Schweiz
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Swedish climate activist Greta Thunberg reacts during a press conference of the « Fridays For Future Summit » at the University of Lausanne, UNIL, in Lausanne, Switzerland, Monday, August 5, 2019. More than 450 participants from 37 different countries will meet in Lausanne, Switzerland, from 5 to 9 August for the summer gathering of the « Fridays for Future » movement. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Alle Kameras auf sie fokussiert: Greta Thunberg an der Pressekonferenz zum Klimagipfel in der Aula der Universität Lausanne. Bild: KEYSTONE

Analyse

Greta will keine Ikone mehr sein – warum das der Klimabewegung schaden könnte

Am Klimagipfel in Lausanne will Greta Thunberg sein wie alle anderen.



Der Klimagipfel der Jungen

Statt zu streiken, trifft sich die europäische Klimajugend die ganze Woche in Lausanne, um sich international zu koordinieren und damit eine grössere Wirkmacht zu erzielen. Denn, um es in den Worten des Schweizer Nobelpreisträgers Jacques Dubochet zu sagen:

«Was ein Gemeinderat irgendwo in der Schweiz beschliesst, bringt nichts.»

Nobelpreisträger Jacques Dubochet

450 junge Klimastreikende aus 37 Ländern Europas weilen nun also in der Waadtländer Hauptstadt.

Leaderin wider Willen

Eine der Aktivistinnen sticht heraus: Greta Thunberg, 16, Friedensnobelpreis-Nominierte und bisheriges Aushängeschild der Bewegung. Sie ist hier die Hauptattraktion – aber will trotzdem eine ganz normale Teilnehmerin sein. Für die Presse ist sie deshalb ausserhalb der Medienkonferenz nicht verfügbar. «No Interviews», heisst es.

Dabei bleibt sie die Person, ohne die alle anderen nicht hier wären. Thunberg war es, die der Klimaprotestbewegung im Spätsommer 2018 mit ihren Schulstreiks den entscheidenden Schub verliehen hat.

Ist ihr der Hype um ihre Person zu viel geworden? Will sie nicht mehr? Kann sie nicht mehr? Oder sind es die anderen Klimaaktivisten leid, dass Thunberg die ganze mediale Aufmerksamkeit geschenkt wird?

Auf den Gängen der Universität Lausanne wird getuschelt, es sei nicht ganz korrekt, dass sie so im Vordergrund stehe. Es handle sich um eine breitgefächerte und basisdemokratische Bewegung, die nicht nur von einer einzigen Person repräsentiert werden dürfe.

Dennoch feiern die Jugendlichen Thunberg regelrecht ab, schwärmen mit glänzenden Augen von Greta, die sie dazu inspiriert habe, Freitag für Freitag in ihrem Dorf irgendwo in Europa auf die Strasse zu gehen und zu protestieren.

Dass sich Thunberg weniger exponiert, scheint so doch vielmehr an ihr selbst als an ihren Mitaktivisten zu liegen. «Sie ist und möchte nicht die Ikone unserer Bewegung sein», sagen die Organisatoren zu watson. Am Montag erläutert Thunberg ihre Gründe. Ernste Miene, leicht trotziger Unterton: «Die Verantwortung für das Klima sollte nicht bei uns Kindern liegen.» Damit hat sie natürlich recht.

Sie sei keine Leaderin dieser Bewegung, sagt sie weiter, und könne so auch nicht für die ganze Bewegung, sondern nur für sich selbst sprechen. Sie würde gerne wieder in die Schule gehen, möge die vielen Kameras nicht. Niemand zwinge sie dazu, doch die Situation sei so gravierend, dass ihr Einsatz weiter gefordert sei. Wenn es dem Anliegen diene, stelle sie sich deshalb weiterhin für Pressekonferenzen und Panels zur Verfügung.

