Schweiz
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epa08529995 Passengers wearing face masks exit a train at a rail station in Lausanne, Switzerland, 06 July 2020. Swiss authorities have mandated the use of face masks, starting on 06 July, for all people aged 12 and older using any form of public transport, including trains, trams, buses, cable cars and boats.  EPA/LAURENT GILLIERON

Immunisierung statt Maskenpflicht? Die Debatte geht in der Schweiz von Neuem los. Bild: keystone

Analyse

Warum die Durchseuchung keine Alternative zum Lockdown ist

Der St. Galler Infektiologe Pietro Vernazza regt eine «differenzierte Durchseuchung» an, um die Bevölkerung gegen das Coronavirus zu immunisieren. Die Fakten sprechen dagegen.



Die Corona-Lage in der Schweiz bleibt labil. Pro Tag werden meistens mehr als 100 Infektionen registriert, zuletzt auch am Wochenende, wenn die Zahlen in der Regel tiefer sind. In Clubs in Bern und Genf kam es zu Superspreader-Events. Die Location in Bern wurde für zehn Tage geschlossen, was einmal mehr die Frage aufwirft, ob die Öffnung der Clubs eine gute Idee war.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Das Coronavirus ist nach wie vor unter uns, und es wird nicht verschwinden. Deshalb wird eine Debatte neu belebt: Hätte man die Pandemie besser mit einer Durchseuchung der Bevölkerung bekämpft als mit einem Lockdown?

Professeur Pietro Vernazza, President de la Commission Federale pour la Sante Sexuelle, Medecin chef division des maladies infectieuses a l'Hopital de Saint Gall, s'exprime lors d'une conference de presse sur les 10ans de depistage du VIH et autres IST en Suisse avec la reponse innovante des Checkpoints, ce vendredi 16 octobre 2015 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Pietro Vernazza regt eine «differenzierte Durchseuchung» an. Bild: KEYSTONE

Angeregt wurde sie durch ein Interview mit Pietro Vernazza, Chefarzt an der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene am Kantonsspital St. Gallen, in der vorletzten Ausgabe der «SonntagsZeitung». Er hatte bereits Ende April im Interview mit CH Media postuliert, «den Aufbau einer Immunität in der Bevölkerung» zuzulassen. «So wie das Schweden macht.»

Nun legte Vernazza nach: «Man könnte die Schutzmassnahmen in der breiten Bevölkerung reduzieren, damit die junge Bevölkerung nach und nach mit dem Virus in Kontakt kommt. Den älteren Menschen sollte man die Möglichkeit geben, sich besser zu schützen.» Eine differenzierte Durchseuchung sei «eine Alternative zur heutigen Ausrottungsstrategie des Bundes».

Schweden hat «nichts falsch gemacht»

Das umstrittene schwedische Modell verteidigt er nach wie vor: «Die Schweden haben nichts falsch gemacht», sagte Vernazza der «SonntagsZeitung», obwohl das skandinavische Land mit fast 5700 Todesfällen eine weitaus höhere Opferzahl verzeichnet als seine Nachbarn Dänemark, Norwegen und Finnland, die auf einen Lockdown gesetzt haben.

People enjoy the warm evening weather in Malmo, Sweden, Tuesday May 26, 2020 as a sign reads 'In Malmo everything is near. But now we need to keep a distance'. Sweden has defended its response to the COVID-19 global pandemic despite the country now reporting one of the highest mortality rates in the world with 4,125 fatalities, about 40 deaths per 100,000 people. ( Johan Nilsson/TT via AP)

Schweden ist das Lieblingsland der Durchseuchungs-Anhänger, trotz hoher Opferzahl. Bild: AP

Dennoch hat die schwedische Strategie auch bei uns viele Anhänger. Eine Durchseuchung wurde zu Beginn der Pandemie von diversen Leuten propagiert, etwa dem Freiburger Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger. Einige «Spassvögel» meinten, man müsse nur die Risikogruppen isolieren, dann sei die Bevölkerung in zwei Wochen immunisiert.

Viele machen nicht mit

So simpel ist die Welt der Viren nicht. Dennoch stösst Vernazza bei vielen Berufskollegen auf Zustimmung. Die Experten des Bundes aber können mit seiner Durchseuchungs-Idee nichts anfangen. Die Corona-Taskforce wolle mit einem Policy Brief verhindern, dass sich der Glaube daran ausbreite, schreibt die «SonntagsZeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe.

Der Basler Infektiologe Manuel Battegay, ein Mitglied der Taskforce, bezeichnete eine kontrollierte Durchseuchung als illusorisch. Viele Menschen seien «nicht bereit, sich anstecken zu lassen». Eine gezielte Durchseuchung müsste deshalb mit Massnahmen einhergehen, «die mit der demokratischen Struktur der Schweiz nicht vereinbar wären».

Niedrige Zahlen besser für Wirtschaft

Tatsächlich dürften die Verfechter der Durchseuchung die Bereitschaft der Menschen zu einem derartigen «Experiment» überschätzen. Viele haben Angst vor Krankheiten und würden sich eher verkriechen, als sich dem Virus unkontrolliert auszusetzen. Das zeigt gerade das Beispiel Schweden, wo das öffentliche Leben auch ohne Lockdown stark zurückging.

Video: sda/SDA

Als Folge davon hat die Wirtschaft nicht weniger unter der Pandemie gelitten als im übrigen Europa. Der Wirtschaft werde besser geholfen, wenn die Fallzahlen möglichst niedrig gehalten würden, argumentiert Manuel Battegay: «Die Verunsicherung der Bevölkerung bei hohen Fallzahlen ist lähmend – auch für die Gesellschaft.»

Das Timing ist alles

Angesichts der steigenden Zahlen regt die Taskforce deshalb eine Ausweitung der Maskentragpflicht an, etwa auf alle geschlossenen Räume im öffentlichen Bereich. Ein vom Epidemiologen Christian Althaus von der Universität Bern mit Forscherkollegen entwickeltes Modell zeigt zudem, dass ein schnelles und hartes Durchgreifen viele Leben retten kann.

Hätte der Bundesrat den am 17. März in Kraft getretenen Lockdown eine Woche später verordnet, wären über 8000 Personen in der Schweiz an Covid-19 gestorben. Derzeit sind es 1700 Todesopfer. Die Studie besagt aber auch, dass nur 400 Menschen gestorben wären, wenn der Bundesrat die Schweiz eine Woche früher stillgelegt hätte.

Österreich als Vorbild

Die Berner Modellrechnung erhärtet die Vermutung, wonach die Landesregierung keinen Tag zu früh gehandelt und gerade noch rechtzeitig die «Notbremse» gezogen hat, um in unseren Spitälern Zustände wie in der Lombardei zu verhindern. Sie widerlegt auch Skeptiker wie Ueli Maurer, der am liebsten auf einen Lockdown verzichtet hätte.

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

Für Christian Althaus ist klar, dass sich schnelles Handeln lohnt: «Wenn man eine Woche früher harte Massnahmen ergreift, kann man dafür auch bis zu drei Wochen früher wieder öffnen», sagte er den Tamedia-Zeitungen. Als Beleg verweist der Epidemiologe auf andere europäische Länder, die sehr unterschiedlich auf die Pandemie reagierten.

So hat Österreich schneller als die Schweiz dicht gemacht. Mit rund 700 Covid-19-Opfern gehört unser Nachbarland zu den Vorbildern in Europa, trotz des Après-Ski-Debakels in Ischgl. Das Gegenbeispiel ist Grossbritannien, wo die Regierung die Pandemie unterschätzt hat. Mit rund 45’000 Toten verzeichnet man die höchste Opferzahl in Europa.

Auch Junge werden krank

Premierminister Boris Johnson, der selber auf der Intensivstation gelandet war, räumte am Wochenende Fehler bei der Bekämpfung der Krise ein. Der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College in London meinte, die Hälfte der Todesfälle hätte vermieden werden können, wenn der Lockdown eine Woche früher durchgesetzt worden wäre.

Verfechter einer Durchseuchung verweisen darauf, dass praktisch nur alte Leute mit Vorerkrankungen an Covid-19 sterben, während jüngere Menschen milde bis gar keine Krankheitssymptome zeigen. Das stimmt grundsätzlich, aber auch junge und vermeintlich gesunde Menschen können schwer erkranken und müssen selbst bei einer Heilung Langzeitfolgen befürchten.

Letztlich wissen wir immer noch zu wenig über das Virus, und der menschliche Organismus reagiert unterschiedlich darauf. Eine Durchseuchung ist deshalb keine Alternative, sondern eine High-Risk-Strategie.

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282Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saerd neute 29.07.2020 16:12
    Highlight Highlight Die Idee des Bundesrates war es eine Überlastung der Spitäler zu verhindern. Von Ausrottung war bislang nie die Rede weil es auch nicht möglich ist.
    Wir haben nun gesehen dass unser Gesundheitssystem weit strapazierfähiger ist als angenommen deswegen wäre eine Durchseuchung möglich.

    "Viele sind nicht bereit sich anstecken zu lassen.... sie haben Angst krank zu sein...?

    Genau das ist das Problem. Jeder wirft dem anderen bei Nichteinhalten der Massnahmen vor asozial zu sein, dabei denkt aber jeder egoistisch nur an sich aus Angst wieder mal krank zu sein.
  • Ferdinand Ake 28.07.2020 21:47
    Highlight Highlight Wer sagt denn, dass der Experte Vernazza richtig liegt mit seinen Thesen? Oder irgendein anderer Experte? In meinem persönlichen Umfeld gibt es leider zu viele Beispiele dafür, dass die Halbgötter in weiss wider besseren Wissens falsch lagen. Offensichtliche Fakten sind doch, dass das Virus hoch ansteckend ist, schwere Krankheitsverläufe verursacht und eine hohe Sterberate hat, siehe die aktuelle Lage in den USA.
    Mittelfristig wird es Impfungen und Medikamente geben, bis dahin heisst es, weiterhin wachsam zu sein und den Massnahmen folgen. Kann doch nicht so schwer sein.
  • Kubod 28.07.2020 20:08
    Highlight Highlight Durchseuchung. Ich kann´s echt nicht mehr hören.
    Dumme und dämliche Idee.

    Wir erreichen das Gleiche durch eine Impfung.
    Allerdings ohne die Toten und Langzeitgeschädigten.

