Schweiz
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Ein Hinweisschild zum Verhalten waehrend der Coronavirus-Pandemie, aufgenommen am Montag, 13. April 2020, in Wasserauen. Die Polizei liess nach einem relativ ruhigen Wochenende die Zufahrt zu den Parkplaetzen in Bruelisau und Wasserauen zum Wandergebiet Alpstein zur Eindaemmung des Coronavirus sperren. Dies, nachdem eine Auslastung von 80 Prozent erreicht worden war. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Schweiz kämpft gegen das Coronavirus. Doch sind die Zahlen auf einen tatsächlichen Rückgang zurückzuführen? Bild: KEYSTONE

Nach Ostern: Hat die Schweiz die Coronavirus-Ausbreitung gebremst oder nicht?



Es gibt immer weniger Neuansteckungen mit dem Coronavirus in der Schweiz, wie das Bundesamt für Gesundheit vermeldet. Am Montag wurden nur noch 280 neue bestätigte Fälle gemeldet. Am Sonntag meldete das BAG noch 400 und am Samstag 592 neue Fälle. Haben wir die Epidemie in der Schweiz also im Griff? Eine Übersicht über die neuesten Zahlen und was sie aussagen:

Die Fälle nehmen tatsächlich ab

Ein Blick auf die Entwicklung der Anzahl Coronavirus-Fälle in der Schweiz zeigt: Die Kurve flacht insgesamt tatsächlich ab:

Coronavirus in der Schweiz: Die Anzahl Fälle, Hospitalisierungen, Todesfälle und Tests

daten: corona-data.ch, grafik: watson

Schaut man sich die Zahlen zu den aktiven Fällen an (Personen, die aktuell tatsächlich an Covid-19 erkrankt sind), sieht es sogar noch erfreulicher aus. Diese fallen bereits seit Anfang April.

Coronavirus in der Schweiz: Die Anzahl Fälle, Hospitalisierungen, Todesfälle und Tests

daten: worldometer, grafik: watson

Auch ein Blick in die am stärksten betroffenen Kantone macht Hoffnung:

Coronavirus in der Schweiz: Die Anzahl Fälle, Hospitalisierungen, Todesfälle und Tests

daten: corona-data.ch, grafik: watson

Überall flachen die Kurven merklich ab. Im Kanton Waadt steigen die Zahlen zumindest nicht mehr exponentiell.

Woran liegt das?

Im Idealfall liegt das ausschliesslich daran, dass die Massnahmen des Bundes und deren Umsetzung Wirkung zeigen. Wie Bewegungsdaten aus der Schweiz zeigen, hält sich die Bevölkerung wirklich an den Lockdown und ist auch am schönen Osterwochenende grösstenteils zu Hause geblieben:

Coronavirus in der Schweiz: Die Anzahl Fälle, Hospitalisierungen, Todesfälle und Tests

daten: intervista, grafik: watson

Allerdings gibt es auch einige Punkte, die die positiven Zahlen etwas trüben.

Auch die Anzahl Tests geht zurück

Coronavirus Schweiz: Anzahl Tests

*Für den 4. und 7. April gibt es keine Daten, deshalb wurde der Anstieg vom darauffolgenden Tag halbiert und auf zwei Tage verteilt. Bild: daten: bag, grafik: watson

Wie diese Grafik zeigt, ging eben auch die Anzahl durchgeführter Tests zurück. Am 12. und 13. April wurden so wenig Personen getestet wie zuletzt noch Anfang März.

Warum?

An Sonn- und Feiertagen gibt es weniger Testmöglichkeiten, da Arztpraxen und Apotheken teilweise geschlossen sind. Zudem sei die Nachfrage in den vergangenen Tagen schlicht zurückgegangen, hiess es an der Pressekonferenz des Bundes am Montag. Werden weniger Tests durchgeführt, sinkt auch die Anzahl neu gemeldeter Fälle.

