Schweiz
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HANDOUT --- Auf der A3 bei Effingen prallte am Mittwoch, 27. November 2019, ein Automobilist mit massiver Wucht ins Heck eines anderen Wagens. Dieser wurde nach vorne gegen einen Lastwagen geschoben und zerquetscht. Fuer die Insassen des Autos kam jede Hilfe zu spaet. Es kamen drei Personen ums Leben. Der Unfallverursacher wurde festgenommen. Die Autobahn blieb ueber Stunden gesperrt. (Kantonspolizei Aargau) *** HANDOUT; NO SALES; DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN

Die Insassen des roten Renault Kadjar hatten keine Chance, der weisse Porsche Cayenne war mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Bild: Kantonspolizei Aargau

Nach Todes-Crash auf der A3: Wieso das Tempo bei Unfällen so entscheidend ist



Es war ein tödlicher Spurwechsel: Wegen Bauarbeiten auf der Autobahn A3 bei Effingen wurde der Verkehr einspurig geführt. Der Unfallfahrer – der massiv zu schnell unterwegs war – bemerkte die gesperrte Überholspur zu spät, wechselte abrupt auf die rechte Spur und krachte mit seinem Porsche Cayenne in das Heck eines Renault Kadjar. Der Renault wurde dabei mit voller Wucht in die Rückseite des vor ihm stehenden Sattelschleppers gedrückt.

Bereits beim Eintreffen der Rettungskräfte war klar: Keiner der Insassen des Renaults hat den Crash überlebt. Auf Bildern ist zu sehen, wie stark das Auto zusammengedrückt wurde. Es ist nur zu erahnen, welche Kräfte dabei gewirkt haben.

Wir haben mit einem Unfallexperten über den Crash vom Mittwoch gesprochen. Er betont: «Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahren von überhöhten Geschwindigkeiten.» Die hohen Tempi bringen vor allem zwei Probleme mit sich:

Viel mehr Energie

Wie heftig Unfälle ausgehen, hängt oft von der vorhandenen kinetischen Energie ab. Diese verhält sich nicht proportional zur Geschwindigkeit, wie in der Grafik unten zu sehen ist.

So ist das Momentum bei 80 im Vergleich zu 40 Kilometern pro Stunde eben nicht doppelt so hoch, sondern gleich viermal. Die Energie eines ungebremsten Porsche Cayenne (ca. 2,5 Tonnen schwer) mit Tempo 80 entspricht 620'000 Newtonmeter. Bei einem Aufprall wirken Energien, wie wenn man von 62 Tonnen (entspricht rund zehn Elefanten) erdrückt wird.

Unterschiedliche Energieverläufe bei unterschiedlichem Gewicht

Bild: Büro für Unfallanalyse Florin

Doch spielt die Masse des Fahrzeugs nicht auch eine Rolle? Unfallanalyst Alain Florin erklärt, das Gewicht habe durchaus einen Einfluss auf die kinetische Energie: «Hätte es sich beim Porsche um ein leichteres Fahrzeug gehandelt, wäre der Renault weniger stark beschleunigt und mit einer etwas geringeren Geschwindigkeit gegen den LKW geschoben worden.»

Doch: Da die Geschwindigkeit potenziert wird, ist deren Einfluss auf die kinetische Energie sehr viel höher. Daher hätte ein etwas leichterer Wagen den Einschlag zwar verringert, eine tiefere Geschwindigkeit hätte aber den weitaus grösseren Unterschied gemacht.

Längerer Bremsweg

Das zweite Problem bei überhöhten Geschwindigkeiten: Der Bremsweg wird bei doppelter Geschwindigkeit ebenfalls viermal länger – und das kann entscheidend sein. In einem Crashtest des deutschen Automobilclubs ADAC zeigte sich, dass nur 10 Kilometer pro Stunde bereits grosse Unterschiede ausmachen können. So kann ein Autofahrer bei einem Abstand von 50 Metern und einem Tempo von 100 sein Auto noch auf 64 herunterbremsen, bevor es kracht.

