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Rund 11'600 Rekruten dürften nach Angaben des VBS am Montag für den ersten Start der Rekrutenschulen 2020 eingerückt sein. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Zerquetschte Finger und verletzte Polizisten: Armee probte Einsatz an Klimademonstration

Kurz nach Gretas Besuch in Lausanne übten Sanitäter das Szenario Strassenschlacht mit Umweltaktivisten.

Pascal Ritter / ch media



Die Soldaten der Sanitätskompanie 6 leisteten im Januar einen Wiederholungskurs in Lausanne. Sie halfen bei der Jugendolympiade mit, standen bereit, verletzte Zuschauer und Sportler zu versorgen.

Für den 27. Januar – den Tag, an dem Brigadier Guy Vallat, die Truppe besuchte – dachte sich der zuständige Kommandant ein ganz besonderes Szenario aus. Der Name der Übung: «Nostro Clima». In dem fiktiven Szenario findet im Raum Lausanne eine Klimademonstration mit 600 Personen statt.

Die Übungsanlage war sehr nahe an der Realität, denn nur zehn Tage zuvor beging die Klimajugend in Lausanne ihr 1-Jahr-Jubiläum. Greta Thunberg sprach und mehrere tausend Schüler demonstrierten. Die Veranstaltung blieb friedlich.

Ganz anders das Szenario der Armee. In der Fantasie der Militärkader befanden sich in der Klimademo auch 100 gewaltbereite Aktivisten. Sie agieren «unorganisiert», «unvorhersehbar» und in «kleinen Gruppen». Es kommt zu einer «Strassenschlacht im Raum Lausanne», heisst es in einem Informationsaushang zur Übung, der dieser Zeitung vorliegt.

Demnach verfügten die gewaltbereiten Demonstranten «vermutlich über keine Schusswaffen». Beschrieben wird die Klimademo unter dem Titel: «Gegenseite».

Szenario: Polizisten prügeln Demonstranten spitalreif

Die gewaltbereiten Klimademonstranten versuchten im Szenario der Armee, «durch Störung der öffentlichen Ordnung Aufmerksamkeit für ihre Sache zu erregen». Die «spontanen Ausschreitungen» der gewaltbereiten Hundertschaft brachten die zivilen Behörden derart «an den Rand ihrer verfügbaren Mittel», dass sie von Soldaten im Wiederholungskurs unterstützt werden mussten.

Bild

Übungsszenario der Armee: In Lausanne eskaliert eine Klimademonstration. Es gibt so viele Verletzte, dass Militärsanitäter helfen müssen. Bild: ch media

Wie ein Soldat gegenüber dieser Zeitung schildert, mussten sie sich um die fiktiven Verletzten kümmern. Figuranten spielten Demonstranten, die Finger verloren hatten, als sie gegen Absperrgitter gequetscht wurden. Andere hatten Prellungen, weil sie von der Polizei mit Schlagstöcken verprügelt worden waren.

Die Aufgabe, welche die Soldaten zu lösen hatten, war es, zu verhindern, dass die Verletzten aus den verfeindeten Lagern aneinandergeraten. Platzierten sie verletzte Polizisten neben Demonstranten, die vorher von der Polizei geschlagen wurden, flippten die Figuranten aus.

Der verantwortliche Kommandant war ein Anfänger

Die Soldaten mussten zudem, ausgerüstet mit Pfeffersprays, den Sanitätsposten gegen mögliche Angriffe von Demonstranten schützen. Allerdings wurde ein solcher dann im Rahmen der Übung nicht simuliert.

Ein Soldat, der dabei war, wundert sich über die Übung: «Ich stelle fest, dass für die Armee der Feind immer öfter im Innern lauert. Wir Sanitäter üben fast nur noch solche Szenarios. Dass nun aber schon Klima-Aktivsten als Gegenseite bezeichnet werden, ist doch ein starkes Stück.»

Die Armee bestätigt auf Anfrage, dass die Übung stattgefunden habe. Ein Sprecher schreibt, das Szenario sei «rein fiktiv», aber aufgrund der zeitlichen Nähe zur Anti-WEF-Demonstrationen gewählt worden. Weder der Übungsleiter noch die involvierten Truppenverbände hätten «jemals die Absicht, die Klimathematik zu stigmatisieren oder in einer anderen Art und Weise zu werten».