(Zu) grosse Verantwortung für eine 16-Jährige

Die Kameras sind am Montag jedenfalls weiterhin auf sie fokussiert. Thunberg sitzt auf einer Bühne neben Nobelpreisträger Dubochet, dem renommierten Wissenschaftler Ernst von Weizsäcker und zwei weiteren Aktivistinnen. Die Fotografen knipsen Foto um Foto, während das Mädchen das Mikrofon von sich selbst wegschiebt, ihren jungen Mitstreitern oder Dubochet in die Hände.

epa07757805 Swedish climate activist Greta Thunberg, reacts next to Jacques Dubochet from Switzerland, Nobel laureate in Chemistry, during a press conference of the 'Fridays For Future Summit' at the University of Lausanne, UNIL, in Lausanne, Switzerland, 05 August 2019. More than 450 participants from 37 different countries will meet in Lausanne, Switzerland, from 05 to 09 August for the summer gathering of the 'Fridays for Future' movement.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Bild: EPA

Die Aufmerksamkeit behagt ihr sichtlich nicht. Möglich, dass das mit dem Asperger-Syndrom zusammenhängt, von dem Thunberg betroffen ist, einer Form von Autismus. Oft vergisst man aber auch, dass Thunberg eigentlich einfach eine 16-Jährige ist, die sich Sorgen ums Klima macht.

Warum das der Bewegung schaden könnte

Dass Thunberg zur Ikone einer ganzen Generation geworden ist, sei nicht nur ihrem Engagement zu verdanken, betont der Sprecher des Organisationskomitees, Tobias Schuster:

«Ohne die Klimastreikenden auf der Welt würde Greta immer noch alleine vor dem Schwedischen Reichstag stehen.»

Tobias Schuster, Klimaaktivist

Dennoch steht die Organisation nun vor einem Dilemma: Denn für eine erfolgreiche Bewegung braucht es Storytelling, das die Leute berührt. Bekannte Gesichter sind zentral, die Personalisierung ist im Medienbusiness ein entscheidender Faktor. Verabschiedet sich Thunberg aus dem Scheinwerferlicht, kann das dem Anliegen schaden.

Charakterkopf Dubochet spielt den Ball den Medienschaffenden zu: Die Jugendlichen hätten hart dafür gearbeitet, dass der Klimafrage Aufmerksamkeit geschenkt wird. Den Zeigefinger in die Kameras gestreckt, sagt er: «Now YOU continue!»

Die Konferenz ist beendet. Journalisten stürzen sich auf Thunberg – trotz ausdrücklicher Bitte der Organisatoren, dies sein zu lassen. Zwei Fragen lang dauert es, bis eine Aktivistin Thunberg aus der Aula eskortiert. Es ist Zeit für das möglichst emissions- und fleischlose Mittagessen.

Zusatz: Das ist für die nächsten Monate geplant

Die Aktivisten beschäftigen sich diese Woche mit verschiedensten Themen, um ihre Anliegen auf internationaler Ebene zu stärken. Am Freitag tun sie dann das, was die Klimajugend in den letzten Monaten immer gemacht hat: streiken. Es wird erwartet, dass auch Thunberg teilnimmt.

Anschliessend will sie mit den Skippern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi mit einer emissionsfreien Hochseeyacht über den Atlantik zum nächsten Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York Ende September segeln.

Die Organisatoren vom Global Climate Strike rechnen mit Millionen Klimastreikenden, die dort für das Ende der fossilen Brennstoffe auf die Strasse gehen und Aktionen gegen den Klimazusammenbruch fordern. Im Dezember steht dann die UN-Klimakonferenz in Chile auf dem Plan.

Interview mit Nobelpreisträger Jacques Dubochet

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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Don Tom 08.08.2019 01:56
    Highlight Highlight Wie ist das eigentlich mit dem Reisegepäck von Greta und ihrem Vater. Da es auf dem schnellen aber räumlich extrem engen Boot noch nicht mal Platz für eine Toilette hat, wird das Gepäck dann einfach per Flieger nachgeschickt? Oder kaufen sie sich drüben alles neu? Wie gelangen sie dann von den USA gegen Süden, wo es streckenweise gar keine Eisenbahn gibt? Etwa per Auto? Fragen über Fragen....danke im Voraus für konstruktive Antworten.
  • k~m 07.08.2019 15:10
    Highlight Highlight Greta will keine Ikone mehr sein?

    Greta war, ist und wird nie eine *Ikone für mich sein!

