Schweiz
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Andrew Walo, Axpo-Chef. Keystone

AXPO-Chef Andrew Walo spricht gegenüber der «NZZ am Sonntag» Klartext. Bild: KEYSTONE

Atomausstieg: Die Axpo droht jetzt mit einer Klage von 4,1 Milliarden Franken

4,1 Milliarden Franken – so viel fordert allein der AKW-Betreiber Axpo als Entschädigung von der Eidgenossenschaft, sollte das Stimmvolk den frühzeitigen Atomausstieg beschliessen. Das liegt deutlich über der Schätzung des Bundesrates für solche Zahlungen.



«Selbstverständlich», sagte Axpo-Chef Andrew Walo im Interview mit der «NZZ am Sonntag» auf die Frage, ob er bei einem Ja zur Atomausstiegsinitiative am 27. November Schadenersatz fordern werde. «Alle Rechtsgutachten, die wir bis jetzt zu dieser Frage gesehen haben, zeigen klar, dass die Grundlage für Entschädigungen vom Bund bei einem Ja gegeben sind.»

Der Bundesrat, der die Volksinitiative ablehnt, fürchtet Entschädigungsforderungen bei einem vorzeitigen Atomausstieg. Allerdings beziffert er diese deutlich tiefer auf einen dreistelligen Millionenbetrag pro Atomkraftwerk. Axpo betreibt die Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt. Für die Initianten liegt indes angesichts des heutigen AKW-Verlustgeschäfts gar kein Schaden vor.

«Wir haben für eine Laufzeit von 60 Jahren investiert.»

Andrew Walo

Weniger Einnahmen

Den Betrag von 4,1 Milliarden Franken hat Axpo laut Walo aufgrund einer Preiskurve des Bundesamtes für Energie berechnet, das mittelfristig wieder mit steigenden Strompreisen rechnet. «Das heisst, es werden uns Einnahmen wegfallen», sagte er. Durch die frühzeitige Stilllegung entstünden zudem Mehrkosten und fehlten Zinseinnahmen vom Geld aus dem dafür vorgesehenen Fonds.

«Wir haben für eine Laufzeit von 60 Jahren investiert. Wenn die AKW nun aus politischen Gründen nach 45 Jahren abgeschaltet werden, dann fehlen uns Erträge», fasste Walo seine Forderung zusammen.

ZUM KAMPAGNENSTART DER ALLIANZ

Die Axpo, Betreiberin des AKW Beznau, will einen «geordneten» Atomausstieg. Bild: KEYSTONE

Walo weist ferner Vorwürfe von Atomgegnern zurück, das Unternehmen wolle Beznau aus mangelnder Rentabilität eh abschalten, spekuliere nun aber noch auf eine satte Entschädigung. «Wir haben immer gesagt, Beznau werde deutlich über 2020 hinaus laufen, sofern es uns gelingt, den nötigen Sicherheitsnachweis zu erbringen.» Das Unternehmen habe hunderte Millionen investiert.

«Bei den heute tiefen Strompreisen investiert niemand mehr in Wasser- oder Atomkraft.»

Andrew Walo

Subventionen für Atomkraft

Über weitere «Unterstützungsmassnahmen» für die Stromwirtschaft gilt es seiner Meinung nach aber tatsächlich nachzudenken. Bei den heute tiefen Strompreisen investiere niemand mehr in Wasser- oder Atomkraft, sagte er. Beide seien aber für die Versorgungssicherheit in der Schweiz wichtig.