Ausgedacht hat sich die Übung offenbar ein Anfänger. «Die Zugsübung wurde durch den Kompaniekommandanten, welcher seinen ersten Wiederholungskurs in dieser Funktion leistete und die Kompanie kurz vor der Dienstleistung übernommen hatte, konzipiert und geleitet», heisst es in der Stellungnahme der Armee. Die Frage, wie realistisch eine Klima-Demo mit so vielen Verletzen sei, liessen die Kommunikationsverantwortlichen offen.

Die Bezeichnung der Klimademonstranten als «Gegenseite» ist laut Armee keine «politische ­Wertung». Damit seien Akteure und weitere Faktoren (wie zum Beispiel das Wetter) gemeint, welche die Auftragserfüllung der Armeeangehörigen erschweren oder verhindern könnten.

Zum Übungsszenario der eskalierenden Demonstration steht die Armee grundsätzlich, räumt aber ein: «In diesem Fall hätte man für die Erreichung der Übungsziele auf die Nennung des Grundes der Demonstration verzichten können.» (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MartinZH 08.02.2020 13:43
    Highlight Highlight Wenn man der Meinung ist, dass die Schweizer Armee von 1918 (mit den Ereignissen um den Landesstreik) so funktioniert, wie die Armee von 2020, dann ist man nicht nur auf dem Holzweg, sondern so eine Gleichsetzung ist einfach völlig absurd!

    Aber klar, die Armee-Gegner glauben offensichtlich, dass sich die Armee in über 100 Jahren nicht entwickelt hat. 😂

    Habt ihr keine besseren Argumente mehr?

    Glaubt ihr wirklich ernsthaft an so einem Stuss? 🤔 Man kann doch die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse von 1918 gar nicht mit der heutigen Zeit vergleichen! Geschichte nicht begriffen?
    • 7immi 08.02.2020 16:52
      Highlight Highlight Spannend ist vor allem, dass 1918 Führungsfehler zur Tragödie führten. Ebendiese können nur durch Training eliminiert werden, was man hier ja macht. Subsidiäre Einsätze gehören zur Kernkompetenz der Armee und müssen geübt werden. Sei dies in Form einer Übung oder einer Dienstleistung wie dem Lauberhornrennen, WEF oder einer Friedenskonferenz. Machen Feuerwehr, Sanität und Polizei ja auch regelmässig.
  • Phinea 08.02.2020 13:42
    Highlight Highlight Die Aufgabe der Armee ist es, die Schweiz vor inneren als auch äusseren Gefahren zu schützen. Um dies zu trainieren, nutzen sie realistische Szenarien. Demonstrationen, mit vielen Menschen, wo auch gerne mal Chaoten mitmischen (1. Mai, Tanz-dich-frei, Fussball etc.) als auch Szenarien bei Unfällen, Grossevents (Schwingfest, ETF, WEF …) oder Katastrophen gehören zum Auftrag dazu. Die Bedeutung des Begriffs "Gegenseite" im Kontext wurde sogar vom Armeesprecher erklärt und ist allgemeiner Sprachgebrauch bei Akutorganisationen wie den Blaulichtorganisationen.
    Sehr schlechte Recherche.
  • pamayer 08.02.2020 10:11
    Highlight Highlight Klimademonstration.

