

      Das Pumpspeicherwerk Lindth-Limmern kostete 2.1 Mia. Ist das in etwa der Betrag, den FDP/SVP Politiker ihrer Meinung nach als Schmiergelder kassieren?

      Generell denke ich nicht, dass das ein grosses Problem sein wird. In absehbarer Zeit wird an Tagen, an denen die Aare >25° hat wohl ausreichend Solarstrom vorhanden sein...
    • Flixo 05.07.2019 15:47
      Highlight Highlight Wie war das nochmals? Die AKWs liefern doch den sogenannten Bandstrom.
    Weitere Antworten anzeigen

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