Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Gerhard Eich (Spitäler Waid & Triemli), Monika Rühl (Economiesuisse), Heidi Hanselmann (Präsidentin GDK), Daniel Koch (BAG) Bild: screenshot srf

Krise, Solidarität und ein seltenes Lächeln von BAG-Koch – Corona-«Arena», die zweite

Schon zum zweiten mal hintereinander drehte sich in der «Arena» alles um das Coronavirus. «Ist die Schweiz wirklich bereit?», lautete der Titel das letzte Mal. Jetzt wurde gefragt: «Legt das Coronavirus die Schweiz lahm?»



«Die Lage ist ernst und sie wird immer ernster.» Der Satz von Daniel Koch, an einer Medienkonferenz des Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch geäussert, hat sich schon zu einem geflügelten Wort entwickelt. Wo genau der Unterschied zwischen ernst und ernster liegt, wusste man zwar nach dieser Sendung auch nicht, dafür aber bekam man einen Eindruck, wie es um die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Landes steht.

Ihnen gehörte in dieser Publikumsarena die Bühne, den sogenannten normalen Leuten mit einem normalen Leben und einem normalen Alltag. Ein Alltag, der sich in den letzten Wochen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in vielen Fällen zu einem Ausnahmezustand entwickelt hat.

Da war zum Beispiel der selbstständige Tontechniker Amadis Brugnoni, der vorrechnete, dass ihm durch die zahlreichen Veranstaltungsabsagen innerhalb von zwei Tagen ein Viertel des Jahresumsatzes weggefallen sei.

Oder die Frau, die per Telefon zugeschaltet wurde und deren Mann an Leukämie leidet. Aufgrund der Krankheit ihres Mannes seien sie gezwungen, in der Öffentlichkeit Atemschutzmasken zu tragen. Seit dem Coronavirus reagierten die Leute jedoch ganz anders als vorher. «Jetzt ziehen Eltern ihre Kinder weg, letzthin sind sogar Leute vor uns weggerannt.»

abspielen

Video: streamable

Waren in der letzten Corona-Arena mit Regine Sauter und Verena Herzog immerhin zwei klassische Politikerinnen, blieb in dieser Arena bloss noch eine übrig, die St.Galler SP-Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann, die aber in erster Linie in ihrer Funktion als Präsidentin der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK anwesend war. Die einzige Vollblut-Politikerin in dieser Arena, Jacqueline Badran, durfte für einmal nur eine Nebenrolle spielen.

Während Hanselmann als Regierungspräsidentin und Gerhard Eich als Infektiologe nur eingeschränkten Bekanntheitsgrad geniessen, hatte sich Daniel Koch innerhalb kürzester Zeit zu einem der bekanntesten Gesichter des Landes entwickelt. Vor zwei Wochen war der Leiter Abteilung übertragbare Krankheiten des BAG nur Insidern ein Begriff, heute ist Koch, der weisse Ritter mit den leicht eingefallenen Wangen, das eidgenössische Aushängeschild im Kampf gegen das Virus. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass der 65-Jährige ruhig und mit stoischer Stimme die aktuelle Lage verkündet. In der «Arena» war er nun schon zum zweiten Mal hintereinander.

Koch, ganz der unermüdliche Aufklärer, sagte bereits zu Beginn der Sendung, man stehe am Anfang einer epidemischen Schwelle. Der Tonfall konterkarierte die Worte, wie bisher bei jeder Pressekonferenz, an der Koch gesprochen hatte. Sollte jemals jemand den Weltuntergang abwickeln müssen, man wünschte sich einen wie Koch.

Bis zum Weltuntergang ist es wahrscheinlich noch eine Weile, aber dass das BAG nun die Empfehlung herausgab, zu Stosszeiten auf den öffentlichen Verkehr zu verzichten, ist in der Pendlernation Schweiz eine Art Vorstufe. Müssten wir in dieser Lage nicht einfache gewisse ÖV-Linien einstellen, fragte Brotz an die Adresse von Gerhard Eich, Leiter Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene am Stadtspital Waid und Triemli. «Wir sind noch nicht soweit, dass wir drastische Massnahmen ergreifen müssten, die das gesellschaftliche Leben lahmlegen», antwortete dieser.