    Na Bravo.
    Betonköpfe auch heute noch.
  • Mia_san_mia 08.02.2020 09:11
    Highlight Highlight Und was sollen wir jetzt damit? Ich habe meinen Militärdienst auch gehasst, aber das ist jetzt nichts schlimmes. Halt einfach eine Übung.
  • Fizjak 08.02.2020 04:07
    Highlight Highlight "strassenschlachten" ich bin leutnant und auf dem lageplakat seh ich lediglich demonstartionen mit ausschreitungen, barrikaden/strassensperren, und sabotage
  • FITO 08.02.2020 01:10
    Highlight Highlight Soldaten gegen streikende einzusetzen, damit hat die Schweizer Armee ja genügend Erfahrung.
    Gelernt haben sie aber wie man sieht nichts daraus, denn die Geschichte der Vergangenheit gehört sicher nicht zur Ausbildung der Soldaten.
    http://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/generalstreik_warum-erschossen-schweizer-soldaten-1918-drei-arbeiter-/44668792
    • Herr Noergler 08.02.2020 07:46
      Highlight Highlight Sie habe den Inhalt dieses Artikels nicht wirklich verstanden, oder?
    • Mia_san_mia 08.02.2020 09:12
      Highlight Highlight Das is 100 Jahre her.
    • Mario Conconi 08.02.2020 09:17
      Highlight Highlight Was labersch den du? Ja 1918 war ein sehr dunkler Fleck in der Geschichte der Schweiz und der Schweizer Armee... Aber solche schwarzen Flecken gibt es viele. Auch solche die heute nich regelmässig wiederholt werden. Aber ihr ewiggestrigen werdet dies nie verstehen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ziasper 07.02.2020 22:40
    Highlight Highlight Dieser Artikel wurde sicherlich von jemandem geschrieben, welcher selber kein Militärdienst geleistet hat. Die beschriebene Übung entspricht dem normalem Vorgehen und es gibt dabei gar nichts auszusetzen.
    Was will uns der Artikel überhaupt sagen?
    • MartinZH 07.02.2020 23:41
      Highlight Highlight Genau meine Meinung!

      Ein solches Übungs-Szenario wird von jedem Kp Kdt vorgängig dem Bat oder Br Kdt vorgelegt/unterbreitet. Dieses Konzepz wird dann natürlich auch vorher abgesegnet, bevor man in eine solche Übung starten kann.

      So kann man dem Kp Kdt keinen Vorwurf machen, wie im Beitrag insinuiert wird – nur weil er neu ist. Jeder ist irgendwo und irgendwann einmal "neu": Das ist ja auch gerade die Herausforderung als Armee-Kader, dass man sich unvorhergesehenen, neuen Herausforderungen stellen muss, um sich in jeder Situation zu bewähren. Ein bisschen Phantasie schadet dabei sicher nicht.
  • Kant 07.02.2020 20:32
    Highlight Highlight Was hat die Schweizer Armee an einer Demo zu suchen? Darf sie das überhaupt und hätte so etwas überhaupt eine rechtliche Grundlage? Das ist eine ernst gemeinte Frage, denn ich war bis anhin im Glauben, nur die Polizei dürfte das tun.
    • MartinZH 07.02.2020 20:47
      Highlight Highlight Das sind "Subsidiäre Sicherungseinsätze der Armee"

      Gemäss Artikel 58 Absatz 2 der Bundesverfassung hat die Armee die zivilen Behörden bei der Abwehr schwerwiegender Bedrohungen der inneren Sicherheit und bei der Bewältigung anderer ausserordentlicher Lagen zu unterstützen, wenn deren Mittel zur Abwehr von schwerwiegenden Bedrohungen der inneren Sicherheit nicht mehr ausreichen (Grundsatz der Subsidiarität).

      Weitere Informationen zu den Subsidiären Einsätze der Armee gibt es hier:
      https://www.vtg.admin.ch/de/aktuell/einsaetze-und-operationen/sse.html

      Beispiel: Papst-Besuch in Flüeli-Ranft 😉
    • Alnothur 07.02.2020 21:03
      Highlight Highlight Es lohnt sich, nicht nur die Überschrift zu lesen und gleich loszuhässele.
    • Cédric Wermutstropfen 07.02.2020 21:07
      Highlight Highlight Ja prinzipiell schon. Wirklich grosse, landesweite Ausschreitungen kann die Polizei ca. 48 h alleine bewältigen, danach bräuchte es die Armee als Verstärkung und zwar weil schlicht das Personal fehlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 07.02.2020 20:15
    Highlight Highlight Man kann höchstens das Beispiel „gewaltbereite Krimademonstranten“ kritisieren. Vielleicht hätte die Armee besser „gewaltbereite Fussballfans“ als Beispiel genommen. Das wäre wohl authentischer im Ohr, aber das Szenario an sich ist möglich und muss natürlich entsprechend geplant werden.
    • Elpampa 08.02.2020 00:10
      Highlight Highlight Jaja alle Fussballfans sind böse....
  • reaper54 07.02.2020 19:58
    Highlight Highlight Mh die Demo während des WEF in Zürich ist eskaliert. Linksextreme haben effektiv Polizisten und Materielle Güter angegriffen das Szenario ist also durchaus sehr nahe an der Realität. Zudem geht die Polizei ja weder ins Kochareal in Zürich noch in die Reithalle, sprich es sind semi permissive Räume welche sehr wohl ein Risiko für den Staat darstellen (man schaut z.B. zurück zu den Olympischen Spielen in München RAF und palästinensische Terroristen) das könnte auch hier passieren...

