Schweiz
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Alt Bundesrat Christoph Blocher bei seiner Rede an der 31. Albisguetli-Tagung der Zuercher SVP, am Freitag, 18. Januar 2019, in Zuerich. Der traditionelle Parteitag der SVP des Kantons Zuerich steht im Zeichen der diesjaehrigen kantonalen und eidgenoessischen Wahlen. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Bei der Albisgüetli-Tagung 2018 dirigiert Christoph Blocher in historischer Uniform ein Blasorchester. Bild: KEYSTONE

Analyse

Blochers Befehlsausgabe – die SVP schaut heute gebannter als auch schon aufs Albisgüetli

Am Freitagabend lädt die SVP Zürich zur traditionellen Albisgüetli-Tagung ins gleichnamige Zürcher Schützenhaus. Zwar hat der Anlass in den letzten Jahren an Strahlkraft eingebüsst. Doch in der kriselnden SVP dürfte man heute genau hinhören, was der Hauptredner der Partei zu sagen hat: Christoph Blocher.



Es sei der «grösste, schönste und bedeutendste politische Anlass der Schweiz»: So unbescheiden formuliert die SVP des Kantons Zürich in der Einladung zur Albisgüetli-Tagung.

In den Neunziger- und Nullerjahren blickte die politische Schweiz tatsächlich einmal im Jahr gebannt auf den Zürcher Stadtrand am Fuss des Üetlibergs: Die im Januar abgehaltene Tagung der Zürcher SVP unter ihrem Präsidenten Christoph Blocher – dieses Amt hatte er von 1977 bis zu seiner Wahl zum Bundesrat 2003 inne – prägte Ton und Themen für das ganze Jahr.

Nach Blochers Ansprache wusste nicht nur die Zürcher Sektion, sondern die ganze Partei, woher der Wind weht und mit welchen Kampagnen die SVP ihre politischen Kontrahenten als Nächstes vor sich hertreiben wird. Ein Besuch des amtierenden Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin, welche die SVP Zürich jedes Jahr als Gastredner einlädt, war quasi Pflicht.

Kriselnde Kantonalpartei

Von ihren goldenen Zeiten vor über 15 Jahren ist die Veranstaltung heute weit entfernt. Die Zürcher SVP leckt noch die Wunden, welche die krachenden Niederlagen in den kantonalen Wahlen vom April 2019 (−9 Kantonsratssitze und −5,6 Prozent Wähleranteil) und den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2019 (−2 Nationalratssitze, −4 Prozent Wähleranteil) hinterlassen haben.

Auch personell blickt die Zürcher SVP auf ein schwieriges Jahr zurück. Nach den kantonalen Wahlen musste Parteipräsident Konrad Langhart auf Geheiss aus Herrliberg sein Amt abgeben. Beinahe hätte die Basis gegen die Absetzung des bodenständigen Weinländer Bauern Langhart aufgemuckt. Es brauchte einen Last-Minute-Auftritt von Christoph Blocher am Parteitag, damit die Delegierten seinem Plan folgten. Langharts Nachfolger Patrick Walder wollte das Amt nur interimistisch ausfüllen.

Benjamin Fischer, frischgebackener Zuercher SVP-Kantonalpraesident strahlt an der Delegiertenversammlung in Pfaeffikon am Dienstag, 7. Januar 2020.    (KEYSTONE/Walter Bieri)

Schwieriges Amt: Benjamin Fischer nach seiner Wahl zum neuen Präsidenten der SVP Zürich. Bild: KEYSTONE

Vor wenigen Tagen wählte die Zürcher SVP nun mit Benjamin Fischer einen 28-Jährigen zum neuen Parteipräsidenten. Fischer, Kantonsrat seit 2015 und langjähriger Präsident der Jungen SVP Schweiz, wird sich durchsetzen müssen in einer Kantonalpartei, die mitten in einem Generationenwechsel steckt und in der die Spannungen zwischen bäuerlichen Vertretern und der «Goldküsten-Fraktion» immer wieder hervortreten. Das Format, unter diesen schwierigen Voraussetzungen eine gute Figur zu machen, hat Fischer aber zweifelsohne.

