Schweiz
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--- DIE SCHWEIZER ARMEE IST IMMER WIEDER EIN THEMA IN DER OEFFENTLICHKEIT. KEYSTONE HAT AUS DIESEM GRUND DAS BILDMATERIAL ZUR SCHWEIZER ARMEE AKTUALISIERT UND STELLT IHNEN IN LOSER REIHENFOLGE NEUE THEMENBILDER VERSCHIEDENER ABTEILUNGEN ZUR VERFUEGUNG -- Bei einem Postenlauf lernen Soldaten der Schweizer Armee das Verhalten am Funkgeraet, waehrend der Ausbildung zu Swisscoy Soldaten, in der Naehe der Kaserne in Stans, aufgenommen am 5. Maerz 2014. Die SWISSCOY ist der Verband der Schweizer Armee im Kosovo. Er wird im Rahmen der friedensfoerdernden Militaermission KFOR der NATO im Kosovo mit einem Kontingent von maximal 220 Personen von der Schweiz zur Verfuegung gestellt und finanziert. Die Ausbildung dauert je nach Funktion bis zu 3 Monate. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Im Kosovo ist die Schweiz mit Swisscoy-Soldaten präsent. Weitere Einsätze dieser Art könnten folgen. Bild: KEYSTONE

Analyse

Ernstfall Trump: Der neue Präsident gefährdet die Schweizer Neutralität

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten werden die Europäer mehr in die Verteidigung investieren müssen. Das könnte Auswirkungen haben auf die Schweiz und ihre Neutralität.



Als sich die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten abzeichnete, stand für die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bereits fest: Auf die Europäer wird etwas zukommen, insbesondere in der Sicherheitspolitik: «Europa muss sich darauf einstellen, dass es besser selber vorsorgt», sagte die CDU-Politikerin am letzten Mittwochmorgen in der ARD.

Jahrzehntelang hatten sich die Europäer unter dem Sicherheitsschirm der USA gemütlich eingerichtet. Nun herrscht Nervosität. An einem hastig einberufenen Sondertreffen der EU-Aussenminister am Sonntag in Brüssel war die Verunsicherung spürbar, zumal niemand genau weiss, was vom Republikaner zu erwarten ist. Er hatte sich im Wahlkampf lobend über den russischen Präsidenten Wladimir Putin geäussert und die NATO-Beistandspflicht angezweifelt.

NATO Secretary-General Jens Stoltenberg addresses a news conference during a NATO defence ministers meeting at the Alliance headquarters in Brussels, Belgium, October 27, 2016.   REUTERS/Francois Lenoir

Jens Stoltenberg ermahnt die Amerikaner. Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Am NATO-Hauptsitz ist man alarmiert. Generalsekretär Jens Stoltenberg hielt in der britischen Sonntagszeitung The Observer geradezu beschwörend fest, die Sicherheitslage der NATO-Staaten habe sich in den letzten Jahren «dramatisch verschlechtert». Es sei nicht an der Zeit «den Wert der Partnerschaft zwischen Europa und den Vereinigten Staaten in Frage zu stellen».

«Den ultimativen Preis bezahlt»

Der Norweger erinnerte daran, dass die nordatlantische Verteidigungsallianz in ihrer 67-jährigen Geschichte nur einmal den Bündnisfall ausgerufen habe – zugunsten der USA, nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Mehr als 1000 europäische Soldaten hätten dafür in Afghanistan «den ultimativen Preis bezahlt», betonte Stoltenberg in seinem Gastbeitrag.

Trumps Äusserungen zur NATO waren widersprüchlich. In einem Punkt bewegt sich der designierte US-Präsident im amerikanischen Mainstream: Er fordert, dass die Europäer mehr Geld für ihre Verteidigung ausgeben. In den USA ärgern sich viele darüber, dass das reiche Europa sich 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch von «Uncle Sam» beschützen lässt.

Der belgische Aussenminister Didier Reynders räumte am Sonntag in Brüssel ein, man wisse seit langem, «dass Europa mehr auf dem Gebiet der Sicherheit und der Verteidigung tun muss». Gefordert ist nicht zuletzt die Europäische Union. Ursula von der Leyen hielt im Tagesspiegel fest, deren militärische Fähigkeiten seien «schwach und wenig strukturiert».