Abzuwarten bleibt, ob die Fallzahl am ersten Arbeitstag nach den langen Ostertagen wieder um einiges höher liegen wird, weil mehr Arztpraxen und Apotheken wieder geöffnet sind.

Coronavirus in der Schweiz: Die Anzahl Fälle, Hospitalisierungen, Todesfälle und Tests

daten: corona-data.ch, grafik: watson

Die Dunkelziffer der Neuinfizierten dürfte in den letzten Tagen also wieder stärker gestiegen sein. Weiter gibt es Kantone, die wegen Ostern schon länger keine neuen Daten mehr publiziert haben. Hier eine Übersicht:

So fehlen in der Anzahl der neugemeldeten Fälle pro Tag also jeweils einige Kantone. Richtig aktuelle Zahlen gibt es nur aus den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Schwyz und Zug – alle mit verhältnismässig wenig Fällen.

Also nehmen die Fälle in Wahrheit gar nicht ab?

Doch. Denn auch wenn man die beiden Kritikpunkte (Anzahl Tests und veraltete Daten) berücksichtigt, lässt sich ein Rückgang nicht bestreiten. Besonders gut ersichtlich ist dies an der Anzahl Todesfälle und Hospitalisationen:

Coronavirus in der Schweiz: Die Anzahl Fälle, Hospitalisierungen, Todesfälle und Tests

daten: corona-data.ch, grafik: watson

Bei diesen Zahlen ist die Dunkelziffer deutlich geringer. Das Problem der teilweise veralteten Daten bleibt zwar, doch die Zahl der Hospitalisationen geht bereits seit Ende März zurück. Die Belegung auf den Intensivstationen ist ebenfalls stabil. Die Todesfälle steigen nicht mehr exponentiell, auch hier flacht die Kurve deutlich ab.

Diese Zahlen geben durchaus Hoffnung darauf, dass zumindest ein Teil des Rückgangs der Zahlen in den letzten Tagen auf die Befolgung der Bundesmassnahmen zurückgeht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Herbibi 15.04.2020 10:44
    Highlight Highlight Es gibt zuviele Unbekannte und Variablen in dieser Rechnung. Der Lockdown begann am 16. März. Ab Mitte März begann aber die Kurve schon abzuflachen. Die sieht man wenn man den Tagesdurchschnitt der wöchentlichen Zunahme betrachtet. Eine Woche später war ich mir sicher, dass die Zunahme abnahm. Die Massnahmen konnten aber erst später zur Abnahme beitragen. Folglich müssen auch andere Gründe mitgewirkt haben. Vielleicht werden wir später mehr wissen.
  • alfred e neumann 15.04.2020 08:24
    Highlight Highlight Die Kurven der Infizierten,der Hospitalisierten und der Verstorbenen sind identisch mit den Kurven der normalen saisonalen Grippe. Die hochgelobten Massnahmen des BR haben darauf gar keinen Einfluss.Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen dieser Massnahmen hingegen sind verheerend. Eigentlich müssten Berset und co dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Swen Goldpreis 15.04.2020 01:02
    Highlight Highlight Die Epidemie ist so gut wie vorbei, Leute. Die Zahlen, die wir heute sehen, sind ja die Infektionen vor zwei Wochen. In Tat und Wahrheit sind die Neuinfektionen ja mit extrem grosser Wahrscheinlichkeit noch viel mehr zurückgangen, als wir hier sehen. Nun wird es Zeit, das Leben langsam und mit der nötigen Vorsicht wieder hochzufahren.
    • Matrixx 15.04.2020 09:10
      Highlight Highlight Genau. In zwei Wochen sehen wir dann, wie sich das schöne Osterwochenende ausgewirkt hat. Vorher würde ich noch nicht zu viel dazu sagen.
    • Swen Goldpreis 15.04.2020 14:35
      Highlight Highlight Um dies vorauszusagen muss man kein Hellseher sein: Die Massenüberwachung der Bürger hat ja bereits gezeigt, dass die meisten Leute über Ostern zu hause blieben (oder zumindest das Handy zu hause liessen). Wenn wir dann noch berücksichtigen, dass das Virus ohnehin bereits weitgehend zurückgedrängt ist, dürfte es in zwei Wochen allenfalls ein letztes, kleines Aufflackern geben.
  • Ökonometriker 14.04.2020 21:45
    Highlight Highlight Hoffentlich nimmt die Zahl der Toten auch bald ab.
  • Gehirnistonline 14.04.2020 20:58
    Highlight Highlight Die Coronakrise kann nicht gebremst worden sein, denn sie ist in den letzten drei Wochen gar nicht beschluenigt worden, denn:

    Das Verhältnis von positiv getesteten zur Testkapazität blieb weitgehend konstant, will heissen, die exponentiellen Kurven welche wir alle im Mediencolosseum gesehen haben ist Ausdruck einer stetig gesteigerten Testkapazität.
  • Everyday Robot 14.04.2020 19:49
    Highlight Highlight Es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn die Gründe bekannt würden, wo und wobei sich noch immer Leute anstecken? Sind es die Jungen in den Parks? Grossmütter, die noch immer Enkel hüten? Bauarbeiter, die von den Arbeitgebern unter Druck gesetzt werden? Vielleicht würde eine genauere Aufschlüsselung auch die Stursten noch überzeugen.
    • Coffey 14.04.2020 20:05
      Highlight Highlight Genau, habe ich mich auch schon gefragt. Ich vermute am ehesten Am Arbeitsplatz, welcher Natur auch immer.
    • Quaxi 14.04.2020 21:16
      Highlight Highlight Wovon überzeugen? Dass wir die Wirtschaft komplett an die Wand fahren sollen? Alle nur noch in Schutzanzügen rausdürfen? Sich jeder in seinen Bunker verziehen soll, um dort während den nächsten 3 Monaten von seinen Notvorräten zu leben? Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Himmelherrgott, beruhigt euch und seid dankbar, dass es noch Leute gibt, die arbeiten dürfen!
    • Billy79 15.04.2020 17:27
      Highlight Highlight @Quaxi Ich glaube, das war gar nicht so die Meinung. Aber die Daten sind zu wenig granular. Wenn ich z.B. sehe, dass es im Kt. ZH mit 1,5 Mio. Einwohner in den letzten 24h 47 positive Tests gegeben hat, nützt mir die Zahl nichts. Sind die übers ganze Kantonsgebiet verteilt, konzentrieren sie sich z.B. auf die Stadt und Winterthur? Kommen die Fälle vor allem in Altersheimen vor oder haben alle ein ZVV Abo und haben es sich im ÖV geholt? Je mehr Informationen wir haben, umso mehr kann auch getan werden, um das Virus einzudämmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 14.04.2020 19:32
    Highlight Highlight Wir wissen, dass wir noch wenig wissen. 2 Wochen nach Ostern wissen wir sicherlich mehr.
  • huck 14.04.2020 19:22
    Highlight Highlight Na gut, die Zunahme der neuen Fälle konnte gebremst werden. Ziel erreicht!
    Aber wie geht's jetzt weiter?
    Wie und vor allem wann kommen wir da wieder raus?
    Erst wenn ein Impfstoff zur Verfügung steht (das ist frühestens in einem Jahr zu erwarten)?
    Oder dann wenn diese sogenannte "Herdenimmunität" erreicht ist? Das dauert (je nach Modellrechnung) ja auch mehr als ein Jahr (beim jetzigen "Tempo" sogar mehrere Jahre) und bedeutet (so oder so) ca. 20000 bis 30000 Todesfälle.
    Gibt's noch andere Szenarien?
    (Ist übrigens ernst gemeint, diese Frage, und ich bin wirklich froh um Antworten)


    • MasterPain 14.04.2020 20:14
      Highlight Highlight Ein gut wirkendes Medikament gegen Covid-19.

      Herdenimmunität OHNE Impfung kannst du schlicht vergessen, dauert entweder viel zu lange oder ist ethisch nicht vertretbar.