Grosse Baustellen

Zwar wird Benjamin Fischer heute Abend im Albisgüetli die Begrüssungsansprache halten. Doch die Aufmerksamkeit der SVP-Parteimitglieder – nicht nur in Zürich – dürfte sich in erster Linie darauf richten, was Hauptredner Christoph Blocher zu sagen hat.

Blocher ist seit seinem Rückzug aus dem Parteileitungsausschuss im März 2018 formell bloss noch einfaches Mitglied der SVP Schweiz. Doch der Ablösungsprozess der SVP von ihrem Übervater ist wohlwollend betrachtet auf halber Strecke steckengeblieben, kritisch betrachtet hat er überhaupt nie begonnen.

Alt Bundesrat Christoph Blocher bei seiner Rede an der 31. Albisguetli-Tagung der Zuercher SVP, am Freitag, 18. Januar 2019, in Zuerich. Der traditionelle Parteitag der SVP des Kantons Zuerich steht im Zeichen der diesjaehrigen kantonalen und eidgenoessischen Wahlen. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Christoph Blocher bei seiner Albisgüetli-Rede vor einem Jahr. Bild: KEYSTONE

Noch immer hat Christoph Blocher das letzte Wort in allen gewichtigen strategischen Fragen – und personell hat in der Partei niemand eine Chance, von dem im Vorhinein klar ist, dass ihn Blocher nicht für geeignet hält. Und sowohl strategisch als auch personell hat die SVP derzeit grosse Baustellen.

Strategische Grundsatzfrage

Am 17. Mai kommt mit der Begrenzungs-Initiative ein Anliegen aus dem Kerngebiet der SVP zur Abstimmung. Der Kampf gegen die EU hat die Partei zur stärksten Kraft des Landes gemacht. Doch gemäss Umfragen dürfte es die Initiative schwer haben. Die Zuwanderung aus der EU ist deutlich tiefer als 2014, als die SVP mit dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative ihren letzten grossen europapolitischen Erfolg feiern konnte.

Die Partei steht nun vor der heiklen Entscheidung, ob sie mit einer aggressiven Kampagne ihr Fussvolk mobilisiert und dem Abstimmungskampf ihren Stempel aufdrückt, aber damit EU- und zuwanderungsskeptische Mitte-Wähler abzuschrecken droht. Oder ob sie, wie bei der Selbstbestimmungs-Initiative relativ erfolglos versucht, mit einer moderaten Bildsprache und kontroverse Argumente vermeidend auf genau jene Mitte-Wähler zielt.

Die Partei wird genau hinhören, welche Signale Blocher aussendet. Denn die Begrenzungs-Initiative ist nur der Auftakt zur grossen Schlacht um das Rahmenabkommen mit der EU, dessen Verhinderung Blocher als seine grosse Aufgabe ansieht.

Toni Brunner als idealer Parteipräsident

An der personellen Front gibt es bei der Neubesetzung des Parteipräsidiums nach dem Rücktritt von Albert Rösti bisher mehr Verzichtserklärungen als Interessenten. Die beiden meistgenannten Namen, der Banker Thomas Matter aus Zürich und der Bauer Marcel Dettling aus Schwyz, haben sich noch nicht aus der Deckung gewagt.

Christoph Blocher hat sich bisher gehütet, sich für oder gegen einzelne Papabili auszusprechen: «Wenn ich jetzt von einem Kandidaten spreche, ist das sein Tod», sagte er am Mittwoch gegenüber SRF.