Auf die Frage, ob er Subventionen für die Atomkraft fordere, sagte Walo: «Nein, aber ich schliesse heute keine Option aus.» Er verweist dabei auf Deutschland. Dort kämen die AKW-Betreiber für die Kosten der Stilllegung auf, der Staat für die Kosten und Risiken der Entsorgung. (sda/rwy)

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    Alle Leser-Kommentare
  • kliby 31.10.2016 14:36
    Highlight Highlight Für alle Wohneigentümer gibts da eine Initiative, gegen AKWs und ihre Mia-Forderungen zu protestieren: Mit eigenen finanziellen Forderungen.
    http://www.versicherungsluecke.ch/
    Bis heute wäre ein Schaden durch eine Katastrophe nicht gedeckt. Bezahlen müssten die Wohneigentümer selbst. Als Vorlage ist ein Brief formuliert, der die Haftung für einen Schaden bei der Axpo anmahnt.
  • Firefly 30.10.2016 20:45
    Highlight Highlight Und wenn in den nächsten 10 - 20 Jahren eines hops geht, wer kommt dann für die Schäden auf?
  • Firefly 30.10.2016 20:38
    Highlight Highlight Die Privatisierung war ein Fehler, wie in so vielen gesellschaftsrelevanten Bereichen. Es wird billiger, ja, aber auch schlechter und es wird gebraucht, bis alles auseinander fällt, was bei Atomkraftwerken besonder verheerend ist.
  • füdli 30.10.2016 19:30
    Highlight Highlight wenn ein kind so frech lügen würde ginge es ohne znacht ins bett.
  • trio 30.10.2016 17:21
    Highlight Highlight Kein Problem! Die 4.1 Milliarden aber direkt auf das Rückbaukonto einzahlen. Und dafür sorgen das Herr Walo keinesfalls einen Vorteil aus der Klage ziehen kann (vor allem keinen Finanziellen, eher noch seinen Lohn kürzen wenn möglich).
  • Madison Pierce 30.10.2016 17:13
    Highlight Highlight Es ist mir unverständlich, wie viel Hass Herrn Walo entgegen schlägt.

    Wenn ein Rechtsstaat bereits erteilte Bewilligungen aus politischen Gründen zurückzieht, müssen die Inhaber der Bewilligungen entschädigt werden.

    Die Axpo gehört zwar den Kantonen, ist aber privatrechtlich organisiert. Es ist die Aufgabe jedes CEO, Schaden von seinem Arbeitgeber abzuwenden und den Gewinn zu maximieren. Würde Herr Walo keinen Schadenersatz fordern, würde er seinen Job nicht machen.
    • Firefly 30.10.2016 20:54
      Highlight Highlight Das stimmt, ihn trifft keine Schuld sondern die Knall Köpfe, die Atomkraftwerke in private Hände gegeben haben.
    • Madison Pierce 30.10.2016 20:58
      Highlight Highlight Aktuell sind die Bewilligungen gültig, solange die AKW die Sicherheitsvorschriften erfüllen. Eine fixe Laufzeit ist deshalb eine nachträgliche Einschränkung.
  • koks 30.10.2016 16:33
    Highlight Highlight die gewinne privatisieren, die verluste (und entschädigungen) sozialisieren. das mag gehen, solange die aktionäre der axpo auch öffentliche sind (kantone, gemeinden). aber im prinzip zeigt das beispiel sehr gut, wie die grossen firmen sich das geld vom steuerzahler holen, und die wirtschaftshörige politik hilft ihnen dabei.
  • Flexon 30.10.2016 16:29
    Highlight Highlight In Deutschland läuft es ungefähr so:

    https://www.tagesschau.de/inland/atomausstieg-kosten-monitor-101.html
  • 7immi 30.10.2016 14:45
    Highlight Highlight gehört die axpo nicht mehrheitlich >80% den kantonen? so könnte man bei der nächsten gv gemütlich dagegenstimmen.