    Aber ja, ist das Szenario aus der Luft gegriffen wird kritisiert, ist es zu nah an der Realität wird kritisiert..
  • Asmodeus 07.02.2020 19:51
    Highlight Highlight Armee übt Einsatz bei Demonstrationen im Inland.

    Kann mal jemand die politische Geschichte des planenden Offiziers prüfen? Eventuell Verbindung zur PNOS?
    • Zauggovia 07.02.2020 20:35
      Highlight Highlight Das ist definitiv ein realistisches Szenario. Beispiel WEF oder Botschaftsschutz: ein von der Armee zu bewachendes Objekt wird von Demonstranten belagert und angegriffen.
      Die Armee riegelt ab, verhaftet Personen die über die Absperrung klettern, während die Polizei die Demonstranten unter Kontrolle bringt. Dass es dort zu eingeklemmten Fingern kommen kann, ist wohl auch dir nachvollziehbar?
    • Cédric Wermutstropfen 07.02.2020 20:47
      Highlight Highlight Du erwähnst ausgerechnet die PNOS, das zeugt von völligem Unwissen🤦🏼‍♂️ Umweltschutz ist Heimatschutz, so heisst es doch in rechtsextremen Kreisen.
    • Mia_san_mia 08.02.2020 09:53
      Highlight Highlight @Asmodeus: Hey das war nur eine Übung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Meier 07.02.2020 19:48
    Highlight Highlight Eigentlich warte ich auf eine Reklamation der Polizei, die hier mit einem übermässigen Gewalteinsatz "geehrt" wird. Eine Hintergrundstory muss einigermassen nachvollziehbar sein. Rot und blau gerieten aneinander ist da etwas sehr offen. Wobei sich da die SP oder der FC Basel schon betüpft fühlen könnten. Es überrascht mich schon, dass diese "Story" hier so prominent aufgemacht wird.
  • MartinZH 07.02.2020 19:45
    Highlight Highlight Ein Sturm im Wasserglas... 😉

    Schlussendlich geht es bei solchen San-Übungen um "das Kerngeschäft", nämlich die korrekte und realitätsnahe Wundversorgung bei den Patienten (Figuranten), Evakuierung, etc. Die Übungsanlage (allgemeine und besondere Lage) ist v.a. für die Kader interessant, um sich mit solchen Szenarien praktische Führungserfahrung anzueignen (Führungsrhythmus, Simulation von beso Bedingungen, Nachschub, Transporte, Verpflegung, etc.). Die ganze "Geschichte" dahinter ist nicht so relevant. Besser solche Szenarien, statt konventioneller Krieg. Es gibt auch Kdt mit besseren Ideen.
  • Sir Konterbier 07.02.2020 19:45
    Highlight Highlight Vielleicht nicht besonders clever, aber unrealistisch ist es nicht.

    Teile der Klimaaktivisten stecken ja mit Kapitalismuskritik nicht gerade zurück, von dem her ist es alles andere als unmöglich dass sich da auch mal Linksautonome blicken lassen.