    Wieso ist es so schwierig für einige, die nicht weiterdenken können, als bis zum Rand der Bar, sich mit Maske und Abstand bis zur Impfung über die Runden zu retten.
    Gfpteli.
    • Patrik Hodel 29.07.2020 12:42
      Highlight Highlight Willst Du Dir ernsthaft etwas spritzen lassen, von dem nichts über Nebenwirkungen und vor Allem Langzeitfolgen bekannt ist?

      Viel Spass dabei, ich mach da nicht mit.
  • Ernstli 28.07.2020 18:29
    Highlight Highlight Medien schiessen immer auf die Clubs. Bundesamt Gesundheit veröffentlicht wegen Datenschutz nicht wo die wirklichen Sünder sind.
  • Dein Freund und Leser 28.07.2020 13:48
    Highlight Highlight Lesen einige Virologen u Wirtschaftfachleute keine Nachrichten? - Viele Aspekte (fragl. Immunitätsdauer etc), denen ich nur zustimmen kann, tönten schon in guten Leserbeiträgen zu dem Artikel an.

    Zahlen zur Durchseuchung in SE gibt es bei BBC und Quarks: Stockholm um 10%, auf dem Lande 3.7- 4.2%. Von Herdenimmunität keine Spur. Rechtfertigt das eine Sterblichkeitsrate die Schweden in die europ. Poleposition von Coronatoten pro Anzahl Einwohner bringt?

    Ich wäre dafür, dass alle, die eine Durchseuchungstheorie verfolgen mit gutem Beispiel vorangehen...falls ihr soziales Umfeld das mitmacht.
    • jackster 28.07.2020 16:56
      Highlight Highlight Erstens ist Schweden in der Mitte der europäischen Länder was die Mortalität anbetrifft. Somit Fake News ihrerseits. Zweitens sind 75% der Verstorbenen im Median 86 Jahre alt. Darf der Mensch nun nicht mehr sterben oder einfach nicht an Covid-19? Doch falls, zu welchem Preis? Schauen Sie mal in die Welt ausserhalb Europa. Das Leiden in Südamerika, Indien, Phillipinen ist riesig. Und das wegen einer Erkrankung, die für (laut WHO) 95% der Infizierten nicht oder nur kaum spürbar ist? Und schauen Sie auch mal in die Schweiz, Badis, etc., die Durchseuchung, falls denn nötig, läuft bestens :)
  • stefan reiser 28.07.2020 13:16
    Highlight Highlight Beurteilen wir das Herunterfahren des
    öffentlichen Lebens bei einer gewissen
    Verbreitung der Ansteckung als wirksam
    und gut, so spricht nichts dagegen ,
    in einer vergleichbaren Lage ,
    und in Ermangelung besserer Mittel
    wieder gleich vorzugehen .
    Die Vorstellung , dass man ein Virus
    verfolgen und erlegen oder dank einer
    Maske blockieren könne , war von Anfang an
    Wunschdenken .
    Vielleicht kommt der Durchbruch nicht im
    Kampf gegen das Virus , sondern
    in der Heilung von Covid19 .
    Detail : Als Raucher finde ich es stark , dass der
    Schlüssel dazu , Nikotin sein könnte .
  • Bee89 28.07.2020 11:51
    Highlight Highlight Ein Argument, dass ich bei diesen Durchseuchungsdiskussionen nie sehe: Was ist mit den Langzeitfolgen? Das Virus ist noch so neu, wir wissen überhaupt nicht, welche Langzeitschäden es anrichtet. Man hört immer wieder von Genesenen, die noch Wochen/Monate später über Probleme klagen.
    Es gibt bei der Erkrankung nicht nur zwei Szenarien "Tod oder Genesung". Wir wissen doch einfach nicht, was da alles passieren kann.
    • Patrik Hodel 29.07.2020 12:44
      Highlight Highlight Also etwa die gleiche Ungewissheit wie bei der Impfung.
  • Ian Cognito 28.07.2020 11:38
    Highlight Highlight Hä? Verstehe ich etwas falsch? Weil der Lockdown richtig war ist die Durchseuchung nun keine Alternative? Das klingt ja wie wenn ich sagen würde, weil ich gestern schon Pizza hatte kann ich heute keinen Salat essen...
    Vernazza redet doch nicht von der Vergangenheit. Er kritisierte vorallem (zu Recht) das allgemeine undifferenzierte Schwedenbashing.
    Wo sind diese Fakten, die am Anfang erwähnt werden? Ich lese nur Meinungen.
    1/10 Watson das solltet ihr besser können
    http://wO
  • MrBlack 28.07.2020 11:24
    Highlight Highlight Das grösste Problem ist doch, dass eine solche "differenzierte Durchseuchung" ein Experiment mit ungewissem Ausgang wäre.

    Es gibt kaum Länder, in denen man es schafft(e), die Lage bei einer hohen Anzahl von Neuansteckung im Griff zu behalten. Zusätzlich noch die Risikogruppe vor einer Ansteckung zu schützen, ist eine noch viel schwierigere Aufgabe.
  • Wetterleuchten 28.07.2020 10:27
    Highlight Highlight Alles korrekt analysiert und dabei weiss bisher meines Wissens bis heute niemand, ob überhaupt eine anhaltende Immunität resultiert. Im Gegenteil, die mit schwachen oder gar keinen Symptomen haben erwiesenermassen nur sehr wenige Antikörper im Blut. Unter solchen Umständen an eine Durchsuchung zu denken scheint mir absurd.
  • Hmmm.... 28.07.2020 10:12
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht warum darüber nachgedacht wird die Maskentragepflicht auszuweiten. Erstens haben wir gesehen, dass es nichts nützt (siehe ÖV) und zweitens sind die Fallzahlen so tief, dass es so eine Massnahme nicht rechtfertigt.
    • Gronos 29.07.2020 10:50
      Highlight Highlight Es sind immer noch zu viele Fälle die gemeldet werden, in dieser Situation kann es jederzeit einen neuen Ausbruch geben. Dies möchte man verhindern indem man die Infektionsrate weiter senkt. Macht schon Sinn, wenn denn die bisherigen Erkenntnisse korrekt sind.
  • Robodoc 28.07.2020 09:47
    Highlight Highlight Manchmal frage ich mich, ob sich die Verfechter der Durchseuchung an den Dreisatz in der Schule erinnern. Wir hatten 35'000 Fälle und 2'000 Tote. Was geschieht, wenn wir 8 Millionen Fälle haben? Klar, die berechneten 450'000 Tote sind sicher unrealistisch hoch, aber wollen wir ausprobieren, wie viele? Geht man von 1% aus, ergibt das 80'000 Tote. Unrealistisch? New Yourk City hat ziemlich genau gleich viele Einwohnen wie die Schweiz, hat 23'000 gemeldete Todesfälle und die Übersterblichkeit liegt noch höher bei einer geschätzten Zahl von Personen mit Antikörper von 26%.
  • Nik G. 28.07.2020 08:17
    Highlight Highlight Ist eine Theorie. Schweden hat mehr Todesopfer ja. Ist das schlechter? Ist eine ethische Frage. Würden wir den Tod wieder mehr als etwas selbstverständliches ansehen würden, würden wir vermutlich anders darüber denken. Ich habe von ein paar alten Menschen 75- 85 jährig gehört die lieber normal weiterleben wollen und halt an Corona sterben können. Wir haben zehntausende Menschen sozial komplett isoliert über mehrere Monate in den Pflegeheimen, ist das ethisch? Was richtig oder falsch war sehen wir in ein paar Jahren und auch dann gibt es kein richtig oder falsch, nur anders.
  • Militia 28.07.2020 06:48
    Highlight Highlight Beim ersten deutschen Corona-Patienten können bereits keine Antikörper mehr nachgewiesen werden. Durchsuchung ist also nicht möglich.
    Fraglich wieso gewisse Experten ihren Ruf aufs Spiel setzen und ohne sichere Erkenntnisse einfach eine Behauptung in den Raum stellen...
    • Meiniger 29.07.2020 12:20
      Highlight Highlight Keine Antikörper heisst nicht, dass man nicht mehr Imunn ist.
  • zar_dule 27.07.2020 22:35
    Highlight Highlight Es ist süss zu lesen, wenn Watson-Kommentarschreibr das Gefühl haben es besser zu wissen als ein Infektiologe, Kliniker und Chefarzt. Auch dem Journalist würde ein bisschen Bescheindenheit und weniger absolute Aussagen gut tun. Es gibt keine Konsens in der Wissenschaft.

    Tipp an alle: Antikörper sind nicht der alleinige Marker für eine Immunität. Sie sind nur der offensichtlichste. Stichwort T-Zellen....
    • Ian Cognito 28.07.2020 11:41
      Highlight Highlight Danke! Genau meine Meinung! Ich finde es ja erschreckend, wie man von "Fakten die dagegen sprechen" reden kann und dann lediglich irgendwelche Meinungen bringt, die teils nicht einmal von Fachpersonen kommen.. Diese antiwissenschaftliche Haltung stimmt mich schon bisschen traurig
    • Ritiker K. 28.07.2020 13:14
      Highlight Highlight Ian Cognito - anderen eine antiwissenschaftliche Haltung vorwerfen, aber selber auch nur seine Meinung Kund tun?

      Hier Studien die die mittel und langfristige Immunität gegen COVID-19 in Frage stellen:
      https://www.nature.com/articles/s41591-020-0965-6

      https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.07.09.20148429v1


      Wissenschaft ist ein Diskurs!
    • Ian Cognito 28.07.2020 15:00
      Highlight Highlight @Ritiker Wo hab ich das Gegenteil behauptet? Genau Wissenschaft wäre ein mehrseitiger Diskurs unter Wissenschaftlern..
      Im Beitrag sehe ich aber kaum was davon und in der Kommentarspalte scheint jeder ein Infektologe zu sein....
      "So simpel ist die Welt der Viren nicht. Dennoch stösst Vernazza bei vielen Berufskollegen auf Zustimmung." Ich meine die Zustimmung wird mit einem kurzen Satz abgehandelt, auf der anderen Seite lässt man den (politisch abhängigen) Infektologen von der Taskforce länger Durchführbarkeitsargumente bringen... Sagst du dem Diskurs?
    Weitere Antworten anzeigen
  • daunicornhunter 27.07.2020 22:16
    Highlight Highlight Nur eine Frage? "Corona" Virus gab's schon und wirds auch noch sehr lange geben.
    Gaht das jetzt jedes Jahr so?
    • esmereldat 27.07.2020 22:56
      Highlight Highlight Es gibt verschiedene Arten von Corona Viren, teilweise vergleichsweise harmlos für uns Menschen, teilweise lösen sie schwere Krankheiten aus. Die "aktuelle Ausgabe" ist neu und von der problematischeren Sorte. Wie lange das noch geht und ob es jedes Jahr neu auftaucht ist noch unklar.
  • Lexxus0025 27.07.2020 22:16
    Highlight Highlight Die würde des menschen ist unantastbar...nur die wirtschaft darf sie mit füssen treten.
    Machne leute sind einfach nur pfui.
    • Toerpe Zwerg 27.07.2020 23:04
      Highlight Highlight "Die Wirtschaft" ist kein handelndes Subjekt.
    • Grohenloh 28.07.2020 00:15
      Highlight Highlight Wer ist denn die Wirtschaft genau?