    aber ja, dass sie klagen ist legitim, da sie eine längere betriebsberechtigung haben. da wir keine bananenrepublik sind, muss dieser rechtliche weg für alle gelten, auch für akw besitzer wie auch für kmu's. man muss sich entscheiden, was uns in diesem fall wichtiger ist. initiativen haber immer zwei seiten, jetzt heisst es diese gegeneinander abzuwägen.
    • HansG 30.10.2016 17:37
      Highlight Highlight Ich sage: Jetzt erst recht!
    • Firefly 30.10.2016 20:43
      Highlight Highlight Wie ist diese Betriebsberechtigung eigentlich zu Stande gekommen? Unsere Atomkraftwerke sind ja schon die ältesten der Welt. Wie kann man nur so eine lange Betriebsberechtigung haben und so verantwortunslos sein?
  • Maya Eldorado 30.10.2016 14:16
    Highlight Highlight Dann sollte der Bund aber auch von der AXPO die Subventionen, die diese erhalten hat zurückfordern.
    Dann werden wir dann sehen, wer wem was schuldet.
    • Froggr 30.10.2016 15:14
      Highlight Highlight Du hast keine Ahnung, wie Verträge funktionieren?
  • Tunella 30.10.2016 13:37
    Highlight Highlight Die Kosten der Entsorgung und Endlagerung in den kommenden mehreren hundert Jahren will auch die Axpo tragen? Ach stimmt, die Axpo will ja nur für die kommenden 60 Jahre investiert haben... Wie rechnen diese Leute eigentlich? Das ist Dummheit, die verboten gehört, weil sie extrem gefährlich ist.
  • demokrit 30.10.2016 13:33
    Highlight Highlight Apropos, Watson, wie wäre es, wenn ihr den Wählern die Technologie des Atomkraftwerks einmal neutral erklären würdet?

    Ich vermute: Nur sehr wenige hier wissen, wie ein solches Kraftwerk überhaupt funktioniert.
    • Madison Pierce 30.10.2016 16:24
      Highlight Highlight Und den Blitzen nach zu Urteilen will es die Mehrheit gar nicht wissen...
    • demokrit 30.10.2016 19:34
      Highlight Highlight Leider. Moralische Haltungen sind aber nur dann seriöse Haltungen, wenn man auch versteht, worüber man genau urteilt. Ich freue mich darum über eine einfach gehaltene Erklärung, die keinen Hochschulabschluss im Fachbereich Physik voraussetzt.
  • Lowend 30.10.2016 12:41
    Highlight Highlight Was soll diese Erpressung? Bezahlen müssen dass so oder so die Bürger der Schweiz! Entweder über den Strompreis, ihre Steuern, oder im schlimmsten Fall mit ihrem Leben!
  • amore 30.10.2016 12:39
    Highlight Highlight Es spielt keine Rolle wer wann unter welchem Titel zahlt. Die Axpo gehört ja der öffentlichen Hand, also uns allen. Also zahlen die Steuerzahler sowieso alles, was auf uns zukommen wird.
    Benutzer Bild
  • DaveKnobs 30.10.2016 12:11
    Highlight Highlight Wenn er auf seinen Bonus verzichtet und seinen Lohn auf 200'000/Jahr runterschraubt, dann kann man drüber reden. Da dies mit fast absoluter Sicherheit nicht passieren wird, soll er sich mal ins Knie f***en gehen!
  • Regas 30.10.2016 12:04
    Highlight Highlight Liest man dieses Forum könnte man meinen wir stehen kurz vor einer KKW Kernschmelze. Lassen wir doch einfach unsere sicheren KKW's weiterlaufen bis ein sicherer Betrieb nicht mehr Gewährleistet ist. Die Betreiber wissen selber am besten wenn die Kosten für Sicherheits - Nachrüstungen zu hoch werden und sich ein Weiterbetrieb nicht mehr rechnet. Dadurch entstehen auch keine Forderungen an den Staat, welche durch Frühzeitige Stilllegung fällig werden könnten.
    Durch den Weiterbetrieb entstehen nur geringfügig mehr Radioaktive Abfälle, als die die durch den Rückbau ohnehin Anfallen werden.
    • rodolofo 30.10.2016 16:23
      Highlight Highlight Glaubst Du an den Atom-Gott "Captain America"?
      "Captain America rose oh rose a shield!" usw.
  • JackMac 30.10.2016 11:57
    Highlight Highlight Die DC8 und andere 4-Propellerige Maschinen waren zur Bauzeit unserer AKW's der letzte Technische Schrei. Auch dises wurden ständig gewartet und erbeuert, aber trotzdem wegen überholter Technik und wegen nicht genügender Sicherheit nach spätestens 25 Jahren aus dem Betrieb genommen. Vielleicht würden sie ja heute noch fliegen!
    Würden Sie in so eine alte Kiste einsteigen wollen?