    Und by the way im Militär wird alles als Gegenseite bezeichnet, beispielsweise auch Feuer, Schnee oder Überschwemmungen. Aber Hauptsache man hat eine Schlagzeile.
  • Zauggovia 07.02.2020 19:44
    Highlight Highlight Die Gleichen, die immer behaupten, dass die Armee im Kalten Krieg stehen geblieben sei, empören sich nun, dass die Szenarien zu realistisch sind...
  • Albi Gabriel 07.02.2020 19:40
    Highlight Highlight Wo ist das Problem? Leider ist es Realität, dass die Klimabewegung je länger je mehr von Chaoten aus dem Schwarzen Block, der Bewegung für den Sozialismus und sonstigen Wirrköpfen unterwandert wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Typen eine friedliche Klimademo für ihre Gewalttaten eskalieren lassen.
  • K1aerer 07.02.2020 19:39
    Highlight Highlight Und was will der Artikel genau implizieren? Solche Szenarien sind theoretisch möglich und schlussendlich ist die Armee da, um für Ernstfälle eingesetzt werden.
    • Gantii 08.02.2020 07:59
      Highlight Highlight im Inland? für Aufgaben der Polizei?
    • Chinook 08.02.2020 12:09
      Highlight Highlight @Gantii natürlich im Inland. Die Armee ist zum Schutz der Schweiz da- was soll sie denn in anderen Länder sein? Und die Armee sind ja „wir alle“. Zumindest der Grossteil der Soldaten und Offizieren gehen noch anderen Beschäftigungen nach und haben nur ihren WK.
      Gottseidank ist dem so. Dies hält die Armee sehr stark mit dem Volk verbunden.
      Natürlich übernimmt die Polizei viele Aufgaben. Die Armee kommt nicht, weil die Polizei unfähig ist, mehr weil der Einsatz einen Grössenrahmen sprengt und die Armee die Manpower stellen kann.

      In diesem Fall mit Sanitäter.
  • Lord_ICO 07.02.2020 19:37
    Highlight Highlight Man hätte es natürlich unbestimmte Demo die ausser Kontrolle gerät nennen können aber was erwartet man von diesem Verein, der nur so von eindimensional Denkenden durchzogen ist.

    Als ich vor ein paar Jahren als WK die Neuausrichtung der Armer gesehen habe und als Hauptgefahr Aufstände und die eigene Bevölkerung kommuniziert wurden konnte ich es kaum fassen. Bin froh aus dem Verein raus zu sein.
    • Roman h 07.02.2020 20:13
      Highlight Highlight Hab jetzt noch von keiner Kampfeinheit gehört oder gesehen das die Hauptgefahr die eigene Bevölkerung ist.
      Hauptgefahr sind Terroristen.
      Alle Übungen waren immer gegen gegnerische Gruppen in Truppenstärke.

      Auch entspricht die Übung ja der Wahrheit, heisst es ist sehr gut möglich das so etwas passiert
    • Eine_win_ig 07.02.2020 21:32
      Highlight Highlight Lord_ICO: das glaube ich jetzt schlicht und einfach nicht. Die Armee erfindet übrigens nicht ihre eigene "Hauptgefahr". Für das gibt es einen sicherheitspolitischen Bericht des Bundes (SIPOL B googlen, dann finden Sie den). Basierend darauf werden Szenarien entwickelt.

      Sie können sich sonst auch mal über die Übung des SVS von 2019 informieren. Da sehen Sie, welche Szenarien angewendet werden...
    • [CH-Bürger] 08.02.2020 07:32
      Highlight Highlight @Lord_ICO:
      dann hatten Sie kein glückliches Händchen bei der Truppengattung/Einteilung. Ich absolviere meinen Dienst in der Luftwaffe; eindimensionales Denken gibt es hier nicht.

      von einem Teil aufs Ganze zu schliessen zeugt auch nicht grad von umfassendem und reflektiertem Denken...
  • El Mac 07.02.2020 19:36
    Highlight Highlight Tam tam tam. Ich lese hier den Artikel von jemand, der offenbar nie im Militär war. Eigentlich könnten Sie über jeden WK einen Artikel schreiben, weil das halt immer so geübt wird.
  • Imfall 07.02.2020 19:36
    Highlight Highlight Und wo liegt jetzt das Problem? So unrealistisch ist dieses Szenario auch wieder nicht..

    aber empört sein können wir inzwischen echt gut!!!
  • Kruk 07.02.2020 19:36
    Highlight Highlight Nichts neues bei der schweizer Armee.

    So wie ich das gehört habe werden stets Übungen zu Demonstrationen gemacht.