    *Ikone steht für:
    - Ikone, eine Gottes- oder Heiligendarstellung
    - in bestimmten Kontexten synonym zu Idol, Leitbild, Medienikone, Galionsfigur, Symbolfigur, Kultfigur
    - Pluralform von Ikon, einem Fachbegriff der Semiotik und Linguistik
    - Ikone (Schiff), im Februar 1967 gesunkenes Küstenmotorschiff
    • Sophia 07.08.2019 17:34
      Highlight Highlight Danke für die Aufklärung, darauf wären wir nie gekommen.
      (So manche Ikone wurde schon vom Holzwurm heimgesucht und zerfiel zu Staub... und manchmal gab es sogar grossen Streit und Stürme um diese unschuldigen Bildchen.)
  • Share 07.08.2019 13:48
    Highlight Highlight
    Der Inhalt, der durch Gretas Projekt des Verzichts, durch die Medien transparent gemacht wird, sollte eine jede Universität versuchen aufzunehmen und Greta als Akademikerin diese bereits gestellten Fragen und viele Fragen mehr formulieren zu lassen. Das wäre überzeugend.
  • Töfflifahrer 07.08.2019 09:33
    Highlight Highlight Einzig die Medien und die Gegner brauchen eine Leaderfigur auf die man sich werfen kann. Gibt sie nur einen Darmwind zuviel ab, sehr es in der Presse als Klimaschädlich. Die Medien fokussieren sich nur auf Personen und hoffen, dass die einen Fehltritt tut damit man die Quote steigern kann. Da nehme ich auch Watson nicht aus.
    Wie wärs, weniger von Greta hu schreiben sondern das was da erarbeitet wird zu diskutieren? Braucht eben etwas Aufwand, wäre aber der Sache dienlicher und Greta könnte ein normaler Teenager sein wie alle anderen Mitstreiter auch.
  • Janis Joplin 07.08.2019 08:26
    Highlight Highlight Eigentlich hat sie ja recht. Möge sie DIE Inspiration sein, aber sicher keine Führerin.

  • Alienus 07.08.2019 00:29
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • sheimers 07.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Krise 06.08.2019 18:21
    Highlight Highlight Ihr als Newsmacher erweist einen Bärendienst mit solcher Berichterstattung. Wieso nicht "Greta will nicht mehr - diese Dinge können der Bewegung jetzt helfen"? Warum schiesst ihr als Journalisten euch so auf dieses Mädchen ein wenn sie sagt dass sie das nicht mehr möchte?
  • leu84 06.08.2019 18:17
    Highlight Highlight Frau Thunberg hat unser Gewissen in Sache Klima aktiviert. Jetzt liegt es an uns allen, weiter zu machen. Sie ist noch jung und soll ihre Zukunft nach dem Übergangsjahr angehen können.

    Es sind manch Medienschaffende, die Frau Thunberg zur Ikone ernennen wollen. Aber denen ist das Wohl anderer sekundär.
  • Sapere Aude 06.08.2019 17:41
    Highlight Highlight Alleine schon wie sie von mancher Seite massiv unter Beschuss genommen wird, macht es verständlich. Für die Klimabewegung könnte es sogar von Vorteil sein, wenn die Bewegung in der Öffentlichkeit breiter auftritt.
    • m. benedetti 06.08.2019 18:13
      Highlight Highlight Wenn man alleine die Kommentare und deren Zustimmungsraten auf 20min liest, so haben diese Bewegten Null Chancen auch nur irgendetwas zu bewegen.
    • Sapere Aude 06.08.2019 22:00
      Highlight Highlight @m. benedetti wüsste nicht aus welchen Gründen die Kommentare auf 20minuten repräsentativ sind. Gilt für mehr oder weniger jedes Onlinemedium. Selbst die Umfragen sind mit Vorsicht zu geniessen, da sich diese einfach manipulieren lassen. Erster wirklicher Gradmesser werden die Wahlen im Herbst.
    • Sergio Colleoni 07.08.2019 05:25
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Kramer 06.08.2019 17:24
    Highlight Highlight Ich mag Greta und ihre Art, aber das Ganze ist schon etwas gross geworden, und ich kann verstehen dass sie nicht die ganze Zeit so im Rampenlicht stehen möchte. Es ist eines, eine vorbereitete Rede zu halten, aber etwas ganz anderes am Laufband spontane Interviews mit immer anderen Leuten aber immer den gleichen Fragen machen zu müssen, insbesondere für Asperger.
    Ich hoffe trotzdem dass Greta aktiv bleibt, und dass sie eine gute Balance findet zwischen Autritten und Privatleben.
  • neutrino 06.08.2019 17:19
    Highlight Highlight So einfach ist es dann doch wieder nicht. Klar, die Medien brauchen Greta - aber dass das Greta so gar nicht will, kauf ich ihr nicht ab. Nur ein Bsp.: die Filmcrew auf dem Segelboot nach NY dient doch gerade der medialen Inszenierung?
    • Grossmaul 06.08.2019 17:48
      Highlight Highlight Genau. Die hat doch sicher verborgene Motive, gell? Was du da schreibst sagt sehr viel über dich aus.

