Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUR RESULTATE DER RISSPRUEFUNG BEI DEN F/A-18 JETS DER SCHWEIZERISCHEN LUFTWAFFE, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 2. FEBRUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - F/A 18 Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe stehen am Dienstag 14. Mai 2014 bereit fuer einen Militaerischen Uebungsflug der Uebung

F/A-18 warten auf den Einsatz. Bild: KEYSTONE

Ruag wie Postauto: Hat der Rüstungskonzern mit dem Bund zu hohe Profite gemacht?



Das Schweizer Rüstungsunternehmen Ruag steht unter Verdacht, zu hohe Profite erzielt zu haben. Dies berichtet der Tages-Anzeiger.

Konkret geht es um die Sparte Ruag Aviation, die im Auftrag des Bundes die Wartung der Schweizer Luftwaffe durchführt. So muss zum Beispiel eine F/A-18 alle 300 Flugstunden in den Service. Pro Jahr erhält der Rüstungskonzern deshalb rund 200 Millionen Franken vom Bund. Die Ruag hat faktisch ein Monopol auf das Geschäft mit der Schweizer Luftwaffe.

ARCHIV --- Kampfflugzeuge des Typs F/A-18 der Schweizer Armee stehen am 7. Februar 2011 zur Wartung in den Hallen der RUAG Aviation in Emmen im Kanton Luzern. Der Technologie- und Ruestungskonzern RUAG gibt die drei Standorte Brunnen SZ, Hombrechtikon ZH und Maegenwil AG auf, wie das Unternehmen am 29. Januar 2015 meldet. Davon sind insgesamt etwa 160 Arbeitsplaetze der Ruestungssparte betroffen, allein in Brunnen rund 110.(KEYSTONE/Gaetan Bally)

Kampfflugzeuge des Typs F/A-18 der Schweizer Armee stehen zur Wartung in den Hallen der Ruag Avition in Emmen. Bild: KEYSTONE

In den Verträgen mit dem Verteidigungsdepartement (VBS) ist festgehalten, dass die Ruag höchstens eine Marge von acht Prozent erzielen darf. Doch nun besteht der Verdacht, dass diese nicht eingehalten wurde. 

Bundesanwaltschaft eingeschaltet

Seit drei Jahren ermittelt die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) wegen der Preispolitik bei Ruag. Abgeschlossen wurden die Untersuchungen jedoch nicht. Insider berichten dem Tages-Anzeiger, die Ruag habe nicht genügend kooperiert. Die EFK erstattete in der Folge bei der Bundesanwaltschaft Anzeige gegen Ruag Aviation, wie die Bundesanwaltschaft am Montag gegenüber AWP bestätigt.

Im Dezember 2016 wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Allerdings ermittelt die Bundesanwaltschaft nicht gegen Ruag Aviation, sondern gegen unbekannt.

Hat die Ruag dem Bund im Geschäft mit der Luftwaffe zu hohe Rechnungen ausgestellt, um andere Geschäfte quer zu subventionieren? Falls ja, würde dies stark an den Postauto-Skandal erinnern, der wochenlang Schlagzeilen machte. 

Dem Tages-Anzeiger liegen Ruag-interne Dokumente vor, in denen das Management eine Marge von «über 12 Prozent» festhielt.

Die Ruag dementiert die Vorwürfe. Ihre Margen würden die Gewinnspanne des Bundes nicht übertreffen. (cma)

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Wirbel um Cassis reisst nicht ab

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Nino Niederreiter zu Carolina getradet

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Neue Gripen Kampfjets trotz Volks-Nein?

