Du planst über Ostern eine Fahrt in den Süden: Vier Dinge, die du jetzt schon wissen musst
Wie schlimm wird es in diesem Jahr an Ostern?
Es gibt eine gute Nachricht: Ostern 2026 findet relativ früh im Jahr statt, doch gleichzeitig beginnen in 19 Schweizer Kantonen sowie in mehreren deutschen Bundesländern die Frühlingsferien rund um die Feiertage. Aufgrund dieser Ferienkonstellation rechnet das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen auf den Hauptachsen Richtung Süden, insbesondere über die A2 am Gotthard und die A13 über den San Bernardino. Bereits am Mittwoch vor Gründonnerstag zeichnen sich verstärkte Verkehrsbewegungen ab, sobald die ersten Osterurlauber aufbrechen.
Gemeinsam mit den Osterfeiertagen dürfte dies zu einem hohen Verkehrsaufkommen und längeren Wartezeiten führen – vor allem dort, wo sich mehrere Reisewellen überlagern. Den Rekord in Sachen Osterstau hält weiterhin das Jahr 1998 mit rund 25 Kilometern Kolonnenlänge am Gotthard‑Nordportal.
Wann und wo wird es 2025 den längsten Stau geben?
Hinreise (Richtung Süden)
Erfahrungsgemäss beginnt der Osterreiseverkehr bereits am Mittwoch vor Gründonnerstag, wenn viele Reisende frühzeitig losfahren, um spätere Staus zu vermeiden. Das ASTRA prognostiziert, dass insbesondere am Nachmittag und Abend des Mittwochs das Verkehrsaufkommen auf der A2 in Richtung Süden merklich zunimmt. An solchen Tagen ist mit ersten Verzögerungen vor dem Gotthard‑Nordportal und auf der San‑Bernardino‑Route (A13) zu rechnen.
Ab Gründonnerstag nimmt der Verkehr weiter zu. Laut ASTRA kommt es spätestens am Nachmittag wieder zu erheblichen Wartezeiten und Verzögerungen, sobald der Osterverkehr einsetzt und sich Kolonnen bilden. Besonders vor dem Gotthard‑Tunnel kann es zu langen Wartezeiten kommen.
Am Karfreitag dürfte der Verkehr vor dem Gotthard‑Nordportal seinen Höhepunkt erreichen. Der TCS rät, möglichst früh am Morgen vor 8 Uhr oder spät am Abend nach 22 Uhr durch den Tunnel zu fahren, um die gröbsten Staus zu vermeiden. Wer es trotz hoher Verkehrsbelastung bis durch den Tunnel geschafft hat, muss häufig noch am Grenzübergang Chiasso‑Brogeda mit zusätzlichen Verzögerungen rechnen.
Rückreise (Richtung Norden)
Der TCS rechnet ab Ostersonntagmittag mit dem ersten spürbaren Rückreiseverkehr in Richtung Norden. Besonders am Ostermontag steigt laut ASTRA der Verkehr in südlicher Richtung deutlich an, bevor er im Verlauf des Tages wieder abnimmt. Anschliessend, insbesondere am Dienstag nach Ostern, bleibt das Verkehrsaufkommen auf den stark frequentierten Abschnitten eher hoch, und punktuelle Stauphasen sind weiterhin möglich.
Auch nach dem offiziellen Osterwochenende ist laut ASTRA mit vereinzelten Verzögerungen und hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen, wenn sich weitere Ferienreisende auf den Heimweg machen.
Welche Tipps und Alternativrouten empfiehlt der TCS?
Auch wenn die Alpenpässe über die Frühlingsferien hinweg grösstenteils noch gesperrt sind und damit als Ausweichrouten wegfallen, nennt der TCS mehrere Alternativen zum stark belasteten Gotthard.
Für Reisende aus dem Grossraum Zürich und der Ostschweiz empfiehlt das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die San-Bernardino-Route (A13), die sich insbesondere dann lohnt, wenn die Wartezeiten am Gotthard über eine Stunde steigen.
Ferienreisenden aus dem Mittelland hingegen empfiehlt das ASTRA zum Beispiel den Autozug durch den Lötschberg oder den Simplon. Bei der Autoverladestation am Lötschberg werden während der Ostertage zusätzliche Züge verkehren. Und auch die SBB bauen ihr Angebot für die stark frequentierten Tage mit 27 Extrazügen und über 70'000 zusätzliche Sitzplätze aus.
Wer aus der Westschweiz oder dem Raum Bern Richtung Süden unterwegs ist, kann auf die Route über den Grossen St. Bernhard ausweichen. Diese ist im Gegensatz zum Gotthard kostenpflichtig, und auch hier ist während der Hauptreisezeiten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Je nach Ausgangsort kann zudem der Montblanc-Tunnel zwischen Frankreich und Italien eine Alternative sein, wobei auch dort über die Feiertage Verzögerungen möglich sind.
Unabhängig von der gewählten Route empfiehlt der TCS, vor der Abfahrt aktuelle Verkehrsinformationen über die TCS-App oder die TCS-Website abzurufen, um die Lage besser einschätzen und die Reise entsprechend planen zu können.
Wie sah der Stau am Gotthard in den letzten Jahren aus?
Der Rekord‑Osterstau am Gotthard‑Nordportal stammt aus dem Jahr 1998 mit rund 25 Kilometern Kolonnenlänge. In den letzten zehn Jahren kam das Jahr 2022 mit rund 22 Kilometern diesem Wert am nächsten. Auch 2025 mussten Autofahrende am Gotthard teilweise lange Wartezeiten von mehreren Stunden in Kauf nehmen.
(ear)
