Schweiz
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ZUM PRIMARSCHULVERBUND WILEROLTIGEN, GURBRUE UND GOLATEN WAEHREND DER CORONA-PANDEMIE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sda.ch --- Ein Schueler und eine Schuelerin der Primarschule (3./4. Klasse) Gurbrue sprechen vor dem Schulhaus durch das Fenster mit ihrer Lehrerin, auf der Treppe vor dem Schulhaus stehen Kisten, in denen geloeste Aufgaben von den Schuelern platziert werden koennen, fotografiert waehrend der Corona-Pandemie am 23. April 2020 in der Gemeinde Gurbrue, Kanton Bern. Waehrend der Corona-Pandemie bringen und holen die Schueler und Schuelerinnen der Primarschule ihre Schulaufgaben unter Abstandsauflagen persoenlich zur und von der Schule. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Primarschüler sprechen mit ihrer Lehrerin: Bald findet wieder Präsenzunterricht statt. Bild: KEYSTONE

In der Schule wird auf Distanzvorschriften verzichtet – aber nicht alles bleibt gleich



Der Verzicht auf Distanzvorschriften für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in der obligatorischen Schule ist nach Einschätzung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) für die Kantone entscheidend. Nur so sei der Präsenzunterricht überhaupt möglich.

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Mit dem neuen Schutzkonzept habe das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die wichtigsten Eckwerte zur Wiedereröffnung des Präsenzunterrichts definiert. Es stelle den Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen durch praktikable und umsetzbare Massnahmen sicher.

Gemäss diesem Konzept sind keine Distanzvorschriften zwischen Schülerinnen und Schülern vorgesehen. Dies sei eine zentrale Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts.

Das Konzept geht davon aus, dass Kinder viel weniger häufig erkranken als Erwachsene. Kinder hätten zudem meist mildere Verläufe mit wenigen oder keinen Symptomen und würden aus physiologischen Gründen für die Übertragung des Virus keine wesentliche Rolle spielen, heisst es im Schutzkonzept.

Kinder könnten zur Schule gehen, so lange sie nicht krank seien und nicht mit einer an Covid-19 erkrankten Person in einem Haushalt lebten. Kinder mit einer Grunderkrankung sollten sich an die grundsätzlichen krankheitsbezogenen Schutzmassnahmen halten.

Auf Grund des geringen Risikos sollten sich die Kinder insbesondere der tieferen Klassen der obligatorischen Schule möglichst normal im Klassenverbund, auf dem Schulweg und auf den Pausenhöfen verhalten und bewegen können.

Essen teilen verboten

Alle Personen, die in einem Schulhaus verkehren, sollten die Verhaltens- und Hygieneregeln einhalten und in der korrekten Durchführung geschult werden. Kinder sollten auch dazu angehalten werden, kein Essen oder Getränke zu teilen. An sensiblen Punkten beispielsweise im Schulhaus sollten Hygienestationen zur Verfügung stehen. Allerdings sollten Kinder nur in Ausnahmefällen Desinfektionsmittel benutzen.

Oberflächen wie Treppengeländer oder Türfallen sollten mehrmals täglich gereinigt werden. Räume sollten regelmässig und ausgiebig gelüftet werden. In gewissen Situationen könnten für Menschen, die älter als 16 Jahre sind, das Benutzen von Masken in Betracht gezogen werden, heisst es weiter.

ZUM PRIMARSCHULVERBUND WILEROLTIGEN, GURBRUE UND GOLATEN WAEHREND DER CORONA-PANDEMIE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sda.ch --- Ein Merkblatt des BAGs mit den Covid-19 Verhaltensregeln haengt neben einem Spuehlbecken in einem aufgrund der Corona-Pandemie leeren Schulzimmer der Primarschule (3./4. Klasse) Gurbrue, fotografiert am 23. April 2020 in der Gemeinde Gurbrue, Kanton Bern. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Händewaschen ja, Desinfektionsmittel nur in Ausnahmefällen. Bild: KEYSTONE

Dies jedoch ohne Verpflichtung, die Abstands- und Hygieneregeln blieben weiterhin die effizientesten Schutzmassnahmen. Auch sollten Masken im Schulhaus zur Verfügung stehen, etwa wenn Personen im Schulhaus symptomatisch würden, für den Gebrauch auf dem Heimweg oder etwaige Warteperioden im Schulhaus. Erwachsene, die nicht direkt im Schulbetrieb involviert seien, wie beispielsweise Eltern von Kindern, sollten das Schulhausareal meiden.

Zuständigkeit wieder bei Kantonen

Mit der Aufhebung des Verbots von Präsenzunterricht an der obligatorischen Schule durch den Bundesrat liege die Zuständigkeit für die Schulorganisation wieder bei den Kantonen, schreibt die EDK. Sämtliche schulorganisatorischen oder methodischen Fragen würden durch die einzelnen Kantone geregelt. Dazu gehöre auch die Bestimmung des genauen Zeitpunkts der Rückkehr zum Präsenzunterricht an obligatorischen Schulen unter diesen vom Bund vorgegebenen Rahmenbedingungen.

Für die Aufhebung des Verbots des Präsenzunterrichts an Schulen und damit auch das sonstige berufliche Leben wieder beginnen könne, sei es elementar, dass auch die schulergänzenden Betreuungsangebote wieder starteten. Dort würden die gleichen Prinzipien wie im Schulbetrieb gelten.

Kritik von den Schulleiterinnen und Schulleitern

Dass es keine schweizweit einheitliche Lösung zum Eröffnungsmodus der Schule gibt, kritisieren am Mittwoch die Schulleiterinnen und Schulleiter der Schweiz (VSLCH) in einer Mitteilung. Einige kantonale Erziehungsdirektionen wollten die Schulhäuser gestaffelt öffnen, anderen setzten auf den gemeinsamen Vollstart für alle Schulkinder, schreibt der Verband. Auch bei der Umsetzung der Schutzmassnahmen geben es keine Einheit.

Der VSLCH fordert die kantonalen Erziehungsdirektionen auf, auf Alleingänge zu verzichten und die konkreten Massnahmen zur Öffnung abzusprechen. Dabei sollen die Schulleitenden miteinbezogen werden - sie wüssten, was Kinder, Eltern und Schulpersonal bräuchten. Die Volksschule habe zusammen mit den Eltern gezeigt, dass sie sich innert kürzester Zeit auf Neues einstellen könne. (cma/sda)

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