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Ein Mitarbeiter der Stadt Bern bringt einen Hinweis bei einem Gitter an, dass die Bundesterrasse bis auf Weiteres geschlossen bleibt, am Freitag, 20. Maerz 2020 in Bern. Das Durchqueren der Anlage ist weiterhin erlaubt, verboten ist das Verweilen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

In Bern wird die Bundesterrasse abgesperrt. Bild: KEYSTONE

Verbot für Gruppen über 5, Geld für Selbständige und Eltern: Die Massnahmen des Bundes

Noch keine Ausgangssperre, dafür ein Versammlungsverbot: Der Bund verschärft die Massnahmen gegen die Corona-Krise. Und stellt insgesamt 40 Milliarden Franken für die Wirtschaft bereit. Die wichtigsten Punkte.



Versammlungsverbot ab 5 Personen

ARCHIVBILD --- ZUR MELDUNG VOM 20. MAERZ 2020, DASS DIE STADT ZUERICH WEGEN DEM CORONAVIRUS DAS GANZE SEEBECKEN SPERRT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Menschen geniessen das Wetter am Zuerichsee, aufgenommen am Sonntag, 15. Maerz 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat hat beschlossen, Ansammlungen mit mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum zu verbieten. Dazu gehören:

Bei Versammlungen von unter fünf Personen ist gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Busse.

Wirtschaft

Der Bundesrat hat zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Massnahmenpaket in der Höhe von 32 Milliarden Franken beschlossen. Mit den bereits am 13. März beschlossenen Massnahmen sollen über 40 Milliarden Franken zur Verfügung stehen. Ziel der auf verschiedene Zielgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen. Auch im Kultur- und Sportbereich wurden Massnahmen ergriffen, um Konkurse zu verhindern und einschneidende finanzielle Folgen abzufedern.

Die einzelnen Massnahmen:

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige (Restaurants, Künstler, etc.)

Tische und Stuehle stehen vor einem geschlossenen Restaurant in Bern, am Donnerstag, 19. Maerz 2020. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt. Die Entschädigungen werden als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag.

Das Geld soll schnell fliessen: Die betroffenen Unternehmen können das Geld bis zu einer Höhe von 500'000 Franken direkt bei ihrer Hausbank beziehen. Der Bund bürgt für die Zahlungen.

Eine Entschädigung ist vorgesehen für:

Entschädigung für Eltern

Anspruch auf eine Entschädigung haben Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen.

Liquiditätshilfen für Unternehmen

Vereinfachung Kurzarbeit

Kultur

ARCHIVBILD ZUR MK DES OPERNHAUSES ZUERICH, AM FREITAG, 5. APRIL 2019 - Blick vom Sechselaeutenplatz auf das Opernhaus Zuerich, anlaesslich einer Medienkonferenz, am Montag, 2. Juli 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat will eine dauerhafte Schädigung der Schweizer Kulturlandschaft verhindern und die kulturelle Vielfalt der Schweiz erhalten. Mittels Soforthilfen und Entschädigungen sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Veranstaltungsverbots auf den Kultursektor (Darstellende Künste, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur, Musik und Museen) abgefedert werden. Er stellt dafür in einem ersten Schritt 280 Millionen Franken als erste Tranche für zwei Monate zur Verfügung.

Sport

YBs Nicolas Moumi Ngamaleu, Mitte, bejubelt sein 1-2 gegen St. Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem BSC Young Boys Bern, am Sonntag, 23. Februar 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Im Sport stehen die Clubs, Verbände und Organisatoren vor existentiellen Problemen, weil Veranstaltungen im Breiten- wie im Leistungssport oder etwa der Meisterschaftsbetrieb abgesagt werden müssen. Es gibt Geld.

Paketzustellung

Ein Postbote liefert Pakete aus, am Donnerstag, 19. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Onlineshopping boomt zu Corona-Zeiten wie nie: Darum dürfen Postanbieterinnen der Bevölkerung online bestellte Lebensmittel und Dinge des täglichen Gebrauchs neu an sieben Tagen pro Woche zustellen. Ausnahmebewilligungen für Sonntagsarbeit oder für Fahrten am Sonntag sind nicht nötig.

Baustellen

Wer ein Haus baut, muss für die Hypotheken wieder etwas mehr bezahlen. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Um die Schliessung von Baustellen zu verhindern und die Angestellten besser zu schützen, verpflichtet der Bundesrat die Arbeitgeber im Baugewerbe und in der Industrie, die Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und Abstandhalten einzuhalten. Die Arbeitgeber sollen hierzu die Anzahl der anwesenden Personen auf Baustellen oder in Betrieben limitieren sowie die Organisation anpassen. Sie sind zudem ebenfalls verpflichtet, Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen in Pausenräumen und Kantinen zu verhindern. Die Kantone können einzelne Betriebe oder Baustellen bei Nicht-Einhaltung schliessen.

(amü)

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