France's Defence Minister Jean-Yves Le Drian (L) and his German counterpart Ursula von der Leyen attend a European Union foreign and defence ministers meeting in Brussels, Belgium November 14, 2016.  REUTERS/Yves Herman

Ursula von der Leyen (mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian) fordert ein verstärktes EU-Engagement. Bild: YVES HERMAN/REUTERS

Von einer Europäischen Armee, wie sie etwa EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vorschwebt, will die deutsche Verteidigungsministerin nichts wissen, ebenso wenig von einer Konkurrenz zur NATO. Es gehe «um die Bildung einer gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungsunion, in der wir unsere zivilen Kräfte und Streitkräfte klug aufeinander abstimmen und nutzen». Das Verständnis dafür sei unter den Mitgliedsstaaten «so gross wie nie».

Schweiz als Trittbrettfahrerin?

Europa muss aufrüsten, und das könnte Auswirkungen haben auf die Schweiz. Sie ist weder Mitglied der EU noch der NATO, dennoch könnte sie verstärkt in die Pflicht genommen werden. Andernfalls werde sie als Trittbrettfahrerin wahrgenommen, sagte die Aargauer FDP-Nationalrätin Corina Eichenberger, Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission, der «NZZ am Sonntag».

Sie könne sich vorstellen, dass die Schweiz mehr Gegenleistungen erbringen müsse, weniger in Form von Zahlungen als mit Engagements bei Einsätzen oder in der Ausbildung. SP-Präsident Christian Levrat forderte in der gleichen Zeitung, die Schweiz müsse sich an einem gemeinsamen Sicherheitskonzept der EU beteiligen. «Denn sogar die Verantwortlichen unserer Armee wissen, dass wir alleine nichts ausrichten können», sagte der Freiburger Ständerat.

95 Prozent pro Neutralität

Derartige Überlegungen sind ein Stich in ein Wespennest, sie tangieren das liebste Dogma der Schweiz, die Neutralität. In der Sicherheitsstudie 2016 der ETH-Militärakademie befürworten satte 95 Prozent der Befragten dieses Prinzip. Die Zustimmung zu einem NATO- oder EU-Beitritt befindet sich hingegen auf einem Rekordtief.

epa04033096 A handout photo dated 18 January 2014, made available 20 January 2014  by the French EU Naval Force (EU NAVFOR) Somalia Operation Atalanta, showing a Dhow (R) being apprehended by members of French EU NAVFOR flagship FS Siroco in cooperation with Japanese assets, whereby they released the crew of a Dhow that was suspected to have been used as pirate mother-ship. The flagship apprehended five suspected pirates believed to be responsible for an attack on an oil tanker in the Gulf of Aden a day earlier. The oil tanker issued a distress call to the UK Maritime Trade Operation (UKMTO) on the evening of Friday, 17 January, reporting to be under attack. According to the reports, the attack was repelled by a private armed security team embarked on board the oil tanker. The skiff then headed to a dhow which lingered nearby.  EPA/EUNAVFOR / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Atalanta-Einsatz vor Somalia: Der Nationalrat stoppte die Entsendung von Schweizer Soldaten. Bild: EPA/EUNAVFOR

Verdrängt wird dabei gerne, dass sich die Schweiz ihre Neutralität nur leisten kann, weil auch sie vom Schutzschirm von NATO und USA profitiert. Die Vermutungen, dass Europa ein grösseres Engagement verlangen könnte, sind deshalb nicht aus der Luft gegriffen. Bereits 2009 hatte der EU-Aussenbeauftrage Javier Solana erklärt, eine Beteiligung der Schweiz mit Soldaten an der EU-Mission Atalanta zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias sei «sehr wichtig».

Soldaten nach Osteuropa?

Der Nationalrat torpedierte jedoch eine entsprechende Vorlage, sinnigerweise gegen den Widerstand von SVP-Verteidigungsminister Ueli Maurer. Weil sich das Piraterie-Problem entschärft hat, blieb diese Verweigerungshaltung ohne Folgen. Sollte die «Trump-Doktrin» tatsächlich zu einem zumindest teilweisen US-Rückzug aus Europa führen, könnten derartige Bestrebungen wieder aktuell werden. Die Schweiz müsste vielleicht Soldaten nach Osteuropa entsenden.