    Ist ja auch realistischer und für unser Militär eher zu bewältigen als z. B. ein Angriff einer fremden Streitmacht.
    • Kruk 07.02.2020 20:21
      Highlight Highlight Immerhin gehören das WEF und noch ein paar Sportanlässe zu den Einsatzorten von WK Soldaten.
    • pacoSVQ 07.02.2020 20:22
      Highlight Highlight Kommt auf die Truppe an. Wir üben jeweils unter anderem die Rückeroberung von Dörfern oder Städten, welche von bewaffneten Milizen oder Streitkräften in Beschlag genommen wurden. Wobei es auch verfehlt und realitätsfremd wäre, eine Panzergrenadierkompanie auf Demonstrationen zu drillen.
  • mille_plateaux 07.02.2020 19:31
    Highlight Highlight Die Sanitäter üben also, verletzte DemonstrantInnen zu versorgen. Skandalös. Heissester Punkt: man hat sich ans gängige Lingo in asymmetrischen Konflikten gehalten («Gegenseite», statt wie früher üblich «Gegner»). Die Geschichte hat man dann noch mit einem Archivbild garniert, das infanteristische Sondereinsatzkräfte und somit das ungefähre Gegenteil von Sanitätstruppen zeigt.

    Kurz: Der Artikel ist schlecht aufgezogen. Es gäbe genug echte Gründe, die Armee zu kritisieren. Schade, gibt's stattdessen nur Polemik.
    • Herr Noergler 07.02.2020 22:04
      Highlight Highlight Das Symbolbild ist wirklich etwas zu martialisch. Ich habe mich auch erst gefragt, was das wohl für eine Übung gewesen sein muss, bei der sogar Fallschirmaufklärer dabei waren.
    • Mario Conconi 08.02.2020 09:13
      Highlight Highlight Danke!!! Genau meine Meinung.
  • Beat_ 07.02.2020 19:29
    Highlight Highlight Sind wir bald wieder soweit wie im November 1918, als die Armee gegen den Generalstreik eingesetzt wurde (und dabei 3 Menschen umgebracht hat)?
    Die Armee hat nichts zu suchen bei einer Demo oder einem Streik, das ist Aufgabe der Polizei, wenn nötig für Ordnung zu sorgen.
    • ands 07.02.2020 20:23
      Highlight Highlight Wusste gar nicht, dass es Aufgabe der Polizei ist, Verletzte medizinisch zu versorgen... Oder hast du allenfalls gar nicht gelesen, was die Aufgaben der beübten Truppe waren?
    • Kruk 07.02.2020 20:38
      Highlight Highlight Gut es handelt sich um eine Sanitätskompanie und um Versorgung von Verletzten.

    • Zauggovia 07.02.2020 20:40
      Highlight Highlight Nichts kapiert über den Auftrag der Armee. Sie kann und wird zur Unterstützung der Polizei aufgeboten (z.B. WEF), wobei die Soldaten dann mit Polizeibefugnissen ausgestattet werden.

      Die Schweiz hat zuwenig Polizisten, um ein Ereignis wie das WEF ohne Armee durchzuführen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nelson Muntz 07.02.2020 19:29
    Highlight Highlight Das gewaltsame Extremisten eine friedliche Klimademo missbrauchen könnte wohl wirklich mal passieren. Zumal Randalen eher der Klimajugend schaden würde und die Stammtische „das ja schon damals im Sommer 2019 voraussagten“
  • daene 07.02.2020 19:28
    Highlight Highlight Sehe das Problem nicht. Realistisches Übungsszenario, Allgemeine Lage ergibt Sinn, die geschilderten Verletzungen ergeben sich aus dem Szenario.

    Und behandelt wurden ja, wenn ich das richtig rauslese, alle Verletzten, egal ob „Demonstrant“ oder „Polizist“. So wie es sein sollte.
  • Markus97 07.02.2020 19:20
    Highlight Highlight Witzige Bildwahl die Grenadiere in Vollmontur :P

    Naja finde ich halb so tragisch. Man denkt sich ständig irgendwelche Szenarien aus um zu üben. Jetzt warens halt mal Klimademonstranten.

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