Wer jedoch bei den gleichen Voraussetzungen mit 110 unterwegs ist, kracht mit Tempo 80 in das Hindernis. Welchen Unterschied das ausmacht, zeigen folgende Bilder des ADAC:

Crashtest mit Tempo 100

Aufprall mit 64 km/h ... Bild: ADAC

Crashtest 110

... und mit 80 km/h. Bild: ADAC

Im ersten Crashtest wird beim Auto über die Knautschzone hinaus kaum etwas eingedrückt. Bei einem Aufprall mit 80 Kilometern pro Stunde sind laut ADAC-Test die Chancen für lebensgefährliche Verletzungen durch das Eindrücken des Steuerrades auf den Brustkorb des Fahrers sehr viel höher.

Ausserdem empfiehlt Unfallexperte Florin, bei Kolonnenverkehr auf Autobahnen extra viel Abstand zum vorderen Wagen zu lassen. Schon mit einem Abstand von wenigen Metern mehr könnte man im Falle eines Auffahrunfalls noch nach links oder rechts ausweichen, um einen Aufprall mit dem Vorderwagen zu verhindern. «Das gilt insbesondere, wenn ich hinter einem LKW zum Stehen komme», so Florin.

So kam es zum Unfall auf der A3:

Unfall Bözbergtunnel A3

Bild: ch media

Tödlicher Unfall auf A3 bei Effingen im Aargau

Mehr Unfälle wegen Telefon

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 01.12.2019 10:22
    Highlight Highlight Die bürgerlichen PolitikerInnen schnallen es immer noch nicht: Jetzt muss eine Tempohalbierung her! Selbst bei Tempo 30 gibt es Tote! Dringend nötig ist: Tempo 20 innerorts/Tempo 40 ausserorts/Tempo 60 auf Autobahnen. Alle Fahrzeuge sollen zudem bei "60" abgeriegelt werden, dann sind Tempobolzereien gar nicht mehr möglich! Wegen dem Klimawandel muss man auch den Rohölhandel per sofort verbieten.
  • Melkete 30.11.2019 13:01
    Highlight Highlight Dieser Unfall ist das Produkt dessen, was man mittlerweile täglich im Strassenverkehr sieht. Keiner lässt Platz, will 1 Minute schneller sein.

    Unsere Gesellschaft besteht aus lauter Egoisten!

    Autobahnauffahrt stockender Verkehr, keiner lässt einen genügend grossen Abstand damit auffahrende Autos sich einfügen können. Versteh ich nicht, tut doch nicht weh, wenn man noch ein Auto mehr vor sich hat.

    Verzweigungen, viele brettern links bis ganz nach vorne und drängeln sich, rechts vorne zumeist gefährlich, rein!
    Bravo, noch schnell 5 bis 8 Autos überholt und mindestens gleichviele gefährdet.
  • So en Ueli 30.11.2019 09:40
    Highlight Highlight Egal, Mörder bleibt Mörder. Via Secura soll bei diesem Case zeigen für was es initiiert wurde. Der Raser soll mit der Härte des Gesetzes bestraft werden.
    • Mügäli 30.11.2019 11:00
      Highlight Highlight @So en Ueli - ich bin auch dafür, dass er seine Strafe dafür erhält, am besten noch gerade zus. seine Fahrerlaubnis für lange Zeit abgeben muss. Allerdings kann man hier wohl kaum von Mord sprechen, Tötung trifft’s da eher ..
  • PaLve! 30.11.2019 00:25
    Highlight Highlight Das sind drei grobe Regelverstösse auf einmal:
    - unkontrollierter Spurwechsel
    - unvoraussichtliches Fahren (sah Baustelle nicht)
    - deutlich zu hohe Geschwindigkeit