Sollte derartige Forderungen in Bern eintreffen, sind neue scharfe Debatten programmiert. Dabei hat die Schweiz ihre Neutralität seit dem Ende des Kalten Krieges zunehmend relativiert. Sie entsandte Militärbeobachter in verschiedene Krisengebiete, etwa nach Afghanistan. Im Kosovo ist sie seit 1999 mit dem Swisscoy-Kontingent sogar als Teil der NATO-Truppe KFOR präsent.

So könnte Trumps Regierungsmannschaft aussehen

Der SVP als «Gralshüterin» der Neutralität ist dieser Einsatz seit langem ein Dorn im Auge. Parteipräsident Albert Rösti betonte gegenüber der «NZZ am Sonntag», eine Annäherung an die Sicherheitspolitik der EU komme nicht in Frage Die Schweiz solle im Gegenteil gegenüber Russland unabhängiger reagieren und nicht einfach EU-Sanktionen übernehmen.

Appeasement gegenüber Putin? So kann man Neutralität auch interpretieren.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 15.11.2016 23:45
    Highlight Highlight Ach, da kommt er wieder der alte Traum von der Europäischen Armee.
    Solange die USA Militärbasen in der EU haben, wird dieser Traum nie wahr werden.
    Deutschland kann da nicht mitmachen, weil es formal und faktisch seit dem Ende des 2. Weltkrieges von den USA besetzt ist. Geheime und weniger geheime Staatsverträge und die Militärbasen der USA in Deutschland sichern seit 70 Jahren diesen Starus Quo.
  • stregepe 15.11.2016 22:07
    Highlight Highlight Umfragewerte bzgl. Neutralität müssen relativiert werden. Die Neutralität ist ein kamäleonartiges Instrument der CH-Aussen-und Sicherheitspolitik. Jegliche Entscheidungen (pro-Russland, pro-nato oder pro-sonstwas) können durch die Neutralität legitimiert werden. Die SVP muss an dieser Stelle aufpassen, dass sie die Neutralität nicht mit Passivität verwechselt...
  • thierry_haas 15.11.2016 17:32
    Highlight Highlight Würde die Schweiz endlich genügend in Ihre Verteidigung investieren, also die berühmten 2% des BIP sprich rund 12 Milliarden pro Jahr und nicht die mickrigen 5 Milliarden pro Jahr wie aktuell, Konnexen wir problemlos ohne Partnerschaften auskommen. So lange dies aber nicht der Fall ist sind wir von Drittstaaten abhängig und können und somit auch nicht als Unabhängig und neutral bezeichnen.
    • Maett 15.11.2016 19:02
      Highlight Highlight @thierry_haas: ich stimme zwar zu, dass das Militär-Budget für einen Staat, der unabhängig bleiben will (und das verfassungstechnisch auch muss, was ich übrigens gut finde) geradezu lächerlich tief ist, allerdings möchte ich schon fragen, wo wir von Drittstaaten abhängig sind?

      Ich kenne nur das Beispiel der Luftraumüberwachung, was aber lediglich mit dem Budget zu tun hat, und jederzeit geändert werden könnte.
    • mrcharliebrown 15.11.2016 23:04
      Highlight Highlight waffen bzw. material im allgemeinen
      ausbildung
      energie, sprich diesel/benzin und strom (auch uran)
      militärischer und ziviler geheimdienst
      luftraumverteidigung
      landverteidigung, da zu kleine armee
      cyberverteidigung


  • reaper54 15.11.2016 16:42
    Highlight Highlight Ich muss sagen auch wenn ich pro SVP bin solche Einsätze unterstütze ich voll und ganz! Ich finde wir sollten mehr in diesem Bereich machen, gehe auch gerne selber hin.
    • Maett 15.11.2016 19:07
      Highlight Highlight @reaper54: was für Einsätze? Soldaten nach Osteuropa schicken, weil irgendwelche kriegslüsternen NATO-Generäle das so wollen, damit das Feindbild aufrechterhalten bleibt, welches Rüstungsausgaben rechtfertigt? Es gibt Gründe, weshalb wir neutral sind, das ist einer davon.

      Hochseeeinsätze gegen Piraten wären zwar theoretisch sinnvoll, weil wir ja auch eine Hochseeflotte haben, die geschützt werden will, aber so ganz ohne Marine ... nö. Dann bezahlen wir lieber jemand dafür, oder lassen es ganz bleiben, so gross ist das Risiko auch wieder nicht. Söldner auf den Schiffen reichen.
    • reaper54 15.11.2016 21:03
      Highlight Highlight Ergibt es vielleicht Sinn neutrale Soldaten zwischen zwei Streithäne zu stellen?