Von einer Panikmache war diese Arena weit weg. Nur die junge Journalismus-Studentin im Publikum sprach mit einem leicht alarmistischen Ton über die Gefahren des öffentlichen Verkehrs: «Von dem Moment, an dem man die Haustür verlässt, ist man dem Virus ausgeliefert». Eine halbe Minute zuvor hatte sie noch einen «Medien-Hype» angesichts des Coronavirus kritisiert.

Das Pendler-Verbot lässt also noch auf sich warten, dafür hat der Bund neue Massnahmen empfohlen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Darunter fällt etwa das sogenannte Social Distancing. Neue Begrüssungsformeln sind also gefragt.

In einer aufgezeichneten Videosequenz sagte Gesundheitsminister Alain Berset im Interview mit Brotz, man wolle keine Symbolmassnahmen treffen, sondern effektive Massnahmen. Und auf die Frage von Brotz, ob er die Massnahmen seines eigenen Ministeriums befolge, antwortete Berset mit einem Lächeln, er versuche es zumindest.

abspielen

Video: streamable

Dass es manchmal beim Versuch bleibt, zeigte eine Aufnahme, die am Mittwoch im Netz für gewisse Erheiterung sorgte. Berset präsentierte zusammen mit Hanselmann die neuen Richtlinien des Bundes – und schüttelte der GDK-Präsidentin am Schluss prompt die Hand.

Bild

Bild: screenhsot/sda

Es war vielleicht noch nie so ruhig in einer «Arena», selten herrschte eine solche Einigkeit. Der «Kampf gegen das Virus» erzeugte eine eigentümliche Solidarität. Koch appellierte denn auch an die Bevölkerung, weiterhin ihren Teil zur Bekämpfung des Virus beizutragen: «Es ist wichtig, dass alle mitmachen, sodass die Risikopatienten nicht angesteckt werden.»

Die Solidarität, die von der Gesellschaft verlangt wird, wird an anderen Orten vermisst: «Ich würde mir wünschen, dass auch von der Wirtschaft eine Solidarität gezeigt wird, zum Beispiel hinsichtlich einer Entschädigung», sagte Tontechniker Brugnoni. Economiesuisse-Präsidentin Rühl zeigte Verständnis: «Je länger die Krise dauert, desto mehr Betroffene wird es geben», sagte Rühl. «Die Auswirkungen sind teilweise spürbar, teilweise akut». Eine Patentlösung hatte aber auch sie nicht.

Nur einmal gab es einen Hauch von Konfrontation und natürlich war die SP-Nationalrätin Jacqueline Badran involviert. Angesichts der wirtschaftlichen Einbussen, die viele Arbeitstätige in der Schweiz erlitten, müsse man sich bei einer sich zuspitzenden Situation weitergehende Massnahmen überlegen, zum Beispiel eine Finanzspritze von 50 Millionen Franken. «Es ist nicht richtig, wenn man jetzt schon das ganze Pulver verschiesst», entgegnete Rühl. Die vom Bund beschlossene Kurzarbeit sei aktuell eine griffige Massnahme, gab sich die Economiesuisse-Präsidentin überzeugt.

Den Behörden stellten insgesamt fast alle ein gutes Zeugnis aus. Rühl sagte in Richtung Koch: «Sie machen das super» und auch der Tontechniker Brugnoni lobte Kochs Arbeit. Nur der Immobilienwirtschafter Ulrich Ackle befand, der Bund habe mit seiner Informationspolitik gerade bei älteren Leuten Panik ausgelöst.

Zu viel oder zu wenig? Panikmache oder laisser-faire? Auch im Nachhinein wird sich nicht genau sagen lassen können, ob eine Massnahme nun wirksam war oder übertrieben. Es liegt wohl in der Natur des Krisenmanagement, dass man damit nie ganz richtig liegen kann.

