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Berset möchte Turbo-Öffnung – GDK-Chef Engelberger mahnt zur Vorsicht

30.01.2022, 06:0930.01.2022, 12:08

Gesundheitsminister Alain Berset bereitet laut der «SonntagsZeitung» eine Turbo-Öffnung vor. Bereits am Mittwoch sei geplant, die Homeoffice-Pflicht und die Quarantäne nach Kontakten mit Infizierten zu streichen. Ausserdem werde der Bundesrat die Aufhebung aller weiterer Massnahmen gegen das Coronavirus den Kantonen zur Konsultation vorlegen, berichtet das Blatt gestützt auf Quellen im Bundeshaus.

Möchte die Lockerungen vorantreiben: Bundesrat Alain Berset.
Möchte die Lockerungen vorantreiben: Bundesrat Alain Berset.Bild: keystone

Am 16. Februar könnte die Öffnung im besten Fall beschlossen werden. Noch offen blieb, wann die Masken fallen dürfen. Auch die Isolationspflicht für Infizierte und das Testgebot bei Symptomen sollen bleiben.

Engelberger mahnt zur Vorsicht

Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren-Konferenz, will mit grossen Lockerungsschritten der Pandemie-Schutzmassnahmen noch zuwarten. Die von Bundesrat Alain Berset angekündigten Lockerungen nannte er «in der Tonalität sehr optimistisch».

Lukas Engelberger möchte vorsichtig bleiben, was die Massnahmen betrifft.
Lukas Engelberger möchte vorsichtig bleiben, was die Massnahmen betrifft.Bild: keystone

Damit wecke der Bundesrat Erwartungen, sagte Engelberger im Interview mit dem «SonntagsBlick». Die Massnahmen verhinderten einen Kollaps der Spitäler und sollten systemrelevante Betriebe schützen. «Deshalb müssen wir mit den grossen Lockerungsschritten zuwarten, bis der Höhepunkt der Omikron-Welle erreicht ist.»

Unbeliebte Maskenpflicht

Er habe Verständnis dafür, dass Berset zur Aufhebung der Quarantäne und der Homeoffice-Pflicht keine neue Konsultation der Kantone durchführe. Eine Aufhebung von 2G und der Zertifikatspflicht im Inland hingegen dürften nicht ohne Vernehmlassung beschlossen werden.

Nachdem Grossbritannien und Dänemark die Maskenpflicht aufgehoben habe, solle die Schweiz nicht nachziehen. «Die Maskenpflicht ist unbeliebt», räumte der Baselstädter Gesundheitsdirektor ein. «Doch sie ist ein relativ milder Eingriff in unsere Freiheiten.»

«Wir sind jetzt nicht einfach aus dem Schneider», mahnte Engelberger. In seinem Kanton seien die Intensivstationen zwar stabil. Doch die Spitaleintritte hätten in der vergangenen Woche um fast ein Drittel zugenommen. «Es ist also ein uneinheitliches Bild.»

«Nicht wie ein Krieg»

Engelberger warnte davor, die Pandemie voreilig für beendet zu erklären. «Die Pandemie endet nicht wie ein Krieg mit einem Waffenstillstand um zwölf Uhr mittags.» Sie ebbe ab, und neue Mutationen könnten die Lage auch wieder verschlechtern.

Gesundheitsminister Alain Berset hatte am Freitag bereits auf den 2. Februar eine Aufhebung der Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht in Aussicht gestellt. Über weitere Lockerungen wollte er sich noch nicht konkret äussern. Er kündigte in der «Samstagsrundschau» aber Vernehmlassungen zur Anpassung weiterer Massnahmen an.

Die Zeit der harten Massnahmen sei zu Ende, sagte Berset in der Radiosendung. Denn trotz sehr hohen Fallzahlen drohe derzeit keine Überlastung des Gesundheitswesens. (saw/sda)

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287 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hans Doe
30.01.2022 09:07registriert Juni 2018
Kann mir jemand erklären, weshalb die HomeOffice-Pflicht so unbeliebt ist? Meiner Meinung nach die Massnahme, welche uns nicht wirklich einschränkt und einen Nutzen bringt. 2G und konsorte schränken uns ja viel mehr ein.
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Heinz666
30.01.2022 08:06registriert Dezember 2020
Die Lockdown-Fans hier in den Kommentaren machen einiges an Boden gut gegenüber den Schwurblis. Vorsichtig sein weiterhin ja, aber die Apokalypse beschwören, sorry mit Omikron hat sich das Blatt gewendet!
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Rethinking
30.01.2022 07:51registriert Oktober 2018
Homeofficepflicht und Quarantäne gleichzeitig abzuschaffen scheint mir nicht sinnvoll…

Homeofficepflicht würde ich bis Ende Februar beibehalten…
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