      Man braucht keine Marine um ein Schiff zu schützen viele Reedereien haben Söldner an Bord, anstelle von Privaten diese Aufgaben durch richtige Soldaten erledigen zu lassen wäre nicht das Dümmste.

      Und was auch immer Neutralität für Sie bedeuten mag, wir sind es auf dem Papier aber nur weil wir keine Soldaten entsenden heisst es nicht wir unterstützen nicht gewisse Seiten.
  • Angelo C. 15.11.2016 14:09
    Highlight Highlight Es ist für mich in keiner Weise ersichtlich, wieso die Neutralität der Schweiz auch nur entfernt daduch tangiert sein könnte, weil die USA zurecht erwarten, dass die NATO-Staaten nicht ausschliesslich an ihrem Tropf hängen und ihre eigenen Armeen besser positionieren sollen.

    Wir sind ein freies Land, das schon immer für seine eigene Verteidigung Sorge tragen musste, was auch künftig so bleiben wird, auch wenn es eine hirnrissige Gsoa und andere Defätisten gibt, die seit Jahren geflissentlich an diesen evidenten Realitäten vorbei politisieren.

    Wir müssen einfach unsere Hausaufgaben machen.

    • Linus Luchs 15.11.2016 14:52
      Highlight Highlight Und für Sie ist es also eine evidente Realität, dass die Schweiz für ihre eigene Verteidigung sorgen kann? Im Zeitalter der Drohnen und des Cyberwar? Diese Illusion erscheint mir defätistischer als die Überzeugung, dass die militärische Verteidigung für ein Ländlein wie die Schweiz nur noch mit starken Verbündeten möglich ist.
    • Denk nach 15.11.2016 16:44
      Highlight Highlight @Linus: mit wem möchten Sie sich gerne verbünden? Nato? Russland? China?

      Welcher Kriegstreiber von denen darf es den sein?

      Alles ausgewiesene Kriegsverbrecher! Aber sicher tolle Verbündete
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 15.11.2016 13:30
    Highlight Highlight Ich persönlich finde den Gedanken einer europäischen Armee beängstigend! Das wäre ein verhängnisvoller Schritt weg von dem jämmerlichen Rest der Souveränität der einzelnen Staaten, hin zu einem noch zentraler geführten Gebilde.

    Wir täten uns gut daran, uns davon zu distanzieren! Notabene rede ich hier nicht von Friedenseinsätzen wie Kosovo, sondern an einer Beteiligung der europäischen Verteidigung.
    • Linus Luchs 15.11.2016 14:24
      Highlight Highlight Wenn in Europa Krieg ausgebrochen ist, haben sich einzelne souveräne Staaten den Krieg erklärt. Erklären Sie bitte, was Sie beängstigt, wenn eine militärische Kooperation die kriegerische Konfrontation ausschliesst.
    • u.s. 15.11.2016 14:54
      Highlight Highlight "Wenn in Europa Krieg ausgebrochen ist, haben sich einzelne souveräne Staaten den Krieg erklärt. Erklären Sie bitte, was Sie beängstigt, wenn eine militärische Kooperation die kriegerische Konfrontation ausschliesst."

      Dieser Kommentar bringt es auf den Punkt. Aber manche verlieren sich offenbar gerne in ihren eigenen Widersprüchen.
    • Denk nach 15.11.2016 15:30
      Highlight Highlight Die EU sollte ein Friedensprojekt sein, unabhängig von Nato und militärischen Organisation.

      Für eine Intervention braucht es ein UNO Mandat. Wieso braucht also die EU eine Armee um potentielle Konflikte innerhalb der EU zu schlichten?

      Im Angriffsfall würde erst die Nato, notabene auch wenn nur aus EU Mitgliedern bestehend zum Zuge kommen.

      Also bitte wieso braucht die EU eine Armee? Weil sie plötzlich mit Russland, China, USA mitmachen will?!?

      Was wenn die rechtspopulisten mit installierter EU Armee an die Macht kommen?

      Sie sehen hier keine Probleme??? Aber Trump... Der ist... Uiui
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Stein 15.11.2016 13:05
    Highlight Highlight "Europa muss sich darauf einstellen, dass es besser selber vorsorgt..."
    Ja was den sonst? Was soll das gejammer den auch.