Klar ist nur: «Das Virus ist bei uns angekommen», wie Eich sagte. Es seien viele Fälle vorhanden, darunter auch eine grosse Dunkelziffern, die man nicht mehr in Quarantäne bringen könne. Dass jedoch bis Ende Mai jedes Spitalbett besetzt sei, wie hier und da befürchtet wird, tat Eich als Spekulation ab. Noch seien alle Spitäler in der Schweiz in der Lage, ihren Auftrag zu erfüllen.

Wie geht es jetzt weiter? «Das Virus ist angekommen», betonte der Infektiologe Eich noch einmal, ««und es wird nicht einfach wieder verschwinden. Wir erleben eine erste Welle, vielleicht gibt es eine zweite, dritte Welle. Wie sich das Virus in Zukunft verhalten wird, wissen wir nicht.» Koch stimmte zu, gab aber zu bedenken, dass eine Ausnahmesituation, wie wir sie jetzt haben, beim nächsten mal wenig wahrscheinlich sei: «Wir werden nicht jedes mal in eine Krise gekommen.» Man habe auch jedes Jahr eine Grippewelle, ohne dass es deswegen jedes mal zu einer Krise komme.

abspielen

Video: streamable

Und ganz zum Schluss liess sich dann auch noch Koch zu einer Art Lächeln hinreissen. Nämlich als er gefragt wurde, was er denn nach seiner Pensionierung vorhabe. Er wisse es nicht, aber die Pensionierung werde sicherlich ein erfreulicher Moment sein, so Koch.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Ricardo-Inserate zum Coronavirus

Wir beantworten eure Fragen zum Coronavirus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

83
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Silvan Marty 07.03.2020 21:09
    Highlight Highlight 3monate nur noch Corona....oder was ...denken medien und politiker,wir müssen so pandemieartig berichten weil gesellschaft kuzzeitaufmerksahmkeit hat don paar tagen oder was.....
  • Himan 07.03.2020 14:12
    Highlight Highlight Lustig... haben die Medien mal was anderes als über die Sbb oder Bombardier zu schreiben. 📰🏮🍺📉
  • ThePower 07.03.2020 13:42
    Highlight Highlight Sehr schön, sehr schön. Kann jetzt bitte weitergekickt und Hockey gespielt werden? Es nervt langsam.

    Danke
  • Lowend 07.03.2020 13:06
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass ein positiver Aspekt dieser Coronakrise sein könnte, dass endlich die Anstellungsverhältnisse in der Eventbranche thematisiert werden, denn die Entscheide des BAG treffen die vielen Freelancer und Scheinselbständigen die dort arbeiten massiv und ich danke Frau Badran, dass sie deren Probleme auch direkt ansprach.

    Massiv enttäuscht bin ich aber von Frau Rühl, die sich nur um Grossunternehmen sorgt und die Feuerwehr nur dort einsetzen möchte, wo es vielleicht mal brennen könnte und aus Eigennutz übersieht, dass grosse Teile der Veranstaltungsbranche schon in Vollbrand stehen.
  • Steigeiss 07.03.2020 10:57
    Highlight Highlight Bisschen real life gefällig? Meine Tochter hat seit vorgestern Nacht hohes Fieber, Husten, Kopf-, Hals und Gliederschmerzen. Sie geht in Spreitenbach zur Schule. Da ich im Spital arbeite, wollte ich nicht nächste Woche Patienten und Arbeitskollegen gefährden. Also habe ich gemacht, wie aufgetragen: Kinderarzt anrufen. Der weisst mich weiter ans Ärztephon. Nach einer Stunde erfahre ich, dass sie nur getestet werden würde, wenn sie Kontakt mit einem Corona-Patienten gehabt hätte. Keine Ahnung! Fazit: kein Test und ich darf mir jetzt überlegen, ob es clever ist am Montag ins Büro zu gehen....
  • landre 07.03.2020 10:17
    Highlight Highlight Als Mitmensch, Bürger und Beiträger darf ich nun endlich wirklich zufrieden mit der gedachten und rationalen Vorgehensweise unseres Bundes (BAG usw) sein.

    Manche Medien (-Häuser) und das "Internet" mögen momentan zwar ein bisschen zu markant hyperventilieren, aber das gehört ja als Beilage auch zu deren Job in diesem temporären Ausnahmezustand.