    Bei schon einem hätte mich mein Fahrlehrer umgebracht
    • So en Ueli 30.11.2019 09:38
      Highlight Highlight 4. Nicht Beherrschen des Fahrzeuges.
  • Robba 29.11.2019 23:14
    Highlight Highlight Von hinten mit über 200, Lichthupe, extrem nah ran, dann wie blöd gehupt. Ich konnte nicht zur Seite, LKW neben mir. Sehr viel Aggression und sehr viele Autos auf der Autobahn. Unbedingt max. 130, sehr hohe Strafe ab Tempo 150. Nicht wie in Holland Tempo 100, das ist zu langsam. Aber unbedingt dämliche Spinner massiv ausbremsen, sollte Unfälle verhindern.
    • Superkalifragilistiexpialigetisch 30.11.2019 22:35
      Highlight Highlight Insider: Polizei anrufen, noch während der Situation, nummernschild melden sowie Fahrzeug&Farbe. Die schicken dann die MePo los 😉 . Was mir schon half- Handy zur hand genommen und gefilmt. Als der Fahrer es checkte, bremste er brav ab und liess sich deutlich zurückfallen danach.
    • Mia Mey 01.12.2019 09:39
      Highlight Highlight Während dem Fahren bitte nicht Telefonieren!!! Lieber auf den Verkehr achten und kein Unfall bauen.
  • DerTaran 29.11.2019 21:31
    Highlight Highlight Wie kann es sein, dass eine Spurverengung erst zu spät bemerkt wird? War die Beschilderung der Gefahr angemessen?

    Ich will den Fahrer jetzt keiner Schuld Freisprüchen, aber so eine Situation kann doch auch mit 120 oder sogar 80 km/h lebensgefährlich sein.

    Um ganz sicher zu sein müssen die Schilder doch so aufgestellt werden, dass auch Raser (die es ja leider zweifelsohne gibt) genug Zeit haben zu reagieren. Nicht den Rasern zuliebe, sondern der unschuldigen Opfer wegen.
    • nöd ganz. klar #161! 30.11.2019 09:36
      Highlight Highlight Na, was denkst du... was ist wohl wahrscheinlicher:

      - Eine falsch signalisierte Baustelle?
      - Ablenkung?

  • Scrat 29.11.2019 20:05
    Highlight Highlight Kommt hinzu, dass eine Fahrspur-Sperrung auf der Autobahn nicht erst 100 Meter vor der Baustelle signalisiert wird, somit also genügend Zeit bestünde, sich auf die Situation vorzubereiten. Keine Ahnung also, was den Unfallverursacher da geritten hat - ausgenommen gesundheitliche Beeinträchtigung gibt es für mich jedenfalls keine Entschuldigung für diesen Dreifachmord.
    • Peter R. 30.11.2019 08:55
      Highlight Highlight Endlich jemand der es ausspricht.
      Man sollte sich nicht hinter psychischen Problemen verstecken - Tatsache ist, dieser Typ ist mit seiner arroganten, agressiven Fahrweise ein Dreifach-Mörder.
    • Hirngespinst 30.11.2019 21:54
      Highlight Highlight Petet R.
      Kann die Blitze bei deinem Kommentar nicht verstehen.
  • Mügäli 29.11.2019 17:28
    Highlight Highlight Schrecklich und völlig unnötig wie diese Menschen ihr Leben verloren haben.

    Es ist aber leider eine Tatsache, dass auf schweizer Strassen seit einigen Jahren eine Rücksichtslosigkeit herrscht, welche mir Angst macht. Gerade heute musste ich nach Bern, es regnete in strömen, der Verkehr war dicht und trotzdem fuhren die Leute Stossstange an Stossstange. Es wurde gedrängelt, die Fahrspuren wurden wild gewechselt, teilweise kurz vor meinem Fahrzeug eingespurt um dann eine Vollbremsung zu machen damit man dem vorderen Fahrzeug nicht ins Heck rast. Ich verstehe das einfach nicht ..
    • Joe924 29.11.2019 17:53
      Highlight Highlight 100%, war heute von Basel nach Luzern unterwegs, einer drängt in voller Absicht so knapp vor mir rein das mein Auto schon Ausweichübungen vollzieht.
      Dabei wäre es so entspannend.. Der Autopilot hält immer genügend Abstand, die Drängler treffe ich oft weiter vorne im Stau wieder, total sinnlos und gefährlich.