      Die, die Ihren Lohn bezahlen gehören auch dazu (oder, wenn es ein Staatslohn ist: die, die mit ihren Steuern Ihren Lohn bezahlen)

      Mich würde wirklich mal interessieren, wen die Leute bei solchen Aussagen vor Augen haben. Die Wirtschaft sind ganz viele hart arbeitende Schreiner-, Sanitär- und Maurermeister, Anwälte, die versuchen einen guten Job zu machen, Unternehmen, die Maschinen produzieren und ins Ausland verkaufen, Tourismusunternehmer, wie Beizer und Transportunternehmer, Ärztinnen in ihrer Praxis usw.
      Ärs.e gibts überall und Selbstoptimierer sowieso
    • Jonaman 28.07.2020 04:10
      Highlight Highlight @Lexxus0025: Genau, was erlaut sich das Virus, unsere Würde anzutasten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • simiimi 27.07.2020 21:31
    Highlight Highlight Was schlägt denn die Covid-Taskforce des Bundes als Alternative zur Durchseuchung vor? Lockdown und Massnahmen könnten funktionieren, aber nur falls eine Impfung in absehbarer Zeit gefunden wird, was noch keineswegs gesichert ist. Ohne Impfung ist die Durchseuchung doch der einzige Weg, aus diesem Schlamassel wieder rauszukommen. Beginnen wir deshalb lieber früher als später eine nüchterne Debatte darüber.
    • Samurai Gra 27.07.2020 22:45
      Highlight Highlight Die Durchseuchung hilft auch nur wenn sie längerfristige Immunität garantiert.

      Leiden aber viele Menschen an den Nachwirkungen der ersten Infektion während die zweite Welle anrollt und es gibt keine Immunität mehr trifft dies diese Menschen dann umso härter da die dann im dümmsten Fall Risikopatienten geworden sind.
    • bebby 27.07.2020 23:30
      Highlight Highlight Letzteres ist nicht sicher. Ich denke da z. B. an die spanische Grippe (ok kein coronavirus), die in der ersten Welle einen harmlosen Verlauf hatte, aber in der 2. Welle sehr tödlich war. Die Glückpilze, die schon von der ersten Welle betroffen waren, hatten überlebt. Nicht dass es nochmals so kommen wird, aber ausgeschlossen ist es auch nicht, oder?
    • Jonaman 28.07.2020 04:12
      Highlight Highlight @simiimi: Wir haben keinen Lockdown und hatten nie einen. Wieso muss das immer wieder gesagt werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 27.07.2020 20:56
    Highlight Highlight Durchseuchung? In Schweden sind es gerade mal lächerliche 10-15%. Schön, dann hast du in 4 Jahren eine Durchseuchung und dann stellt man fest, dass man deswegen nicht immun ist, was anzunehmen ist. Die Durchseuchung ist ein Witz.
    • Expat 28.07.2020 07:36
      Highlight Highlight Ok, aber die Impfung ist dann DIE Lösung, weil garantiert sicher?
      M.e. werden da Spatzen und Büroklammern verglichen - und das manchmal von Sog. Experten.
      Das macht die Unsicherheit im Volk aus - wenigstens bei mir ;-)
  • N. Y. P. 27.07.2020 20:18
    Highlight Highlight Frage:

    Bei einer Durchseuchung braucht es viel mehr Intensivbetten.

    Und vermutlich hätten wir irgendwann trotzdem zuwenig Betten.

    Würden dann die Menschen, die auf eine Intensivstation müssten, aber aus Platzgründen nicht können, elendiglich "verrecken", bzw. ersticken?

    Oder müssten sich diese Menschen dann an Chefarzt Pietro Vernazza wenden, dem Befürworter der Durchseuchung?
    • Luca Regnipuzz 27.07.2020 21:48
      Highlight Highlight Das scheinst Du falsch verstanden zu haben. Es geht um "kontrollierte Durchseuchung". Hiess auch schon mal "flatten the Curve". Jeder Ansatz hat seine Mängel. Willst Du jahrelangen Lockdown? Und wer garantiert Dir, dass der Virus dann weg ist?
    • N. Y. P. 27.07.2020 23:08
      Highlight Highlight Ich frage nur, was mit Patienten passiert, die auf die Intensivstation müssen, aber keinen Platz mehr haben.

      Ja, jeder Ansatz hat auch Nachteile.
  • Tschärryy 27.07.2020 20:11
    Highlight Highlight 2018:
    1,5 Millionen Tote durch Tuberkulose.
    TB gibt es schon ziemlich lange (1882 hat Robert Koch eine Beschreibung zum Erreger bekanntgegeben)
    Covid19 ist neu und unbekannt. Sobald Impfstoffe verfügbar sind, wird Covod19 bald mal so nebensächlich wie Influenza-Viren.

    Mich dünkt, dass die 38 Grad Celsius die am 20. Juni in Werchojansk gemessen worden sind, eigentlich die deutlich grössere Bedrohung als Covid19 ist.

    Gweiss, Covid19 könnte noch mutieren (zum schlimmeren und umgekehrt) aber der Klimawandel macht mir langsam aber sicher mehr Angst als Covid19...
    • Toerpe Zwerg 27.07.2020 23:07
      Highlight Highlight Was macht Ihnen am Klimawandel Angst?

      Diese Frage ist ernst gemeint.
    • Expat 28.07.2020 07:40
      Highlight Highlight Und warum sollte Impfung so viel besser als eine kontrollierte Durchsuchung sein? Ist letztlich die Impfung nicht genau das, eine kontrollierte Durchsuchung? Und hält die Immunität länger bei Impfung, als bei natürlicher Ansteckung?
      Ernst gemeint, weil mir scheint, dass in der allgemeinen Polemik diese Fragen nicht erklärt werden.
    • Ian Cognito 28.07.2020 11:44
      Highlight Highlight @Zwerg Ich antworte mal anstelle: Zur Zeit macht mir am meisten Angst, dass ich aufgrund der Hitze irgendwann durchdrehe, aber ich hab auch keine Kinder (und auch nicht vor welche in die Welt zu stellen) um die würd ich mir dann schon Sorgen machen ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • HP G 27.07.2020 20:09
    Highlight Highlight Meist mehr als 100 Personen....
    Bei 8,3 Mio EW
    0,001%
    Dafür tragen 100% im ÖV Masken?
    • Sama 28.07.2020 00:26
      Highlight Highlight Um zu verhindern, dass aus den 100 plötzlich 5000 am Tag werden, ist eine Maskenpflicht sinnvoll. Seuchen verbreiten sich exponentiell.
    • sowhat 28.07.2020 07:06
      Highlight Highlight HP G. Deine Zahlenspielerei ist Humbug. Es sind nicht alle 8.3 mio in den Oeffis. Aber es werden sich alle in den Oeffis anstecken, wenn keine Masken getragen werden.
    • ursus3000 28.07.2020 07:58
      Highlight Highlight @ sowhat Schreibt der Autofahrer
    Weitere Antworten anzeigen
  • rönsger 27.07.2020 20:06
    Highlight Highlight Solange wir nicht genau wissen, wie wir jungen und gesunden Menschen auf die Corona-Erkrankung reagieren, ist der Gedanke der Durchseuchung nicht nur gefährlich, sondern auch zynisch und menschenverachtend. So nach dem Motto: Ich lasse mich nun mal anstecken, und dann schauen wir, was passiert. Und wenn ich trotzdem, zB. wegen einer nicht bekannten Dysfunktion meines Körpers, sterbe oder ernsthafte Langzeitschäden davontrage, ja dann halt: Pech gehabt, aber ich habe wenigstens zur Durchseuchung beigetragen. Andere sagen dem Russisch Roulette.
    • rodolofo 27.07.2020 21:34
      Highlight Highlight Russisch Roulette betreiben wir bereits mit den radioaktiven Abfällen, mit der Vermüllung des Planeten, mit den extremen Ungleichheiten zwischen Arm und Reich, mit der Abholzung der Urwälder, mit dem CO2-Ausstoss und ... soll ich die Aufzählung wirklich noch fortsetzen?
      Ich glaube, es wird klar, dass es auf EIN Russisches Roulette mehr, oder weniger nicht mehr Traufen kommt.
      Entspannen und die letzten Tage noch geniessen!
      Vielleicht werden es ja noch letzte Wochen, Monate, Jahre und Jahrzehnte!
      Maol luege.
    • Statler 27.07.2020 22:55
      Highlight Highlight @rodolofo: so nach dem Motto «pack die Badehose ein, die Sintflut ist da»?
  • Kubod 27.07.2020 20:05
    Highlight Highlight Jede Infektion bingt das Risiko einer Erkrankung mit Langzeitschäden. Mann muss nicht mal daran elendiglich und alleine zugrunde gehen.

    Wenn eine Impfung existiert, können wir die Herdenimmunisierung so herstellen, ohne Tote und Langzeitgeschädigte.

    Wie es momentan aussieht, halten wir Antikörper nur für ein paar Monate bereit.

    Nachher heisst es entweder Neuansteckung oder wieder eine Impfung. Ich weiss, was ich wählen werde.