    Etwa ablenken von den wirklichen Zielen die man bisher via Nato verfolgt hat. An denen wird sich so schnell nichts ändern. Zuviel Geld im Spiel.


  • DaveKnobs 15.11.2016 12:31
    Highlight Highlight Purer Rüstungsindustrielobbyismus!!
  • stan1993 15.11.2016 12:22
    Highlight Highlight Wir sind ja quasi Nato Mitglied, "Partnership for Peace" quasi der Kindergarten der Nato.
    Jetzt muss Europa alleine die "Demokratie" am Hindukush verteidigen
  • zsalizäme 15.11.2016 12:00
    Highlight Highlight Ich habe mal nachgezählt. Seit gestern wurden auf Watson insgesamt ganze 12 Artikel über Donald Trump verfasst. In der Mehrheit davon tönt es ganz nach Weltuntergang. Und das obwohl es noch nicht mal eine ganze Woche her ist seit er gewählt wurde. Gebt dem Mann doch eine Chance. Dass Prognosen und Analysen nicht viel taugen haben die Medien ja bereits währen dem Wahlkampf bestens bewiesen.

    Zudem macht ihr ein riesen Trara um den Populismus (ist auch eine gefährliche Sache), schreibt aber beinahe im Stundentakt über einen sogenannten Populisten...
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 15.11.2016 23:55
      Highlight Highlight Ja, so ist es. Bin gespannt, wie Watson uns in 1, 2, 3 Monaten erklärt, warum die Welt immer noch nicht aufgehört hat zu drehen, und in einem Jahr, warum es mit den USA aufwärts geht, aber mit Europa einfach überhaupt nicht.
      Wenn es dann immer noch die böböbösen Bobobobuliszten sein sollen, dann werde ich lachen, wie schon lange nicht mehr.
  • Anker 15.11.2016 11:36
    Highlight Highlight Kann mir da jemand helfen; Gegen wen oder was muss sich die Schweiz oder Europa momentan schützen und somit aufrüsten?!
    • pachnota 15.11.2016 18:58
      Highlight Highlight Wenns irgendwo ein Problem gab, hat man sofort nach den Amis gerufen. Z. b. Kosovo.
      Die könnten dann die Drecksarbeit machen.
    • DerTaran 17.11.2016 07:13
      Highlight Highlight Warten wir es ab, was passiert, wenn sich Putin die Sowjet Union zurück geholt hat. Vielleicht macht er dann ja mit dem Warschauer Pakt weiter. Sind sie erst beruhigt, wenn er auch die DDR (inklusive BRD) wieder in seinen Einflussbereich gezogen hat?
      Wenn die USA sich aus Europa zurück ziehen, passiert genau dass.
      Aber vielleicht stört das hier ja keinen, schliesslich ist sich links und recht aussen bei uns einig, das Putin ein Lieber ist, der nur spielen will.
    • DerTaran 17.11.2016 10:58
      Highlight Highlight Entschuldige bitte, dass ich über so viel Realitätsverzerrung virtuell den Kopf schüttele.
      Ihr Putinfreunde könnt ja eine Initiative zum GUS Beitritt der Schweiz initiieren, vielleicht versteht ihr ja dann, warum sich die meisten ehemalig Sowjetisch besetzten Länder lieber für den Westen statt den Osten entschieden haben.
      Die bösen USA haben es den dummen Völker Osteuropa doch tatsächlich erlaubt sich für den Wohlstand zu entscheiden. Unglaublich, dass man Polen nicht schon wieder verschachert hat.
      Aber, über nationale Souveränität kann man leicht hinwegsehen, solange es nicht die eigene ist.
  • Miikee 15.11.2016 11:33
    Highlight Highlight Hab genug von der Panikmache der Medien. Haltet mal den Ball flach und hört mal auf sämtliche Themen durchzuspekulieren. Niemand weis was ein neuer Präsident macht oder wie er ist in keinem Land, an keinem Ort und auch in keiner Firma. Lasst den Mann mal sein Job machen. Militär ausbauen ist lächerlich, besser mal umstrukturieren und Ziele/Auftrag anpassen. Es ist lächerlich für was wir teilweise noch Geld ausgeben. Technologie und Aufgaben aus Vorkriegszeiten.
    • Richu 15.11.2016 15:29
      Highlight Highlight @Mikee: Die meisten watson Journalistinnen und Journalisten wollen absolut nicht den "Ball flach halten". Darum auch die vielen, teilweise unseriösen Berichte über Trumpf
  • lilie 15.11.2016 11:30
    Highlight Highlight Müssen wir jeden Tag von einem neuen Schreckensszenario lesen, das vielleicht oder vielleicht auch nicht eintritt?

