bedeckt
DE | FR
Schweiz
Basel

Sozialhilfebeziehende müssen in Basel-Stadt mehr Miete bezahlen

Basel-Stadt erhöht Mietgrenzwerte für Sozialhilfebeziehende

07.12.2023, 12:4807.12.2023, 14:27
Mehr «Schweiz»

Wegen der Teuerung und der Erhöhung des Referenzzinssatzes passt das Basler Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) die Mietgrenzwerte und die Vermögensfreibeiträge für Bezügerinnen und Bezüger von Sozialhilfe an. Der Kanton hält sich dabei an die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe.

Wegen der zu erwartenden Mietzinserhöhungen zieht der Kanton bei den Mietzinsgrenzwerten nach, wie das WSU am Donnerstag mitteilte. Deshalb werde der Mietgrenzwert für Einpersonenhaushalte von bisher 770 Franken auf neu 880 Franken erhöht. Für Zweipersonenhaushalte werde er von 1070 auf neu 1210 Franken erhöht und für Dreipersonenhaushalte von 1350 auf neu 1390 Franken.

Damit könne verhindert werden, dass immer mehr Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger die Wohnungsmieten aus ihrem Grundbedarf mitfinanzieren müssten, heisst es.

Anpassung der Vermögensfreibeträge

Auch die Vermögensfreibeträge werden gemäss Communiqué angepasst. Ab 1. Januar 2024 werde für Einzelpersonen ein Vermögensfreibetrag von 8000 Franken gelten, 16'000 Franken für Ehepaare und je 4000 Franken für minderjährige Kinder. Pro unterstütztem Haushalt ist der Vermögensfreibetrag auf maximal 20'000 Franken beschränkt.

Das entspricht der ursprünglich befristeten Anpassung während der Covid-19-Pandemie. Vor der Pandemie war den unterstützten Personen ein Vermögensfreibetrag von 4000 Franken für Einzelpersonen respektive 8000 Franken für Ehepaare und von je 2000 Franken für minderjährige Kinder zugestanden worden. (sda)

Mehr zum Thema:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen
20 Türmatten, die direkt zeigen, mit wem du es zu tun hast!
1 / 22
20 Türmatten, die direkt zeigen, mit wem du es zu tun hast!
«Moment bitte, wir haben vermutlich gerade keine Hosen an.» bild: imgur

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Zürcher Genossenschaft vermietet Wohnungen an Nichtraucher
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
37 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
i schwörs
07.12.2023 13:19registriert April 2016
Der Titel tönt so, als ob SH-Bezüger mehr Miete bezahlen müssen. Doe Massnahmen in BS bedeuten aber, dass die Mietzuschüsse und die Freibeträge erhöht werden. Mit anderen Worten: die Massnahme verbessert die Situation der SH Bezüger (was richtig ist). Die Sozialhilfe bezahlt mehr Miete, nicht der Bezüger. Ich hoffe doch, dass das SA die Mieten auf ihre Korrektheit überprüft (Anfangsmiete, erzielte Renditen). Ansonsten ist es ein Neujahrsgeschenk für Vermieter.. Der Bezüger wird ja auch überprüft.
765
Melden
Zum Kommentar
avatar
Garp
07.12.2023 13:56registriert August 2018
Da hat der Titelsetzer wohl nicht verstanden worum es geht. Der Freibetrag für die Miete wird erhöht. Also Sozialhilfeempfänger erhalten mehr Geld, falls die Miete steigt, bis zu einem Betrag von 880.- damit es nicht vom Essensgeld, Kleidergeld etc. abgespart werden muss.
425
Melden
Zum Kommentar
avatar
Töffli-Gang
07.12.2023 13:22registriert Oktober 2018
Da fehlt eine Stelle, sollte 1'880 lauten oder? Oder wo in Basel findet man eine Wohnung für 880 Franken als normalsterblicher? Und wo eine Dreizimmerwohnung für 1390 Franken?
Kann da nur Stirnrunzeln.
275
Melden
Zum Kommentar
37
Fast ein Drittel der Zivildienst-Gesuchsteller machen zuerst RS

Die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst ist 2023 um 1,8 Prozent auf 6754 Personen gestiegen. Fast ein Drittel der Gesuchsteller hatten zuvor die Rekrutenschule (RS) bestanden.

Zur Story