    • Til 15.04.2020 08:49
      Highlight Highlight Sobald die Anzahl Neuinfektionen niedrig genug ist, um bei allen bekannten Fällen die Kontakte zu identifizieren und zu isolieren, kann man den Virus wirkungsvoll eindämmen und alle nicht-infizierten können mehr oder weniger wieder normal leben.
  • Vecchia 14.04.2020 18:33
    Highlight Highlight "Auch die Anzahl Tests geht zurück"

    Das wäre ja toll, allerdings bleiben bei mir Zweifel seit mir ein Bekannter erzählt hat, dass der Hausarzt (Kt.ZH) ihn letzte Woche trotz Bitte und ausdrücklichem Wunsch des Arbeitgebers im Pflegebereich - wegen (sonst harmloser) Halsentzündung, - nicht getestet hat...

    Die Handhabung von Tests scheint doch immer noch sehr unterschiedlich - verwirrend.
    Dass der BR hervorragend gehandelt hat, bezweifle ich keinesfalls, aber für die Lockerung braucht es Masken und optimale Ausrüstung der Spitäler.
  • hansguckindieluft 14.04.2020 18:16
    Highlight Highlight Coole Übersicht und es scheint tatsächli gut auszusehen. Die noch nicht aktualisierten Tage fallen wohl nicht so fest ins Gewicht wie man zB auf corona-data.ch sehen kann. Dort sind ausser Genf die meisten Kantone mindestens bis auf gestern wieder aktualisiert. Das gewisse Kantone am Morgen und einige erst am Abend kommunizieren ist nicht neu.
    Den Satz "Die Dunkelziffer der Neuinfizierten dürfte in den letzten Tagen also wieder stärker gestiegen sein" finde ich etwas sehr mutmassend..
  • Garp 14.04.2020 17:57
    Highlight Highlight Warten wir noch ab, auch wie sich Ostern ausgewirkt haben. Bleiben wir alle konsequent! Das ist wichtig, auch wenn die Zahlen gesunken sind. (Was bei den freien Tagen nicht verwunderlich ist.) Es kann so schnell wieder ansteigen, wenn die Leute nachlässig werden.

    • MasterPain 14.04.2020 20:16
      Highlight Highlight Ob die freien Tage was gebracht haben sehen wir erst in 2 Wochen, oder meinst du was anderes als Ostern?
    • Garp 14.04.2020 21:02
      Highlight Highlight Versteh dich grad nicht, EvilBetty in zwei Wochen sehen wir, wie sich Ostern auswirken, ob genug Leute konsequent waren, ob die Zahlen stabil bleiben oder weiter runtergehen. Sie müssten ja noch weiter runter, damit man wieder einzelnen Fällen nachgehen kann und das Umfeld ( Kontakte) in Quarantäne setzen kann. Weiss aber nicht ob der Bund diese Strategie überhaupt verfolgt. Glaube nicht, mir wär sie lieb.
  • Else 14.04.2020 17:12
    Highlight Highlight In zwei Wochen. In zwei Wochen werden wir wissen wie unser Verhalten über die Ostertage die Verbreitung des Virus beeinflusst hat.
  • René Gruber 14.04.2020 17:05
    Highlight Highlight "Werden weniger Tests durchgeführt, sinkt auch die Anzahl neu gemeldeter Fälle. "

