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ZUR RESULTATE DER RISSPRUEFUNG BEI DEN F/A-18 JETS DER SCHWEIZERISCHEN LUFTWAFFE, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 2. FEBRUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - F/A 18 Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe stehen am Dienstag 14. Mai 2014 bereit fuer einen Militaerischen Uebungsflug der Uebung

F/A-18 warten auf den Einsatz. Bild: KEYSTONE

Ruag wie Postauto: Hat der Rüstungskonzern mit dem Bund zu hohe Profite gemacht?

04.06.18, 08:00 04.06.18, 08:48


Das Schweizer Rüstungsunternehmen Ruag steht unter Verdacht, zu hohe Profite erzielt zu haben. Dies berichtet der Tages-Anzeiger.

Konkret geht es um die Sparte Ruag Aviation, die im Auftrag des Bundes die Wartung der Schweizer Luftwaffe durchführt. So muss zum Beispiel eine F/A-18 alle 300 Flugstunden in den Service. Pro Jahr erhält der Rüstungskonzern deshalb rund 200 Millionen Franken vom Bund. Die Ruag hat faktisch ein Monopol auf das Geschäft mit der Schweizer Luftwaffe.

ARCHIV --- Kampfflugzeuge des Typs F/A-18 der Schweizer Armee stehen am 7. Februar 2011 zur Wartung in den Hallen der RUAG Aviation in Emmen im Kanton Luzern. Der Technologie- und Ruestungskonzern RUAG gibt die drei Standorte Brunnen SZ, Hombrechtikon ZH und Maegenwil AG auf, wie das Unternehmen am 29. Januar 2015 meldet. Davon sind insgesamt etwa 160 Arbeitsplaetze der Ruestungssparte betroffen, allein in Brunnen rund 110.(KEYSTONE/Gaetan Bally)

Kampfflugzeuge des Typs F/A-18 der Schweizer Armee stehen zur Wartung in den Hallen der Ruag Avition in Emmen. Bild: KEYSTONE

In den Verträgen mit dem Verteidigungsdepartement (VBS) ist festgehalten, dass die Ruag höchstens eine Marge von acht Prozent erzielen darf. Doch nun besteht der Verdacht, dass diese nicht eingehalten wurde. 

Bundesanwaltschaft eingeschaltet

Seit drei Jahren ermittelt die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) wegen der Preispolitik bei Ruag. Abgeschlossen wurden die Untersuchungen jedoch nicht. Insider berichten dem Tages-Anzeiger, die Ruag habe nicht genügend kooperiert. Die EFK erstattete in der Folge bei der Bundesanwaltschaft Anzeige gegen Ruag Aviation, wie die Bundesanwaltschaft am Montag gegenüber AWP bestätigt.

Im Dezember 2016 wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Allerdings ermittelt die Bundesanwaltschaft nicht gegen Ruag Aviation, sondern gegen unbekannt.

Hat die Ruag dem Bund im Geschäft mit der Luftwaffe zu hohe Rechnungen ausgestellt, um andere Geschäfte quer zu subventionieren? Falls ja, würde dies stark an den Postauto-Skandal erinnern, der wochenlang Schlagzeilen machte. 

Dem Tages-Anzeiger liegen Ruag-interne Dokumente vor, in denen das Management eine Marge von «über 12 Prozent» festhielt.

Die Ruag dementiert die Vorwürfe. Ihre Margen würden die Gewinnspanne des Bundes nicht übertreffen. (cma)