      Und gar nichts über GT
    • neutrino 06.08.2019 18:20
      Highlight Highlight Was soll es über mich aussagen? Und wo habe ich Greta verborgene Motive unterstellt?

      Ich finde Greta mutig und wichtig - aber ein mediales Interesse ist auch ihrerseits da. Finde ich auch gut so, aber das kann man doch auch so zugeben.

      Wer sich medial zurückziehen will, schafft das schon. Aber zumindest bei Gretas Umfeld ist dieses Interesse mM nicht da.
    • Grossmaul 06.08.2019 22:40
      Highlight Highlight Neutrino, es sieht ganz so aus, als hätte ich dich falsch verstanden. Sorry.

      Insgesamt ist es schwierig die Motive anderer richtig einzuschätzen, vor allem, wenn man davor ausgehen muss, dass sie einem oft selbst nicht ganz klar sind.

      Ich kann mir ein mediales Interesse von GT im Rahmen ihres Engagements gut vorstellen, weniger jedoch, dass sie es geniesst im Mittelpunkt des Interesses zu stehen. Als neurotypischer Mensch sind die kognitiven Pfade im Gehirn eines Individuums mit Diagnosekriterien aus dem IDC-10 F84.5 Spektrum nur sehr schwer nachvollziehbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • John H. 06.08.2019 17:02
    Highlight Highlight "Die Aufmerksamkeit behagt ihr sichtlich nicht. Möglich, dass das mit dem Asperger-Syndrom zusammenhängt,"
    Ich hoffe sehr, dass sie das Asperger-Syndrom schützt.

    "Charakterkopf Dubochet spielt den Ball…"
    Ich denke er, von Weizsäcker und viele andere sollten "die Medien" nun füttern und das «Now YOU continue!» auch weiterführen.

    … und wir auch.
  • Supermonkey 06.08.2019 16:26
    Highlight Highlight Schade sind keine Streikende aus Asien dabei.... Ohne Asien ist das ganze nur ein Witz. Ohne die ganze Welt miteinzubeziehen wird gar nichts gerettet.
  • Linus Luchs 06.08.2019 16:11
    Highlight Highlight «Ohne die Klimastreikenden auf der Welt würde Greta immer noch alleine vor dem Schwedischen Reichstag stehen.» Ich gehe davon aus, dass dieser Satz von Tobias Schuster nicht das logische Denkenvermögen der Klimabewegung repräsentiert. Selbstverständlich gäbe es ohne Greta keine "Klimastreikenden auf der Welt" und keinen Klimagipfel in Lausanne.

    Aber ich verstehe gut, dass sich die Bewegung von der Ikone emanzipieren möchte. Und dass der Ikone das ewige Rampenlicht missfällt. Wir brauchen keinen Personenkult. Die Medien sollen aufgreifen, worum es geht: Klimaveränderung, Ursachen, Lösungen.
  • Bruno Wüthrich 06.08.2019 16:00
    Highlight Highlight Es scheint, als bräuchten wir Menschen ein Gesicht, um uns hinter etwas (bzw. jemand) stellen zu können. Wer sich um das Klima Sorgen macht (hoffentlich viele), stellt sich hinter Greta.

    Derzeit ist auf diesem Portal auch etwas über den Wahlkampf von Köppel zu lesen. Auch er ist so ein Gesicht, hinter das sich Menschen stellen. Vorwiegend die alten Blocherianer, die hinter den Klima-AktivistInnen "nur" Kinder sehen.