    Für mich eine falsche Schlussfolgerung, da bei uns ja nur bei klar definierten Voraussetzungen getestet wird und nicht jeder der nur schwache Symtome hat, schliesse ich aus der Tatsache, dass weniger Tests gemacht werden eher, dass es weniger Fälle gibt und daher weniger getestet wird nicht anders rum!
  • Barracuda 14.04.2020 16:51
    Highlight Highlight OK, dass die Zahlen nach 4 freien Tagen in den Keller fallen, war zu erwarten. Das wird morgen oder übermorgen auch wieder etwas nach oben korrigiert wie immer nach Wochenenden. Trotzdem stimmen die Zahlen ein weniger zuversichtlicher als auch schon. Diese tieferen Zahlen sollten jetzt eigentlich genug Motivation sein, um noch die zwei Wochen diszipliniert zu sein (und darüber hinaus). Die Massnahmen des Bundes und die Vernunft des Einzelnen zeigen Wirkung. Also dran bleiben und jetzt nicht nachlässig werden. Wir packen das.
  • Dr. Unwichtig 14.04.2020 16:47
    Highlight Highlight Es gibt klare Anzeichen, wie sich SARS-CoV-2 verbreitet. Diverse Studien zeigen folgendes Bild:
    - Schmierinfektionen (also Übertragung durch kurz aufeinander folgenden Kontakt der gleichen Oberfläche) kommen praktisch nicht vor
    - Kinder sind vom Virus weder besonders stark betroffen, noch relevante Träger
    - praktisch jeder nachvollziehbare Infektionsfall beruht auf engem Kontakt über einen längeren Zeitraum - insbesondere auch an Grossveranstaltungen
    Es wäre also an der Zeit, sich durch Fakten, statt durch Vorsicht als einziges Dogma leiten zu lassen...
    • Barracuda 14.04.2020 18:01
      Highlight Highlight @Dr. Unwichtig
      Also alles halb so wild. Man hätte einfach Grossveranstaltungen absagen müssen und die Sache wäre gegessen gewesen? Wenn's so einfach (oder wahr) wäre. Erwiesen sind diese "Anzeichen" jedenfalls nicht. Und warum hast du bewusst die Tröpfchen-Infektion nicht aufgezählt, die wahrscheinlich Ursache Nr. 1 ist und eben genau durch Unvorsicht und falsches Verhalten entsteht? Dann hätte wohl deine tendenziöse Aussage nicht mehr gepasst. Und nochmals, was ist falsch daran, wenn man weiterhin vernünftig und vorsichtig bleibt?!
    • Dr. Unwichtig 14.04.2020 18:45
      Highlight Highlight Barracuda: Dass sich SARS-CoV-2 mittels Tröpfeninfektion überträgt, sollte mittlerweile Teil der Allgemeinbildung sein. Voraussetzung für eine solche ist aber ebenfalls der erwähnte, enge Kontakt. Nur wenn ein Virus auf Oberflächen längere Zeit infektiös bleibt, ist ein anderer Weg der Ansteckung - die erwähnte Schmierinfektion - möglich. Dies ist bei "Corona" offensichtlich nicht der Fall. Somit sind Distanzregeln und das Verbot von grösseren Veranstaltungen tatsächlich das Mittel der Stunde. Das war vor 1 Monat noch nicht klar - heute aber schon.
    • Be3 14.04.2020 19:02
      Highlight Highlight Ach Barracuda. Dr. Unwichtig schreibt „praktisch jeder nachvollziehbare Infektionsfall beruht auf engem Kontakt über einen längeren Zeitraum“. Damit hat er die Tröpfcheninfektion ja wohl erwähnt.
      Und was er fordert ist nicht unvernünftig sondern im Gegenteil sehr vernünftig. Massnahmen aufrechtzuerhalten welche nichts bringen ist keine vernünftige Vorsicht sondern massivst schädlich...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 14.04.2020 16:22