ARCHIV --- ZU DEN BUNDESRATSWAHLEN VOM MITTWOCH, 11. DEZEMBER 2019, STELLEN WIR IHNEN ALS RUECKBLICK FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Newly elected Federal Councillor Christoph Blocher, left, is hugged by National Councillor Toni Brunner after his election during the session of the United General Assembly in Bern, Switzerland, Wednesday, December 10, 2003. (KEYSTONE/POOL VBF/Edi Engeler)

Toni Brunner umarmt Christoph Blocher nach dessen Wahl zum Bundesrat (Archivbild 2003). Bild: POOL VBF

Doch klar ist, wen Blocher für den idealtypischen SVP-Präsidenten hält: Toni Brunner, gmögiger, doch rhetorisch beschlagener Bauer aus dem Toggenburg, der das Amt von 2008 bis 2016 ausfüllte. Beknien habe man Brunner müssen, bevor er sich bereit erklärte, das Präsidium zu übernehmen, erinnert sich Blocher in seiner YouTube-Sendung Teleblocher vom letzten Wochenende: «Das sind die guten Typen: Die, die es nicht wollen, aber machen.»

In der jüngsten, am Freitagmorgen aufgezeichneten Folge von Teleblocher verriet der SVP-Doyen das grosse Oberthema seiner Rede: Es ist «die Dekadenz in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft». Dieser dürfte Bauer Marcel Dettling prinzipiell unverdächtiger sein als Banker und Multimillionär Thomas Matter.

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Christoph Blochers Frust

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 18.01.2020 14:17
    Highlight Highlight Dann sieht man wieder einmal den grössten Haufen von Typen mit niedrigstem IQ.
  • Schneider Alex 18.01.2020 06:29
    Highlight Highlight Blocher hat Ausdauer, aber Bundesbern kann länger.

    Es ist bewundernswert wie Ch. Blocher seit 28 Jahren immer wieder das Gleiche erzählen kann. Das Traurige ist, dass die Bundesverwaltung mit der Mehrheit im Bundesrat und im Parlament den noch viel längeren Atem hat, um die Schweizer Bevölkerung bezüglich EU-Unterwerfung weich zu klopfen.
    • RicoH 18.01.2020 20:34
      Highlight Highlight Ohne Blocher wären wir im EWR und niemand in der Schweiz würde von "EU-Unterwerfung" reden.

      Mann kann ohne Übertreibung behaupten: Blocher hat sich das Feindbild EU selbst erschaffen. Dass er damit immer noch teilweise ankommt, zeigt dein Kommentar. Offenbar hat die Blocher'sche Gehirnwäsche voll gegriffen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 19.01.2020 11:53
      Highlight Highlight Blocher beschrieb auch schon seit Jahrzehnten lieber Ausländer anstatt Schweizer.
      Ziemlich bigott, wie er handkehrum über die Zuwanderung flucht, während er und seinesgleichen so gut profitieren.
      @Rico
      Die Blocheristen sind wie die Trump-Fanboys. Sie wollen einen Marktschreier, keinen Politiker.
  • Garp 17.01.2020 19:30
    Highlight Highlight Die Analyse würd och eigentlich morgen erwarten 😁 .
  • FrancoL 17.01.2020 19:29
    Highlight Highlight "die Dekadenz in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft"

    Kann man wirklich so hohl sein und die Wirtschaft mit alle ihren Nachteilen die zur Dekadenz führen vorbehaltlos zu stützen und dann mahnen, dass die Gesellschaft dekadente Tendenzen zeigt?

    Die Wirtschaft gibt den Weg vor und wer sich da auch nur etwas dagegen ausspricht der wird in die linke Ecke geschoben und hat nichts mehr zu melden.

    Herr Blocher machen Sie sich Gedanken was die Dekadenz fördert und was sie hemmt. Sie werden bald einmal merken dass die allmächtige Wirtschaft da den entscheidenden negativen Part spielt.
  • Doppelpass 17.01.2020 19:28
    Highlight Highlight Das Bild zum Artikel mit Symbolkraft:
    Der Alte dirigiert und alle stossen ins gleiche Horn.

