Unruhe in der Schweizer Armee: Wie einer Notiz des Verteidigungsdepartements hervorgeht, ist zum zweiten Mal innerhalb eines Monats ein Divisionär durch die Personensicherheitsprüfung gefallen. Dabei handelt es sich um Guy Vallat, Schweizer Verteidigungsattaché in Paris. Dieser muss nun per 15. Juli 2024 seine Aufgaben niederlegen.
Wie das Verteidigungsdepartement schreibt, konnte Vallat «keine Sicherheitserklärung ausgestellt werden». Dies zeigte eine ordentlich durchgeführte Personensicherheitsprüfung. Ohne Sicherheitserklärung ist die Arbeit als Verteidigungsattaché nicht möglich. Wie die Situation nun genau gehandhabt wird, klären die Bundesbehörden derzeit arbeitsrechtlich.
Im Juni hatte bereits Divisionär Mathias Tüscher seinen Posten geräumt. Wie der «Blick» schreibt, wurde beim Westschweizer einen «Mangel an Integrität» sowie «Anfälligkeit für Erpressung» festgestellt. Bei der Sicherheitsüberprüfung wurde Tüscher in seinem Amt deswegen als Risiko angesehen.
Die Gründe für eine nicht erteilte Sicherheitsklärung sind individuell, so Armeesprecher Stefan Hofer gegenüber Keystone-SDA. Die regelmässige Personensicherheitsprüfung und die Sicherheitsklärung sind für alle Top-Kader des Bundes vorgeschrieben und damit auch für höhere Stabsoffiziere. (dab)