    Nur der "Kantönligeist" könnte man noch ein bisschen besser eindämmen indem sich die Kantone unter sich effizienter einstimmen/ harmonisieren dürften...
    • landre 07.03.2020 13:41
      Highlight Highlight @Astrogator

      Dort wo mittlerweile (angemessen) mehr Patienten getestet werden, wird auch eine entsprechend höhere Anzahl von Fällen festgestellt.
      Dort wo, aus welchen Gründen auch immer, weniger bis gar nicht getestet wird, bleibt die Statistik entsprechend inhaltslos...

      (Siehe China, Italien, Südkorea und zB eben auch unsere Schweiz...)
    • ThePower 07.03.2020 13:53
      Highlight Highlight @Astrogator
      Da ist nicht unsere Regierung schuld, sondern die von gewissen Spezialist*in/n/en (hoffe so sind alle zufrieden), die krank arbeiten gehen..
  • circumspectat animo 07.03.2020 09:42
    Highlight Highlight War da noch ein bischen Alkohol im Blut ?
  • drjayvargas 07.03.2020 09:35
    Highlight Highlight Das kommt halt davon wenn man sichmalles wegspart und sogar die Spitäler Gewinn abwerfen müssen. Schaut mal Taiwan an, die haben es richtig gemacht 👍
    • MartinZH 07.03.2020 10:13
      Highlight Highlight @drjayvargas: Ich nehme an, Du beziehst Dich auf den Bericht im "Journal of the American Medical Association".

      https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2762689

      Tatsächlich staunt die Welt (v.a. die WHO und China), wie Taiwan die Eindämmung gelungen ist.

      Dies hat nun aber überhaupt gar nichts mit "sparen" und "Gewinn bei Spitälern" zu tun..!

      Viel mehr liegt es daran, dass Taiwan eine Insel ist.

      Und Big-Data: Das Zusammenlegen der nationalen Gesundheitsdatenbank mit den Reisedatenbanken Taiwans. Also via orwellsche Überwachung durch den Staat!

