DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Armee hilft auch in Pflegeheimen, nicht nur in Spitälern, an der Grenze und bei Botschafts-Bewachungen.
Die Armee hilft auch in Pflegeheimen, nicht nur in Spitälern, an der Grenze und bei Botschafts-Bewachungen.Bild: KEYSTONE

Beendet die Armee ihren historischen Corona-Einsatz schon am 15. Juni?

Die Armee fährt ihre Bestände im Spitalbereich rigoros nach unten. Das dürfte bald auch an den Grenzen so sein, wenn diese am 15. Juni wieder öffnen. Die Armee wappnet sich für eine mögliche zweite Welle.
15.05.2020, 06:25
Othmar von Matt / ch media

Vieles deutet darauf hin, dass der Armeeeinsatz zur Coronakrise schneller zu Ende geht als vorgesehen. Offiziell darf die Armee gemäss aktueller Verordnung bis längstens zum 30. Juni subsidiär eingesetzt werden.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Mit der kompletten Grenzöffnung vom 15. Juni zu Deutschland, Österreich und Frankreich könnte der Einsatz allerdings schon Mitte Juni enden. Der Bedarf an Militärpolizisten und Milizsoldaten dürfte für die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) drastisch sinken.

Das deutet die EZV zurückhaltend an. «Die Bestände der Armee werden fortlaufend den Bedürfnissen und den aktuellen Regelungen an der Grenze angepasst und wenn nötig reduziert», sagt Mediensprecher Matthias Simmen.

Die Armee selbst hat bereits damit begonnen, die Einsätze in den Spitälern «rigoros herunterzufahren», wie Armeesprecher Daniel Reist sagt. Zurzeit werde jeder Standort überprüft. Die Armee kläre in Gesprächen mit den Spitälern vor allem in der Westschweiz und im Tessin ab, ob ihr Einsatz noch nötig sei oder nicht.

Eine mögliche zweite Welle im Blick

Bisher hat die Armee über 350 Gesuche um subsidiäre Unterstützung bekommen und bewältigt. Erhält sie keine Gesuche mehr, muss sie strategisch denken und ihre Soldaten schonen. Denn irgendwann – im Herbst oder auch später – könnte es zu einer zweiten Welle kommen.

Gemäss Reist sind zurzeit noch total 1800 Armeeangehörige im Einsatz: 1000 in Spitälern und Pflegeheimen, 800 an der Grenze und bei Botschaftsbewachungen in Lausanne und Genf.

Am 6. März hatte der Bundesrat beschlossen, bis zu 800 Armeeangehörige aufzubieten zur Bewältigung der Coronakrise. Am 16. März wurde daraus der grösste Einsatz seit dem Zweiten Weltkrieg. Bis zu 8000 Armeeangehörigen konnten eingesetzt werden. Seit Mitte März wurden in Etappen rund 5000 kurzfristig für Einsätze aufgeboten. (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Mit diesen Grosis und Opis willst du dich nicht anlegen!

1 / 14
Mit diesen Grosis und Opis willst du dich nicht anlegen!
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die erste Beizer-Zwischenbilanz

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Wir sind wütend»: IPS-Leiter hält den Politikern in der Corona-«Arena» den Spiegel vor
Omikron, Massnahmen, Spaltung: Die SRF «Arena» war überladen an Unterthemen zum Coronavirus. Der bedeutendste Gast war nicht im Studio: Von der Covid-Station aus sprach er Tacheles und liess alle verstummen.

Déjà-vu, déjà-discuté : Die Zahlen steigen, die Lage ist ernst und alle müssen jetzt mitmachen. Wäre «das Coronavirus – Swiss Edition» der Titel einer Serie, die gerade anläuft, würde man den Laptop oder Fernseher schleunigst ausschalten. Es wäre langweilig. Vielleicht dachte sich «Arena»-Morderator Sandro Brotz deshalb: Let's spice things up!

Zur Story