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Armee wollte «Hakenkreuz»-Rekruten Karriere machen lassen

29.01.2017, 02:3729.01.2017, 08:52

Scharfer Arrest statt Armeekarriere: Drei der sechs Soldaten, die sich auf dem Waffenplatz in Wangen an der Aare BE beim Hitlergruss vor einem Hakenkreuz ablichten liessen, hatten den Vorschlag fürs Weitermachen bereits in der Tasche. Dieser wurde ihnen umgehend entzogen. Sie hatten sich am Sonntag selber gestellt.

Über die Affäre berichtet hatte der SonntagsBlick, der auch besagtes Foto veröffentlichte. Kurz darauf waren die betroffenen Rekruten offenbar bekannt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitung sagt Armeesprecher Mirco Baumann, sie seien am Sonntagabend teilweise früher eingerückt und hätten sich selber gestellt.

«Die Soldaten wurden disziplinarisch mit scharfem Arrest bestraft», sagt Baumann weiter. Demnach sitzen sie schon seit mehreren Tagen ein, der Arrest dauere auch über das Wochenende hinaus an. Ihre Rettungs-RS dürfen sie zu Ende führen.

Motiv unklar

Drei von ihnen wollten danach aber offenbar weitermachen. «Ihnen wurde sofort der Vorschlag entzogen und somit verhindert, dass sie in der Armee Karriere machen können», so Baumann weiter. Zum Motiv der fehlbaren Rekruten macht die Armee keine Angaben. Die Militärjustiz habe ein Verfahren eröffnet.

Seit 2011 werden sämtliche Rekruten anlässlich der Rekrutierung einer Personensicherheitsüberprüfung (PSP) unterzogen. Die Armee verfügt über eine Fachstelle Extremismus. 2015 befasste sie sich insgesamt mit 34 Meldungen und Anfragen. 16 davon waren dem Rechtsextremismus zuzuordnen. (kad)

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67 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ubu
29.01.2017 11:30registriert Juli 2016
Ich finde den Titel unglücklich. Die Armee wollte nicht "die Hakenkreuz-Soldaten Karriere machen lassen". Sie wollte ein paar gewöhnliche Rekruten befördern, was ja komplett normal ist. Als dann klar war, dass sich die Jungs die Hakenkreuz-Aktion geleistet haben, hat die Armee sofort und absolut richtig reagiert.
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niklausb
29.01.2017 02:55registriert März 2015
Zur strafe gehören die Brüder per sofort entlassen und dann sollen sie denn vollen Wehrpflichtersatz zahlen!
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StefanZaugg
29.01.2017 09:36registriert September 2015
Der Titel ist meiner Meinung nach eher tendenziös gewählt; er suggeriert, dass die verantwortlichen Kader die Rekruten trotz des Hakenkreuz-Vorfalls befördern wollten, wobei das Gegenteil der Fall ist: der Beförderungsvorschlag wurde sofort sistiert.

Die latent Armee-kritische Haltung der Redaktion find ich etwas ermüdend.
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