    Medikamente, die den Verlauf von COVID-19 abschwächen, sind in Arbeit. Sich unter diesen Gesichtspunkten einer Ansteckung aussetzen zu wollen, ist einfach nur dumm.
  • NumeIch 27.07.2020 19:46
    Highlight Highlight
    Blunschi weiter voll auf Linie und selbstverständlich bringt er brav den Taskforce Vorschlag der erweiterten Maskenpflicht. Er muss ja weder ein Restaurant führen noch arbeitet er in einem. Also was kümmert ihn ein Umsatzeinbruch und/oder Jobverlust.
    • MeinSenfHierUndJetzt 27.07.2020 21:07
      Highlight Highlight @ Numelch: Haben Sie das Gefühl, es ginge den Restaurants besser, wenn die Strategie Durchseuchung wäre? Ich war in den letzten Wochen ein paar mal im Resti, und hätte das nicht getan, wenn Corona überall wäre. Dank der Schutzmassnahmen (und dem Lockdown vom Frühling) kann man sich einigermassen sicher fühlen...
    • NumeIch 27.07.2020 23:18
      Highlight Highlight @Senf... Bitte lesen sie meinen Kommentar. Es ging in meinem Kommentar um die Maskenpflicht in Innenräumen welche die Taskdorce fordert und von Blunschi brav erwähnt wird und ja den Reataurant geht es besser ohne eine solche Maskenpflicht. Denn wenn diese kommt bleiben sicher viele den Restaurants fern. Die Folge Umsatzeinbrüche und Entlassungen. Bezahlen sie das zusammen mit Herr Blunschi?
    • Terraner 28.07.2020 00:33
      Highlight Highlight Ich war jetzt auch 2x mal im Restaurant. Beides mal wurde ich Zeuge wie schlecht das Schutzkonzept umgesetzt wird. Tische desinfizieren nach den Gästen Fehlanzeige, Bedienung abstand halten unbekannt. Schade, es wäre so einfach mit etwas Disziplin .
  • John Henry Eden 27.07.2020 19:18
    Highlight Highlight Mit Lockdowns wird das Virus zum einen nicht verschwinden und zum anderen nicht weniger gefährlich. Darum kann man die Durchseuchung in Betracht ziehen.

    Klar, das Virus mutiert. Doch das betrifft den Impfstoff viel mehr. Er müsste immer angepasst werden.

    Soll sich die Menschheit bis zum Ende aller Tage regelmässig impfen oder setzen wir auf die Anpassung unseres Immunsystems? Das ist die entscheidende Frage.
    • GianniR 27.07.2020 22:43
      Highlight Highlight Gemäss aktuellem Wissensstand sieht es eher danach aus, dass eine durchgemachte Erkrankung nicht zu einer vollkommenen und dauerhaften Immunität führt. Es wäre also töricht, sich absichtlich anstecken zu lassen und sich dadurch den damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken auszusetzen. Ein Beleg dazu sind die um ein mehrfaches höheren Todesfallzahlen in Schweden gegenüber seinen Nachbarländern.
    • Samurai Gra 27.07.2020 22:58
      Highlight Highlight Man muss auch gegen Massern, Kinderlähmung, Pocken usw. Impfen.

      Was nützt ein Lebenslanges Sabotiertes Immunsystem wie nach den Massern?

      Ja wir Menschen müssen Umdenken, so oder so.
      Laufen wir in Zukunft wie in Asien in Masken rum und Jeten nicht mehr für ein Weekend ins New Yorker Getümmel (was der Natur btw auch ganz gut tut).
      Kede Generation hat ihre Herausforderungen, unsere sind Klimawandel und Viren (SARS-Cov-1 war da eigentlich ein Warnschuss).
    • Kubod 27.07.2020 23:20
      Highlight Highlight @Samurai Gra
      Du hast wenig Ahnung von dem, was der Körper in Bewegung setzt, nachdem er durch die Impfung von der neuen Bedrohung erfahren hat.
      Du willst jetzt echt sagen, das Immunsystem sei dadurch sabotiert. Ohje, heilige Einfalt.
      Die Pocken hat man im Jahre 1980 endgültig besiegt.
      Wir sind heutzutage glücklicherweise in der Lage, uns gegen viele Plagen zu impfen und unser Immunsystem im Kampf dagegen zu unterstützen.
      Leider gibt es immer noch Naivlinge, die glauben, Plagen müssten stillschweigend ertragen werden.

  • dodo, dodo? 27.07.2020 19:18
    Highlight Highlight verstehe das prinzip des „durchseuchen“ aber Immunisierung kann ja nur stattfinden wenn es danach im körper antikörper gibt. bei covid-19 weiss man ja nicht ob eine ansteckung immunisiert od wie lange! es gab ja schon covid partys (analog masern-partys. auch kompletter quatsch!) & scheiterten.🙇🏽‍♀️ & ehrlich gesagt, möchte ich da kein versuchskarnickel sein. gesunde menschen hatten schwere verläufe mit langzeitschäden. durchseuchung heisst für mich da „mal gucken was passiert...“ da trage ich lieber eine maske als irgendwann eine beatmungsmaske...
  • dmark 27.07.2020 19:18
    Highlight Highlight "Chefarzt an der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene..."

    Immer noch?
    Sorry, aber nach einer solchen Aussage würde ich mir als Betreiber einer Klinik einen neuen Chefarzt suchen.
    Ich zweifle sehr stark an seiner Kompetenz oder er ist zu arrogant, um sich die Ergebnisse und Erfahrungen seiner Kollegen, welche mittlerweile doch so einige Studien hervor brachten, zu lesen und zu verstehen?
    Wenn man Schweden betrachtet, dann sieht man doch wohl eindeutig, dass nur wenige überhaupt Antikörper gebildet haben.
    Bis da eine "Durchseuchung" erfolgt, ist das Virus eher an Langeweile gestorben...
    • dmark 27.07.2020 21:15
      Highlight Highlight https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_88295356/coronavirus-spaetfolgen-was-hat-es-mit-dem-milchglasmuster-auf-sich-.html

      Leute, da könnt ihr blitzen, wie ihr wollt, aber solche Berichte kommen immer mehr und dieser Chefarzt redet von "Durchseuchung", Schweden machte es richtig usw...
      Mal ehrlich - Weiss er denn da irgend etwas besser, als es die Realität aufzeigt?
    • Stinkstiefel 27.07.2020 23:44
      Highlight Highlight @DMark

      Der Betreiber des Kantonsspitals St.Gallen ist... naja da darfst du selbst darauf kommen. Beim Kanton gibt‘s auch ein Bewerbungsportal, falls du dich melden möchtest. Ansonsten wäre Demut und Zurückhaltung gefragt - Internet-Trolle tragen zur Lösung genau gar nichts bei.
    • HerrZelig 28.07.2020 00:11
      Highlight Highlight So, wie Du schreibst, hast du das Interview in der SZ offenbar nicht gelesen. Er argumentiert sehr ausgewogen und fordert keinesfalls eine Durchseuchung. Was er effektiv sagt, ist: wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben, denn das wird nie mehr weggehen. Und weil das so ist, muss es möglich sein, über alternative Wege zu sprechen. Dauerhaft immer einen halben Schritt vor dem Lockdown zu stehen, hält die Gesellschaft nicht aus. Ich finde eine Meinung, die gehört werden sollte. Statt hier Cancel Culture zu betreiben und Leute persönlich/beruflich vernichten zu wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heijho 27.07.2020 19:13
    Highlight Highlight Leicht gesagt das die Duechseuchung keine Alternative ist. Was ist denn dann die Alternative? Ewiger "Lockdown"? Auf eine Impfung warten die ungenügend getestet wurde und im Extremfall in 10 Jahren Tausende dahin rafft, weil unbekannte Nebenwirkungen? Die beste Massnahmen sind nach wie vor Abstand halten und Hände waschen. Beides nach dem "Neuboot" von den meisten schon wieder vergessen. Man hats ja überstanden, also kann man überall wieder getrost jedem auf die Pelle rücken. Wenns die Leute bei Influenza nicht kapieren, werden sie es auch bei Corona nicht kapieren.
    • dmark 27.07.2020 21:16
      Highlight Highlight @Heijho:
      Aber hey - Hauptsache man darf wieder "feiern".

      Was "feiert" man eigentlich denn da andauernd?
    • Heijho 27.07.2020 22:58
      Highlight Highlight Kein Plan. Ich zock lieber Zuhause oder trink etwas in kleiner Bekannten Runde. Aber fast die gleiche Frage stelle ich mir, wenn mir im Laden einer mit Maske im Gesicht seine Einkäufe fast in den A**s drücken 😅😂🤣
    • d10 28.07.2020 00:23
      Highlight Highlight @dmark was hat er von feiern geschrieben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 27.07.2020 19:12
    Highlight Highlight
    Die Schweiz scheint - laut einem watson-Artikel - mehr gelockert zu haben als Schweden. Ausser Schweden hätte jetzt unterdessen noch mehr gelockert, das entzieht sich meiner Kenntnis.
    https://www.watson.ch/!135545034

    Eine "Herdenimmunität" ist in Schweden überhaupt nicht erreicht (Quelle, vor ca. 1 Woche im Radio DRS gehört, nichts Schriftliches vorhanden). Sie beträgt maximal 10-15%.

    Das Virus wird uns noch lange beschäftigen. Ist halt so. Und ich bin überzeugt, dass das nächste vergleichbare Virus in absehbarer Zeit kommt. Jetzt wissen wir schon ein wenig, wie damit umzugehen ist.

    • Meiniger 27.07.2020 20:50
      Highlight Highlight Schweden verfolgt nicht das Ziel Herdenimmunität.

      Es ging immer nur darum einen Weg zu finden, der über Monate wirtschaftlich tragbar ist und gleichzeitig die Bevölkerung nicht demoralisiert, so wie es derzeit in vielen Ländern der Welt passiert, die zu Beginn einen sehr harten Weg eingeschlagen haben.

      Bezüglich Ansteckungen / Tode kann erst nach der Pandemie gerechnet werden.