    Es wäre echt gescheiter, jetzt mal erst abzuwarten und sich an die Fakten zu halten.

    Und die Fakten sind, dass Trump noch keine konkreten Pläne hat. Der Mann ist noch nicht mal im Amt!

    #eineRundeSnickersfürdieWatsonredaktion 🙄
  • Linus Luchs 15.11.2016 11:26
    Highlight Highlight Die verstärkte Einbindung der Schweiz in ein europäisches Sicherheitskonzept wird also in svp-Kreisen als Verstoss gegen die Neutralität wahrgenommen. Daraus folgt, die Schweiz gehört nicht zu Europa. Soll man lachen oder weinen? Diese Hurrapatrioten haben offenbar das Gefühl, die Schweiz bestehe aus Schwingfest, Käsefondue und Herrliberg. Mit der Geschichte, Kultur und Wirtschaft unserer Nachbarländer haben wir ja absolut nichts zu tun. Die sind für uns wie Burundi, Guyana und Tadschikistan.
    • DerTaran 17.11.2016 07:17
      Highlight Highlight Eine Partei, die der Meinung ist, man könne der EU wirtschaftlich die Stirn bieten, denkt sicher auch, dass die beste Armee der Welt, falls nötig, auch die Russen schlagen würde.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 15.11.2016 11:15
    Highlight Highlight Billige panik mache...
  • Kookaburra 15.11.2016 11:08
    Highlight Highlight Warten wir doch einfach mal, bis der Russe am Bodensee steht. Und dann schauen wir wieder. Ich bin bereit das Risiko auf uns zu nehmen.
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 15.11.2016 23:58
      Highlight Highlight Nastarowje! Und noch ein Schieber, Tawarisch!
  • Theor 15.11.2016 11:06
    Highlight Highlight Ja klaro, denn wir alle wissen, dass Russland und China auf nichts sehnlicher warten, als den 20. Januar 17, wo sie ihre Grossoffensive gegenüber Europa starten werden um in den vier-jährigen Zeitfenster Europa zu knechten.