    SVP = ein Verein von uniformierten Hampelmännern

    Zieht de Patron an den Fäden, "gumpen" die Marionetten alle schön im Takt
  • Kampfsalami 17.01.2020 18:56
    Highlight Highlight Kritisiert er als Milliardär die Dekadenz der Wirtschaft... Ok🤷
  • Lazybooy 17.01.2020 18:54
    Highlight Highlight Ich sag nur Alusuisse Lonza..
  • Eidg. dipl. Tütenbauer 17.01.2020 18:13
    Highlight Highlight Der Flötenspieler vom Herrliberg gibt sicher sein Bestes um neue Marionetten zu akquirieren die sich für ihn biegen und bücken, ganz wie es ihm beliebt.
    • Turicum04 18.01.2020 14:20
      Highlight Highlight Nur der Sozialismus hat Zukunft!
  • MeinAluhutBrennt 17.01.2020 17:51
    Highlight Highlight "dirigiert Blasorchester" 😂🤣😂

  • _kokolorix 17.01.2020 17:49
    Highlight Highlight Wann merken die freiheitsliebenden Patrioten wohl, dass sie sich in einer Bocher Partei engagieren?
    Bis jetzt haben sie die Erwartungen des Paten vom Herrliberg getreu erfüllt, wer aufmuckste wurde recht unzimperlich weggemobbt.
    Erst wenn der Alte stirbt oder vollends dement wird, wird die Partei zu einer Martullo Partei mutiert. Aber dann geht alles weiter wie bisher, weil die Tochter sich in nichts vom Vater unterscheidet. Der gleiche arrogant, überhebliche Ton, das gleiche unerschütterliche Selbstvertrauen und nie einen Gedanken an jemand ausserhalb des Familienclans. Wie in der Mafia halt.
    • Gurgelhals 17.01.2020 18:12
      Highlight Highlight Naja, wenn man den Blick über den Teich wagt und schaut, wie die dortige rechtsnationalistische Bonzenpartei in den letzten 3 Jahren zu einem komplett von der Realität abgekoppelten und von allen guten Geistern verlassenen Trump-Kult mutiert ist, dann schwant mir da ehrlich gesagt Böses...

      Zum Glück sorgt (im Gegensatz zu drüben) unser politisches System mit dem Proporz und dem absoluten Mehr bei Personenwahlen dafür, dass die tatsächlichen Auswirkungen von solchen endzeitlichen Sektengruppen sich dann doch eher in Grenzen halten.
    • Nurmalso 17.01.2020 18:47
      Highlight Highlight Ach dass so sind wie sie sind dafür können sie ja nix. Das ist schon ok so in ihrem Goldküstenhabitat läuft das halt so.

      Aber dass man als normaler bürgerlicher Mensch da mitläuft und den ganzen Quatsch noch unterstützt weil man keine Lust hat selber zu denken ist schon echt bedauerlich.
    • Balikc 17.01.2020 18:57
      Highlight Highlight Soweit einverstanden, bis auf den Umstand, dass Martullo sich in einem gewichtigen Punkt von ihrem Vater unterscheidet:
      Blocher wurde von jenen, die ihn so sehen wollten, als Bauernsohn, einer vom Volk, als einfacher Mann wahrgenommen. Und er liess keine Gelegenheit aus, diese Rolle zu zelebrieren & zementieren.
      Martullo gibt sich zwar gerne hemdsärmlig und bauernschlau, kann aber die grossindustrielle Erbin unmöglich leugnen.
      Auch wenn sie finanziell wohl eine gwisse Machtposition halten kann, wird sie nie die Strahlkraft und die Mobilisierung in der Bandbreite ihres Vaters erreichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 17.01.2020 17:43
    Highlight Highlight Irgendwie ist die SVP halt durchschaut.

    Sie produziert nur warme Luft.
    Die Initiativen mit ihren grenzdebilen Namen dienen allein zur Unterhaltung ihrer Wähler.

    Das Ausländerthema zieht halt. Die SVP braucht eine grosse Parteienstärke in den Parlamenten um ihrem eigentlichen Zweck nachgehen zu können:

    Entlastung des Grosskapitals, Belastung des Büezers und Gängelung der Menschen, die halt ein wenig Pech im Leben hatten.