    • Wetterleuchten 28.07.2020 10:53
      Highlight Highlight Tegnell selbst hat in mehreren Medien eingestanden, dass der schwedische Weg gescheitert ist.
    • Meiniger 28.07.2020 12:12
      Highlight Highlight Als komplett gescheitert sieht Tegnell den Weg nicht.
      Der grösste Fehler war wie in jedem anderen Land das Altersheime nicht geschützt wurden.
  • Fakten 27.07.2020 18:57
    Highlight Highlight Pro Durchseuchung und absolut pro Vernazza 😍
    • dmark 27.07.2020 21:19
      Highlight Highlight Kein Thema - gehe einfach fleissig abfeiern. Dann wird es auch dich mal irgend wann erwischen.
      Beschreibe uns dann bitte dein Erlebnis, ok?
    • Fakten 27.07.2020 22:17
      Highlight Highlight Ja, ich werde dir dann erzählen, wie sich eine Grippe anfühlt 👍
    • Varanasi 27.07.2020 22:54
      Highlight Highlight Fakten
      Dann hoffe ich mal, dass es dir dann nicht wie Johnson geht, der auch dachte, dass es nur eine Grippe und dann wegen dieser „Grippe“ auf Intensiv lag und Sauerstoffzufuhr benötigte.
      Oder so wie in den USA wo normalerweise wegen der Influenza um die 40.000 Menschen sterben im Jahr und man jetzt nach 5 Monaten um die 145.000 Toten zählt und zwar mit Massnahmen.
      Aber nun, erzähl nur weiter von deiner Grippe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 27.07.2020 18:46
    Highlight Highlight Eine „Analyse“, die eher eine Überzeugung wiedergibt, als Fakten. Dass immer mehr Mediziner von der aktuellen Strategie der maximalen Eindämmung wegkommen wollen hat 2 Gründe: 1.) Das Bedrohungspotential von COVID-19 hat sich auf Grund der Datenlage relativiert und liegt nicht mehr signifikant über dem von anderen Viruserkrankungen. 2.) Die Hinweise auf eine Kreuzimmunität in weiten Teilen der Bevölkerung verdichten sich. Alles andere wäre auch erstaunlich, handelt es sich bei SARS-CoV-2 eben NICHT um eine Virusart, auf die unser Immunsystem nicht schon seit langem eine Antwort parat hat.
    • odie 27.07.2020 20:13
      Highlight Highlight Korrekt. Zudem wird das Interview in der SonntagsZeitung unvollständig wiedergegeben. Die von Vernazza propagierte Durchseuchungsstrategie stellt für ihn eine Alternative zu der vom Bund verfolgten Ausrottungsstrategie dar. Vernazza hinterfragt, was passiert, wenn die Ausrottungsstrategie nicht verfolgt werden kann, weil z.B. eine Impfung längerfristig nicht verfügbar ist oder nicht die gewünschte Wirkung zeitigt. Was offenbar bei Coronaviren durchaus der Fall sein kann. Wie machen wir dann weiter? Masken tragen bis in alle Ewigkeit, oder was?
    • Garp 27.07.2020 20:37
      Highlight Highlight Seit wann soll der Bund eine Ausrottungsstrategoe verfolgen, er will nur R0 um +- 1 halten.
    • odie 27.07.2020 23:35
      Highlight Highlight Ok, wenn R0 +/-1 das Ziel ist, was passiert, wenn keine Impfung und keine Behandlung verfügbar ist? Wie lange müssen wir dann mit der Strategie R0 +/-1 weiter machen? Siehst Du das Problem der aktuellen Strategie?
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 27.07.2020 18:42
    Highlight Highlight Ich hoffe nicht in erster Linie auf eine Impfung, sondern auf möglichst wirksame Medikamente, die die Todes- und Schwersterkrankungsrate massiv senken können. Damit könnten wir leben.
    • Dr. Unwichtig 27.07.2020 19:42
      Highlight Highlight Solange absolute Fallzahlen das Mass aller Dinge sind, können/wollen wir eben NICHT damit leben....

      Aktuell gibt es wenige schwere Verläufe und fast keine Todesfälle, trotzdem ist die Situation „labil“....
    • who cares? 28.07.2020 08:57
      Highlight Highlight @Unwichtig, solange wir keine Medikamente haben, halten wir die Fallzahlen tief, da die Wahrscheinlichkeit, dass es dein Grosi/das Altersheim etc. trifft, dann sehr viel kleiner ist. Sind die Fallzahlen in den tausenden, gehe ich meine Grosseltern nicht besuchen. So wie jetzt aber ist das Risiko vertretbar.
      Gibt es mehr Fälle, gibt es wieder mehr Tote, solange es keine wirksamen Medikamente gibt. So schwer ist es nicht zu verstehen.
  • Raphael Stein 27.07.2020 18:34
    Highlight Highlight Das umstrittene schwedische Modell ...

    Wer bestreitet das Modell aus Schweden,
    jene die nun die Wirtschaft wieder hochfahren müssen,
    jene die in Panik geraten sind nachdem sie lange zugesehen haben?

    Oder etwas die Medien die copy paste alles rausposaunt haben was Bern den handverlesenen Journis unter gejubelt haben?


    • Jonaman 27.07.2020 19:41
      Highlight Highlight Diejenigen bestreiten das Modell aus Schweden, die befürchten, dass dadurch viel zu viele Menschen sterben oder ernsthaft krank werden.
      Der Wirtschaft geht's durch dieses Modell kaum besser und ohne ein Italien gleich nebendran gibt es in Schweden fast 3 Mal so viel Tote wie in der Schweiz. Und wenn es die Immunität nun kaum gibt, was hat denn das Modell Schweden gebracht?
    • leverage 27.07.2020 19:46
      Highlight Highlight Die Wirtschaft in Svhweden hat genau so gelitten wie diender Nachbarländer oder der Schweiz.
    • Raphael Stein 27.07.2020 21:55
      Highlight Highlight Logisch doch, wenn die halbe Welt stoppt. Ihr bestätigt ja beide mit dieser Denkweise dass was nicht stimmt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • d10 27.07.2020 18:28
    Highlight Highlight Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten und eine Ausrottung erscheint unmöglich. Wir werden wohl oder übel mit diesem Virus Leben müssen. Über das Thema wie stark wir uns langfristig dabei einschränken wollen sollte eine offene Diskussion möglich sein.
    • Darmok 27.07.2020 23:21
      Highlight Highlight Der aktuelle Weg sieht vor, dass im Verlauf vom 2021 ein Impfstoff bereit stehen sollte...
      Das würde ich als einen mittelfristigen Zeithorizont bezeichnen.

      Bis dahin muss man versuchen, einen neuen Lockdown zu vermeiden. Wenn die Leute sich vernünftig verhalten, kann dies auch gelingen.

      Falls sich keiner der rund 20 Impfstoffeals erfolgreich erweisen sollte, dann haben wir nächstes Jahr ein grosses Problem.

      Ich bin beim Thema Impfstoff aktuell vorsichtig zuversichtlich.

      Auch ein Impfstoff, der nur einen Immunisierungserfolg von 20-30% erreicht, wäre schon ein Schritt vorwärts.
  • Eiswalzer 27.07.2020 18:26
    Highlight Highlight Was mir immer wieder auffällt während dieser Pandemie: Wenn ein Experte, Forscher oder Arzt etwas anderes sagt und/oder propagiert als die herrschende Strategie der Eindämmung und/oder Shutdowns bis zum Impfstoff, wird er praktisch sofort als faktenfremd, unseriös, „kontrovers“ oder gar als Verschwörern zudienend bezeichnet. Es ist daher nicht überraschend, dass teilweise schon von Hygiene- oder Gesundheitsfaschismus gesprochen wird. Es ist letztlich genau solches mehr oder minder direktes/indirektes Diskreditieren, das Verschwörern Auftrieb gibt! Und nicht die seriösen kritischen Stimmen!
    • Garp 27.07.2020 23:35
      Highlight Highlight Doch ich find es sehr verwunderlich gleich von Faschismus zu sprechen. Meistens kommt das aus einer sehr rechten Ecke um das Wort umzudeuten. Eine beliebte Taktik.
    • Eiswalzer 28.07.2020 11:21
      Highlight Highlight Nein. Das ist hier sicher nicht der Fall. Es ist eindeutig so, dass man praktisch nichts kritisieren darf an der vorherrschenden Strategie (egal ob als Experte oder Laie), ohne sofort als faktenfremd dargestellt oder gar in eine Ecke gedrängt zu werden. Die Ursache für den vergleichsweise grossen Erfolg von Verschwòrungstheorien liegt genau dort begraben. Ob man es Faschismus nennt oder nicht, ist einerlei (ich verwende solche Begriffe nicht gern).
    • Garp 28.07.2020 11:34
      Highlight Highlight Es ist eben nicht einerlei ob man von Hygiene- oder Gesundheitsfaschismus redet und diesen Aspekt habe ich angesprochen, weil er mir wichtig ist. Im Gegensatz zu Dir hab ich keinerlei Verständnis für diese Begriffe und lehne sie ab.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Peter 27.07.2020 18:19
    Highlight Highlight Wo sind nun bitte die im Header angekündigten „Fakten“ die dagegensprechen?

    Dass die Bevölkerung Angst vor dem neuen Schnupfen hat, liegt gerade an der irren Kommunikation des Bundes et all. Es war ein Selbstläufer. Noch nie wurde so intensiv über die überlasteten Spitäler in NY, IT, ES GB der übrigens auch DE berichtet. Nun wurde es als nie dageweseneKatastrophe dargestellt.

    Dann nennt Ihr eine Modellrechnung als Beweis für den Nutzen der Massnahmen?! Welche der Horror-Modellrechnungen von Anfang Jahr traf nochmal auch nur ansatzweise ein? Auch wenn sie Massnahmen einrechneten?
    • Varanasi 27.07.2020 22:58
      Highlight Highlight Man goggle bitte Präventionsparadox!
    • d10 28.07.2020 00:16
      Highlight Highlight @varanasi trägt du Goggles 😏? Ein Freudscher Autocorrect 😉
    • Eiswalzer 28.07.2020 11:30
      Highlight Highlight Irrtümer der Vertreter des BAG, der vorherrschenden Strategie, der (Über)Vorsichtigen werden generell heruntergespielt und vergessen. Dabei sind sie genauso vorhanden und zahlreich, wie jene von Kritikern (wie Tegnell und viele andere). Aber sie werden anders gewertet. Macht das BAG Fehler oder irrten sich Experten zu Beginn in Modellrechnungen, war und ist das normal, unvermeidbar in einer Ausnahmesituation. Gesteht aber Tegnell Fehler ein, schreien alle schadenfreudig (obwohl er nicht seine Strategie gescheitert sieht, wie viele sofort riefen). Und das ist nur 1 Beispiel von vielen...
  • ursus3000 27.07.2020 18:16
    Highlight Highlight Haltet Abstand!! Wieso ist das ganze Überhaubt noch ein Thema ?
  • Meierli 27.07.2020 18:14
    Highlight Highlight Der ist völlig falsch an seiner Arbeitsstelle. Wie kann ein Arzt auf Durchseuchung setzen wenn nach einer leichten Infektion keine Immunität besteht und sogar Personen mit einem schweren Verlauf nur wenige Wochen bzw. Monate sicher sind? Alle paar Monate neue unkontrollierte Wellen? Mit immer wieder vielen Toten und kollabierendem Spitalsystem? Nein danke.
    • ursus3000 27.07.2020 19:08
      Highlight Highlight Und was würdest Du mit deiner Weisheit vorschlagen ?
    • Meierli 27.07.2020 20:46
      Highlight Highlight Warten auf eine Impfung

      *nundarfgeblitztwerden*
    • d10 28.07.2020 00:18
      Highlight Highlight @Meierli tolle Logik, bei der Impfung soll die Immunität dann funktionieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • stefan reiser 27.07.2020 18:11
    Highlight Highlight Der Staat bietet jeder Person zwischen 18 und 60 ,die sich bewusst und wissenschaftlich begleitet ansteckt
    und danach 14 Tage in Quarantäne geht , 20`000 sFr .

