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13 Fakten zum Vollmond, mit denen du angeben kannst

Am 16. April 2022 steht der Vollmond wieder am Himmel – der erste Vollmond im Frühling hat verschiedene Namen. Welche das sind und 12 weitere Fakten zum Mond erfährst du hier.
26.02.2021, 09:1114.04.2022, 17:18

Der Mond begleitet uns Menschen schon seit Urzeiten. Seit jeher hat er eine anziehende Wirkung auf die Menschheit ausgeübt. Besonders in den Vollmondnächten zieht uns die silbrig strahlende Kugel am Sternenhimmel immer wieder aufs neue in ihren Bann.

Am 16. April tritt der Vollmond um 20:55 Uhr ein. In der Sprache der Algonkin – einem Stamm der nordamerikanischen Ureinwohner – werden den verschiedenen Monatsmonden eigene Namen zugeteilt. Der Vollmond im April beispielsweise heisst demnach «Pink Moon» oder auch «Blumenmond» und trägt seinen Namen wegen der rosaroten Flammenblüte, die gerade blüht.

Weil das Datum des ersten Vollmonds im Frühling – der beginnt am 21. März – jedoch ausschlaggebend ist für das Datum des Ostersonntags, wird der Vollmond am Samstag auch «Ostermond» genannt. Das Osterfest wird immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gelegt.

Doch was wissen wir alles über den Mond? Warum leuchtet er immer anders? Bringt er uns um den Schlaf? Hat er andere Effekte? Und wie sieht der Vollmondkalender 2022 aus? Wir klären dich auf.

Wie gross ist der Mond im Verhältnis zur Erde?

Wenn wir zum Erdtrabanten hochschauen, wirkt er sehr klein. In der Tatsache ist er aber mit einem Durchmesser von 3474 Kilometern fast ein Viertel so gross wie die Erde mit 12'742 Kilometer Durchmesser. Im Vergleich zur Sonne, die einen Durchmesser von 1'392'700 Kilometern aufweist, ist der Mond wie auch unser Planet winzig.

Warum leuchtet der Mond immer anders?

Der Mond leuchtet nicht von selbst. So wie die Erde wird er immer zur Hälfte von der Sonne beschienen. Ob wir von hier aus einen Halbmond, Vollmond oder nur eine Mondsichel sehen, hängt davon ab, wie Mond im Verhältnis zur Sonne und Erde steht.

Steht er im rechten Winkel zur Sonne, dann sehen wir einen Halbmond. Wenn Mond und Sonne in Opposition zueinander stehen – also wenn Sonne, Erde und Mond sich auf einer Linie befinden – kann man je nachdem, wo man sich befindet, eine voll beleuchtete Kugel am Himmel sehen.

Welche Mondphasen gibt es?

Der Mondzyklus, auch Lunation genannt, ist die Zeitspanne von einem Neumond zum nächsten. In dieser Zeit sehen wir ständig wechselnde Lichtgestalten. Wir unterscheiden:

  • Neumond
  • Zunehmender Sichelmond
  • Zunehmender Halbmond
  • Zunehmender Dreiviertelmond
  • Vollmond
  • Abnehmender Dreiviertelmond
  • Abnehmender Halbmond
  • Abnehmender Sichelmond
Das sich verändernde Mondlicht: Von der Mondsichel zur Mondscheibe und zur Sichel zurück.
Das sich verändernde Mondlicht: Von der Mondsichel zur Mondscheibe und zur Sichel zurück.bild: shutterstock/watson

Wieso gibt es verschiedene Mondphasen?

Der Mond hat keinen fixen Platz. Er ist ständig in Bewegung. Genauso wie die Erde auch. Dabei gibt es aber einen grossen Unterschied. Die Erde umkreist die Sonne in einem Jahr. Um genau zu sein in 365 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Der Erdtrabant braucht für die Umkreisung unseres Planeten aber nicht ein Jahr, sondern nur 27 Tage, 7 Stunden und 43,7 Minuten. Also circa einen Monat.