    Ich habe als Watson-Leser noch nie das Gefühl gehabt, dass die Redaktoren dumm sind. Darum traue ich der Redaktion schon zu, um eins und eins zusammenzuzählen und auf offensichtliches selber zu schliessen. Aber der Artikel hier hat wirklich gar nichts mit professionellem Journalismus zu tun. Anstatt auf Fakten beruht er auf einem äusserst absurden Szenario. Panikmache.
  • Domimar 15.11.2016 11:03
    Highlight Highlight Wenn man all die Analysen der letzten Tage glauben würde, dann müsste die Welt demnächst mal auf dem Kopf stehen. Meine persönliche Meinung; es wird sich vielleicht minimal was verändern, auf keinem Fall in dem Ausmass, wie man uns ständig eintrichtern will. Meine persönliche Hoffnung; USA und Russland nähern sich an und Europa muss fast zwangsläufig mitziehen. USA, Russland und Europa friedlich zusammen, das wär mal was.
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 16.11.2016 00:01
      Highlight Highlight Das muss irgendwann so kommen. Geopolitisch wird China der grosse Herausforderer sein, nachdem man Gemeinsam den Nahen Osten und den Maghreb rekonolialisiert und untereinander aufgeteilt haben wird.
  • pachnota 15.11.2016 11:03
    Highlight Highlight Mehr in die Verteidigung zu investieren kostet viel Geld.
    Vieleicht können wir uns bald nicht mehr alles leisten. Ich denke da z.B. an die Asylindustrie.
    Es wird also auch ein gewaltiges Umdenken stattfinden müssen.
    Aber dieser Prozess ist ja bereits ein wenig im Gange.
  • Der müde Joe 15.11.2016 11:00
    Highlight Highlight Jaja, der Uncle Sam, -unser guter, alter Beschützer.
    Benutzer Bild
  • teha drey 15.11.2016 11:00
    Highlight Highlight Jetzt haltet mal den Ball flach, Jungs! Wir haben auch Ronald Reagan, die Kriegsgurgel, überlebt. Ich habe eher den Verdacht, dass all diese Angst- und Panikexperten dafür sorgen, dass Trump nur husten muss und alle rennen in den Bunker. Da gibts doch VIEL gefährlichere Männer an der Macht: Der Nordkoreaner, der Syrier, der Russe...
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 16.11.2016 00:02
      Highlight Highlight Und erst Blocher!
  • Señor Ding Dong 15.11.2016 10:54
    Highlight Highlight Die Ära des Rosinlipickens scheint sich langsam dem Ende zuzuneigen ...
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 16.11.2016 00:03
      Highlight Highlight Cool, wenn keiner mehr Rosinen pickt, dann haben wir sie alle für uns allein. Mmmmhhh!
  • walsi 15.11.2016 10:53
    Highlight Highlight Lächerliche Panik mache. Würde die Nato keine Macht- und Geopolitik betreiben hätten wir den aktuellen Schlamassel nicht. Offiziell wird das als Peacekeeping oder Nationbuilding verkauft. In Wirklichkeit geht es darum Vasallen als Regierung einzusetzen die uns, dem Westen, gute Geschäfte in der Region erlauben.
    • phreko 15.11.2016 11:43
      Highlight Highlight Ist mir neu, dass in den baltischen Staaten Vasallenregierungen am Werk sind.
    • Träumerei 15.11.2016 11:49
      Highlight Highlight Schhh, wir sind doch die Guten und schützen uns nur vom bösen Putin...
    • peeti 15.11.2016 11:50
      Highlight Highlight So einfach ist es dann schonnicht. Bei berechtigter Kritik am der Nato: Eine solche Organisation betreibt immer auch Geopolitik. Was soll sie Ländern aus der ehem. Sowjetunion, die aus guten Gründen einen verlässlichen Partner wollen, sagen? Sorry, wir nehmen euch nicht, das könnte uns als Geopolitik ausgelegt werdem?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 15.11.2016 10:51
    Highlight Highlight Hier geht es nicht um Appeasement gegenüber Putin. Es geht darum, dass die EU nicht aus menschenfreundlichen Gründen Sanktionen erhoben hat, sondern weil es nicht ein zu starkes Russland will. Das ist legitim für die EU. Als neutraler Staat, darf die Schweiz solche Sanktionen nicht mitgehen. Wir sollten Russland genau beobachten und nur dann sanktionieren, wenn es dafür einen effektiven Grund gibt. Die Einmischung in Syrien gilt nicht, sonst müssten wir auch gegen FR, GB und USA Sanktionen ergreifen.
    • Hand-Solo 15.11.2016 11:45
      Highlight Highlight Die Annektion der Krim gilt aber sehr wohl...
    • Wehrli 15.11.2016 11:52
      Highlight Highlight Krim, Ukraina, Georgien, Abchasien usw, usw usw
    • D(r)ummer 15.11.2016 12:21
      Highlight Highlight Ach, Sanktionen treffen nur die falschen.

      Nimm dir kurz Zeit für folgendes Video. Ab 12:05 ;-)

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  • Töfflifahrer 15.11.2016 10:51
    Highlight Highlight lässt aber auch eine andere Lesart zu, nämlich die Stärkung der Neutralität der Schweiz im Übereinkommen mit den Staaten, die bei dem steigenden Konfliktpotential die Guten Dienste eines Neutralen Staates schätzen und benötigen würden. Also quasi die Bestätigung der Neutralität aus dem Wiener Kongress.
    • Herr Schibli 15.11.2016 11:14
      Highlight Highlight Guter Punkt, verstehe die Blitzer nicht. Ev. haben diese ihren Text nicht verstanden.
    • The Destiny // Team Telegram 15.11.2016 13:41
      Highlight Highlight @Schibli, Ich nehme mal an das waren die Anhänger der GSoA.
  • Imdiskurs Versunken 15.11.2016 10:43
    Highlight Highlight A propos Neutralität: Das eben angenommene NDG erlaubt dem Bund Operationen und Cyberangriffe im Ausland. Da geht alles, siehe Artikel 36: https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2015/7211.pdf
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 15.11.2016 11:16
      Highlight Highlight Und wenn du selbst ein email oder server im Ausland hasst darf das neue ndg überwachen

Über 100 Soldaten haben sich infiziert – warum sie bei der Armee deswegen gefragt sind

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