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ZUM 50. JAHRESTAG DES BAUBEGINNS DES AKW BEZNAU AM SONNTAG, 6. SEPTEMBER 2015 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Das Kernkraftwerk Beznau I und II mit den beiden Reaktorbloecken, aufgenommen am 21. Maerz 2011 in Beznau im Kanton Aargau. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Blick auf Beznau I und II.  Bild: KEYSTONE

«Vertiefungen» im Reaktordruckbehälter von Beznau 1 festgestellt 



In der Stahlplattierung des Reaktordruckbehälters des AKW Beznau 1, das seit März 2015 stillsteht, sind bei Revisionsarbeiten «Vertiefungen» festgestellt worden. Gemäss der Betreiberin Axpo und der Atomaufsichtsbehörde ENSI sind die Befunde nicht sicherheitsrelevant.

In der Stahlplattierung des Reaktordruckbehälters wurden «einzelne, geringfügige Vertiefungen» registriert. Die Medienstelle des Energiekonzerns Axpo, der das AKW betreibt, bestätigte am Samstag auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund».

Dem ENSI gemeldet

Sämtliche Auffälligkeiten seien untersucht und bewertet worden. Auf die Funktion beziehungsweise die Integrität des Reaktordruckbehälters haben die Vertiefungen gemäss Axpo «keine Auswirkungen».

Der Energiekonzern meldete den Befund dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI). Die Atomaufsichtsbehörde ordnete die Befunde auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare und radiologische Ereignisse (INES) auf der untersten Stufe 0 («Abweichung») zu.

Bei der genaueren Messung im Jahr 2015 seien drei bewertungspflichtige Befunde zum Vorschein gekommen, deren Tiefe etwa die halbe Dicke der Plattierung betrage, wird das ENSI im Zeitungsbericht zitiert. Die Befunde stellten «keine Beeinträchtigung für den sicheren Betrieb des Reaktordruckbehälters» dar. Die Ursache liege meist in der Herstellung.

Öffentlichkeit nicht informiert

Der Energiekonzern Axpo hatte die Öffentlichkeit nicht über diese Befunde informiert. Der Fokus in der Kommunikation sei auf den Befunden im Zusammenhang mit den Aluminiumoxideinschlüssen im Reaktordruckbehälter gelegen, hält die Medienstelle dazu fest.

Beznau 1, einer der ältesten kommerziellen Reaktoren der Welt, ist seit März 2015 vom Netz. Im Sommer des gleichen Jahres wurden am Reaktordruckbehälter rund 925 Materialfehler entdeckt.

Es sind fehlerhafte Materialstellen von einer Grösse von 5 bis 6 Millimetern. Gemäss Abklärungen der Axpo sind diese Materialfehler nicht während des Betriebs des Reaktors entstanden, sondern bei der Schmiedung des Druckbehälters 1965 in Frankreich.

Axpo gibt sich zuversichtlich, Beznau 1 am 31. Oktober wieder anfahren zu können. Der Termin ist bereits mehrfach verschoben worden. Grund für die neuste Verschiebung seien die «Prüfkommentare der Aufsichtsbehörde» ENSI zum eingereichten Sicherheitsnachweis für den Reaktordruckbehälter von Beznau 1, hiess es. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 12.08.2017 14:30
    Highlight Highlight Unbegrenzte Haftpflicht für AKWs einführen und zwar sofort!
  • Miikee 12.08.2017 13:21
    Highlight Highlight Zum Glück sind die Dinger grösstenteils abgestellt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
  • Flint 12.08.2017 11:40
    Highlight Highlight Oh nein, die haben auch noch Lochfrass??!
    Play Icon
  • pun 12.08.2017 11:28
    Highlight Highlight Und wenn der Scheiss dann doch hochgeht, war natürlich niemand schuld (nicht, dass es dann für einen Grossteil der Schweizer Bevölkerung noch von Relevanz wäre).
  • ciaociao 12.08.2017 11:27
    Highlight Highlight Warum müsste man die Öffentlichkeit bei jedem kleinen Fund informieren?
    Das hilft ungefähr so viel bei der Lösungssuche wie wenn ich twittere wie viele Maiskörner nach meinem allmorgendlichen Stuhlgang aufgetaucht sind.
    Ausser Massenpanik und Atomkraftbashing kommt nichts dabei raus. Die, die's wissen müssen um eine Lösung zu erarbeiten werden schon informiert, keine Angst.
    • _kokolorix 12.08.2017 13:01
      Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass die Öffentlichkeit eine Sicherheitsanalyse abliefern muss. Die Informationen wären eine vertrauensfördende Massnahme. Leider wurde diese Chance einmal mehr vertan und es macht sich das Gefühl breit, dass hier etwas vertuscht werden soll...
      Zumal eine örtliche Schwächung des Materials um die Hälfte wohl auch Laien als Sicherheitsproblem erkennen können. Wieso sonst wurde das Material damals so stark gewählt, wenn die Hälfte auch schon genügt hätte?
  • chnobli1896 12.08.2017 11:19
    Highlight Highlight bei all dem nordkorea-usa geschreibsel geht fast vergessen, dass wir unter umständen auch ohne atomkrieg alle atomar verseucht werden können wenns dumm läuft
  • Firefly 12.08.2017 11:04
    Highlight Highlight Stilllegen, abbauen, sofort!
  • Lord_Mort 12.08.2017 10:59
    Highlight Highlight Haben das ENSI und die AKW Betreiber denn schon jemals was gefunden, das sicherheitsrelevant war? Ich glaube das ist noch nie vorgekommen. Was ich mich weiter Frage ist, ob alle diese kleinen nicht sicherheitsrelevanten Vorkommnisse denn in ihrer Gesamtheit nicht doch sicherheitsrelevant sind?
    • pamayer 12.08.2017 11:21
      Highlight Highlight Also sicherheitsrelevant ist eh nix, so lange der Rubel rollt.

      Und: das Material an sich ist selbst heilend. Ähnlich, wie eine Schürfung oder ein Schnitt in der Haut wieder zusammenwachsen können, können sich auch Dellen oder Risse in Stahl, Beton etc zurückbilden. Also keinerlei Grund zur Besorgnis.
      Die ENSI wacht darüber, dass der Rubel weiter rollen wird.


      Play Icon
    • Matrixx 12.08.2017 12:09
      Highlight Highlight Selbstheilender Stahl? Super. Darf ich das Zeugs bitte in meinem Auto verbaut haben?
    • El Vals del Obrero 12.08.2017 12:26
      Highlight Highlight Wie viele Leute in so einem kleinen Land wie der Schweiz studieren Nuklearphysik? Wohl nur eine Handvoll. Die eine Hälfte geht danach zu den AKWs, die andere zu den Überwachungsbehörden.
      Sprich, man kennt sich von früher. Und die Arbeitsplätze sind voneinander abhängig, ohne AKWs braucht es auch weniger Überwacher.

      Auch bei bestem Willen und ohne böse Unterstellungen ist eine unvoreingenomme Überwachung so kaum möglich.

      Meiner Meinung nach sollten Betreiber und Überwacher nicht aus dem selben Land kommen. Sprich ENSI überwacht franzöische AKWs, die Deutschen überwachen Schweizer AKWs usw.
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