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Bieler Priester wegen Missbrauchsverdachts freigestellt

Ein Mann haelt einen Rosenkranz, fotografiert am Dienstag, 24. Oktober 2023 in Uster. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Ein Mann haelt einen Rosenkranz. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Bieler Priester wegen Missbrauchsverdachts freigestellt

13.04.2026, 17:5213.04.2026, 17:52

Ein weiterer Missbrauchsfall beschäftigt das Bistum Basel. Der für die betroffene Pfarrei zuständige Bischof Felix Gmür hat zwei Priester aus Biel wegen Straftaten gegen die sexuelle Integrität einer erwachsenen Person angezeigt.

Die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Anzeigen am Montag. Zuerst hatte die «Sonntagszeitung» darüber berichtet. Für die beiden Priester gilt die Unschuldsvermutung.

Bischof Gmür brachte die Beschuldigten bereits vergangenen November zur Anzeige, wie das Bistum Basel auf Anfrage mitteilte. Im darauffolgenden März wurden sie freigestellt. Dass sie bis zu diesem Zeitpunkt im Dienst blieben, begründete ein Sprecher des Bistums mit der Beweissicherung durch die Staatsanwaltschaft.

Das Bistum, die Landeskirche und die Kirchgemeinde hätten die Beschuldigten bis zur Erstbefragung nicht über die Anzeige informieren dürfen. «Jede Form der Kommunikation davor wäre eine Form von Behinderung der Staatsgewalt gewesen.» Nach der Befragung seien die Priester «umgehend» freigestellt und sämtliche involvierten Stellen informiert worden.

163 Meldungen seit Pilotstudie

Bei der unabhängigen Meldestelle für sexuelle Übergriffe im Bistum Basel sind in den zwei Jahren nach Veröffentlichung der Studie über Missbräuche in der katholischen Kirche insgesamt 163 Meldungen eingegangen. Als solche registriert werden alle Kontaktaufnahmen, die einen mutmasslichen Übergriff betreffen. Stand dieser Auswertung ist der vergangene September.

Besagte Studie der Universität Zürich vom September 2023 zeigte, dass Priester und Ordensangehörige in der Schweiz seit 1950 über 1000 Fälle von sexuellem Missbrauch begangen hatten – bei hoher Dunkelziffer. Seit Anfang 2024 ist eine zweite Studie in Arbeit. Die Resultate sollen 2027 präsentiert werden. (sda)

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