    Die AKW's wurden für eine Laufzeit von 35 Jahren konzipiert. Der Kernmantel (wie der Rumpf einer DC8) kann man nicht ersetzen.

    Abschalten die Dinger und der Klage getrost entgegensehen
    Benutzer Bild
    • Regas 30.10.2016 18:48
      Highlight Highlight @JackMac: Am 9. Februar 1969 hatte die Boing 747 (Jumbo Jet) ihren erste Jungfernflug, und wird heute, wenn auch mit geringer Stückzahl, immer noch produziert. Warum ja warum wohl hast du nicht dieses Bespiel angeführt?
      KKW's sind auch Heutzutage noch die beste Technik um mit möglichst wenig Landverschleiss, Primärenergieverbrauch, Umweltverschmutzung und Versorgungssicherheit Strom zu erzeugen. Bauen wir doch sofort neue KKW's, damit die Alten eingestampft werden können.
    • JackMac 30.10.2016 19:58
      Highlight Highlight Die 747-600 Jumbo Jet, die heute ihren Dienst tun, haben höchstens noch einen Teil der Form gemeinsam. Ansonsten nichts!
  • Flexon 30.10.2016 11:31
    Highlight Highlight Wenn es der Axpo um die CH- Versorgungssicherheit ginge, würde sie auf eine solche Klage verzichten und das Geld könnte für den Ausbau der Erneuerbaren verwendet werden. Dieses Atomtheater ist derart fortschrittsfeindlich, dass das Verhalten der Protagonisten an Landesverrat grenzt. Wir werden es anders machen als Deutschland, wir lassen uns nicht erpressen!
    • Regas 30.10.2016 18:25
      Highlight Highlight Falsch, das Geld wird für den Rückbau der KKW's benötigt.
  • Jsgkl 30.10.2016 11:29
    Highlight Highlight Okay, wer zahlt aber wenns knallt? Und wer kommt für die Abbaukosten auf?
  • Str ant (Darkling) 30.10.2016 10:49
    Highlight Highlight Typsich AKW Konzern Logik sie zeigen am allerbesten selber deutlich wieso sie stillgelegt gehören!

    Beznau ist alles andere als sicher.
    Schätze das ist einfach das erste Mal das sie öffentlich drohen.

    Den Rückbau und die Endlagerung kann die AXPO dann von den 4 Milliarden zahlen.
    Schluss mit Kuschelkurs für AKW's