      Zum Glück haben wir das (noch) nicht!
    • Silvan Marty 07.03.2020 21:14
      Highlight Highlight taiwan eine insel...doch deswegen isoliert oder was....flugzeuge,schiffe,fähren etc...
  • victoriaaaaa 07.03.2020 09:10
    Highlight Highlight Nur so als Tipp für die Studentin & allgemein Pendlern. Ich verstehe euren ärger, aber dieses “ich kann gar nichtsändern”, gilt vermutlich nur bei den wenigsten, die anderen wollen einfach nicht. Seit dem letzten Sommer habe ich einen Arbeitsweg, den ich entweder entspannt erreiche, indem ich um 6uhr auf den fast ersten zug gehe, oder dann um 7 uhr wenn ich nur sehr knapp ankomme. Also habe ich dazu entschieden, mich umzustellen und um 6 uhr zu reisen. Und auch am abend fahren nach den Stosszeiten ja immer noch weniger volle züge, auf die man ausweichen könnte. ich kann es nur empfehlen.
  • dorfne 07.03.2020 09:09
    Highlight Highlight Also ich weiss nicht.....mein gesunder Menschenverstand schüttelt nonstop den Kopf. Er sagt: wenn China nicht so drastische Massnahmen gegen Corona ergriffen hätte, würde dieses Virus durchziehen, so wie jedes Jahr ein Virus durchzieht, manchmal auch ein neues, aggressiveres, das weltweit hunderttausende von Toten fordert. Kein Hahn schreit jeweils danach. Und niemand sagt Grossanlässe ab usw..
    Im April ist dann jeweils Schluss
    • Pukelsheim 07.03.2020 09:21
      Highlight Highlight Wann war das dann das letzte Mal der Fall?
    • Toerpe Zwerg 07.03.2020 09:30
      Highlight Highlight Gesundheitsvorsorge by Bauchgefühl ...
    • dorfne 07.03.2020 10:45
      Highlight Highlight @Alle. Ich hab geschrieben, ich weiss nicht. Und ich halte mich an alle Empfehlungen des BAG.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meerjungfrau 07.03.2020 09:04
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe, in China herrscht in Betroffenen Gebieten Masken Pflicht auf denn Strassen!!! In der Schweiz verweigert man dem Volk die Masken mit der Begründung das sie wirkungslos sind!!
    Könnte es nicht eher so sein das Europa geschlafen hat und die Vorräte nicht reichen für das Volk??
    Wer mit Ö.V unterwegs ist oder im Verkauf Arbeitet sollte auf Masken bestehen unbedingt!! Wehrt euch liebes Volk etwas stimmt da nicht!!!
    • bokl 07.03.2020 09:37
      Highlight Highlight "Wer mit Ö.V unterwegs ist oder im Verkauf Arbeitet sollte auf Masken bestehen unbedingt!!"
      Nein, einfach nein. Präventives Maskentragen ist Verschwendung kritischer Ressourcen und die Meisten haben eh keine Ahnung wie sie korrekt verwendet werden.
    • dorfne 07.03.2020 10:47
      Highlight Highlight Das tragen von dünnen Einweghandschuhen im ÖV würde wahrscheinlich mehr bringen als eine Maske.
    • Menel 07.03.2020 11:19
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die meisten hier den Zweck der Masken nicht verstehen. Es geht um den Schutz der Anderen, falls man selbst krank ist, und nicht um den Eigenschutz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 07.03.2020 08:22
    Highlight Highlight Ich hatte ein bisschen Angst um Frau Badran. Schweissgebadet aber im Mantel. Ich hoffe es geht ihr gut.
    • glointhegreat 07.03.2020 10:15
      Highlight Highlight Ich fand nicht nur Ihre Argumente schrecklich.... 🙄
    • dorfne 07.03.2020 10:50
      Highlight Highlight Ihr feiner Spott soll bestimmt nicht darüber hinwegtäuschen, dass Badran eine sehr kompetente Frau ist. Ökonomin HSG und erfolgreiche IT-Unternehmerin.
    • glointhegreat 07.03.2020 11:47
      Highlight Highlight HSG.... Ist das nicht die hochschule an der man titel kaufen kann? 🤔 Und erfolgreich..... Na ja...
      Aber egal, hier gehts ja um politik und um den virus. Da sie von beidem keine ahnung hat frag ich mich was sie in der arena zu suchen hatte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 07.03.2020 08:13
    Highlight Highlight Wenn der Esel am Berg steht ... ich möchte nicht tauschen mit denen, die die Entscheidungen fällen müssen. Krass schwierige Güterabwägung.

    Das Virus wird bleiben und mind. 30% der Bevölkerung werden es durchmachen. Das wichtigste ist, dass nicht mehr Personen kritisch werden, als das Gesundheitssystem bearbeiten kann.