    P.S. Je bekloppter die Namen ihrer Initiativen, desto eher verlieren sie..
  • Flo1914 17.01.2020 17:39
    Highlight Highlight Wir können dankbar sein, dass der grossartigste und wichtigste Politiker seit dem 2ten WK immer noch aktiv ist.
    Danke Herr Blocher für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Schweiz.
    Ich bin gespannt auf Ihre Albisgüetli Rede.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.01.2020 19:28
      Highlight Highlight Klar doch.
      Und das gewaltige Chaos,welches er im asyldossier angerichtet hat, durch gezieltes verschlampen und gezieltes nicht bearbeiten, war nur eine Einbildung.
      *Sarkasmus off*
    • RicoH 17.01.2020 19:33
      Highlight Highlight Na ja, der grossartigste und wichtigste Politiker wurde als Bundesrat abgesetzt.

      Nur zur Erinnerung: erst Blocher hat uns die ganzen Schwierigkeiten mit der EU eingebrockt. Was daran grossartig sein soll...
    • Lowend 17.01.2020 19:45
      Highlight Highlight Ach muss wahre Liebe schön sein, wenn sie derart blind für die Realität macht. 😍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkside 17.01.2020 17:26
    Highlight Highlight Möge der alte verbohrte Mann noch möglichst lange die Knute schwingen. Besser wird es so vermutlich nicht für die SVP und das wiederum ist gut für die grosse Mehrheit in diesem Land.
  • Pukelsheim 17.01.2020 17:13
    Highlight Highlight Gibt‘s eigentlich eine Regel, dass pro Blocher-Bericht mindestens einmal «der SVP-Doyen» vorkommen muss? Scheint mir der Fall zu sein. Sowieso kenne ich das Wort «Doyen» eigentlich nur in Verbindung mit Blocher. Wieso ist das so?
  • oberlaender 17.01.2020 17:10
    Highlight Highlight Als ehemaliges Mitglied der BGB-Partei habe ich meinen Austritt gegeben, als die SVP von reichen Zürchern gekauft wurde. Dass die Partei immer noch die grösste ist in der Schweiz beelendet mich. Wir hatten in unserem Land zum Glück nie einen König und wir brauchen auch keinen, der sich entsprechend aufführt.
  • MBär 17.01.2020 16:57
    Highlight Highlight Die SVP wird wohl nie von ihrem Sugardaddy loskommen...

    Ich hoffe ja, dass sie die Linie der Hardliner weiter einschlägt und damit auch dem/der Letzten zeigt, wie intolerant & egoistisch sie ist. “Partei des Mittelstandes" nennt sie sich. Sie wird aber von "Bonzen" dominiert, welche weiter nicht entfernt sein könnten vom Mittelstand. Sozialabbau, sparen bei Bildung, keine Antworten beim Klimaschutz, Blockade statt Ideen beim dringend benötigten Rahmenabkommen... Der Mittelstand ist es gerade, welcher von den SVP-Millionären ausgenommen wird. Und er merkt es nicht einmal! Ein Trauerspiel...
    • Cédric Wermutstropfen 17.01.2020 17:04
      Highlight Highlight „Der Mittelstand ist es gerade, welcher von den SVP-Millionären ausgenommen wird. Und er merkt es nicht einmal!“

      Die meisten Bürger gehören zum Mittelstand, ebenso gehören die meisten Leute mit akademischer Bildung zum Mittelstand. Ich bezweifle daher, dass der Mittelstand so dumm ist, ergo zweifle ich an Deiner Aussage, dass die SVP den Mittelstand ausnimmt. 🤷🏼‍♂️ Vielleicht weiss es MBär aber auch einfach besser als der dumme, dumme Mittelstand.
    • The_real_Zippy 17.01.2020 18:20
      Highlight Highlight Wenn man bei der Bildung einspart, sinkt das Bildungsniveau und man kann die Leute besser manipulieren und steuern... Klima hat die SVP sowieso noch nie interessiert, ist ja laut ihnen auch nur eine Hysterie 🙄
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.01.2020 19:29
      Highlight Highlight @Astrogator
      Hast du ihn darüber aufgeklärt, dass die Partei, die angeblich für ihn schaut, dank ihrem Sozialabbau dafür verantwortlich ist,
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neemoo 17.01.2020 16:55
    Highlight Highlight SVP=Tunnelblick
    Die werden es nie kapieren!
    Vielleicht auch besser so...
  • Lowend 17.01.2020 16:53
    Highlight Highlight Christoph der Einmalige wird den Gläubigen heute ganz demokratisch befehlen, wer seine Politsekte in seinem Namen wohin führen wird und die blökenden Schäfchen werden brav ihrem Hirten folgen. - Schon fast biblische Zustände in der grössten Partei des Landes!
  • 044 508 39 39 het sie gseit 17.01.2020 16:50
    Highlight Highlight schade, das es nicht noch andere parteien gibt, die sich in den kampf gegen die eu einbinden lassen.
    • RicoH 17.01.2020 19:41
      Highlight Highlight Auch dir zur Erinnerung: den Kampf mit der EU hat Blocher eingeleitet. Hätte er den Anschluss an den EWR nicht verhindert, ständen wir heute ganz anders da.
    • FrancoL 17.01.2020 20:14
      Highlight Highlight Wieso soll die EU bekämpft werden, unser grösster Handlungspartner?
    • 044 508 39 39 het sie gseit 18.01.2020 12:58
      Highlight Highlight Leo