      Zum Glück sind die Assistenzsysteme auf dem Vormarsch, der Mensch ist nicht dazu fähig sicher und entspannt zu fahren.
    • Mügäli 30.11.2019 10:50
      Highlight Highlight @Joe924 - diese Situation erlebt man des öfteren, gut wenn man sich auf die Aufmerksamkeit anderer verlässt. Der Mensch ist mir zu allgemein ausgedrückt, es sind einige die glauben die Strasse gehöre ihnen, viele Verhalten sich aber auch korrekt. Trotzdem wären die Assistenzsysteme sicher eine zus. Hilfe. Auch würde ich mir wünschen, dass die Polizei vermehrt wieder Präsenz zeigt und solche Raudis aus dem Strassenverkehr nimmt, inkl. längerem Ausweisentzug, dann kann der Betroffene sich mal Gedanken über sein Fahrverhalten machen. Die Strafen sind einfach zu niedrig um Abschreckend zu wirken.
    • Leichterbär 30.11.2019 22:53
      Highlight Highlight Zwischen Lausanne und Genf hats ca 10 fixe Radarkästen.Da fahren alle ziemlich entspannt. Warum woll 🤷‍♂️
  • derEchteElch 29.11.2019 16:57
    Highlight Highlight Trotzdem fahren alle auf der Autobahn...
    bei 90 mit mind. 100 km/h
    bei 100 mind. 110 km/h
    bei 120 mind. 140 km/h

    Innerorts wird konsequent 55 statt 50 und 35 statt 30 gefahren. Ausserorts dann 70 statt 60 km/h und mind. 90 statt 80 km/h...

    Begründung; es hat ja eine Toleranz!

    Ich bin für die Abschaffung jeglicher Geschwindigkeitstolersnzen und Streckenmessungen wie im Arisdorftunnel. Die Geschichte der ungenauen Tachos ist schon lange vorbei.

    Viele sagen auch immer, man sei mit XY km/h über der Limite geblitzt worden. Das ist falsch, sie wurden mit XY km/h zzgl. Toleranzabzug geblitzt..
    • 7immi 29.11.2019 18:34
      Highlight Highlight @Elch
      Toleranzen gibts, weil die Messgeräte Toleranzen haben. Also auch die Radarsysteme, da jedes Auto eine andere Signatur abstrahlt sind Messungen leicht verschieden und weichen von der Eichung ab. Daher die Toleranz. Auch Autotachos sind nach wie vor ungenau, da sie die Umdrehungen der Räder messen. Hat man Winterpneus oder generell neue Pneus aufgezogen, fährt man schneller als gemessen, bei abgefahrenen Pneus langsamer. Darum gibt es klare Toleranzen (-0, +10%?) bei Tachos. So gesehen sind Toleranzen durchaus sinnvoll. Der Porschefahrer wird wohl mehr als 5km/h zu schnell gewesen sein...
    • Til 29.11.2019 18:34
      Highlight Highlight Die Toleranz ist nur für die Messungenauigkeit, also je nach Gerät unterschiedlich. Aber der Tacho kann schon ungenau sein. Kann man mit GPS Messung feststellen.
    • Leichterbär 30.11.2019 22:58
      Highlight Highlight Die Polizei selber fährt ja mit 140 auf der Autobahn.Weil 120 ist doch ein Witz .
  • Von Bönigen 29.11.2019 16:22
    Highlight Highlight Der Führer des Cayenne war möglicherweise aus psychischen Gründen fahruntüchtig, ja. Voreilig wird aber nun ohne konkrete Hinweise das Thema Suizid im Strassenverkehr breitgewalzt.
  • Lienat 29.11.2019 14:32
    Highlight Highlight Nachtrag vom Physiklehrer:

    1. "Momentum" ist die englische Bezeichnung für den Impuls. Dieser verhält sich proportional zur Geschwindigkeit und ist klar von der kinetischen Energie zu unterscheiden. Bitte den Artikel an dieser Stelle korrigieren.