    Verlangsamung der Wachstumsfunktion ist also das kritische Element.
    • dorfne 07.03.2020 09:14
      Highlight Highlight Wie kommen Sie auf diese 30%?
    • schorotro 07.03.2020 11:54
      Highlight Highlight Zum Beispiel die Schätzungen von Epidemiologe Marc Lipsitch von 40-70%, die er vor kurzem auf 20-60% der Bevölkerung aktualisiert hat. Diese wird häufig auch von anderen Epidemiologen als bisher beste Schätzung angsehen.
    • The Destiny // Team Telegram 07.03.2020 12:21
      Highlight Highlight @dorfne, die WHO sagt vorher dass 40-60% der Weltbevölkerung angesteckt werden. Wie? Daten des bisherigen Verlauf.
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 07.03.2020 07:38
    Highlight Highlight Was mich stört ist wie vehement man "Gesunden" davon abrät, eine Atemmaske zu tragen. Andrerseits werden präventiv Strassen, Gebäude, ÖV desinfiziert. Während der Inkubationszeit - also der Zeit, wo man selbst nicht merkt, dass man infiziert ist und die mehrere Tage dauern kann - ist man hochansteckend und kann andere infizieren. Zumindest am Morgen im täglichen Stossverkehr und beim Einkaufen sollte man eine Maske tragen. Die Chinesen sind da kompromissloser und zieren sich nicht so wie wir!
    • bokl 07.03.2020 09:18
      Highlight Highlight @KB
      "Zumindest am Morgen im täglichen Stossverkehr und beim Einkaufen sollte man eine Maske tragen."
      Nein, einfach nein. Präventives Maskentragen ist Verschwendung kritischer Ressourcen und die Meisten haben eh keine Ahnung wie sie korrekt verwendet werden.
    • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 07.03.2020 09:36
      Highlight Highlight bokl: "Verschwendung kritischer Ressourcen"? Was soll denn das heissen? Wenn schon, hätte das BAG den Onlineshops und Drogerien verbieten müssen, Millionen Masken an Private zu verkaufen. Die liegen nun herum und werden vermutlich nie gebraucht und fehlen vor allem in den Spitälern...
    • Wetterleuchten 07.03.2020 09:39
      Highlight Highlight Wie man sieht, gehen die Leute den No-Mask-Schreiern seit Tagen auf den Leim. Einerseits ist absolut gesichert, dass je P3-Klasse-Maske zuverlässig vor Ansteckung schützt, aber ebenso klar ist, dass für die Bevölkerung keine zur Verfügung stehen und sie sogar in den Spitälern nur begrenzt existieren. Dort arbeitet man vorwiegend mit P2-Masken, welche nicht wirklich sicher sind. Man hat einfach keine Schutzmasken und man wird in naher Zukunft auch keine mehr bekommen und deshalb werden die Leute brandschwarz angelogen, sie würden nichts nützen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Manuel Geisser 07.03.2020 07:20
    Highlight Highlight Leider getrauten sich die beiden Herren von der Veranstaltungsbranche nicht so richtig, ihre wirtschaftlichen Probleme offen darzulegen. Für mich haben sie dadurch eher den Eindruckt erweckt, dass sie das halt nun selber ausbaden werden.

    Dafür haben mich die Argumente von Frau Badran überzeugt.
    • Supermonkey 07.03.2020 09:41
      Highlight Highlight Die meisten in der Veranstaltungsbranche arbeiten als Freelancer, sind deswegen kaum gegen solche Fälle abgesichert und haben keine Branchenverbände oder Gewerkschaften im Rücken. Das heisst, keine Events, keine Aufträge, kein Geld, keine Existenz. Niemand der hilft. Arbeite auch in der Branche und sehe zurzeit einige Leute bereits am kaputt gehen...
  • banda69 07.03.2020 05:01
    Highlight Highlight Auf dieser Website findet man eine Übersicht mit Anzahl Corina-Fällen pro Land:

    - Gemeldete Personen mit Virus
    - Verstorben
    - Geheilt

    Zusätzlich gibt es eine Google Map. Die Zahlen werden laufen abgeglichen und aktuallisiert.

    https://ncov2019.live/map
    • Phrosch 07.03.2020 09:54
      Highlight Highlight Danke, banda69, das zeigt schön, wo es viel schlimmer ist als bei uns.
      Aber weil China weit weg ist, fühlen sich mehr als 10‘000 Fälle in einer Stadt weniger schlimm an als 200 bei uns im Land. Natürlich sind chinesische Städte grösser als unsere, und natürlich werden bei uns nich mehr Menschen erkranken, aber bei uns sind die Menschen allgemein gesund, wur haben gute hygienische Standards und ein sehr gut funktionierendes Gesundheitswesen.
    • banda69 07.03.2020 11:29
      Highlight Highlight @phrosch

      Ja, wir werdens sehen wie es sich entwickelt. Italien ist ja sehr vom Virus betroffen und dort herrschen im Vgl. zu China doch ähnlich gute Verhältnisse wie in der Schweiz.
    • The Destiny // Team Telegram 07.03.2020 12:26
      Highlight Highlight @Phrosch, Hygienische Standards? Wo lebst du?! Leute spucken auf den Boden, husten offen herum oder in die Hände, Hände waschen 2 mal am Tag. Die Hände lieben das Gesicht....
  • MartinZH 07.03.2020 03:20
    Highlight Highlight Ich habe mir diese Arena angeschaut, aber wenn man sich täglich zum Thema "Corona" informiert, gab es eigentlich nicht viel neues zu erfahren. So bleibt mir diese Arena eher als "lahm" in Erinnerung.