  • Kaffo 30.10.2016 10:38
    Highlight Highlight ANDREW WALO WIR LEGEN UNS MIT IHNEN AN.
    Leute lasst euch nicht einschüchtern. Finde es obermies, wenn man über eine so ernsthafte Sache noch zockt.
    • rodolofo 30.10.2016 16:18
      Highlight Highlight So sind sie halt, die "knallharten Verhandler"!
      Einfach bierweich so was!
      Aber wenn die blöd tun, dann können wir doch mindestens ebenso blöd tun, oder etwas nicht?
  • Thomas Rohrer 30.10.2016 10:37
    Highlight Highlight Axpo selbst trägt das Risiko.
  • Triple 30.10.2016 10:12
    Highlight Highlight Bis jetzt war ich nicht sicher ob ja oder nein. Aber erpressen lasse ich mich nicht, der Schuss geht wohl für die AXPO nach hinten los!
  • FrancoL 30.10.2016 10:10
    Highlight Highlight Die Politik hat den AKW-Betreibern lange, sehr lange Spiesse in die Hand gedrückt und wundert sich wohl dass die Betreiber diese langen Spiesse nun auch einsetzen. Das dürfte den Politikern zwar Wurst sein , denn sie bewirtschaften mit dem Hinausschieben diese Problematik und überlassen es der nächsten Generation sich an den Risiken die Zähne auszubeissen.
    Ich will an dieser Stelle gar nicht von dieser Erpressung sprechen, denn ich könnte mir gut vorstellen dass Anwälte den Betreibern ganz gut eine ungenügende Deckung für die Risiken vorhalten könnten und dann sind die 4.1 Mia was genau?
  • chartreader 30.10.2016 10:09
    Highlight Highlight Ich finde die Erpresser sollten ihr Geld bekommen und zwar direkt eingezahlt in den Rückbaufond. Ein viertel der gesetzlichen Rückstellungen, zu denen sie verpflichtet sind, hätten wir ja dann schon mal beisammen.
  • FrancoL 30.10.2016 10:04
    Highlight Highlight Das Wort zum Sonntag ist bei mir dieser herrliche herrliche Satz:
    "Nein, aber ich schliesse heute keine Option aus.» Er verweist dabei auf Deutschland. Dort kämen die AKW-Betreiber für die Kosten der Stilllegung auf, der Staat für die Kosten und Risiken der Entsorgung.
    Man lese genau: Die Betreiber sprechen bei Ihrem Teil von KOSTEN und beim Staat von KOSTEN UND RISIKEN. Das zeigt wo es uns treffen wird, dort wo es unbezahlbar wird bei den RISIKEN.
    Dass man sich so eine Blösse geben kann ist ja schon fast kindlich! Die 4.1 Mia sind da wirklich ein Schnäppchen!
  • pamayer 30.10.2016 09:57
    Highlight Highlight Realsatire der bissigsten Sorte. Erst ab 18 zugelassen, da sie empfindliche Gemüter verstören könnte!
  • äti 30.10.2016 09:54
  • Raphael Stein 30.10.2016 09:42
    Highlight Highlight Nur so zur Auflockerung,
    die AXPO gehört den Kantonen, wird privatrechtlich geführt und will in die Hand der Besitzer beissen. Diese Besitzer, also wir, haben ebenfalls satte Gewinne eingestrichen.
    Oder lieg ich falsch?
    Ich weiss nur mit Sicherheit, raus aus dem Atom ist eine Chance und nicht ein Unglück.
  • TheDan 30.10.2016 09:26
    Highlight Highlight Ist den Leuten hier bewusst, dass die Eigentümer der Axpo die Nordostschweizer Kantone und deren Kantonswerte sind? Also keine Mafia oder so?
    Wenn man unter der Voraussetzung, solange betreiben zu dürfen wie die Anlage als sicher nachgewiesen werden kann, investitionen tätigt und dann das Gesetz plötzlich ändert ist das Enteignung und nur logisch dass da Klagen kommen werden. Ich glaube nicht dass es weltweit ein Unternehmen gibt das dabei nicht klagen würde.
    • FrancoL 30.10.2016 13:32
      Highlight Highlight Halbrichtig dargestellt, dann klagen wir aber gegen uns selbst? oder wie willst Du Deine nur teilweise richtigen Aussagen untermauern? Du kannst nicht an 2 Hochzeiten tanzen. Wenn sie grossmehrheitlich dem Volk gehören dann können wir auch grossmehrheitlich darüber befinden. Und ich würde dann diese Unternehmen NICHT mit einem Unternehmen das frei am Markt agiert und weitgehend von Privaten Anlegern Gestützt wird mit den Betreibern vergleichen.
      Was Du da losgetreten hast ist eine reine Diskussion zu den Kostenstellen im gleichen Haus.
  • trio 30.10.2016 09:22
    Highlight Highlight Zitat: "Durch die frühzeitige Stilllegung entstünden zudem Mehrkosten und fehlten Zinseinnahmen vom Geld aus dem dafür vorgesehenen Fonds."
    Wieso entstehen Mehrkosten durch eine frühzeitige Stilllegung? Weniger Umsatz, oke! Aber Mehrkosten? Das verstehe ich nicht. Und grossartige Zinseinnahmen gibt es wohl auch nicht, wir haben ja bereits Negativzinsen!
    Insgesamt eine Riesenfrechheit, es wird endlich Zeit den Stecker zu ziehen und die Initiative anzunehmen!
    • Madison Pierce 30.10.2016 17:11
      Highlight Highlight Mehrkosten, weil man die eingesetzten Brennstäbe nicht mehr ganz ausnutzen könnte, wie man das bei einer auf längere Frist geplante Stilllegung tun würde.