      Weil uns unser grösster Handelspartner einverleiben will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • p3kko 17.01.2020 16:49
    Highlight Highlight Eins muss man ihr lassen: Es gibt auch weiterhin keine Partei, die es so gut beherrscht, von denen gewählt gewerden, deren Interessen sie am wenigsten vertritt.
    • FrancoL 17.01.2020 20:15
      Highlight Highlight Eine Mogelpackung.
  • mätschli 17.01.2020 16:42
    Highlight Highlight Seit 20 Jahren prügelt der Linke Journalisten-Mainstream auf die ungeliebte SVP ein. Nach meiner Einschätzung ist die SVP die demokratischste und einzige Partei, die für eine eigenständige Schweiz einsteht.
    Im Übrigen haben die SVP Parlamentarier keine oder nur wenige Honorar Pöstchen im Gegensatz zu allen Anderen.
    • Christoph Bernet 17.01.2020 19:06
      Highlight Highlight @mätschli: Ersteres ist Ansichtssache. Zu zweiterem lässt sich hier ein reality check durchführen: https://lobbywatch.ch/de/search?term=Svp
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.01.2020 19:31
      Highlight Highlight @Christoph Bernet
      Das ist für die Blocheristen leider alles Fakenews.
      Aber trotzdem danke für den Versuch, einen von denen aufzuklären.
    • Makatitom 17.01.2020 19:50
      Highlight Highlight Ich glaube du wirst nächstes zur Wiederholung des Kurses "wie Mimimimi irre ich wirkungsvoll" in Herrliberg aufgeboten. Als Opferollen-Konditor bist du schon mal nicht geeignet.
      Falss du es nicht wissen solltest: Es war Blocher der die Lonza ausblutete und die hochrentablen Wasserwerke an die Energie Baden-Württemberg verhaufte. Auch Alusuisse und Cellulose Attisholz wurden geplündert und an die Wand gefahren, so von wegen "zur Schweiz schauen"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shiyune 17.01.2020 16:26
    Highlight Highlight Was man von der SVP halten kann sieht man ja bei deren Mitgliedern... https://twitter.com/JolandaSpiess/status/1218098925623762944

Offen gesagt

«Liebe Parlamentarier, kontrollieren Sie sich doch erstmal selbst ...»

Während Bevölkerung und Wirtschaft leiden und die Restaurants geschlossen sind, bechern Parlamentarierinnen und Parlamentarier an der ausserordentlichen Session, als ginge sie das alles nichts an.

Liebe Parlamentarierinnen, liebe Parlamentarier

Vielfach haben Sie sich während der bundesrätlichen Notrechts-Phase beklagt. In einer Demokratie müsse das Parlament Verantwortung übernehmen können! Die Legislative müsse trotz Krise die Exekutive kontrollieren! Die Volksvertretung wolle ihren Auftrag wahr nehmen und ihren Beitrag zum Wohl des Landes leisten!

In Eile ist also eine ausserordentliche Session auf die Beine gestellt worden, um die bundesrätlichen Entscheide rund um die Corona-Pandemie …

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