Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

IS-Vormarsch

«Keine Panik!»: Bundesrat Maurer sieht keine akute Terrorgefahr in der Schweiz



Zurzeit besteht keine konkrete und akute Bedrohung durch Terroranschläge gegen die Schweiz. Dieser Ansicht ist Verteidigungsminister Ueli Maurer. Doch das Land sei nicht gefeit vor Frustattacken «isolierter Individuen».

Er stelle eine gewisse «Überreaktion» fest im Zusammenhang mit einem möglichen Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Schweiz. «Keine Panik!», sagte der SVP-Bundesrat dazu in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps» vom Samstag. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) beobachte seit Jahren die Risiken von Terrorismus und Dschihadismus.

Bundesrat Ueli Maurer spricht an einer Medienkonferenz ueber die Weiterentwicklung der Armee, am Mittwoch, 3. September 2014, in Bern. Der Bundesrat will die Armee in der Periode 2017 bis 2020 mit jaehrlich 4,875 Milliarden Franken ausstatten. Dieser Zahlungsrahmen entspreche den Beduerfnissen der Armee, heisst es. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bundesrat Ueli Maurer: Die Schweiz sei gegenüber dem Terrorismus nicht neutral. Bild: KEYSTONE

Maurer bekennt, dass die Schweiz nicht neutral sei im Kampf gegen den Terrorismus. Sie sei insofern exponiert, als dass die Notwendigkeit einer internationalen Koordination bestehe.

Doch «ohne koloniale Vergangenheit» und ohne Teilnahme an Konflikten sei die Schweiz zwangsläufig weniger im Visier als etwa FrankreichDas Land beteiligt sich an der internationalen Koalition gegen den IS.

Dass Schweizer Bürger von Franzosen aufgrund der sprachlichen Verbindungen rekrutiert werden könnten, sei zwar möglich. Doch steckten die beiden Länder in unterschiedlichen Situationen. Die Muslime in der Schweiz seien «eher gut integriert» im Gegensatz zu dem, «was in gewissen französischen Vorstädten passiert».

 Die Muslime in der Schweiz seien «eher gut integriert» im Gegensatz zu dem, «was in gewissen französischen Vorstädten passiert».

20 zusätzliche Mitarbeiter

Zu mutmasslichen Verhaftungen von Mitgliedern des IS in der Schweiz, wie sie jüngst von Medien kolportiert wurden, äusserte sich Maurer nicht. Der Kampf gegen den Dschihadismus sei eine Priorität des NDB. «Die Prävention ist wichtig, insbesondere mittels Überwachung von Internetseiten», sagte Maurer.

Er beklagte indes Lücken im Gesetz zur präventiven Überwachung. Das neue Geheimdienstgesetz würde diese schliessen. Zudem erhielte der NDB damit 20 zusätzliche Mitarbeiter. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ökonomen haben's berechnet: Leben retten lohnt sich auch wirtschaftlich

Bisher fuhr der Bundesrat im Nebel, wenn es um eine Abwägung der Massnahmen gegenüber den wirtschaftlichen Kosten ging. Nun legen die Ökonomen der Taskforce eine Berechnung vor, die zeigt: Strengere Massnahmen lohnen sich auf allen Ebenen.

Seit Wochen erklären es die Ökonominnen und Ökonomen der Science Taskforce des Bundesrates mantraartig: Härtere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verhindern nicht nur Tote und schwere Krankheitsverläufe, sondern machen auch wirtschaftlich Sinn.

In einer Pressekonferenz sagte Monika Bütler, Ökonomin und Taskforce-Mitglied: «Die Übersterblichkeit führt zu hohen Kosten, selbst wenn ein drohender Kollaps des Gesundheitssystems vermieden werden kann.» Selbst bei konservativen …

Artikel lesen
Link zum Artikel