      Beim Zinsausfall darf man nicht den aktuellen Zins nehmen und hochrechnen, sondern muss einen historischen Schnitt verwenden. Es ist ja ziemlich wahrscheinlich, dass es früher oder später wieder Zinsen geben wird.
    • Matthias Studer 31.10.2016 00:32
      Highlight Highlight Die Brennstäbe werden jährlich ersetzt. Übrigens sind diese dann nur zu 5% benutzt. Also ein ziemlich schwacher Nutzungsgrad.
      Aufbereiten dürfen wir nicht, kommt alles ins Endlager.
    • Madison Pierce 31.10.2016 08:35
      Highlight Highlight Ein Brennelement ist fünf Jahre im Reaktor. Dann enthält es von den zu Beginn vorhandenen vier bis fünf Prozent an spaltbarem Uran-235 noch weniger als ein Prozent.

      Man tauscht pro Jahr einen fünftel der Brennelemente aus.

      Ich bin nicht sicher, aber es sollte funktionieren, nach einem Jahr einen Fünftel der Elemente zu entfernen und die restlichen neu zu verteilen. In einem Jahr darauf wieder etc. So kann man noch fünf Jahre Strom erzeugen, mit abnehmender Leistung jedes Jahr. Also quasi den "Tank leerfahren". Ob sich das rentiert weiss ich allerdings nicht.
  • Posersalami 30.10.2016 09:12
    Highlight Highlight Üble Manipulation der Wähler. Die AKWs waren ursprünglich für 40 Jahre Laufzeit ausgelegt, nicht für 60! Wieso sagt Watson das nicht gleich in der Überschrift?
  • äti 30.10.2016 09:07
    Highlight Highlight Das "Aargauer Komitee ist gegen die Ausstiegsinitiative": ich gehe jetzt davon aus, dass die "Endlagerung am Bözberg" Fakt ist und in Kürze in Betrieb geht.
  • rodolofo 30.10.2016 09:03
    Highlight Highlight Das ist tatsächlich das einzige Argument für die Ablehnung der Atom-Ausstiegs-Initiative:
    Damit brennen wir der AXPO weitere hohe Verluste rein, wenn sie die hoch defizitär gewordenen AKW's weiter betreiben müssen...
    Aber so gemein sind wir natürlich nicht!
    Wir bewahren die AXPO und uns selbst vor weiteren hohen Verlusten und durch nichts zu rechtfertigendes Eingehen von hohen Risiken, indem wir ihnen einen Vorwand geben, die AKW's endlich abzuschalten.
    Aber die Bezahlung einer Entschädigung ist als "Schlechter Witz" zu behandeln! Diese Forderung ist doch einfach absurd und kontraproduktiv!
    • Regas 30.10.2016 14:00
      Highlight Highlight Dass diese Fordrung absurd und kontraproduktiv ist schafft diese leider nicht aus der Welt. Bei einem Ja Wird die Forderung kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Desshalb, und weil die KKW's sicher sind werde ich Nein Stimmen.
    • rodolofo 30.10.2016 16:09
      Highlight Highlight Dem Schweizer Durchschnitts-Stimmbürger ist das Portemonnaie immer noch am nächsten und am wichtigsten...
      Kauf Dir was, nach dem nächsten Super-Gau in unserer strahlenden Zukunft!
    • trio 30.10.2016 17:16
      Highlight Highlight @Regas ganz egal ob wir der Axpo eine Entschädigung zahlen müssen oder nicht, der ganze AKW Kram wird uns so oder so Milliarden kosten. Lieber heute als morgen abschalten! Darum JA zur Initiative, jeder Tag an dem die AKWs länger in Betrieb sind kosten den Steuerzahler.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HansDampf_CH 30.10.2016 08:12
    Highlight Highlight Ich bin dafür wir zerschlagen den Konzern und verstaatlichten ihn richtig. Er ist ja schon pseudo verstaatlicht.
    Und der Wald wird Hausmeister.
  • dakapo 30.10.2016 08:00
    Highlight Highlight Ich begrüsse die Offenheit von Herrn Walo. Warum die Diskussion noch mehrere Jahrzehnte hinauszögern. Auch 2050 wird ihm ein Grund einfallen, warum die Bürger die Abschaltung finanzieren sollen.
  • amore 30.10.2016 07:52
    Highlight Highlight Wie heisst das Motto der FDP?
    Weniger Staat, mehr Freiheit.
  • Sumsum 30.10.2016 07:39
    Highlight Highlight 4.1 Milliarden ist ein Schnäppchen !!! Der dadurch entstehende Gewinn - unbezahlbar.