    Das Wetter oder das Klima verstehen zu wollen, ist schwierig. Da glauben einige lieber den "einfachen Wahrheiten" und den Kalauern von Köppel.
  • DerewigeSchweizer 06.08.2019 15:24
    Highlight Highlight "Sie"
    hat es schon geschafft,
    die Kinder zu politisieren und zu aktivieren,
    in einem Thema,
    das alle diese Kinder selber,
    unter uns allen,
    am meisten betrifft.
    Sie, und dann ihre Kinder etc.
    Deren Klima. Deren Zukunft.
    70 zurück und 70 Jahre vorausgeschaut;
    Bilanz und Aussicht.

    Ist eigentlich schon ...
    Und tja, sie haben recht.
    Hoffe einfach, dass sie es schaffen,
    diese Kinderbewegung im Thema Klimawandel,
    auch nach Asien zu übertragen.
    Das muss sein, sonst wird's nix.
    Könnte mit den heutigen Kanälen sogar möglich sein.

    Und Greta muss natürlich emeritieren
    und ihre Kindheit weitermachen.
  • Gonzolino_2017 06.08.2019 15:20
    Highlight Highlight Greta pusht sich nicht selber und Sie macht sich auch nicht selber zum Hype ... allein die Medien tragen die Verantwortung dafür und sie werden Greta und den ganzen Hype totschreiben - es ist wie mit der Werbung, irgendwann - wenn man es nicht mehr hören will/kann - wird einfach übersprungen, weitergespult ... Als ob nichts gewesen wäre ...
    • FrancoL 06.08.2019 19:09
      Highlight Highlight Nein, die Umwelt wird sich immer wieder melden, nur ganz unaufmerksame werden den Ruf der Umwelt nicht hören.
  • Pinkerton 06.08.2019 15:09
    Highlight Highlight Es scheint, als ob die junge Greta bezüglich des Personenkults, der um sie veranstaltet wird, um ein Vielfaches vernünftiger und realistischer ist als ihre Fans - auch in den Medien.
  • Allion88 06.08.2019 15:09
    Highlight Highlight sie hat sicher recht. eine 16 jährige sollte nicht so im fokus sein, sondern ohne allzu grosses rampenlicht ihre teenager jahre geniessen können.

    ich behaupte mal es sind mehrheitlich die medien, welche sie so als kopf der bewegung pushen. die bewegung würde auch ohne sie weiterleben
  • ChillDaHood 06.08.2019 15:04
    Highlight Highlight Die Klimabewegung braucht Greta nicht. Die Medien brauchen Greta. Die Andersdenkenden brauchen Greta. Sie bietet ein Image, ist ein "singlenpoint of contact" und bietet Angriffsfläche (whataboutism, anyone). Gott behüte, man müsste sich sonst ja noch mit Fakten, differenzierten Meinungen und einem vielschichtigen komplizierten Thema auseinandersetzen. Da ist ein 16 jähriges Mädchen halt schon einfacher...
    • Sophia 06.08.2019 17:37
      Highlight Highlight Ob die Klimabewegung, was immer das auch sein soll, eine Greta brauchen oder nicht, ist mir gar nicht wichtig, aber der Klimawandel braucht Menschen, wie sie! Menschen, welche nicht eifach zusehen und abwarten und blöde Sprüche produzieren und hinter allem eine Verschwörung "riechen", tragen zum Leben auf unserem Planeten gar nichts bei, nein, es sind einfach nur arme Tröpfe, die zwar querliegen, schlussendlich aber von den Aktivitäten der Klimaakteure gerettet werden, um ihre ewig gestrige Thesen zu vertreten. Hier gehts doch nicht um Greta, sondern ums Klima!
    • Grossmaul 06.08.2019 17:46
      Highlight Highlight Well spoken.
    • fools garden 06.08.2019 18:00
      Highlight Highlight Danke Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miikee 06.08.2019 15:01
    Highlight Highlight Sehe das eher Positiv und eine Chance.

    Greta ist oder war eine gute Story aber nur noch Greta hier und Greta da, schadet dem unterfangen mehr.