Von der Sichel zum Vollmond, so verändert sich das Mondlicht.
Von der Sichel zum Vollmond, so verändert sich das Mondlicht.bild: shutterstock

Aufgrund der ständigen Bewegung des Mondes sehen wir ständig andere Facetten des Mondes und seines Lichtes.

Wie beeinflusst der Mond Ebbe und Flut?

Der Mond ist zu einem grossen Teil verantwortlich für Ebbe und Flut. Dieser Effekt hängt mit der Gravitation zusammen. Der Mond zieht das Wasser an. Weil die Erde aber um einiges grösser ist, zieht er nicht die ihm zugewandte Wassermenge an, sondern jene an den Enden. Hier zieht die Gravitation der Erde das Wasser nicht in entgegengesetzte Richtung. So sieht das aus:

Die Mond-Gravitation wirkt besonders an der auf diesem Bild oberen und unteren Ende der Erde. Diese Wassermassen werden auf die zugewandte Seite gezogen.
Die Mond-Gravitation wirkt besonders an der auf diesem Bild oberen und unteren Ende der Erde. Diese Wassermassen werden auf die zugewandte Seite gezogen.Bild: shitterstock

Das Wasser wird also nicht direkt vom Mond angezogen, sondern sammelt sich jeweils an der zu- und abgewandten Seite. Dadurch entsteht in diesen Erdregionen die Flut und an den Enden jeweils die Ebbe. Weil dadurch zwei Flutberge entstehen (einmal an der abgewandten und einmal auf der zugewandten Seite), gibt es meistens auch zwei Tiden pro Tag.

Was ist ein Supermond?

Weil sich der Mond nicht in einem perfekten Kreis, sondern in einer eliptischen Bahn um die Erde dreht, kann er sich entweder in Erdnähe oder in Erdferne befinden. Trifft es sich, dass der Mond sich in der Vollmond-Phase und gleichzeitig am Perigäum (dem erdnächsten Punkt) befindet, spricht man umgangssprachlich von einem Supermond. Der erdfernste Punkt nennt man übrigens Apogäum.

Der Vergleich von Erdnähe und Erdferne: Supermond (Vollmond am Perigäum) und normaler Vollmond.
Der Vergleich von Erdnähe und Erdferne: Supermond (Vollmond am Perigäum) und normaler Vollmond.Bild: wikicommons/Marcoaliaslama

Wann findet die nächste Mondfinsternis statt?

Eine Mondfinsternis ergibt sich dann, wenn sich die Erde zwischen Mond und Sonne befindet und der Schatten der Erdkugel den Mond komplett bedeckt. Dieses Phänomen tritt relativ häufig auf, ist jedoch nicht immer von allen Erdregionen aus zu sehen. Die nächste von der Schweiz aus beobachtbare Mondfinsternis findet am 16. Mai 2022 statt.

Kann man im Vollmond ein Gesicht oder einen Hasen sehen?

Der Mond dreht sich aber nicht nur um die Erde, sondern auch um sich selbst – und zwar in einer sogenannten gebundenen Rotation. Das bedeutet, dass er der Erde immer die gleiche Seite zuwendet und wir von der Erde aus nur diese Seite des Mondes zu Gesicht bekommen. Die Rückseite des Mondes sehen wir also nie. Dafür können wir auf der Mondoberfläche dunkle Tiefebenen, sogenannte Mare, erkennen. Einige Leute interpretieren aus den Tiefebenen verschiedene Figuren.

Eines davon ist beispielsweise der Hase. Andere meinen, ein Gesicht im Mond zu erkennen. Je nachdem, wo wir uns befinden, liegt der Mond anders, als wir ihn von der Schweiz aus kennen. Auf der Südhalbkugel steht er, von uns aus betrachtet, auf dem Kopf. Die dortigen Bewohner sehen statt einem Hasen eine Frau, die Brennholz auf dem Rücken trägt.

Sieht man den Vollmond auch bei Tag?