    2. Die SI-Einheit für die Energie ist Joule. Newtonmeter ist zwar auch nicht falsch, sollte aber aufgrund der Verwechslungsgefahr mit dem Drehmoment hier besser nicht verwendet werden.

    3. Der Satz mit den Elefanten macht so wie er da steht keinen Sinn, denn einer Masse (62t) kann erst eine Energie zugeordnet werden, wenn sie in Bewegung ist.
    • tr3 29.11.2019 14:39
      Highlight Highlight 🥰
    • Bruuslii 29.11.2019 14:47
      Highlight Highlight lienat, danke für deine ergänzungen.

      zu deinem 3. punkt: man müsste wohl schreiben, dass es wäre, wie wenn man von 10 elefanten, die aus 1m höhe auf einen runterfallen erdrückt wird.
    • Wander Kern 29.11.2019 14:50
      Highlight Highlight Danke.
      Zu 3: man kann der Ruhemasse des Elefanten ein Energieäquivalent zuordnen. Das wird wohl aber nicht gemeint sein. :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Christian Mueller (1) 29.11.2019 14:07
    Highlight Highlight Warum genau müssen autos in der schweiz schneller als 130km/h fahren können?
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 29.11.2019 18:28
      Highlight Highlight Weil man mit dem Auto auch ins Ausland geht.
    • 7immi 29.11.2019 19:08
      Highlight Highlight @hinky
      und die physikalischen Gesetze gelten im Ausland nicht?
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 30.11.2019 00:23
      Highlight Highlight Natürlich gelten die physikalische Gesetze auch im Ausland. Aber in gewissen Länder fahren die meisten halt schneller. Und wenn du in einem Verkehrsfluss von 140-160km/h fährst bist du mit 130km/h halt eher eine Gefahr. Deshalb ist es immer wichtig dem Verkehr angepasst zu fahren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 29.11.2019 13:55
    Highlight Highlight Wie kann man ein Baustellefahrzeug zu Spät bemerken? Das blinkt ja wie wild, und ausserdem hat es ja einen halben Kilometer vorher noch solche Schilder.



    Ich vermute mal, der hat zusätzlich zur erhöhten Geschwindigkeit noch am Handy rumgefummelt.
    Benutzer Bild
    • Garp 29.11.2019 18:59
      Highlight Highlight Oder er hatte Liebskummer, oder Streit vorher mit wem oder war sonst in Gedanken. Vermutungen bringen nichts.
  • Zahlenheini 29.11.2019 13:45
    Highlight Highlight Das mit der Geschwindigkeit lernen Junglenker in den obligatorischen WAB-Kursen. Aber leider reicht schon eine einzige Person, die sich nicht daran hält und es sind Unbeteiligte gefährdet.
    Es wäre zu hoffen, dass die Sicherheit durch technologische Innovation nachhaltig erhöht wird. So könnten Autos beispielsweise einfach zwangsläufig mittels Bilderkennung der aktuellen Tempolimiten und dank Sensorik zur Umgebungserkennung runtergebremst werden. Die "Verlierer" wäre eine unheilige Allianz der staatlichen Blitzeranlagen und freiheitsliebenden Tempofahrer.
  • nöd ganz. klar #161! 29.11.2019 13:41
    Highlight Highlight Watson so: „Bei einem Aufprall wirken Energien, wie wenn man von 62 Tonnen (entspricht rund zehn Elefanten)...“

    Ähem, darf ich von jemandem den Elefanten ausleihen, um mir ein Bild dieses Gewichts zu machen? Im Zoo haben sie mich wieder weg geschickt... 🐘
  • User01 29.11.2019 13:25
    Highlight Highlight Und wieder ein SUV-Fahrer, der sich nicht bewusst war, welche besondere Verantwortung mit dem Kauf einer solchen Waffe einhergeht.
    • EvilBetty 29.11.2019 14:40
      Highlight Highlight 🙄
    • Asmodeus 29.11.2019 19:17
      Highlight Highlight Hat weniger mit dem SUV als dem Raser zu tun.