    • rolf.iller 30.10.2016 09:45
      Highlight Highlight So was muss mit einem fetten Bonus belohnt werden. So 300 Millionen wären gerecht. 10 Mio sofort, weil er es versucht.
    • FrancoL 30.10.2016 11:53
      Highlight Highlight Und man müsste wohl auch die 4.1 Mia nicht bezahlen den man kann sie mit den ungenügenden Rückstellungen für den Rückbaufall verrechnen, so zumindest würde ich die rechtliche Lage Einsätzen wenn der Bund d.h. die Politiker das nötige Rückgrat zeigen.
  • N. Y. P. D. 30.10.2016 07:21
    Highlight Highlight «Wir haben immer gesagt, Beznau werde deutlich über 2020 hinaus laufen, sofern es uns gelingt, den nötigen Sicherheitsnachweis zu erbringen.»
    Andrew Walo
    Sofern es uns gelingt ??
    Sind die Atomkraftwerke sicher, sollte euch der Sicherheitsnachweis gelingen.
    Sind die AKW's ein Sicherheitsrisiko gelingt euch der Sicherheitsnachweis nicht.
    Sie sind sich nicht sicher, ERGO sind die AKW's ein Risiko. Ich bin immer froh, wenn sich Experten äussern.
  • NumeIch 30.10.2016 07:04
    Highlight Highlight Jahrelang ist die Kernenergie subventioniert worden, siehe den zu tiefen Stand der Reserven für den Rückbau der AKWs und nun noch die Frechheit haben zu klagen. JA zur Atomausstiegsinitiative - Jetzt erst recht!
    • Simonson 30.10.2016 08:41
      Highlight Highlight Genau, der Bund sollte die AKW Betreiber mit Gegenklagen eindecken, da einerseits die Reserven für den Rückbau gemäss SRF Recherchen wohl 3x höher sein sollten und andererseits die Endlager zusätzlich ein hübsches Sümmchen verschlingen dürfte.
  • Wilhelm Dingo 30.10.2016 06:18
    Highlight Highlight Frächi Sieche
  • fcsg 30.10.2016 05:46
    Highlight Highlight Haha Irgendwie absurd: Die wollen wirklich noch Geld für ein AKW (Beznau I) ohne Sicherheitsnachweis und wenn völlig unklar ist, ob dieses je wieder ans Netz kommt?! Das Ganze ohne genügende finanzielle Deckung des Rückbaus und Entsorgung?
    Dann möchte ich auch eine Entschädigung für mein Auto, das vom Strassenverkehrsamt "vorzeitig" ausser Betrieb genommen wurde.
    • fcsg 30.10.2016 14:18
      Highlight Highlight Ihre Ausführungen sind absolut korrekt. Das Beispiel mit dem Auto hat sich auf Beznau I bezogen und die Axpo hat auch dieses in die Berechnung miteinbezogen. Deshalb finde ich dieses Beispiel passend.
      Beznau hat seine vorgesehene Lebensdauer (40 Jahre) bei weitem überschritten (ältestes AKW der Welt). Somit ist das AKW buchhalterisch nichts mehr wert. AKW sind nicht rentabel und werden es wohl nie mehr werden. Der Fonds für die Entsorgung reicht wohl nicht. Zusätzlich sind mögliche Schäden aufgrund von Unfällen nicht versichert. Wo ist also der Schaden der Axpo?
  • Amazing Horse 30.10.2016 04:21
    Highlight Highlight Please.
  • Darkside 30.10.2016 04:10