Für uns sind die Aufgaben des Mondes und der Sonne klar aufgeteilt: Am Tag scheint die Sonne und in der Nacht leuchtet der Mond. Das stimmt aber nicht ganz. Manchmal ist der Mond auch am Tag am Himmel zu sehen. Gilt dasselbe auch für den Vollmond? Leider nicht. Der Vollmond orientiert sich nicht daran, ob bei uns gerade Tag oder Nacht ist.

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Das astronomische Ereignis findet dann statt, wenn Sonne, Erde und Mond im Weltraum in einer Reihe stehen. Exakt in dieser Reihenfolge. Die Erde steht dann also zwischen diesen beiden Himmelskörpern. Auf der sonnenabgewandten Erdhalbkugel ist zu diesem Zeitpunkt Nacht und man sieht von dort aus den Vollmond. Auf der anderen Seite der Erdhalbkugel ist aber noch Tag. Dort sieht man den Vollmond nicht, da er sich hinter der Erde versteckt. Dies erklärt, warum im Mondkalender manchmal steht, dass der Vollmond mitten am Tag stattfindet.

Beeinflusst der Vollmond unseren Schlaf?

Viele Leute beklagen sich darüber, dass der Vollmond ihnen den Schlaf raube. Aber ist wirklich der Mond für einen schlechten und unruhigen Schlaf verantwortlich?

2013 versuchten Schweizer Forscher, dem Vollmond-Effekt bei einer Gruppe von Probanden im Schlaflabor auf die Schliche zu kommen. Die Testpersonen brauchten im Schnitt 5 Minuten länger, um einzuschlafen. Ausserdem waren die Schlafdauer und Tiefschlafphase kürzer als sonst. Allerdings weist die Studie gewisse Schwächen auf, welche die Forscher später selbst einräumten. Es wurden nur 33 Personen getestet und die Anzahl der untersuchten Vollmondnächte war sehr gering. Weitere Studien konnten keinen Zusammenhang zwischen dem menschlichen Schlaf und den Mondphasen finden.

Bekannt ist jedoch, dass Licht einen Einfluss auf unseren Schlafrhythmus hat. So könnte es sein, dass der helle Vollmond der Grund für einen leichteren Schlaf ist. Ein Argument, welches dies widerlegen könnte: Die drei Nächte um Vollmond sind zwölfmal so hell wie der Halbmond.

Beeinflusst der Mond die Periode der Frau?

Der Menstruationszyklus beträgt im Schnitt 28 Tage, fast genauso lang, wie der Mond um die Erde rotiert. Ist das Zufall? Ja, besagt eine Studie aus dem Jahr 2019, welche die Zyklen von 1,5 Millionen Frauen untersuchte, die keine hormonelle Geburtenkontrolle zu sich genommen hatten. Es wurden keine Hinweise gefunden, die darauf deuten, dass es zwischen den Mondphasen und der Menstruation eine Beziehung gibt.

Die Länge des Menstruationszyklus kann jedoch je nach Alter und ethnischem Hintergrund variieren. Zusätzlich dauert der Menstruationszyklus bei Tieren unterschiedlich lange, somit scheint es sich bei dem Menschen bloss um reinen Zufall zu handeln.

Heulen Wölfe den Vollmond an?

Vollmond und heulende Wölfe – in den Filmen gehört das oft zusammen. Aber heulen die Tiere wirklich den Vollmond an?

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Nein. Das Heulen ist die Sprache der Wölfe, so nehmen sie Kontakt zu ihren Artgenossen auf und rufen zur Jagd auf. Da die Wölfe vor allem während der Dämmerung auf die Jagd gehen, hört man sie meistens in der Nacht. Zwar kann es so aussehen, als würden sie beim Heulen den Kopf zum Mond strecken. Tatsächlich tun sie das aber, um eine bessere Reichweite zu erzielen.

Wann ist in der Schweiz 2022 Vollmond?