    Der einzige Lichtblick war das fundierte "Duell" zwischen der Economiesuisse-Präsidentin Monika Rühl sowie der Unternehmerin und Nationalrätin Jacqueline Badran. In diesem argumentativen Diskurs wurden die wirtschaftspolitischen Positionen, Anliegen und Sichtweisen klar thematisiert.

    Rühl hat ihre Argumente differenziert dargelegt. Badran konnte jedoch mit konkreten Vorschlägen mehr überzeugen.
    • Donald 07.03.2020 06:43
      Highlight Highlight Ist meistens so, dass in der Arena nichts neues erfunden wird ;)
    • Töfflifahrer 07.03.2020 08:09
      Highlight Highlight Leider scheinen sich nicht genug wirklich zu informieren und holen die Informationen ausschliesslich von den Stellen die mit der Story Klicks oder Umsatz generieren wollen, die machen natürlich alle auf Panik.
    • dorfne 07.03.2020 09:13
      Highlight Highlight Leider bleibt Badran nie genug Zeit, ihre differenzierten Erläuterungen zu Ende zu führer. Immer wird sie unterbrochen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jo Cienfuegos 07.03.2020 02:59
    Highlight Highlight Mittlerweile haben wir in der Schweiz die fünfthöchste Infektionsrate weltweit. Nur China, Südkorea, Iran und Italen haben eine höhere Rate.

    Wir sind aber als "Pendlernation" das einzige dieser Länder, wo die Züge nicht regelmässig desinfiziert werden. Ich kann das nicht verstehen...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 07.03.2020 04:21
      Highlight Highlight Na na, jetzt müssen wir mal bei der Wahrheit bleiben: Die Schweiz belegt offiziell aktuell weltweit den 10. Platz. Von Platz 20 auf 10 binnen 3 Tagen ist schon eine Leistung und von 0 auf Platz 10 innert 10 Tagen umso beeindruckender. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer hier besonders gross ist, weil die Schweizer ja Flugweltmeister sind.

      Ich schrieb ja schon vor ein paar Tagen, dass die Schweiz alle überholen werde und wurde dafür einmal mehr angegriffen. Weil Fakten in Zeiten von Fake News eben nicht mehr besonders populär sind. Aber wie man sieht, überholt sie alle.
    • Thomas G. 07.03.2020 04:27
      Highlight Highlight Das Pendeln muss JETZT verboten werden bis die Pandemie gestoppt ist! Katastrophe? Ja aber immer noch besser als die Alternative: sehr viele Tote
    • lilie 07.03.2020 04:47
      Highlight Highlight @Jo: Bei uns haben sich aber die meisten in Italien angesteckt, nicht in der Schweiz. Sämtliche Züge von Italien werden regelmässig desinfiziert.
    Weitere Antworten anzeigen

Nach 2 Monaten in Isolation: Wie mein Omi ihren Lebensmut verloren hat

Ein Sturz zwang meine 86-jährige Grossmutter in den verhassten Rollstuhl und ins Altersheim. Nachdem sie ihr Leben lang für ihre Selbstständigkeit gekämpft hat, bedeutete das die ultimative Kapitulation. Dann kam der Lockdown.

Ich mache mir Sorgen.

Ich mache mir Sorgen um meine Grossmutter und um ihre Generation. Um fast 100’000 Personen in der Schweiz, die derzeit in einem Alters- oder Pflegeheim leben. Die rund um die Uhr betreut werden, weil die Beine nicht mehr richtig wollen, das Aufstehen Mühe bereitet. Und der Kopf auch. Weil die Erinnerungen kommen und gehen, wie sie wollen.

Seit dem 16. März befinden sich diese Menschen in Isolation. Sie gelten in der Coronakrise als besonders gefährdet. Dringt das Virus in …

Artikel lesen
Link zum Artikel