abspielen

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 04.06.2018 10:09
    Highlight Highlight Die EFK verlangt Unterlagen von der Ruag um einen Verdacht abzuklären. Die Ruag verweigert die Zusammenarbeit, gibt die Unterlagen nicht raus, und die EFK sistiert die Untersuchung. Management by Liegenlassen. Der BR sieht auch keinen Handlungsbedarf mehr. Jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft seit anderthalb Jahren gegen Unbekannt. Was ist der grössere Skandal? Dass die Ruag vermutlich unrechtmässig Steuergelder abzockt, oder die Tatsache, dass die Staatsorgane das eigentlich gar nicht so schlimm finden und die Abklärungen nach Strich und Faden verschleppen??
  • 7immi 04.06.2018 09:51
    Highlight Highlight dass es in der luftfahrt fast nur monopolisten gibt ist branchenweit üblich. teure lizenzen, sicherheitsanforderungen und starke reglemeniertung und normung machen konkurrenz fast unmöglich, vor allem bei spezialflugzeugen wie der FA18. daher vermutlich auch diese margenbegrenzung auf seite des bundes. falls die ruag hier geld hinterzieht ist das definitiv eine sauerei und muss hart bestraft werden. den anbieter wechseln kann die armee aber dennoch sehr wahrscheinlich nicht.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2018 08:46
    Highlight Highlight Die natürlich Folge von Monopolen, wobei das auf einem kleinen Markt mit einem Bundeseigenen Rüstungskonzern wohl auch nicht anderes geht.
    Eigentlich noch lustig, der Bund hat sich vermutlich selber betrogen (Solange die Löhne und Bonis der Angestellten nicht Umsatzgekoppelt sind).
  • Valon Gut-Behrami 04.06.2018 08:44
    Highlight Highlight Skrupel kennt man bei Ruag ja eh nicht. Dann liegt ein solcher kleiner Betrug schon drin.
  • Maranothar 04.06.2018 08:43
    Highlight Highlight Jeder Gewinn den solche Firmen machen ist zu hoch.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2018 10:41
      Highlight Highlight Sie wissen schon, dass der Bund Alleinaktionär der Ruag ist. Problematisch würde es erst, wenn Geld des Bund zur Ruag und dann zu Private zb wia Aufträge oder Umsatzgekoppelter Löhne und Boni geflossen wäre.
    • mogad 04.06.2018 12:47
      Highlight Highlight @raues..Warum muss die Ruag denn 12% Gewinn machen anstatt die vereinbarten 8%, wenn doch angeblich sowieso Alles in der Familie bleibt? Da gibt es ja vielleicht schwarze Kässeli und unzulässige Rabatte an Zulieferer die dann auf Privatkonten fliessen. Der überrissene Lohn des CEO steht ja auch schon länger in der öffentlichen Kritik. Genau das müsste doch abgeklärt werden.
    • Maranothar 04.06.2018 14:13
      Highlight Highlight Es ist sowas von egal wo und wie das Geld fliesst. Und es ist auch egal wieviele Tochterfirmen es gibt. Jeder Gewinn der mit Waffenhandel gemacht wird ist zu hoch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 04.06.2018 08:38
    Highlight Highlight Alleinaktionärin ist die Eidgenossenschaft, also wo ist das Problem?
    • mogad 04.06.2018 10:11
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass zuviel Steuergelder in private Kanäle fliessen und die "Eidgenossenschaft" das offenbar gar nicht schlimm findet.
    • Wilhelm Dingo 04.06.2018 11:12
      Highlight Highlight @Graustufe Rot: aber die RUAG ist ja gar nicht privat, sondern ein 100%iger Bundesbetrieb.
    • mogad 04.06.2018 12:54
      Highlight Highlight Warum macht die Ruag dann 12% Gewinn statt 8% wie vorgeschrieben? Braucht sie das Geld für Quersubventionierungen oder "Rabatte" die geteilt werden und auf private Konten fliessen? Wie kann die Ruag ein echter Bundesbetrieb sein, wenn sie vom Bund nicht kontrolliert wird, weil Alle am liebsten wegschauen möchten?
  • Noblesse 04.06.2018 08:29
    Highlight Highlight Die Zeit verroht und verroht. Schweizer Staatsangestellte, welche nicht mal mehr buchhalterisch bestehen können. Wie ist denn das? Wo sind die Manieren geblieben?
    • Eine_win_ig 04.06.2018 09:38
      Highlight Highlight Die hören leider dort auf, wos um den Jahreabschlussbonus geht...

      Ich will nicht behaupten, dass die Anschuldigungen korrekt sind. Aber die Rüstungsindustrie, genauso wie die Softwareindustrie, lädt zu Quasi-Monopolstellungen ein. Man macht die Kunden von sich abhängig, et voila. Als einziger möglicher Lieferant der Leistung hat man danach ausgesorgt...
    • gecko25 04.06.2018 10:34
      Highlight Highlight Staatsangestellte sind wohl das kleinere Problem, als vom Bund finanzierte Privatfirmen. Es waren ja Staatsangestellte der Finma, welche Unregelmässigkeiten entdeckt haben.

Armee kauft für 300'000 Franken Posaunen in den USA – Schweizer Angebot war günstiger

Die Armee sorgt für Missklänge: Die Militärmusik der Armee kauft 48 Posaunen in den USA statt aus einheimischer Produktion. Im Kanton Thurgau ist die Politik erbost. Verteidigungsministerin Viola Amherd soll sich erklären.

Dissonanzen im Zusammenhang mit der Instrumentenbeschaffung für die Schweizer Militärmusik sind nicht neu. Schon vor zwei Jahren wurde bekannt, dass sich die Armee reichlich unpatriotisch mit Instrumenten aus dem Ausland eindeckt – statt die kleinen, aber feinen Schweizer Hersteller zum Einsatz kommen zu lassen. Diese konnten in der Vergangenheit nicht einmal Offerten einreichen.

Das hat sich bei der jüngsten Beschaffung – 300'000 Franken für 48 Bassposaunen – zwar geändert. Das Resultat …

Artikel lesen
Link zum Artikel