    Die Menschen können es irgendeinmal nicht mehr hören und haben genug von der Greta (und vielleicht auch vom Thema).
    • Sophia 06.08.2019 17:41
      Highlight Highlight Miikee, ich kann gar nicht genug von den Gretas dieser Erde bekommen, mir verleiden die ewigen Meckerer, die ständig am Thema vorbeiargumentieren, weil sie sich vor der Wahrheit fürchten. Der Kliamwandel ist Tatsache und jeder, der sich diesem Thema und der Zukunft mit Leidenschaft widmet, ist mir herzlich willkommen. Es geht um unseren bewohnbarenPlaneten und nicht um Greta!
  • FrancoL 06.08.2019 14:51
    Highlight Highlight Ich bezweifle dass die Klimabewegung ohne "Figuren" nicht ihren Weg findet, ich bin überzeugt dass die Menschen angesprochen wurden und sie sich nun, wenn sie es begriffen haben, bewegen werden, sie werden reagieren mit oder ohne "Leitfiguren".
    Es wäre ein Armutszeugnis für die Jugend, wenn sie nur einer "Figur" folgen, wenn die Jungend etwas erreichen will muss sie auf sich selbst zählen können und ohne Zugpferde reagieren.
    Es geht um die Zukunft jeden Einzelnen und nicht um die Zukunft von Leitfiguren. Jeder/Jede muss für seine/ihre Zukunft kämpfen.
    • Sarkasmusdetektor 06.08.2019 18:23
      Highlight Highlight Erinnerst du dich noch an die 99%-Bewegung? Die hatten auch keine Anführer.
    • FrancoL 06.08.2019 18:26
      Highlight Highlight Kann man gar nicht vergleichen, das Klima begleitet einem Tagein tagaus.
  • Domimar 06.08.2019 14:32
    Highlight Highlight "Denn für eine erfolgreiche Bewegung braucht es Storytelling, das die Leute berührt" - Ist das wirklich so? Das würde bedeuten, die Menschen rühren sich nur, wenn sie "berührt" werden. Ich hoffe wirklich, dass das nicht stimmt. Zum Wohle von uns Allen. "Die Konferenz ist beendet. Journalisten stürzen sich auf Thunberg" Also haben die Journis bei dem Ganzen gar nicht zugehört? Was ist nochmals die Aufgabe von Journalisten? Madame fédérale?
    • Butschina 06.08.2019 14:59
      Highlight Highlight Leider ist es schon so. Vielleicht könnte man jedoch statt nur einer Person, verschiedene in den Vordergrund rücken. Da wäre die Mithilfe der Medien sehr hilfreich.
      Dass ihr das ganze zu viel wird kann ich verstehen.
    • El Pepedente 06.08.2019 15:44
      Highlight Highlight das stimmt leider bei vielen menschen.. weil sie nicht fähig sind selber zu denken und vorallem nicht fähig sind sich in andere zuversetzten^^ kurz gesagt die meisten verstehen nur was sie berührt hat oder erlebt haben... traurig aber war
    • Firefly 06.08.2019 17:43
      Highlight Highlight Natürlich stimmt das. Früher nannte man es Mythos, heute Storytelling.

      Schau dir mal genauer an, wieviel unserer Kultur oder der verschiedenen Kulturen der Menschen auf Mythen beruhen, im Glauben, der Nation, der Familie.

      Jesus ist ein Mythos, Wilhelm Tell auch, und Superman und Harry Potter. Auch, dass Konsum glücklich macht, ist ein Mythos, der tausendfach von der Werbung wiedergegeben wird und von dem sich die Menschen berühren und rühren lassen.
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Für Weihnachten: So begegnest du den «Fakten» deines Onkels, dem Klimawandel-Skeptiker

An Weihnachten gibt's Geschenke, Völlerei und Besinnlichkeit. Womit sich aber einige ebenfalls jedes Jahr wieder konfrontiert sehen, ist die Skepsis einiger älterer Familienmitglieder gegenüber dem Klimawandel.

Gerade als das Fondue Chinoise angeworfen wird, platzt deinem Onkel der Kragen: «Das ist doch alles nur ein Hype!» Doch im Gegensatz zu Oliver Baroni meint er nicht das Fondue Chinoise, sondern die Angst vor dem Klimawandel. Damit du deinem Onkel etwas entgegen kannst, hier die neun häufigsten Aussagen von Klima-Skeptikern im Faktencheck:

«Manchmal ist es halt kalt und manchmal warm!» Mit dieser einfachen Aussage versuchen Klimaskeptiker immer wieder, den Klimawandel zu widerlegen. Doch: Das …

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