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Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist für eine Öffnung der Restaurant-Terrassen per Ende März.
Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist für eine Öffnung der Restaurant-Terrassen per Ende März.
Bild: keystone

Stimmung erreicht neuen Tiefpunkt – so geht es der Schweiz in der Corona-Pandemie

Seit Beginn der Corona-Pandemie in der Schweiz untersucht eine Studie regelmässig die Einstellung und das Verhalten der Bevölkerung. Gemäss den neuesten Resultaten möchte eine Mehrheit die Restaurants per Ende März öffnen. Die Stimmung in der Bevölkerung ist derweil an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Die Studienergebnisse zusammengefasst in 7 Punkten.
18.03.2021, 18:0918.03.2021, 19:46

Tiefpunkt der Stimmung

Im 13. Monat der Corona-Pandemie zeigen sich zunehmende Ermüdungserscheinungen. Noch nie war die Gemütsverfassung in der Schweiz so schlecht wie jetzt. Dies geht aus dem siebten SRG-Corona-Monitor hervor, der von der Forschungsstelle Sotomo erstellt wurde.

Der Anteil, welcher angibt, es gehe ihnen gut oder sehr gut, ist von 69 auf 60 Prozent gesunken. Schlecht oder sehr schlecht geht es insgesamt 13 Prozent der Befragten.

screenshot: srg.sotomo
Monitoring Corona-Pandemie
Bereits zum siebten Mal wurde die Schweizer Bevölkerung im Rahmen des SRG-Corona-Monitors zu den wichtigsten Aspekten der nun über ein Jahr andauernden Corona-Krise befragt. 49’909 Personen aus allen Teilen der Schweiz haben zwischen dem 9. und dem 15. März 2021 an der Online-Befragung der SRG teilgenommen – so viele wie in keiner Befragungswelle zuvor. Durch die statistische Gewichtung sind die Ergebnisse dieser Befragungsreihe repräsentativ für die sprachlich integrierte Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren.

Bevölkerung möchte Restaurants öffnen

Am Freitag wird der Bundesrat über weitere Öffnungsschritte beraten. Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wünscht sich ein rasches Öffnungstempo. 53 Prozent möchten eine Öffnung der Gaststätten auch im Innenbereich bereits Ende März. Noch deutlicher sieht es bei den Restaurant-Terrassen aus. 66 Prozent möchten, dass diese per Ende Ende März geöffnet werden. Viel Rückhalt hat indes die Homeoffice-Pflicht. Nur eine Minderheit möchte diese noch in diesem Monat aufheben.

screenshot: srg.sotomo

Skigebiete sollen offen bleiben

Der Winter neigt sich langsam dem Ende zu. Eine Mehrheit der Befragten ist die Meinung, dass die Skigebiete weiter offen bleiben können. Dies unter Einhaltung der Schutzmassnahmen. Nur gerade 19 Prozent ist für eine schweizweite Schliessung der Skigebiete. Die Akzeptanz der Skigebiet-Öffnungen stieg im Vergleich zum Januar deutlich.

screenshot: srg.sotomo

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Der Bundesrat gewinnt an Vertrauen zurück

Zu Beginn der Pandemie genoss der Bundesrat grosses Vertrauen in der Bevölkerung. Während der zweiten Welle sank dieses jedoch deutlich. Nun geniesst die Landesregierung wieder deutlich mehr Zustimmung als noch im Januar. Der Anteil mit grossem Vertrauen stieg von 32 auf 49 Prozent. Der Anteil mit geringem Vertrauen fiel demgegenüber von 40 auf 30 Prozent.

screenshot: srg.sotomo

Am besten beurteilt wird übrigens die Arbeit von Gesundheitsminister Alain Berset. Aussenminister Iganzio Cassis schneidet bei den Befragten am schlechtesten ab.

screenshot: srg.sotomo

Impfbereitschaft steigt weiter

Die Impfbereitschaft in der Schweiz steigt weiter an. 44 Prozent der Befragten würden sich sofort impfen lassen. Der Anteil, der sich grundsätzlich nicht impfen lassen will, ist von 24 auf 20 Prozent gesunken. Deutlich zurückgegangen ist insbesondere der Anteil, der aus Furcht vor Nebenwirkungen zunächst abwarten will, nämlich von 14 auf 9 Prozent.

screenshot: srg.sotomo

Test-Strategie

Seit Anfang Woche übernimmt der Bund die Kosten bei den meisten Corona-Tests. Zusätzlich ist geplant, dass Selbsttests gratis an die Bevölkerung abgegeben werden, sobald diese zugelassen sind, was voraussichtlich Anfang April der Fall sein wird. Eine grosse Mehrheit der Befragten (ca. 72 Prozent) befürwortet dieses neue Testregime.

screenshot: srg.sotomo

Geringverdiener leiden finanziell am meisten

Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheiten in der Schweiz. Bei den Gut-Verdienenden ist das Ersparte seit Anfang 2020 tendenziell gestiegen. Bei der niedrigsten Einkommensklasse geben hingegen 46 Prozent der Befragten an, dass ihr Erspartes gesunken ist. (cma)

screenshot: srg.sotomo
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