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Bundesratswahl

Am Montag müssen sich Jans und Pult der Bauernlobby im Parlament stellen

SP-Bundesratskandidaten Jans und Pult treten nächste Woche vor die Bauernvertreter im Parlament.
Müssen auf Stimmenfang bei der Bauernvertretung im Parlament: SP-Bundesratskandidaten Jon Pult und Beat Jans. Bild: keystone/fotomontage watson

Am Montag müssen sich Jans und Pult der Bauernlobby stellen – einer gilt als unwählbar

Wer die parlamentarische Vertretung der Landwirtschaft für sich gewinnen kann, holt viele Stimmen für das Amt als Bundesrat. Am Montag müssen sich Jans und Pult ihnen stellen.
02.12.2023, 16:53
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Die Konferenz der bäuerlichen Parlamentarierinnen und Parlamentarier hört sich am Montagmorgen im Bundeshaus die beiden SP-Bundesratskandidaten Beat Jans und Jon Pult an. Das hat der Präsident des Schweizer Bauernverbandes, der St. Galler Mitte-Nationalrat Markus Ritter, am Samstag bekannt gegeben.

«Jeder Kandidat hat zehn Minuten, um sich vorzustellen, etwas zu sagen in Bezug auf die Landwirtschaft und wohin er gehen will in der Landwirtschaftspolitik», sagte Ritter in der Samstagsrundschau von Schweizer Radio SRF 1. Danach könnten die Mitglieder der Konferenz während 20 Minuten Fragen stellen.

Auf die Bemerkung der Radiojournalistin, der Basler Kandidat Jans gelte für viele Bauern als nicht wählbar, sagte Ritter, es werde wichtig sein, ob die beiden Kandidaten die Leute «erreichten». Auch die Gespräche am Montagnachmittag in der Wandelhalle des Bundeshauses seien wichtig.

40 Mitglieder aus Landwirtschaftsbereich

Insofern sei eine Aussage zu den Chancen der beiden SP-Kandidaten derzeit zu früh. Das Hearing am Montagmorgen werde für die Bäuerinnen und Bauern im Parlament sehr bedeutend. Ritter sagte auch, ein Kriterium werde für die Landwirtschaftsvertreter durchaus sein, ob ein künftiger Bundesrat die Bereitschaft zeige, mit sogenannten Mitberichten dem SVP-Landwirtschaftsminister Guy Parmelin «dreinzureden».

Die Konferenz der bäuerlichen Parlamentsmitglieder hätte laut Ritter auch den Bundesratskandidaten der Grünen, Gerhard Andrey (FR), zu einem Hearing eingeladen. Dies, wenn Andrey für den frei werdenden SP-Sitz antreten würde. Denn das sei eine «interessante Kandidatur», so der St. Galler Mitte-Nationalrat.

Le conseiller national fribourgeois Gerhard Andrey pose apres une conference de presse, mardi 31 octobre 2023, a Fribourg. Gerhard Andrey est candidat au Conseil federal. Il l'a annonce mardi. Le ...
Wäre eingeladen worden, wenn er den SP-Sitz angreifen würde: Grüne-Nationalrat Gerhard Andrey.Bild: keystone

Doch da die Grünen einen FDP-Sitz angreifen wollten, habe Andrey keine Einladung erhalten. Die bäuerliche Vertretung im Parlament sei eben «etwas staatstragend», so Ritter, und wolle keine amtierenden Bundesratsmitglieder abwählen. Die Konferenz der bäuerlichen Parlamentarierinnen und Parlamentarier zählt laut der «Bauernzeitung» 40 Mitglieder. (sda)

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Video: watson/Aya Baalbaki
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121 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Voraus denken!
02.12.2023 17:00registriert März 2022
Dieser Lobby der überteuerten Staatsangestellten müssen endlich die Flügel gestutzt werden.

Es ist unhaltbar wie diese Herrschaften vom Steuerzahler zehren und ständig eben gegen diesen Steuerzahler politisieren!
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Schlaf
02.12.2023 17:23registriert Oktober 2019
Die Bauern haben definitiv zu viel Macht in unserem Land.
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Roegerl
02.12.2023 17:08registriert Juni 2022
Die Bauern sind doch die, welche alles vom Staat erhalten, dauernd jammern und jeden Fehlentscheid entschädigt bekommen und gleichzieht gegen Wasser- und Umweltschutz sind und aktiv die Biodiversität bekämpfen…

Also schmarotzende Jammerlappen (Ausnahmen bestätigen die Regel!)
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