    Highlight Highlight Es ist jämmerluch schlecht, Kurven zu vergleichen und die sinkende als erfreulicher zu bezeichnen, wenn die eine additiv ist (Anzahl nachgewiesene Fälle von Virus infizierten) und die andere dynamisch (covid Fälle in Behandlung).
    • farbarch1 14.04.2020 16:36
      Highlight Highlight So jämmerlich ist das nun auch wieder nicht, denn die abnehmende Grafik der Zahlen zu den aktiven Fällen zeigt, dass mehr Menschen gesund werden als erkranken in Bezug auf das Virus.
    • farbarch1 14.04.2020 17:38
      Highlight Highlight @ExcuseIess Nur aus persönlichem Interesse: Leben Sie etwa auf einem Elfenbeinturm und sollte Ihnen die Regierung dahin folgen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • disear 14.04.2020 16:09
    Highlight Highlight Statistik heutezutage richtig zu machen ist eh schwierig- Es gibt zu viele Eventualitäten.
    Welche Zahlen sind wie verlässlich? --> Nur die Spitaleinweisungen kann man als verlässlich ansehen. Wenn dieser Trend steigen sollte, sind auch die Fallzahlen gestiegen.
  • Bert der Geologe 14.04.2020 16:08
    Highlight Highlight Mir fehlt in den Analysen der Neuinfektionsdaten die Information wo es (noch) in grösserem Rahmen zu Ansteckungen, respektive zu neuentdeckten Infektionsherden kommt. Da sind sicher Informationen da, die nicht genügend genutzt werden. Offenbar flammen immer wieder neue Brandherde auf, z.B. Altersheim Schwyz am Ostersamstag 34: neue Fälle. Es ist also wohl kaum der Gemüsestand oder die Baustelle, wo ich mich am Meisten fürchten muss.
    • MasterPain 14.04.2020 16:51
      Highlight Highlight Vielleicht hat sich ja der Koch des Alterheims am Gemüststand angesteckt, es dann an eine Pflegerin weitergegeben und so hat es sich im Altersheim ausgebreitet?
    • CalibriLight 14.04.2020 18:59
      Highlight Highlight Das wäre extrem wichtig. Wer steckt sich wo an? Stecken sich Leute an, die in Risikoberufen arbeiten? Sind vor allem die Altersheime betroffen?
      Weniger Tests könnte dann in diesem Zusammenhang durchaus heissen, dass sich die Risikogruppen vorbildlich verhalten, da nur diese getestet werden.
    • Alfio 15.04.2020 09:15
      Highlight Highlight Vor allem wie viele noch aktuell erkrankt sind, bzw wie viele sind aktuell wieder gesund geworden. Auch wenn wir 25tausend Ansteckungen hatten seit Anfang der Pandemie, sind ja 12tausend wieder gesund geworden....oder nicht?
      Zieht man die verstorbenen weg sind es dann noch aktuell wie viele erkrankte? Bringt ja nichts die angesteckten aus der Zeit von Ende Februar Anfangs März noch zu zählen...die sollten ja längts wieder aus der Statistik fallen oder nicht?
  • freifuchs 14.04.2020 16:04
    Highlight Highlight Das Virus im Keim zu ersticken, dazu ist es deutlich zu spät, da sind sich alle Wissenschaftler einig; Es braucht eine breite Immunität. Ist das Virus wirklich so tödlich wie angenommen, so waren die Massnahmen des Bundesrats deutlich zu weit gegangen, denn die Intensivstationen blieben alle leer. Wahrscheinlicher aber ist, dass das die asymptomatischen Fälle viel höher sind und schon eine gewisse Immunität vorhanden ist. Dies zu prüfen wäre mit repräsentativen Tests leicht gemacht, dazu weigert sich der Bundesrat jedoch, aus welchen Gründen auch immer?
    • Em Den 14.04.2020 16:16
      Highlight Highlight Wieso die Blitze? Glauben Sie wieder den Experten nicht?
      Play Icon
    • Tooto 14.04.2020 16:20
      Highlight Highlight "Denn die Intensivstationen blieben alle leer"