    Highlight Highlight Damit ich das richtig verstehe. Falls wir für den Ausstieg stimmen, will der Typ den Staat verklagen und somit den Stimmbürger, der eben diesen Entscheid gefällt hat, um ein paar Milliarden abzocken? Ein kleiner Vorgeschmack auf TTIP. Da finde ich es fast schade dass die alte Tradition des Teeren und Federn nicht mehr praktiziert wird...
    • Zitronensaft aufbewahren 30.10.2016 05:58
      Highlight Highlight Rechtsstaat nennt man das. Die Bürger müssen vor staatlicher Willkür geschützt sein. Tönt zwar unschön, den Staat zu verklagen, Recht soll jedoch gelten. Schliesslich kann argumentiert werden, dass bei dieser Initiative das Gesetz rückwirkend geändert wird, da es für bestehende AKWs gilt und nicht nur für neubauten.
      Der Vergleich mit TTIP hinkt insofern, als dass die Axpo über nationale Gerichte gehen muss und nicht über dubiose Schidsgerichte.
    • _kokolorix 30.10.2016 08:32
      Highlight Highlight @Zitronensaft
      Beim Bewilligungsverfahren zu den AKWs gabs auch keinen Rechtsstaat! Es gibt dutzende von Verfassungsverletzungen die begangen wurden, damit die AKWs zum laufen kamen.
      Sie wurden gebaut um den Militärköpfen ihre feuchten Träume von der Atombombe zu verlängern. Einsprachen wurden vom Bundesrat unqualifiziert abgewiesen, ohne Rekursmöglichkeit. Es wurden Leute nachweislich in ihrer Existenz bedroht wenn sie juristisch erfolgsversprechend Vorgingen.
      Die eh schon laschen Vorgaben wurden nie erfüllt ohne jede rechtliche Folge.
      Diese Drohung ist schlicht eine Frechheit!
    • Posersalami 30.10.2016 09:27
      Highlight Highlight Wir sollten uns nicht erpressen lassen und das richtige tun: Ja zum Ausstieg! Der Steuerzahler wird am Ende eh für die Lagerung und Entsorgung bezahlen, da kommt es auf ein paar Mia mehr oder weniger auch nicht an. Zumal es nicht gesagt ist, dass die Konzern vor Gericht recht bekommen. Irgendwelche Glaskugelpapers sind doch keine Beweise.
    Weitere Antworten anzeigen
  • phreko 30.10.2016 03:50
    Highlight Highlight "Kosten für die Entsorgung und das Risiko": schlimmer als jegliche Staatsschulden, da komplett unberechenbar, doch garantiert über Jahrhunderte! Für mich der totale Wahnsinn!
    • exeswiss 30.10.2016 04:30
      Highlight Highlight @phreko mit jahrhunderte bist du eher noch zu kurz. Wenn plutonium schon eine halbwertszeit von 24'000 jahre hat, und gewisse andere isotope noch deutlich längere, gehe ich eher von einem risiko von jahrtausenden für den staat aus.
    • chartreader 30.10.2016 10:14
      Highlight Highlight Durch den Staat versichert? Du meinst durch dich und mich. Wenn was schief läuft, trägt jeder seinen eigenen Schaden, bis auf paar müde Fränkli. Fukushima lässt grüssen.

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