      Liebe Grüße von jemandem der nur überlebt hat als ihm von hinten ein Alfa Romeo ungebremst rein geknallt ist, weil er selber im SUV saß.
  • Posersalami 29.11.2019 13:20
    Highlight Highlight E kin = m/2 x v^2

    Damit ist alles gesagt. Vor allem auch, warum Bussen für zu hohe Geschwindigkeit gar nicht hoch genug sein können.
    • Maragia 29.11.2019 17:17
      Highlight Highlight Dann wird man also für geringes Gewicht ab nun belohnt? :)
    • EvilBetty 29.11.2019 18:17
      Highlight Highlight Ja, durch niedrigeren Verbrauch, Verschleiss, tiefere Versicherung und günstigere Verkehrsabgaben.
    • Leichterbär 30.11.2019 23:10
      Highlight Highlight Wenn die zu hohe Geschwindigkeit tötet könnte ,soll die Busse den Fahrer töten(bestrafen)?🙄
  • rychro 29.11.2019 13:07
    Highlight Highlight Die Formel für die kinetische Energie ist: E=(m * ½) * v².
    Sprich die Masse wird halbiert und die Geschwindigkeit quadriert. Darum hat die Geschwindigkeit einen viel grösseren Einfluss als die Masse.

    Ein PW mit 2.85t und 300km/h hat die gleiche Energie wie ein 40t mit 80km/h
    • Bruuslii 29.11.2019 13:25
      Highlight Highlight rychro, kleine ergänzung: das 1/2 der masse ist "nur" eine konstante.

      es gilt immer noch:
      doppelte masse = doppelte energie!

      sprich: bei gleicher geschwindigkeit hat ein 2.5t schweres auto (z.b. porsche cayene) doppelt soviel energie, wie ein 1.25t schweres auto (z.b mein polo, beladen).

      trotzdem danke für das interessante rechenbeispiel 👍🏻
    • Hexentanz 29.11.2019 13:53
      Highlight Highlight Redet man dann nicht auch von Delta v zwischen Objekt A und B ? ^^

      👍🏻
    • Auric 29.11.2019 14:10
      Highlight Highlight Die PW Lkw vergleichsrechnung stimmt natürlich nur mathematisch so ungefähr, der pöse SUV wird wenn er mit 300 auf ein Stauende aufschlägt trotzdem weniger Tote verursachen als ein 40 Tonner bei 80 km/h weil der pöse SUV nicht die durchschlagskraft eines LKW mit seinem Motor/Achsen/Rahmen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter R. 29.11.2019 12:59
    Highlight Highlight "Der Unfallfahrer bemerkte die gesperrte Ueberholspur zu spät" - das ist ja nicht das Thema!
    Sondern Tatsache ist, dass wieder ein arroganter Raser mit seiner überhöhten Fahrweise unschuldige Mitmenschen in den Tod gerissen hat!
    In letzter Zeit gibt es eine Häufung von solchen Unfällen (Effingen, Galgenen etc.) - dies ist mit der Zunahme von Verkehrsteilnehmern einfach nicht mehr akzeptabel, dass sich solche Raser mit ihren PS-starken Boliden sich erlauben die Autobahnen als Rennstrecken zu missbrauchen. Gesetze sollten unbedingt verschärft werden!!
    • Froggr 29.11.2019 13:30
      Highlight Highlight „Der Unfallfahrer bemerkte die gesperrte Überholspur zu spät“: Doch genau das ist das Thema! Hätte er es früher bemerkt wäre nichts passiert. So wie es jedoch passiert ist (zu spät bemerkt) wäre es auch mit jedem anderen Auto (ausser Kleinstwagen vielleicht) zu einem Desaster gekommen.
    • Bruuslii 29.11.2019 13:45
      Highlight Highlight Froggr, du hast den bericht und die darin beschriebene physik aber schon gelesen?
    • Peter R. 29.11.2019 14:01
      Highlight Highlight Froggr@
      Sie machen den Täter zum Opfer!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 29.11.2019 12:59
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso ein Auto das in der Regel eine Person von A nach B bringt, 2,5 TONNEN wiegen muss und Spitze 250 km/h fahren kann?
    • aglio e olio 29.11.2019 13:51
      Highlight Highlight Vielleicht weil du mit der Grösse des kleinen Heinz' zufrieden bist?
      😁
    • Bündn0r 29.11.2019 14:03
      Highlight Highlight Die deutlich höhere mechanische Maximalgeschwindigkeit macht insofern Sinn, dass dadurch auf der Autobahn mit 1500 -2500 RPM und nicht im Begrenzergefahren gefahren werden kann. Das ist leiser und spritsparender.