    Wo kann ich mich anmelden ?

    • Samurai Gra 27.07.2020 23:06
      Highlight Highlight Bitte den möglichen Persönlichen Wirtschaftlichen Schaden einrechnen wenn Sie z.B. für längere Zeit nicht mehr voll Arbeiten können oder ggf. für Teile der Arztkosten selbst Aufkommen müssen usw.

      Von einer 100% Kostenübernahme durch den Bund wenn was schiefgeht steht nämlich Niergends was
    • stefan reiser 28.07.2020 04:05
      Highlight Highlight Samurai Gra
      Danke für Ihren freundlichen Hinweis .
      Dass davon nichts steht ,das hätte ich beinahe
      übersehen . Gruss S.R.
    • Saraina 28.07.2020 06:26
      Highlight Highlight Für längere Zeit nicht mehr voll arbeiten können, dürfte ab jetzt das Schicksal Vieler sein... Spätestens, wenn die Kurzarbeitsentschädigung ausläuft, wird das klar.

      Automaten und Roboter werden übrigens nicht krank, müssen nie in Quarantäne, und nerven nicht mit Forderungen.
  • Lupe 27.07.2020 18:05
    Highlight Highlight 1. Grenzen wider zu ausser unbedingt benötigte Grenzgänger, weiter für alle Einreisende egal von wo Karantäne. 2. Absolut generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. 3. Bars und Clubs schliessen. 4. Demonstrationesverbot. 5. Keine Veranstaltungen mehr. Ja nur so ginge es, aber eben, die Welt hat noch keinen Schimmer was noch auf uns zu kommt, wir sind auf einem Zwischenstopp der nun bereits wider Fahrt aufgenommen hat und die Politik macht nicht viel und lügt uns in der Schweiz weiter an.
  • weissauchnicht 27.07.2020 18:04
    Highlight Highlight Die Frage ist, wollen wir coronabedingt über Jahrzehnte unsere bisherigen Reisefreiheiten aufgeben, was für Menschen, die sich heute pensionieren lassen, bedeutet, dass sie den Rest des Lebens mit Einschränkungen verbringen, oder wollen wir weiterhin Freiheiten geniessen, die für uns bis anhin normal waren und nehmen dafür eine Reduktion der durchschnittlichen Lebenserwartung für ein, zwei Jahre in Kauf.
    Die Antwort ist nicht so banal...
    • Meierli 27.07.2020 19:39
      Highlight Highlight Ich weiss ja nicht wie alt sie sind, aber ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern wo die Reisefreiheit wie sie über die letzten 20 Jahre durchaus eingeschränkt waren. Finanziell, politisch oder über vorgeschriebene Impfungen. Wie mein Vater gemeint hat, mit 81 Jahren. "Es ist wieder wie damals, Mittelmeer geht, die anderen Reiseträume müssen warten". Und ich liebe es trotzdem zu reisen. Zum Glück habe ich die Welt etwas gesehen in der Zwischenzeit.
    • Samurai Gra 27.07.2020 23:08
      Highlight Highlight Und was wenn man nicht in Lebemsjahren sonderm Lebensqualität bezahlt?
      Ev. nicht mehr Wandern kann weil zuwenig Luft usw.?
  • Evan 27.07.2020 18:00
    Highlight Highlight Eine freiwillige "Durchseuchung" wäre das einzige, was vertretbar wäre. Man steckt sich an und begibt sich in Quarantäne, bis man wieder gesund ist. Das Problem ist allerdings die Langzeiteffekte auf die Gesundheit und dass man nicht weiss, ob man danach tatsächlich immun ist.
    • R. Peter 27.07.2020 18:34
      Highlight Highlight Ist man auf alte Coronavieren immun? Auf sich mutierende Influenzaviren? Nein. Es geht nicht darum.die Krankheit durch Immunität auszurotten sondern darum dass zukünftige saisonale Wellen kleiner werden. Eine Ausrottung wäre ein sehr unwahrscheinlicher Glücksfall.
    • Evan 27.07.2020 20:04
      Highlight Highlight Zu Beginn redete man ja von Immunität, was dann später in Frage gestellt wurde. Was der aktuelle Wissensstand ist, da bin ich nicht auf dem Laufenden.
  • Cpt. Jeppesen 27.07.2020 17:51
    Highlight Highlight Was sind denn die Alternativen? Nehmen wir an, es wird keinen dauerhaften Wirkstoff geben. Was dann?

    Alles Sozialleben für den Rest aller Zeiten nur noch auf Distanz?

    Allen Menschen gegenüber misstrauisch sein, weil sie könnten einen anstecken?

    Dauernachrichten über tägliche Todesfälle der gerade vorherrschenden Krankheit (neben Covid gibt's noch tausende anderer Krankheiten, die übertragen werden)?

    Jedes Leben endet irgendwann, häufig mit Krankheit und Leiden. Jetzt gibt es halt eine Möglichkeit mehr zu sterben.

    Oder doch lieber den Hygiene-Faschismus? Du wirst aber trotzdem sterben ;-)
    • Adam Gretener 27.07.2020 18:03
      Highlight Highlight Du hast es noch immer nicht kapiert, was für eine neue Dimension wir gerade erleben.
    • Eiswalzer 27.07.2020 18:15
      Highlight Highlight Warum auch immer du so viele Blitze erntest... Es ist zwar hart, aber ein Fakt, dass wir dieses Virus nicht so schnell ausrotten können. Und es ist genauso Fakt, dass jede Neuigkeit zu Corona umgehend Panik hervorruft, aber scheinbar niemand auch nur mittelfristig Strategien entwickelt und Folgen abschätzt. Leute wie Urbaniok sprechen sogar völlig absurderweise von Wirtschafts-Hooligans.
    • TheWall_31 27.07.2020 18:20
      Highlight Highlight Liebe Blitzer, warum blitzt ihr denn? Wie lauten die Gegenargumente?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Supermagic 27.07.2020 17:47
    Highlight Highlight Was ist denn genau die Alternativstrategie?
    • R. Peter 27.07.2020 18:36
      Highlight Highlight Coronatheater bis ev. ein Impfstoff zur Verfügung steht. Vielleicht nie. Ein sicherer in den nächsten Jahren ist eher unwahrscheinlich.
    • MeinSenfHierUndJetzt 27.07.2020 19:33
      Highlight Highlight Es gibt ja nicht nur die Möglichkeit eines Impfstoffes. Es gibt auch sonstige Fortschritte, die sich aus zusätzlichem Lernen über das Virus ergeben: Bessere Behandlung (bspw. mit (synthetischen) Antikörpern), bessere Prävention durch Verstehen der Übertragungswege, Lernen über den Grad der Immunisierung nach durchgemachter Erkrankung...
      D.h. selbst wenn keine Impfung gefunden werden sollte: Es macht durchaus Sinn, möglichst viele Ansteckungen hinauszuzögern. Die beste Strategie ist also wahrscheinlich, so weiterzumachen wie bisher.
  • DrDeath 27.07.2020 17:42
    Highlight Highlight Ich war auch lange ein Fan dessen was mit dem hässlichen Wort Durchseuchung bezeichnet wird. Mittlerweile sehe ich dass ich falsch lag. Nur aufgrund der Annahme einer Immunisierung eine solche Strategie zu fahren ist falsch. Da war der Wunsch Vater des Gedankens. Wenn wir das Virus eines Tages so gut verstehen, dass wir die Immunreaktion genau vorhersagen können, könnte die gezielte Ansteckung noch einmal ein Thema werden. Es deutet aber mehr und mehr darauf hin, dass in den meisten Fällen gar keine längerfristige Immunisierung entsteht.
    • ursus3000 27.07.2020 19:21
      Highlight Highlight Und was wäre denn in Deinen Augen eine neue Akkurate Strategie ?
    • DrDeath 28.07.2020 07:27
      Highlight Highlight Zahlen klein halten, SARS-CoV-2 weiter erforschen und einen Impfstoff entwickeln?
  • Chäppi2 27.07.2020 17:39
    Highlight Highlight Das ist keine echte Diskussion. Im Gegenteil.
    Das offenkundige Verhalten, jede abweichende Idee im Keim zu ersticken und ab zu würgen erinnert an eine Diktatur. Oder die Pseudodemokratie von anderen europäischen Staaten.
    Und es zeigt, dass unsere Gesellschaft zwei grundlegende Sachen komplett vergessen hat oder zumindest ignoriert:

    1. wir sind nicht die Herren der Erde sondern lediglich ein Teil vom ganzen System.