      1. Falsch, sie waren nur nicht überlastet
      2. Ist ja gut, so haben die Massnahmen ja doch etwas gebracht?
      Oder sehe ich da was falsch?
    • lilie 14.04.2020 16:25
      Highlight Highlight @freifuchs: Da gibts viele falsche Annahmen:
      - Das Virus Ersticken war niemals das Ziel, in keinem Land, da nicht möglich (siehe nächsten Punkt)
      - Das Virus ist nicht besonders tödlich, sondern besonders ansteckend
      - Zu Spitzenzeiten waren bis zu 500 Leute mit Covid-19 auf einer Intensivstation; das ist fast die Hälfte der Intensivstationbetten der Schweiz
      - Ein breite Immunität ist nur erreichbar, wenn diese lang genug anhält, das ist aber noch nicht belannt
      - Der BR gibt keine eigenen Untersuchungen in Auftrag, weil bereits mehrere Studien mit serologischen Tests am Laufen sind
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 14.04.2020 16:01
    Highlight Highlight Die Anzahl Fälle ist grundsätzlich unerheblich. Die einzig relevante Kennzahl ist die Belastungsgrenze des Gesundheitswesens. Dazu hat man bisher aber erstaunlich wenig gehört. Wie viele Erkrankte (nicht Infizierte) gleichzeitig mag des Gesundheitswesen schlucken und für wie lange? So lange solche Aussagen nicht klar und transparent dargelegt werden, sind sämtliche Statistiken, Hochrechnungen und Prognosen einfach nur eine Anhäufung von Zahlen ohne jegliche Aussagekraft.
    • PlayaGua 14.04.2020 16:42
      Highlight Highlight Die Anzahl Fälle ist überhaupt nicht unerheblich, da bei einer grossen Anzahl Fälle auch das Gesundheitswesen stark belastet wird.
    • Dr. Unwichtig 14.04.2020 17:07
      Highlight Highlight Infektion nicht gleich Krankheit. Infizierte belasten das Gesundheitswesen nicht automatisch. Und auch Kranke nur bei einem schweren Verlauf. Mittlerweile sind die Daten über die entsprechende Verteilung fundiert verfügbar. Die Anzahl Infektionen immer noch als das relevante Mass für die Beurteilung der Wirksamkeit von Massnahmen heranzuziehen, ist überaus engstirnig.
    • äti 14.04.2020 17:10
      Highlight Highlight Mich würde die Schuhnummer viel mehr interessieren, weil man daraus Gewicht, zurückgelegte Strecke, Hygiene etc etc ableiten könnte. Klar, es müssten noch viele weitere Berge von Infos gesammelt werden. :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • sterpfi 14.04.2020 16:00
    Highlight Highlight Naja also ein Rückgang der Anzahl Tests ist schon positiv, heisst ja dass sich weniger Leute in der Risikogruppe so krank fühlen, dass ein Test nötig ist.
    (Leute, die behaupten Corona sei Panikmache, behaupten, die Zahlen würden nur steigen weil mehr Tests gemacht werden. Diese Schlussfolgerung stimmt aber nicht, denn es werden ja mehr Tests gemacht weil mehr Leute aus der Risikogruppe Symptome haben. Umgekehrt ist es natürlich genau so)
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 14.04.2020 16:33
      Highlight Highlight Ja, so kann man es auch interpretieren. Oder so, dass nun nicht mehr jeder panisch wegen jedem Hüstelein oder 0.1°C erhöhter Temperatur glaubt, sich mit einem Killervirus infiziert zu haben.

      Ein Rückgang der Tests bewirkt natürlich auch einen Rückgang der Fallzahlen. Daher wäre, wenn man es weniger populistisch handhaben wollte, eine Prozentzahl, die das Verhältnis Tests/positive Resultate ausweist. Da nun gut 2.5x weniger Tests durchgeführt werden, dürften auch die Testergebnisse 2.5x niedriger liegen. Das wäre dann überhaupt gar kein Rückgang, sondern Verschleierung. Sig's wie's well.
    • Victor Paulsen 14.04.2020 16:41
      Highlight Highlight Aber es wurden nicht nur weniger Test wegen geringerer Nachfrage gemacht, sondern weil über die Feiertage und das Wochenende auch viele Arztpraxe geschlossen waren, so konnten weniger Tests durchgeführt werden
    • Markus97 14.04.2020 16:46
      Highlight Highlight Ich würde sagen die Schlussfolgerung stimmt so halb, solange ein Mangel an Tests besteht, steigen die Zahlen tatsächlich mit zunehmender Testkapazizät...
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