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Weiterer Abgang bei der Science Taskforce – Wissenschaft kritisiert Lockerungen scharf



Die Science Taskforce schrumpft. Nachdem Epidemiologe Christian Althaus die vom Bund zusammengestellte Gruppe bereits im Januar verlassen hatte, geht nun auch Dominique de Quervain. Er beschäftigte sich in der Expertengruppe Public health besonders mit der psychischen Gesundheit während der Corona-Pandemie.

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Grund sei das «politische Korsett». Balthasar Glättli, Nationalrat der Grünen, versteht diesen Entscheid, wie er selbst auf Twitter schreibt. Auch Althaus tritt nochmals nach und kritisiert den Bundesrat.

In den letzten Tagen hatte de Quervain die am Mittwoch kommunizierten Lockerungen scharf kritisiert. Die Befunde der Wissenschaft würden komplett missachtet. Denn die Lockerungen stünden in keinem Verhältnis zu den ansteigenden Fallzahlen.

Mit dieser Einstellung ist der Psychologe nicht alleine. Auch Virologin Isabelle Eckerle zeigt viel Unverständnis gegenüber den Schweizer Lockerungen.

Auch Taskforce-Epidemiologin Nicola Low macht sich Sorgen. Gegenüber «CH Media» sagt sie: «Selbst wenn sich die Menschen an den einzelnen Orten an Schutzkonzepte halten, wird es durch die Zunahme der Mobilität und die insgesamt grössere Anzahl von Menschen, die sich draussen aufhalten, mehr Möglichkeiten für eine Virusübertragung geben.»

Sie warnt: Die Übertragung des Coronavirus nehme exponentiell zu, auch wenn die Menschen es persönlich nicht bemerkten. «Die Verdopplungszeit der Fallzahlen liegt jetzt bei etwa vier Wochen – und die wird mit zunehmenden Übertragungen kürzer.» (cma/leo)

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