Welche Lügen sind nötig und welche tödlich? Im «Amt für die ganze Wahrheit» erfährst du es
Das neue Stapferhaus im aargauischen Lenzburg widmet seine Eröffnungsausstellung in Zeiten von Lügen und Fake News den wahren Fakten. Deshalb nennt sich der Neubau für die Dauer der ersten Ausstellung «Amt für die ganze Wahrheit».
Die Verunsicherung sei gross und die Lage ernst, schreibt das Stapferhaus zu seiner am Sonntag beginnenden ersten Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit». 83 Prozent der Schweizer Bevölkerung seien der Meinung, dass die vielen Lügen den Zusammenhalt gefährdeten und die Demokratie bedrohten.
Als Verdreher der Wahrheit und Gefahr für die Schweiz ortet das Stapferhaus Fake News der Medien, Fake-Profile auf sozialen Medien, Manager, die schummeln, Sportler, die dopen, und Politiker, die sich auf alternative Fakten berufen – dies alles in der Funktion von Verantwortungsträgern der Gesellschaft.
Das «Amt für die ganze Wahrheit» hat wie normale Amtsstellen auch seine Unterabteilungen. Der Gang durch die Ausstellung führt zur Dienststelle für Wahrheitsfindung, dann zur Kommission für Glaubwürdigkeit und schliesslich bis ins Labor für Lügenerkennung. Selbst ein Lügendetektor steht bereit.
Herzstück der Ausstellung ist die Zentrale Lügenanlaufstelle, in der alle gemeinsam die eingegangenen Lügen sortieren und zusammen entscheiden, welche davon in einer Gesellschaft geduldet, welche nötig und welche tödlich sind. (whr/sda)