Den Vollmondkalender des Jahres und die dazugehörigen Namen der Algonkin, einem nordamerikanischen Stamm Ureinwohner, findest du hier:

  • Dienstag, 18. Januar 2022 (00:48 Uhr) – Wolfsmond
    Der erste Vollmond des Jahres steht im Namen der heulenden Wölfen, die Mitten im Winter besonders hungrig sind.
  • Mittwoch, 16. Februar 2022 (17:56 Uhr) – Schneemond
    Weil laut den Algonkin im Februar besonders viel Schnee fällt, nennen sie ihn den «Snow Moon».
  • Freitag, 18. März 2022 (8:17 Uhr) – Wurmmond
    Mit den steigenden Temperaturen schmilzt der Schnee und die Vögel ziehen erste Regenwürmer aus der Erde.
  • Samstag, 16. April 2022 (20:55 Uhr) – Rosa Mond
    Der «Pink Moon» verdankt seinen Namen der gleichfarbigen Flammenblume, die dann gerade blüht.
  • Montag, 16. Mai 2022 (6:14 Uhr) – Blumenmond
    Auch der darauffolgende Vollmond ist den Blumen gewidmet, die Mai überall blühen.
  • Dienstag, 14. Juni 2022 (13:51 Uhr) – Erdbeermond
    Im Juni geben die - wie unschwer zu Erraten ist - reifenden Erbeeren dem Vollmond den Namen.
  • Mittwoch, 13. Juli 2022 (20:37 Uhr) – Bockmond
    Weil dem männlichen Reh, also dem Rehbock, im Hochsommer ein Geweih wächst, heisst der Vollmond «Buck Moon»
  • Freitag, 12. August 2022 (3:35 Uhr) – Störmond
    Im August ziehen die Algonkin beim Fischen viele Störe an Land, daher kommt der Name «Sturgeon Moon»
  • Samstag, 10. September 2022 (11:59 Uhr) – Erntemond
    Alternativ wird der Vollmond im September auch als «Corn Moon» bezeichnet, da die Maisernte ansteht.
  • Sonntag, 9. Oktober 2022 (22:55 Uhr) – Jägermond
    Die Algonkin erjagen sich ihre Fleischvorräte für den Winter.
  • Dienstag, 8. November 2022 (12:02 Uhr) – Bibermond
    Um nicht frieren zu müssen, legen die Stämme Fallen für Biber und andere Pelztiere aus.
  • Donnerstag, 8. Dezember 2022 (5:08 Uhr) – Kalter Mond
    Mit dem Beginn des Winters kommen die eisige Temperaturen, nach denen der Vollmond im Dezember benannt ist.​
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So nah war der Mond seit 68 Jahren nicht mehr – die besten Bilder des «Supermonds» 2016

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So nah war der Mond seit 68 Jahren nicht mehr – die besten Bilder des «Supermonds» 2016
quelle: epa/dpa / timm schamberger
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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Prometheus Disk
27.01.2021 12:52registriert Dezember 2020
Tag-Mond über einer weiss eingeschneiten Rotbuche.
14 Fakten zum Vollmond, mit denen du angeben kannst\nTag-Mond über einer weiss eingeschneiten Rotbuche.
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Prometheus Disk
27.01.2021 14:16registriert Dezember 2020
Supermond im April 2020 war super!
Foto: Martin Mägli
14 Fakten zum Vollmond, mit denen du angeben kannst\nSupermond im April 2020 war super!
Foto: Martin Mägli
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Kanuli
27.01.2021 12:34registriert Mai 2020
Ich hatte bisher oft Alpträume, lebendigere Träume und auch Schlafprobleme, und jedes Mal, wenn es besonders schlimm war, grinste mich der Vollmond an. Kann allerdings trotzdem Zufall sein, weil unser Körper hat noch andere Zyklen (zb Hormonzyklus), welche einfach auch zufällig in dem gleichen Rythmus wie der Mond fallen kann. Man darf dabei Korrelation und Kausalität nicht vermischen. Nur, weil Dinge zufällig zur gleichen Zeit auftreten, muss es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen ihnen haben.
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