    2. das Leben ist nicht ein Grundrecht sondern ein Privileg.
  • Locutus70 27.07.2020 17:32
    Highlight Highlight Hätte man die Risikogruppen ordentlich geschützt, wäre die Durchseuchung eine Alternative gewesen - aber es hat sich niemand getraut bzw. es war auch niemand wohl dazu in der Lage.
    Jedenfalls hat der bisherigen Verlauf eines gezeigt: Mit teils gravierende Abstufungen ist das Gesundheits- und Pflegesystem weltweit eine Katastrophe.
    • Samurai Gra 27.07.2020 23:13
      Highlight Highlight Was viele nicht verstehen das man durch SARS-Cov-2 auch aös Gesunder Mensch zur Risikogruppe werden kann
  • Bivio 27.07.2020 17:19
    Highlight Highlight Die Gegenüberstellung Durchseuchung vs. Lockdown ist per se nicht haltbar. Jahrelanger Lockdown können wir uns schlichtweg nicht leisten. Die Kosten sind viel zu hoch, monetär und sozial. Das Ziel muss eine Immunisierung sien. Dies kann durch eine Durchseuchung oder durch Impfung erreicht werden.
    Warten, dass das Virus von sich aus schwächer wird (was es früher oder später auch wird), ist jedoch mit viel wenn und aber, gerade im Hinblick auf den Zeithorizont, verbunden.
    Wir müssen def. davon kommen, nur auf die Toteszahlen zu schauen.

    • lilie 27.07.2020 17:53
      Highlight Highlight @Bivio: Weder Durchseuchung noch Impfung bringen etwas, wenn man danach nur gerade 3 Monate immun ist oder sogar gar nicht. Bisher gibt es keinen Hinweis, dass man eine sichere und langanhaltende Immunität überhaupt erreichen kann.
    • Ritiker K. 27.07.2020 18:03
      Highlight Highlight "Das Ziel muss eine Immunisierung sien."... "Dies kann durch eine Durchseuchung oder durch Impfung erreicht werden."

      Dieses Ziel kann nur erreicht werden, falls nach einer Erkrankung eine Immunität erreicht wird, welche längerfristig besteht. Bisher ist nicht bekannt, ob dies bei COVID-19 der Fall ist. Aufgrund von Vermutungen nun eine Durchseuchung zu starten ist von mir aus gesehen absolut unverantwortlich.

    • Eiswalzer 27.07.2020 18:13
      Highlight Highlight Scheint mir auch so. Es wird hier etwas als alternativlos hingestellt, was es nicht ist. Niemand will Covid-19 und schon gar niemand daran sterben. Aber gerade im Hinblick auf die Unsicherheit bzgl. Immunität und Dauer bis zu einem wirksamen Impfstoff ist ein Dauershutdown genauso ein Hochrisikostrategie. Spätestens 2021 wird vielerorts der Punkt erreicht, wo man sich das nicht mehr leisten kann und der Shutdown unermesslichles Leid erzeugt. Nur wird dort dann niemand mit Dauernews und Tickern die Folgen messen.
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  • providens 27.07.2020 17:12
    Highlight Highlight Und was ist die Alternative zur Durchseuchung? Maskenpflicht überall und für jeden bis ans Ende unserer Tage. Diejenigen ausgenommen natürlich, die sich dem Impfexperiment aussetzen wollen.

    Interessant ist auf jeden Fall bei den gemachten PCT-Tests:
    - es gibt Doppel- und im schlechtesten Fall Dreifach-Zählungen, da diesselbe Person den Test mehrfach macht
    - der Test zeigt ausschliesslich, dass jemand Viren RNA-Trümmer von SARS / COV in sich trägt; vielleicht auch ganz andere Typen von SARS / COV. Er zeigt nicht, ob jemand infisziert ist und vor allem zeigt er nicht, ob jemand karnk ist.
    • Samurai Gra 27.07.2020 23:16
      Highlight Highlight In Asien ist Maske nur Anständig wenn man Krank ist

      Etwas mehr Respekt und Mitgefühl ggü. anderen Schadet hier auch nicht
  • Denkblase 27.07.2020 17:05
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob meine Eltern Freude an einer Durchseuchung hätten. Die wurden erst gerade pensioniert und wollen sicher noch 10-15 Jahre leben und das Leben geniessen, welches sie sich mühsam aufgebaut haben. aber nicht am Tropf hängen oder wegen diesem Virus sterben. Ich schütze mich aus Respekt vor Ihnen.
    • Garp 27.07.2020 17:23
      Highlight Highlight Ich schütze andere und mich aus Respekt vor allen.
    • Tschowanni 27.07.2020 17:41
      Highlight Highlight Ist ja dir überlassen wie du schützt, nennt man Eigenverantwortung.
    • Platon 27.07.2020 18:13
      Highlight Highlight @Denkblase
      Es ginge ja genau darum deine Eltern zu schützen. Wenn ich mich anstecken dürfte, so würde ich das direkt tun. Lieber ich als meine Eltern oder Grosseltern.
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  • Raphael K 27.07.2020 16:50
    Highlight Highlight Ich selbst sehe Ausrottung nicht als gangbare Strategie an. Selbst während dem stärksten Lockdown gab es noch Ansteckungen, also wie will man die Ansteckungen mit einem halbwegs normalen Leben auf 0 bringen?

    Ich persönlich sehe 2 Lösungen
    1. Durchseuchung (Wenn dies wirklich zu einer Immunität führt)
    2. Impfung (Mit einem im Schnellverfahren entwickelten Stoff...)

    Und beide Optionen will so gut wie niemand... Also werden wir wohl noch Jahre lang mit Corona zu tun haben, wenn wir die aktuelle Strategie so weiterführen.
    • tellmewhy 27.07.2020 18:22
      Highlight Highlight Wieso will keiner die Impfung ? Das halte ich für ein Gerücht.
    • R. Peter 27.07.2020 18:41
      Highlight Highlight Corona ist ein neuer Schnupfen. Er steckt darum viele Menschen an, danach immer weniger. Die Dunkelziffer ist riesig (Antikörpertest i.V.m. Studien über zelluläre Immunität) u d die Letalität damit irgendwo um oder deutlich unter 0.1%.
  • Projektionsfläche 27.07.2020 16:49
    Highlight Highlight Interessant, dass Vernazza mit seiner Sichtweise bezüglich Schweden sogar Anders Tegnell widerspricht, der ja höchstselbst Fehler eingeräumt hatte.

    Die Begründung für die Vorteilhaftigkeit einer „differenzierten Durchseuchung“ gegenüber der aktuellen Strategie wäre lesenswert. Ebenso, wie sich Vernazza den Schutz der Risikogruppe von wohl etwa zwei Millionen Menschen konkret vorstellt. Schade, dass das im Artikel kaum beleuchtet wird.

    Ungeachtet dessen scheint mir die aktuelle Strategie unter ethischen Gesichtspunkten weiterhin die beste zu sein weil lebens- resp. gesundheitszentriert.
    • R. Peter 27.07.2020 18:42
      Highlight Highlight Wie schützt man die Risikogruppe der Grippe derzeit. Genauso schützt man sie auch vor Corona...
    • Projektionsfläche 27.07.2020 20:15
      Highlight Highlight Die Risikogruppe der Grippe schützt man derzeit vorwiegend mit einer Impfung, was bei Corona irgendwie noch etwas schwierig ist...
    • Samurai Gra 27.07.2020 23:19
      Highlight Highlight Danke Projektionsfläche 🙏🙌
  • Hoku 27.07.2020 16:47
    Highlight Highlight Skurpelos, solche Leute die eine Corona Durchseuchung gemäss aktuellen Wissenschaftlichen Erkenntnissen schon nur in Betracht ziehen!

    Man weiss noch nicht viel weiss betreffend Corona-Immunität und deren Dauer, wenn es überhaupt eine gibt!

    Es gibt noch keine Impfung, geschweige denn in Mengen für die Risikogruppen und von der Welt-Bevölkerung Sprechen wir schon gar nicht.

    Für diese Leute geht es ums Bu$ine$$, nicht um Leben...
    • R. Peter 27.07.2020 18:44
      Highlight Highlight Impfungen wirken gerade bei Risikogruppen oft wenige, weil deren Immunsystem nicht mehr ausreichend darauf reagiert. Übrigens auch bei der Geippeimpfung, die darum vorallem dem Spitalpersonal und pflegenden Angehörigen empfohlen wird.
    • ursus3000 27.07.2020 21:15
      Highlight Highlight Blablabla Hauptsache empört ? Skandal im Sperrbezirk (Skandal um Rosi )
    • grünerantifaschist #blm 28.07.2020 07:56
      Highlight Highlight Ursus, gibts von dir auch zur abwechslung konstruktive beiträge oder bist du nur am rumtrollen?!🤦🏻‍♂️
  • HARPHYIE 27.07.2020 16:46
    Highlight Highlight Dass dies überhaupt noch diskutiert wird, obwohl inzwischen mehrere Studien darauf hindeuten, dass die Immunantwort nach Infektion nicht allzu lange anhält. Also alle Durchseuchen und dann sind alle nach einem halben Jahr ready für die nächste Infektion? WTF????
    • Madison Pierce 27.07.2020 17:32
      Highlight Highlight Es ist nicht so einfach. Nur weil im Blut keine Antikörper nachweisbar sind, heisst das nicht, dass man die Krankheit nicht abwehren kann. Das Immunsystem ist extrem komplex. Es hat unter anderem ein "Gedächtnis", welches Baupläne für Antikörper speichert und daraus dann bei Bedarf Antikörper herstellen kann.

      Dann gibt es noch Kreuzreaktionen, dank denen ähnliche Erreger abgewehrt werden können. (Die Kreuzreaktionen könnten erklären, weshalb einige Leute fast Covid fast ohne Symptome durchmachen.)