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Charly Otherman, 5.5.2017
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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 04.06.2018 10:09
    Highlight Die EFK verlangt Unterlagen von der Ruag um einen Verdacht abzuklären. Die Ruag verweigert die Zusammenarbeit, gibt die Unterlagen nicht raus, und die EFK sistiert die Untersuchung. Management by Liegenlassen. Der BR sieht auch keinen Handlungsbedarf mehr. Jetzt ermittelt die Bundesanwaltschaft seit anderthalb Jahren gegen Unbekannt. Was ist der grössere Skandal? Dass die Ruag vermutlich unrechtmässig Steuergelder abzockt, oder die Tatsache, dass die Staatsorgane das eigentlich gar nicht so schlimm finden und die Abklärungen nach Strich und Faden verschleppen??
    62 2 Melden
  • 7immi 04.06.2018 09:51
    Highlight dass es in der luftfahrt fast nur monopolisten gibt ist branchenweit üblich. teure lizenzen, sicherheitsanforderungen und starke reglemeniertung und normung machen konkurrenz fast unmöglich, vor allem bei spezialflugzeugen wie der FA18. daher vermutlich auch diese margenbegrenzung auf seite des bundes. falls die ruag hier geld hinterzieht ist das definitiv eine sauerei und muss hart bestraft werden. den anbieter wechseln kann die armee aber dennoch sehr wahrscheinlich nicht.
    25 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2018 08:46
    Highlight Die natürlich Folge von Monopolen, wobei das auf einem kleinen Markt mit einem Bundeseigenen Rüstungskonzern wohl auch nicht anderes geht.
    Eigentlich noch lustig, der Bund hat sich vermutlich selber betrogen (Solange die Löhne und Bonis der Angestellten nicht Umsatzgekoppelt sind).
    27 2 Melden
  • Datsyuk 04.06.2018 08:44
    Highlight Skrupel kennt man bei Ruag ja eh nicht. Dann liegt ein solcher kleiner Betrug schon drin.
    74 12 Melden
  • Maranothar 04.06.2018 08:43
    Highlight Jeder Gewinn den solche Firmen machen ist zu hoch.
    43 12 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2018 10:41
      Highlight Sie wissen schon, dass der Bund Alleinaktionär der Ruag ist. Problematisch würde es erst, wenn Geld des Bund zur Ruag und dann zu Private zb wia Aufträge oder Umsatzgekoppelter Löhne und Boni geflossen wäre.
      5 2 Melden
    • mogad 04.06.2018 12:47
      Highlight @raues..Warum muss die Ruag denn 12% Gewinn machen anstatt die vereinbarten 8%, wenn doch angeblich sowieso Alles in der Familie bleibt? Da gibt es ja vielleicht schwarze Kässeli und unzulässige Rabatte an Zulieferer die dann auf Privatkonten fliessen. Der überrissene Lohn des CEO steht ja auch schon länger in der öffentlichen Kritik. Genau das müsste doch abgeklärt werden.
      6 0 Melden
    • Maranothar 04.06.2018 14:13
      Highlight Es ist sowas von egal wo und wie das Geld fliesst. Und es ist auch egal wieviele Tochterfirmen es gibt. Jeder Gewinn der mit Waffenhandel gemacht wird ist zu hoch.
      4 1 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2018 15:07
      Highlight @Graustufe
      Möglicherweise weil sich die 8%-Regel nur auf Geschäfte mit dem Bund bezieht, die Ruag aber auch mit Drittstaaten und Privaten geschäftet. Ich weiss weder auf was sich die 8% Regel noch auf was sich das interne 12% Papier bezieht, aber das währe eine erklärung, sie müssen nicht zwangsläufig auf das Gleiche bezogen sein.
      @Maranothar
      Kann man so sehen, dann müssen sie aber auch auf die Polizei verzichten wollen. Auch die Benutzt Waffen, die entwickelt, hergestellt und gewartet werden wollen.
      2 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 04.06.2018 08:38
    Highlight Alleinaktionärin ist die Eidgenossenschaft, also wo ist das Problem?
    9 32 Melden
    • mogad 04.06.2018 10:11
      Highlight Das Problem ist, dass zuviel Steuergelder in private Kanäle fliessen und die "Eidgenossenschaft" das offenbar gar nicht schlimm findet.
      39 4 Melden
    • Wilhelm Dingo 04.06.2018 11:12
      Highlight @Graustufe Rot: aber die RUAG ist ja gar nicht privat, sondern ein 100%iger Bundesbetrieb.
      4 4 Melden
    • mogad 04.06.2018 12:54
      Highlight Warum macht die Ruag dann 12% Gewinn statt 8% wie vorgeschrieben? Braucht sie das Geld für Quersubventionierungen oder "Rabatte" die geteilt werden und auf private Konten fliessen? Wie kann die Ruag ein echter Bundesbetrieb sein, wenn sie vom Bund nicht kontrolliert wird, weil Alle am liebsten wegschauen möchten?
      3 0 Melden
  • Noblesse 04.06.2018 08:29
    Highlight Die Zeit verroht und verroht. Schweizer Staatsangestellte, welche nicht mal mehr buchhalterisch bestehen können. Wie ist denn das? Wo sind die Manieren geblieben?
    65 5 Melden
    • Eine_win_ig 04.06.2018 09:38
      Highlight Die hören leider dort auf, wos um den Jahreabschlussbonus geht...

      Ich will nicht behaupten, dass die Anschuldigungen korrekt sind. Aber die Rüstungsindustrie, genauso wie die Softwareindustrie, lädt zu Quasi-Monopolstellungen ein. Man macht die Kunden von sich abhängig, et voila. Als einziger möglicher Lieferant der Leistung hat man danach ausgesorgt...
      23 1 Melden
    • gecko25 04.06.2018 10:34
      Highlight Staatsangestellte sind wohl das kleinere Problem, als vom Bund finanzierte Privatfirmen. Es waren ja Staatsangestellte der Finma, welche Unregelmässigkeiten entdeckt haben.
      6 0 Melden

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