      Ob die elektronksche Begrenzung (für viele PS starke Autos 250 km/h
      ) nicht auch bei 150 liegen könnte kann man sich allerdings schon fragen.

      Wieso man einen SUV kauft? Geltungsdrang und/oder kleines Gemächt.
    • Heinzbond 29.11.2019 15:38
      Highlight Highlight Nun mit meinem Auto muss ich nichts kompensieren... Dennoch selbst mit Kompensation verstehe ich SUV nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 29.11.2019 12:57
    Highlight Highlight Die Formel zur Berechnung von kinetischer Energie lautet halbe Masse mal Tempo im Quadrat. Daraus ergibt sich auch direkt, warum ein überhöhtes Tempo so gefährlich ist. Erst recht in Kombination mit besonders schweren Fahrzeugen.

    Aus Masse resultiert Verantwortung. Wer das nicht begreift, hat eher früher als später Blut an den Händen. Und nein: Autofahren hat nichts mit Freiheit zu tun, sondern mit der Beachtung von Regeln, damit es eben nicht knallt.
  • glass9876 29.11.2019 12:53
    Highlight Highlight Einfache, umweltfreundliche Lösung: Fahrzeuge ab 1.5t dürfen auf allen Autobahnen höchstens 80km/h fahren. Innerorts höchstens 40km/h. Somit könnte man auch einen Anreiz für leichtere Fahrzeuge schaffen.
    • ast1 29.11.2019 14:59
      Highlight Highlight Gottseidank, dann ist man also im McLaren mit 570PS und 1450kg safe!
    • speedy_86 29.11.2019 15:21
      Highlight Highlight Da wär ich dabei, allerdings sind je nach dem auch Kombis darin, wenn das zulässige Gesamtgewicht dafür gelten sollte (Skoda Octavia: zul. Gg. ~1'900 kg, Leergewicht ~1'300 kg). Und der Octavia ist wahrscheinlich nicht der schwerste Combi.
      SUV und Geländewagen sollten allerdings definitiv nur bei nachweisbarem Bedarf und unter gewissen Bedingungen erlaubt sein.
      Grundsätzlich mag ich ja Pickups und "Jeeps" sie sind allerdings weder für die allgemeine Verkehrssicherheit noch für die Umwelt sinnvoll.
    • RicoH 30.11.2019 13:38
      Highlight Highlight Wenn SUV und Geländewagen nur bei nachweisbarem Bedarf erlaubt sein soll, was ist dann mit all den anderen Fahrzeugen?

      Müsste dann nicht auch für einen 500 PS Golf und ähnliche Fahrzeuge dasselbe gelten? Ist ebenso wenig für die allgemeine Verkehrssicherheit sinnvoll.
  • Bruuslii 29.11.2019 12:53
    Highlight Highlight den hinterbliebenen wünsche ich an dieser stelle viel kraft in dieser schweren zeit 🥀

    danke leo für den bericht.

    natürlich hat die geschindigkeit einen exponentiellen einfluss und ist das hauptkriterium. das gewicht darf trotzdem nicht verharmlost werden.
    was mir auf den bildern auch aufgefallen ist, dass die höhe des porsche wohl auch einen einfluss hat. das auto scheint oben wesentlich mehr zusammengedrückt zu sein, weil es oben und nicht auf höhe der stossstange getroffen wurde.