      Die Lage ist also wahrscheinlich nicht so hoffnungslos, aber man weiss halt vieles noch nicht.
  • weissauchnicht 27.07.2020 16:46
    Highlight Highlight Lustige Rechnung: Eine Woche früher Lockdown=drei Wochen früher Ende Lockdown...
    🤔 Das heisst, wenn wir den Lockdown vier Wochen vor einem achtwöchigen Lockdown beschliessen, dauert er nur noch einen Tag? Und gut ist?😂
    • ScottSterling 27.07.2020 17:53
      Highlight Highlight Ernsthaft?
    • Meierli 27.07.2020 18:20
      Highlight Highlight So falsch ist die Ansicht nicht. Würde man so breit und engmaschig überwachen das man eine Infektion sehr rasch entdeckt, so wäre ein totaler Lockdown von 2-3 Wochen ausreichend. Bus dahin wären alle möglichen Kontakte positiv oder sicher negativ. Wird aber bei uns nie passieren, das wär eher etwas für China. Die sind schon nahe an dem Punkt.
  • koalabear 27.07.2020 16:44
    Highlight Highlight Da Antikörper nur während der Krankheit produziert werden, ist die Frage zu klären,cwie auf einen weiteren Kontakt mit dem Erreger reagiert wird. Forscher haben herausgefunden, dass bis zu 50% der Menschen weltweit, auf Grund von anderen Infekten, passende Antikörper produzieren können und die Krankheit gut bekämpfen können. Dies gilt weiterverfolgt zu werden. Auf Grund dieser Erkenntnis sind Antikörpertests sinnlos geworden. Ebenso sollen diese Experten ehrlich sein und auch klar sagen: mit der jetzigen Strategie werden wir Monate, wenn nicht Jahre mit starken Einschränkungen leben
    • Garp 27.07.2020 17:32
      Highlight Highlight So stark sind die Einachränkungen doch nicht.
    • Rick Sanchez 27.07.2020 19:07
      Highlight Highlight Klar, für Stubenhocker sind die Einschränkungen verkraftbar. Ich verstehe die aktuelle Situation, aber wenn ich nächstes Jahr auch an kein Festival gehen kann werde ich dann doch ein bisschen hibbelig.
    • Garp 27.07.2020 20:45
      Highlight Highlight Klar kann man hibbelig werden, ich geb zu ich gehe nicht mehr auf Festivals, aber ich tanze noch täglich. Zugang zu Musik haben wir ja alle noch, etwas Fantasie dazu, stell von mir aus Dein Zelt in der WHG auf, im Garten, mach Dir ein Festival auch wenns verrückt klingt.
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  • Daniel Caduff 27.07.2020 16:38
    Highlight Highlight Es gibt 2 Perspektiven zur Durchseuchung:

    1. Die Überzeugung, dass langfristig weniger Leute sterben, da die Pandemie insgesamt weniger lange dauert. Das kann man noch nicht 100% beurteilen. Die tiefe Herdenimmunität deutet aber darauf hin, dass diese Wette nicht aufgehen wird. Vernazza zähle ich wie Tegnell zu diesem Typ1.

    2. Die Überzeugung von Eichenberger und allen Rechtspopulisten, dass die Wirtschaft wichtiger ist, als die Verhinderung von Toten. Bei dieser Perspektive werden die Toten in Relation zum wirtschaftlichen Schaden gesetzt und die Würde des Menschen im CHF verhandelbar.



    • Platon 27.07.2020 18:19
      Highlight Highlight @Daniel
      Es gibt nicht DIE Wirtschaft. Wir alle sind ein Teil der Wirtschaft mit Job, Lebensqualität und allem drum und dran. Nur weil es Leute gibt, die sich über Alternativwege Gedanken machen, heisst das nicht, dass Menschenleben in CHF umgerechnet werden. Wäre ein Menschenleben unbezahlbar, wären wir konsequenterweise noch im Lockdown. Sind wir aber nicht! Und dein Argument fällt zusammen wie ein Kartenhaus!
    • R. Peter 27.07.2020 18:31
      Highlight Highlight Die tiefe Herdenimmunität bezieht sich nur auf Antikörper im Blut und mehrheitlich nur auf IgG. IgA im Blut sind schon häufiger, IgA in den Schleimhäuten noch mehr und a,m wichtigsten die zelluläre Immunabwehr, welche sich im Gegensatz zu Antikörpern oft über Jahrzehnte an Krankheiten erinnern, die betroffenen Hellen bekämpfen und Antikörper erst bilden.
    • Slender Man the Mohrenkopf 27.07.2020 18:41
      Highlight Highlight Tut man das nicht schon? Man hätte ja noch mehr herunterfahren können, das hätte wahrscheinlich noch mehr das Leben gerettet.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Ah_geh 27.07.2020 16:37
    Highlight Highlight Bin ich der einzige, der es etwas schräg findet, dass die Taskforce knallhart eine einzige, sehr restriktive Linie vertritt? Sollten in einer *wissenschaftlichen* Taskforce nicht mehrere Meinungen aufeinandertreffen...? Diese Herrschaften liebäugeln mir zu sehr mit totalitären Massnahmen. Ich vermiss den guten Beda mit seinem charmanten Pragmatismus...

    [Im Übrigen sinkt die Sterberate in Schweden weiter stetig, und die Todeszahlen bleiben im Rahmen der Grippesaison 1993. Aber nein, Herdenimmunität darf jetzt einfach nicht funktionieren, und deshalb erwähnt man das einfach nicht.]
    • Garp 27.07.2020 17:34
      Highlight Highlight Ja genau, der gute Beda, der meinte man ist nur Allergiker, weil man das glaubt. Wenn man dann fast an einem allergischen Schock gestorben ist, obwohl man gar nicht wusste, dass man allergisch ist, ist das halt nur ein blöder Schwätzer.
    • Völkerrechtler 27.07.2020 17:42
      Highlight Highlight Das wissenschaftliche Fundament und nicht die Anzahl Gegenmeinungen entscheiden über die Qualität einer fachlichen Expertise...

      Und ich gehe davon aus, dass die Task Force verschiedensten Hypothesen nachgegangen, die meisten aber als widerlegt oder wenig überzeugend befunden hat, z.B. eben die Herdenimmunitätsthese...
    • M.T. 27.07.2020 17:43
      Highlight Highlight Die Mortalität ist in Schweden für die Monate Januar bis Juni schon jetzt beinahe auf dem Stand von 2015. Mit der aktuellen Untersterblichkeit halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass man in Schweden bis Ende Jahr sogar auf die Werte von 2017 kommt.

      Die 5'700 verstorbenen Personen mit Covid-19 sollten in diesem Kontext betrachtet werden.

      Quelle: Schwedisches Amt für Statistik SCB, scb.se.
      Aktuelle Zahlen zur Sterblichkeit gibt es jeweils am Montag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MeinSenfHierUndJetzt 27.07.2020 16:33
    Highlight Highlight Ein Punkt, der meines Erachtens in dem Artikel fehlt:
    Diese Durchseuchungs-Strategie kann nur funktionieren, wenn das Durchmachen einer Infektion mit Covid-19 eine ausreichend lange Immunität auslöst.

    Was ich bisher gehört habe, ist das noch überhaupt nicht sicher. Es würde mich aufgrund der Neuheit des Virus auch überraschen, wenn man dazu schon gesicherte Angaben hätte. (Weiss jemand mehr?) Diese Unsicherheit macht die Durchseuchungs-Strategie noch einmal um einiges unvernünftiger aussehen, finde ich!
    • Silent_Revolution 27.07.2020 17:02
      Highlight Highlight Sicher findet durch vermehrte Ansteckungen eine (schleichende) Immunisierung statt. Wie ausgeprägt diese ist und ob einmalige Ansteckung direkte Immunität bedeutet ist lediglich fraglich.

      Solange das Gesundheitssystem nicht überlastet, welches sich nie auch nur in der Nähe eines Notstandes befand, da die Zahlen zu Hospitalisationen und Todesfällen dieses Jahr, vergangene Jahre (2015) nie überschritten, ist jede Ansteckung unproblematisch bzw langfristig hilfreich.

      Man geilt sich derweil lieber an willkürlich festgelegten Zahlen an angeblich geretteten Menschen auf und ignoriert die Folgen.
    • M.T. 27.07.2020 17:08
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Oberon 27.07.2020 17:12
      Highlight Highlight Die Frage der Immunität ist aus meiner Sicht sogar in diesem Zusammenhang das wichtigste Kriterium.

      Ich konnte bis heute nirgends gesicherte Kenntnisse dazu lesen.

      Zusätzlich würde ich mich sehr ungern anstecken so lange die Nachwirkungen der Schäden an Organen grosse Probleme verursachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärbart. 27.07.2020 16:31
    Highlight Highlight "Hätte man die Pandemie besser mit einer Durchseuchung der Bevölkerung bekämpft als mit einem Lockdown?" Das ist Vergangenheit Herr Blunschi.

    Der Lockdown war sicher wichtig und vermutlich auch richtig. Aber ein zweiter Lockdown wäre wohl der Gnadenstoss für viele KMU. Und folglich für deren Angestellten.

    Daher geht es jetzt nicht um die Vergangenheit sondern wie man künftig und vor allem langfristig mit dem Virus umgehen soll. Ich persönlich finde den Vorschlag von Vernazz nicht so schlecht. Immerhin wird er auch von diversen Ärztegruppierungen und Ärzteverbänden unterstützt.
    • Jonaman 27.07.2020 18:44
      Highlight Highlight Mit einer Durchseuchung riskierst du einen riesigen Kollateralschaden mit vielen Toten und noch viel mehr Personen, die vielleicht sogar lebenslang unter den Folgen leiden.

      Da wir aktuell noch zu wenig über die mögliche Immunisierung und über Langzeitfolgen wissen ist das Spielen nicht nur mit dem Feuer sondern einem Vulkan.
    • R. Peter 27.07.2020 18:49
      Highlight Highlight Der Lockdown war unnötig und falsch. Und das war von Anfang an klar.
    • Jonaman 27.07.2020 19:10
      Highlight Highlight @R. Peter: Auf die anderen Länder ohne Lockdown blickend war genau dieser das richtige Mittel!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Political Incorrectness 27.07.2020 16:28
    Highlight Highlight Es ist immer einfach, die Opferung von ein paar tausend Menschen zu fordern, wenn man danach nicht verantwortlich ist, Herr Vernazza.
    • Ah_geh 27.07.2020 17:35
      Highlight Highlight Wie viele Menschen opfert unsere Gesellschaft denn sonst so täglich? Es soll Leute geben, die an anderen, total vermeidbaren Infektionskrankheiten sterben. Manchmal, weil keine Behandlung existiert, oder weil sie durch multiresistente Keime verursacht werden. Oder sie sterben an durch exogene Faktoren bedingten Krebs. Letzten Endes sterben in der dritten Welt viele Menschen an den Bedingungen, die uns unseren Lebensstandard sichern.

      Und wieso, bitte sehr, sind es all diese Opfer also wert, die potentiellen Coronaopfer aber nicht? Corona ist schlimm genug; aber Doppelstandards sind schlimmer.
    • R. Peter 27.07.2020 18:50
      Highlight Highlight Opferung? Wer ist den für die 2015 verstorbenen Geippetoten verantwortlich? Wer hat damals einen Shutdown verhindert? Oder 2017?
    • Jolex Mike 27.07.2020 19:32
      Highlight Highlight Ein scheiss "paar tausend Menschen" guckt mal nach Weißrussland. Nach euerer Theorie müssten die gleich ausgestorben sein
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