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Spitzel-, Dienstwagen- und Schändungs-Affäre: Jetzt lüpft's den Polizeikommandanten

26.05.17, 10:06 26.05.17, 13:45


Oberst Gerhard Lips, Polizeikommandant Basel-Stadt, spricht ueber die Ausschreitungen des vergangenen Samstags in Basel, am Dienstag, 27. September 2011 im Vorzimmer des Regierungsratssaals im Rathaus Basel. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Gerhard Lips Bild: KEYSTONE

An der Spitze der Kantonspolizei Basel-Stadt kommt es zu einem Wechsel. Der ins Schussfeld der Kritik geratene Kommandant Gerhard Lips räumte seinen Posten am Freitag per sofort.

Oberst Lips und Regierungsrat Baschi Dürr, Vorsteher des baselstädtischen Justiz- und Polizeidepartements (JSD) hätten sich für eine einvernehmliche Trennung entschieden, teilte das JSD mit. Grund seien «verschiedene führungskulturelle Differenzen» im oberen Kader. Diese hätten die Leitung der Polizei erschwert.

Gemäss der Mitteilung wurde versucht, die Probleme mit externer Unterstützung anzugehen. Doch nun seien Dürr und Lips gemeinsam zum Schluss gekommen, dass es einen personellen Wechsel an der Spitze der Basler Polizei brauche. Als interimistischer Kommandant wurde am Freitag Oberstleutnant und Stabschef Martin Roth eingesetzt.

Mit dem abgetretenen Kommandanten Gerhard Lips wurde eine Trennungvereinbarung abgeschlossen, welche von der Regierung genehmigt wurde. Über den Inhalt wurde Stillschweigen beschlossen.

Pressekonferenz zum Abgang

Immer wieder Schlagzeilen

Die Basler Polizei und ihr Kommandant waren in den letzten Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten, dies etwa wegen der sogenannten Dienstwagen-Affäre. Für Aufsehen sorgten auch der Fall eines Sicherheitsassistenten, der für die Türkei spioniert haben soll sowie verschiedene Korpsangehörige, die möglicherweise delinquiert haben.

Nach Angaben des JSD steht die Trennung von Lips jedoch nicht in Zusammenhang mit den jüngsten Personalfällen im Polizeikorps oder einer Untersuchung von Professor Felix Uhlmann. Dies hatte der JSD-Vorsteher beim Zürcher Staatsrechtler in Auftrag gegeben, um das Vorgehen der Polizei in Zusammenhang mit Informationen des Bundes-Nachrichtendienstes über den mutmasslichen türkischen Spitzel aufzuarbeiten.

Lips hatte seinen Posten in Basel-Stadt im September 2009 im Alter von 48 Jahren angetreten. Zuvor war der Jurist ab 2002 stellvertretender Kommandant der Stadtpolizei Zürich gewesen. In Basel wurde Lips Nachfolger von Roberto Zalunardo, von dem sich der damalige Sicherheitsdirektor getrennt hatte. (sda)

Aktuelle Polizeibilder: Frontale Kollision zwischen einem Auto und einem Motorradfahrer

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 26.05.2017 15:17
    Highlight Kommandant ersetzen muss nicht Problemlösung heissen. Kann gut sein, dass der nächste Kommandant ebenfalls scheitert. Wenn alles gut zugefilzt ist, wird der Kommandantenverschleiss hoch.
    Und Baschi Dürr ist per se auch nicht die optimale Führungskraft...
    8 0 Melden
  • Makatitom 26.05.2017 13:35
    Highlight Die stillschweigende Vereinbarung beinhaltet sicher den vollen Lohn für die nächsten zehn Jahre plus eine Abgangsentschädigung in der gleichen Höhe
    12 5 Melden
    • pamayer 26.05.2017 15:14
      Highlight Mindestens.
      5 3 Melden
  • Idrisi 26.05.2017 11:34
    Highlight Wie die Dienstwagengeschichte zeigt reicht das Problem noch mindestens eine Etage tiefer.
    14 1 Melden
  • sherpa 26.05.2017 10:26
    Highlight hat aber lange gedauert bis er eingesehen hat, dass in seinem Korps irgend was nicht stimmt und er es offensichtlich mit seine, Stab nicht fertig gebracht hat, wieder Ruhe und Ordnungen einkehren zu lassen und all jene vor die Tür zu setzen, welche sich nicht der für sie gültigen Ordnungen unter zu ordnen.
    11 1 Melden

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