    auch traurig, dass man sich ein teures auto leisten kann, aber scheinbar keine zeit zum langsamfahren 🤦🏻‍♂️
    • Donald 29.11.2019 13:27
      Highlight Highlight Stimmt, aber der andere Wagen war auch ein SUV...
    • Bruuslii 29.11.2019 13:41
      Highlight Highlight donald:
      1. quellen!
      2. macht deine aussage kein sinn...
    • walsi 29.11.2019 13:59
      Highlight Highlight @Brusli: Homepage Renault. Der Kadjar wird als SUV beworben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • alessandro 29.11.2019 12:52
    Highlight Highlight Es ist eine fürchterliche Geschichte, drei Leute sterben zusammen ohne jegliche Schuld.
    Ganz ehrlich, Schnellfahrer machen in der Schweiz einen auf "Freiheit" und "ich riskiere ja die Busse". Im stockenden Verkehr wird oftmals auf die linke Spur fast verzichtet, denn da kommen die Drängler und man will nicht bremsen. Die Lichthupe nach 10 Sekunden Folgen ist keine Seltenheit.
    Aber das Schicksal dieser drei Personen geht mir echt nahe.
    • Tilman Fliegel 29.11.2019 13:37
      Highlight Highlight Deshalb bin ich kürzlich mal konsequent rechts gefahren, Was soll ich sagen: bei 3 Spuren und mit exakt der erlaubten Höchstgeschwindigkeit hatte ich prompt einen Drängler am Arsch!
  • Glenn Quagmire 29.11.2019 12:43
    Highlight Highlight „Ausserdem empfiehlt Unfallexperte Florin, bei Kolonnenverkehr auf Autobahnen extra viel Abstand zum vorderen Wagen zu lassen.“

    Ja...nur quetschen sich dann andere Fahrzeuge dazwischen.
    • Yelina 29.11.2019 13:15
      Highlight Highlight Komisch, ich lasse immer genug Abstand und lasse gerne Andere von der rechten Spur mal raus. Weil ich nämlich nicht schneller ankomme, nur weil ein Auto weniger vor mir fährt. Und weil sich die meisten nicht an das Rechtsfahrgebot halten und man bei Abständen von knapp drei Metern zwischen den Idioten auf der Linken nie mehr hinter dem LKW raus kommt.
      Interessanterweise muss man mit genügend Abstand auch nicht dauernd auf die Bremse treten, bisschen vom Gas reicht.
    • Bruuslii 29.11.2019 13:17
      Highlight Highlight glenn, du redest bestimmt vielen und auch mir aus der seele. auch ich halte den abstand deshalb eher knapp.
      trotzdem muss ich mich an der nase nehmen und das autofahren gelassener nehmen.

      wir leben in einer luxusgesellschaft. aber anstatt das leben zu geniessen, lassen wir uns von allerlei dingen stressen.

      also: bitte "stehlt" nicht einfach eine lücke, die als sicherheitsabstand gedacht ist.
      wenn ihrs mal pressant habt, dann bitte FRÜHZEITG BLINKEN und die lücke im seitenspiegel und seitenblick VORHER BEOBACHTEN.

      und die "bestohlenen" nehmts bitte gelassen und lasst halt mal einen rein. 🤙
    • Baccaralette 29.11.2019 13:33
      Highlight Highlight Genau, Abstand halten ist in der Schweiz fast unmöglich.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Sonnenbankflavor 29.11.2019 12:39
    Highlight Highlight Dieser Unfall hat mich richtig betroffen gemacht. Schlimm wie schnell das Leben vorbei sein kann.
    • Heinzbond 29.11.2019 12:56
      Highlight Highlight Man kann nur hoffen das sie nichts mehr bemerkt haben...
    • Sonnenbankflavor 29.11.2019 13:39
      Highlight Highlight Ja das hoffe ich auch! 😕 Ich hoffe dass sie nichts gespürt haben

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