Schweiz
Armee

Bundesrat Pfister ruft für Landesverteidigung zum Schulterschluss auf

epa12845437 Swiss Federal Councillor and Minister of Defence Martin Pfister arrives before a bilateral meeting with Finnish Minister of Defence Antti Hakkanen, in Helsinki, Finland, 24 March 2026. Pfi ...
Bundesrat Martin Pfister hat dazu aufgerufen, angesichts der Kriege den Ernst der Lage anzuerkennen.Bild: keystone

Bundesrat Pfister: «Die Schweiz muss den Ernst der Lage erkennen»

28.03.2026, 11:2428.03.2026, 11:24

Bundesrat Martin Pfister hat dazu aufgerufen, angesichts der Kriege den Ernst der Lage anzuerkennen und in die Armee zu investieren. Sicherheit sei die Grundvoraussetzung für Wohlstand, Freiheit und Demokratie.

Der vor einem Jahr gewählte Mitte-Bundesrat äusserte sich am Samstag in seiner Zuger Heimat vor den Delegierten seiner Partei. In Bern sei viel Zug drin, zog Pfister Bilanz. Er meine dies aber weniger örtlich, sondern wegen der politischen Dynamik.

Pfister berichtete von seinen jüngsten Dienstreisen, die ihn nach Finnland und Polen führten. Es sei beeindruckend, wie diese Länder ihre militärische Einsatzbereitschaft verbesserten, sagte er, und nannte vor allem Finnland als Vorbild für die Schweiz.

Pfister rief zu einem Schulterschluss auf. Es gehe darum, gemeinsam Lösungen zu finden und Verantwortung zu übernehmen statt zu polarisieren. Nicht nur der Ukraine-Krieg, auch die wirtschaftlichen Verwerfungen und der technische Fortschritt würden sich auf die Sicherheit der Schweiz auswirken, sagte er.

Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) ging dann aber ausführlich auf die militärische Verteidigung ein. Die Schweiz müsse den Ernst der Lage erkennen, sagte er. Der Nachholbedarf sei enorm.

Pfister warb deswegen vor seiner Partei für eine auf zehn Jahre befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozent, damit die Schweiz genügend Geld habe, um in ihre Abwehr zu investieren. (hkl/sda)

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49 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Peter D
28.03.2026 11:39registriert Januar 2023
Man kann nicht 10, 20 oder sogar über 100 Jahre warten, bis Rüstungsprojekte wie F‑35, Drohnen, Florako oder Systeme endlich geliefert werden – und dann der Bevölkerung erklären, jetzt müsse man „den Ernst der Lage erkennen“ und die Mehrwertsteuer erhöhen. Wer so lange zaudert und dann plötzlich Tempo macht, verliert Vertrauen. Sicherheit braucht Planung, nicht Panikfinanzierung.
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mrmikech
28.03.2026 11:54registriert Juni 2016
Die Drohnen können wir selbst und kostengünstig produzieren. Er soll mit den Ukrainern sprechen. F-35 brauchen wir nicht.
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azoui
28.03.2026 12:17registriert Oktober 2015
Ich habe den Ernst der Lage schon lange erkannt und finde es wird Zeit diesen Laden voller Diletanten auszumisten.
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